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Fenster und Türen einbauen lassen: Was vor dem Handwerkerauftrag geklärt sein sollte

Lesedauer 3 Minuten

Wenn Handwerker beauftragt werden, sollte der Auftrag grundsätzlich genau formuliert werden. Was auch bei anderen Handwerkeraufträgen gilt, ist beim Einbau von Fenstern und Türen ein ganz entscheidender Punkt. Schließlich beeinflussen sie die Wärme- und Schalldämmung, die Sicherheit und mehrere weitere für den Wohnkomfort wichtige Aspekte. Je genauer die Ausgangslage beschrieben wird, desto besser lässt sich der spätere Aufwand einschätzen und desto geringer ist das Risiko, dass die falschen Entscheidungen getroffen werden.

Beim Einbau neuer Fenster zählt nicht nur das Material, sondern auch die fachgerechte Montage.

Was genau soll erneuert werden?

Bevor es an die Erneuerung von Türen oder Fenstern geht, muss genau geklärt werden, welche Elemente Teil des Auftrags sind. Der Handwerksbetrieb, der die Arbeiten ausführen soll, muss wissen, ob „nur“ ein Fenster eingebaut werden soll oder ob dabei zum Beispiel auch Anschlüsse, Dichtungen oder beschädigte Wandbereiche geprüft werden müssen. Gegebenenfalls muss dies vorher mit einem Experten durch eine Besichtigung vor Ort geklärt werden.

Es wäre mehr als ärgerlich, wenn durch eine unzureichende Planung zwar ein hochwertiges Aluminium Fenster eingebaut wird, später aber Zugluft oder Feuchtigkeit an den Anschlussstellen entsteht.

Der Zustand des Hauses spielt eine Rolle

Während bei einem Neubau noch vieles frei planbar ist, muss bei einer Sanierung mit den vorhandenen Gegebenheiten gearbeitet werden. Der Aufwand hängt dann stark davon ab, in welchem Zustand die angrenzenden Bauteile sind. Nicht immer können Fensterbänke, Putzflächen, alte Anschlüsse oder Rollladenkästen vollständig erhalten bleiben. Manchmal reicht es deshalb nicht, wenn der Fachbetrieb nur das neue Fenster oder die neue Tür einsetzt. Auch der umliegende Bereich muss angepasst werden. Gerade bei älteren Häusern kann sich dadurch der erforderliche Arbeitsumfang deutlich erhöhen.

Wärmedämmung, Schallschutz und Sicherheit richtig gewichten

Nicht jedes Fenster und nicht jede Tür muss dieselbe Ausstattung haben. Ein kleines Badfenster zur ruhigen Gartenseite stellt andere Anforderungen als ein Schlafzimmerfenster an einer viel befahrenen Hauptstraße.

Wenn es um Haustüren, Terrassentüren und Fenster im Erdgeschoss geht, spielt außerdem der Einbruchschutz eine Rolle. Wärmedämmung kann ebenfalls nicht pauschal bewertet werden, weil die Lage, die Nutzung und natürlich auch die Größe des Fensters unterschiedlich bewertet werden müssen.

Aufgrund der vielen verschiedenen individuellen Möglichkeiten und Anforderungen ist es ratsam, frühzeitig über die gewünschten Details nachzudenken und strukturiert zu planen.

Klare Angaben führen zu einem besser kalkulierbaren Angebot

Je genauer eine an Handwerksbetriebe gerichtete Anfrage formuliert ist, desto besser lassen sich Angebote vergleichen. Wenn die folgenden Grundinformationen von Anfang an vorliegen, kann der Fachbetrieb den Aufwand deutlich besser einschätzen:

  • Anzahl der Fenster und Türen
  • Maße/Baupläne
  • Fotos von innen und außen
  • gewünschtes Material und Farbe
  • Informationen zu Rollläden, Fensterbänken und Anschlüssen
  • Wünsche zu Schallschutz, Sicherheit oder Wärmedämmung
  • gewünschter Zeitraum für den Einbau
  • Frage nach Ausbau und Entsorgung alter Elemente


Angebote nicht nur nach dem Preis vergleichen

Vor dem Einbau von Türen oder Fenstern durch einen Handwerksbetrieb wird in der Regel ein Kostenvoranschlag eingeholt. Aus diesem Kostenvoranschlag sollte unbedingt hervorgehen, ob Ausbau, Einbau und die Entsorgung der alten Elemente bereits komplett eingerechnet sind.

Wenn später noch Putzarbeiten und das Ausbessern beschädigter Wandbereiche erforderlich sind und diese separat zu Buche schlagen, kann der Gesamtpreis am Ende deutlich höher als erwartet ausfallen.

Die Montage entscheidet über das Ergebnis

Wenn Fenster oder Türen schlecht eingebaut werden, können sie noch so hochwertig sein: Die Fehler beim Einbau können viele Vorteile wieder zunichtemachen. Es ist wichtig, dass alle Fugen fachgerecht abgedichtet werden, damit keine Zugluft entsteht und keine Feuchtigkeit eindringen kann. Andernfalls werden bald Ausbesserungsarbeiten erforderlich wodurch die Gesamtkosten deutlich höher als geplant ausfallen können. Gerade bei einer Sanierung lohnt es sich daher, nicht nur auf das passende Produkt zu setzen, sondern auch alte Schäden, undichte Stellen oder beschädigten Putz umfassend zu berücksichtigen.

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