Schwarzarbeit ist ein Problem im Handwerk

Neue Meldeplattform für Schwarzarbeit

Letzte Aktualisierung am 19. November 2018 von A. Mroos

Schwarzarbeit ist und bleibt ein Problem im Handwerk und dem Baugewerbe. Nur selten werden die Verantwortlichen überführt. Dagegen will die Sozialkasse der Bauwirtschaft (SOKA-BAU) etwas unternehmen. Auf einer neuen Meldeplattform können nun Hinweise auf illegale Betätigungen gegeben werden. Auch anonym.

Das Problem mit der Schwarzarbeit

Durch Schwarzarbeit gehen dem deutschen Staat jährlich mehrere Millionen Euro verloren. Unter Schwarzarbeit versteht man wirtschaftliche Tätigkeiten, die Verantwortliche dem Staat nicht oder nicht vollständig melden und die dementsprechend nichts zum Bruttoinlandsprodukt beitragen. Dabei kann es sich um Unterschreitungen des Mindestlohns, nicht angemeldete Gewerbe, Scheinselbstständigkeiten oder unerlaubte Arbeitnehmerüberlassungen handeln, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Das führt zu Wettbewerbsverzerrungen und problematischen Beschäftigungsverhältnissen. Zusätzlich werden dadurch die Finanzen öffentlicher und sozialer Einrichtungen beeinträchtigt. Schwarzarbeit ist Teil der illegalen Schattenwirtschaft.

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Hinweise zu Schwarzarbeit über Meldeplattform

Die neue Meldeplattform richtet sich an Arbeitnehmer, Auftraggeber und an Personen, denen etwas Verdächtiges auffällt. Wer also Hinweise auf Schwarzarbeit geben kann, hat nun die Möglichkeit diese auf der neuen Meldeplattform abzugeben. Die Hinweise können auch anonym abgegeben werden. Um den Verdacht auf Schwarzarbeit zu melden, benötigt die SOKA folgende Angaben:

  • Name und Adresse des verdächtigen Unternehmens
  • Ort der Baustelle
  • Art der Tätigkeit

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit ziemlich genaue Angaben zu weiteren Hinweisen zu machen. Dazu zählen etwa Anzahl der dort arbeitenden Personen, Zeitpunkt der Arbeit oder Angaben zu weiteren Firmen, die beispielsweise auf der Baustelle tätig sind.

Anschließend prüft die SOKA intern den Hinweis und leitet danach weitere Schritte ein, die von Fall zu Fall variieren. Unter anderem arbeitet die SOKA eng mit der Bundeszollverwaltung, der Bundesagentur für Arbeit und der Finanzkontrolle Schwarzarbeit zusammen. Auch diese kümmern sich um die Prüfung der Hinweise. In Verdachtsfällen werden dann Ermittlungen eingeleitet.

Der Kampf gegen Schwarzarbeit dient vor allem fairen Wettbewerbsverhältnissen. Das soll legale Beschäftigungen sowie gleiche Arbeitsbedingungen und Konditionen im Baugewerbe und dem Handwerk fördern.

Hier direkt zur neuen Plattform!

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