Letzte Aktualisierung am 23. Mai 2026
Was kostet eine Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe kostet inklusive Einbau in der Praxis meist zwischen 25.000 und 55.000 Euro. Im Neubau ist es oft günstiger, während im Altbau zusätzliche Kosten von 5.000 bis 10.000 Euro entstehen können.
Als grobe Orientierung:
- Neubau: ab ca. 22.000 Euro (nur Gerät)
- Altbau: meist 30.000 Euro bis 55.000 Euro
Wie hoch ist die Förderung 2026?
Den Einbau einer Wärmepumpe in einem bestehenden Wohngebäude fördert die KfW mit dem Programm 458 (Heizungsförderung für Wohngebäude). Die Grundförderung beträgt 30 Prozent der förderfähigen Investitionskosten. Wer früh tauscht und einkommensschwach ist, kann durch Boni auf bis zu 70 Prozent kommen, die Förderung ist auf maximal 30.000 Euro Investitionskosten pro Wohneinheit gedeckelt. Details und das Antragsformular finden Sie direkt auf der Übersichtsseite der KfW zur Heizungsförderung Wohngebäude (458).
Wichtig für die Antragstellung: Den Antrag müssen Sie über das KfW-Zuschussportal stellen, bevor Sie den Auftrag an den Fachbetrieb erteilen. Wer erst nachträglich beantragt, verliert die Förderung. Sie benötigen einen Liefer- oder Leistungsvertrag mit dem Fachbetrieb sowie eine technische Projektbeschreibung. Die Auszahlung erfolgt nach Einreichung der Schlussrechnung. Welche Gewerke konkret beteiligt sein müssen (Heizungsbauer, Elektriker, optional Energieberater) lesen Sie im Detail-Artikel Welche Handwerker brauche ich für eine Wärmepumpe.
Praxisbeispiele aus dem Blauarbeit-System
So sehen typische Projekte in der Praxis aus:
- Klassisches Einfamilienhaus mit Wärmepumpe: Gesamtkosten 28.000 Euro, Förderung im Altbau (Stand 04/2026) 14.000 Euro, Eigenanteil 14.000 Euro. Ein sehr typischer Durchschnittswert.
- Altbau mit Anpassungen: Wärmepumpe und Umbau 38.000 Euro (50 Prozent Förderung bei konventionellen Kältemitteln, plus 5 Prozent bei natürlichen Kältemitteln). Zusätzliche Heizkörper schlagen mit 300 bis 1.000 Euro pro Stück zu Buche. Gesamtkosten 45.000 Euro, Förderung 15.000 Euro, Eigenanteil 30.000 Euro. Altbau kann deutlich teurer werden.
- Neubau mit Wärmepumpe: Gesamtkosten 22.000 Euro (nur Wärmepumpe), keine KfW-458-Förderung im Neubau, Eigenanteil 22.000 Euro.
Was kostet welche Wärmepumpen-Art?
Die Wahl der Wärmepumpen-Art bestimmt die Investitionskosten stark. Die Luft-Wasser-Variante ist mit Abstand am häufigsten verbaut, weil keine Erdarbeiten oder Wasserrechte nötig sind.
| Art der Wärmepumpe | Kosten (inkl. Einbau) |
|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | 25.000 bis 50.000 Euro |
| Erdwärmepumpe (Sole) | 35.000 bis 55.000 Euro |
| Wasser-Wasser-Wärmepumpe | 35.000 bis 50.000 Euro |
Faustregel: Neubau ist günstiger, im Altbau kommen 5.000 bis 10.000 Euro für hydraulische Anpassung, Heizkörper und Pufferspeicher dazu.
Einzelkosten im Überblick
| Position | Kosten |
|---|---|
| Wärmepumpe (Gerät) | 10.000 bis 20.000 Euro |
| Installation und Montage | 8.000 bis 15.000 Euro |
| Zusatzarbeiten (Elektrik, Speicher, Fundament) | 4.000 bis 10.000 Euro |
Wichtig: Die Montage macht einen großen Teil der Gesamtkosten aus. Die hydraulische Einregulierung und die korrekte Dimensionierung entscheiden später über Effizienz und Stromverbrauch. Eine zu groß ausgelegte Wärmepumpe taktet häufiger und verschleißt schneller, eine zu kleine kommt im Winter an die Leistungsgrenze. Faustregel: Der Fachbetrieb sollte vor Angebotserstellung eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durchführen. Im Altbau ist außerdem die Vorlauftemperatur entscheidend – ideal sind 35 bis 50 Grad Celsius. Bei höheren Vorlauftemperaturen sinkt die Jahresarbeitszahl, und der Stromverbrauch steigt deutlich. Viele Stromversorger bieten spezielle Wärmepumpentarife mit reduzierten Arbeitspreisen, die das Verbrauchsthema zusätzlich entlasten.
Selbst einbauen oder Fachbetrieb beauftragen?
Eine Wärmepumpe ist keine Eigenleistungs-Aufgabe. Die Installation greift in mehrere Gewerke (Heizung, Elektrik, Hydraulik) ein und ist Voraussetzung für die KfW-Förderung.
Eigenleistung scheidet aus, weil:
- Die Installation Heizung, Elektrik und Hydraulik kombiniert.
- Die KfW-458-Förderung nur mit einem zertifizierten Fachbetrieb (Anlagenmechaniker SHK oder Elektroinstallateur mit Sachkundenachweis) beantragt werden kann.
- Falsche Dimensionierung zu ineffizientem Betrieb, Schäden und hohem Stromverbrauch führt.
Mit Fachbetrieb erhalten Sie:
- Heizlastberechnung und korrekte Dimensionierung der Wärmepumpe.
- Maximale Förderhöhe durch professionelle Antragstellung.
- Effizienter, langlebiger Betrieb mit hoher Jahresarbeitszahl.
- Sicherheit und Gewährleistung auf Gerät und Installation.
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Bild: istock.com/Oliver Hasselluhn




