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Fertig zugeschnitten und eingebaut kostet eine Arbeitsplatte aus Granit etwa 500 bis 1.150 € je m². Bei einer üblichen Tiefe von 60 cm entspricht das rund 300 bis 690 € je laufendem Meter Küchenzeile. Für eine gerade 4-m-Küche liegen die Kosten für die Granitplatte damit meist bei etwa 1.200 bis 2.800 €. Aufmaß, Ausschnitte, Lieferung und Montage kommen je nach Anbieter noch hinzu.
Was kostet eine Granit-Arbeitsplatte?
Der Gesamtpreis hängt nicht nur von der Gesteinssorte ab. Auch Plattenstärke, Kantenbearbeitung, Ausschnitte, Transport und Montage wirken sich auf die Rechnung aus.
| Position | Preis | Anmerkung |
|---|---|---|
| Granit Standardsorte, 3 cm | 500 bis 700 € je m² | fertig bearbeitet |
| Granit Premiumsorte, 3 cm | 800 bis 1.150 € je m² | seltene Farben und besondere Maserungen |
| Aufmaß vor Ort | 80 bis 150 € | abhängig vom Betrieb |
| Ausschnitt für Spüle oder Kochfeld | 30 bis 80 € je Stück | abhängig von Form und Ausführung |
| Ausschnitt für Armatur | 30 bis 80 € | meist separat berechnet |
| Kantenbearbeitung, gefast | meist im Preis enthalten | einfache Standardausführung |
| Profilierte Kante | 30 bis 150 € je lfm | abhängig vom Profil |
| Imprägnierung | 10 bis 25 € je m² | abhängig von Sorte und Anbieter |
| Lieferung und Montage | 150 bis 400 € | abhängig von Länge, Gewicht und Ecken |
| Transport ins Obergeschoss | 100 bis 300 € | abhängig von Zugang und Aufwand |
Für eine gerade 4-m-Küche mit Standardgranit, einem Spülen- und einem Kochfeldausschnitt ergeben sich etwa 1.200 bis 2.800 € für die Platte. Dazu kommen 60 bis 160 € für die Ausschnitte, 80 bis 150 € für das Aufmaß und etwa 150 bis 250 € für Lieferung und Montage. Damit liegt das Gesamtbudget bei rund 1.490 bis 3.360 €.
Bei einer L-Küche steigt der Montageaufwand, weil die Platte an der Ecke geteilt und die Verbindung vor Ort ausgerichtet werden muss. Wie sich Granit im Vergleich zu anderen Materialien einordnet, zeigt der Materialvergleich für die Arbeitsplatte.
Welche Granitsorte ist für die Küche geeignet?
Granit ist ein Naturstein, deshalb unterscheiden sich die einzelnen Sorten bei Farbe, Maserung, Dichte und Preis. Verbreitete Sorten sind meist günstiger erhältlich als seltene Steine mit besonderen Farben oder auffälliger Struktur.
Dunkle Granite sind vielfach relativ dicht und nehmen wenig Flüssigkeit auf. Bei anderen Sorten kann eine Imprägnierung sinnvoll sein, damit Flüssigkeiten nicht so schnell in den Stein eindringen. Ob eine Behandlung notwendig ist, hängt deshalb von der konkreten Gesteinssorte ab und nicht allein von der Farbe.
Auch die Größe der benötigten Platten spielt beim Preis eine Rolle. Eine lange Küchenzeile kann eine größere Rohplatte oder eine zusätzliche Teilplatte erfordern. Bei einer 4-m-Zeile lässt sich deshalb nicht immer eine durchgehende Platte ohne Stoß herstellen. Der Materialverbrauch und die Zahl der Teilstücke können den Preis erhöhen.
Welche Stärke sollte eine Granit-Arbeitsplatte haben?
Für Küchenarbeitsplatten sind 2 und 3 cm gängige Stärken. Eine 3 cm starke Platte wirkt massiver und bietet bei der Montage mehr Material an den Kanten. Eine 2 cm starke Platte ist leichter und kann günstiger sein, benötigt bei bestimmten Konstruktionen aber eine geeignete Unterstützung.
Auch eine optisch 3 cm starke Kante lässt sich bei einer dünneren Platte herstellen. Dafür wird die Kante aufgedoppelt, sodass die Platte von vorne massiver erscheint. Je nach Ausführung kostet diese Bearbeitung zusätzlich.
Die passende Stärke hängt deshalb nicht allein vom Gewicht ab. Entscheidend sind auch die Konstruktion der Unterschränke, die Größe der Platte und die Position von Ausschnitten.
Warum schlägt die Steinsorte beim Preis so stark durch?
Granit wird in unterschiedlichen Qualitäten und Plattenformaten angeboten. Seltene Farben, besondere Maserungen und aufwendige Oberflächen können den Preis erhöhen. Ein höherer Preis bedeutet dabei nicht automatisch eine höhere Belastbarkeit im Küchenalltag.
Bei der Auswahl sollte deshalb neben dem Aussehen auf die technischen Eigenschaften der jeweiligen Sorte geachtet werden. Gerade bei Naturstein können zwei optisch ähnliche Platten unterschiedliche Eigenschaften bei Aufnahmefähigkeit und Pflege haben.
Ein weiterer Kostenfaktor ist die gewünschte Plattengröße. Bei langen Küchenzeilen oder Inseln können mehrere Teilstücke notwendig sein. Stoßfugen müssen beim Aufmaß und bei der Planung berücksichtigt werden.
Was muss im Angebot für eine Granit-Arbeitsplatte stehen?
Ein Vergleich mehrerer Angebote funktioniert nur, wenn die einzelnen Leistungen enthalten sind. Vier Positionen sollten besonders geprüft werden.
Das Aufmaß: Bei Naturstein sollte der Betrieb die vorhandenen Unterschränke nach deren Montage und Ausrichtung vermessen. So lassen sich Wandverläufe, Ecken und Ausschnitte in die Fertigung einbeziehen.
Die Kantenbearbeitung: Eine einfache gefaste Kante kann bereits im Preis enthalten sein. Aufwendigere Profile oder polierte Sonderausführungen kosten meist extra.
Die Ausschnitte: Spüle, Kochfeld und Armatur benötigen jeweils eigene Ausschnitte. Gerade bei Naturstein sollte vor der Fertigung feststehen, welche Einbauteile verwendet werden.
Lieferung und Montage: Wegen des hohen Gewichts ist der Transport einer Granitplatte aufwendiger als bei einer Laminatplatte. Prüfen Sie deshalb, ob Lieferung, Tragen und Montage bereits im Angebot enthalten sind.
Bei einer bestehenden Küche kommt zusätzlich die Demontage der alten Arbeitsplatte hinzu. Die Kosten für den kompletten Wechsel stehen unter Arbeitsplatte austauschen.
Wo lässt sich bei einer Granit-Arbeitsplatte sparen?
Die größte Preisdifferenz entsteht bei der Auswahl der Granitsorte. Eine verbreitete Sorte kann für die Nutzung in der Küche dieselben grundlegenden Vorteile bieten wie eine teurere Variante. Entscheidend sind die Eigenschaften des konkreten Steins.
Auch bei der Kantenbearbeitung lässt sich sparen. Eine einfache gefaste oder gerade Kante ist günstiger als eine aufwendig profilierte Ausführung. Bei mehreren Metern Küchenplatte kann sich der Unterschied summieren.
Bei kurzen Küchenzeilen oder kleinen Inseln können Reststücke interessant sein. Steinmetzbetriebe haben teilweise Plattenreste aus anderen Aufträgen, die sich für kleinere Flächen verwenden lassen.
Am Aufmaß sollte dagegen nicht gespart werden. Eine falsch zugeschnittene Granitplatte lässt sich nach der Fertigung nur mit großem Aufwand korrigieren. Ein Aufmaß vor Ort reduziert dieses Risiko und berücksichtigt auch schiefe Wände und vorhandene Unterschränke.
Wie läuft der Einbau einer Granit-Arbeitsplatte ab?
Am Anfang steht die Auswahl des Steins. Bei Naturstein lohnt sich neben dem Musterstück ein Blick auf die tatsächliche Rohplatte, weil Farbe und Maserung innerhalb einer Sorte variieren können.
Nach der Montage und Ausrichtung der Unterschränke erfolgt das Aufmaß. Dabei werden die tatsächlichen Maße der Küche, Wandverläufe, Ecken, Ausschnitte und die Position der Geräte erfasst.
Anschließend wird die Granitplatte im Werk zugeschnitten. Dort entstehen auch die Ausschnitte für Spüle, Kochfeld und Armatur sowie die gewünschte Kantenbearbeitung. Bei einer Unterbauspüle wird die sichtbare Schnittkante zusätzlich bearbeitet und poliert.

Die fertigen Teilstücke werden zur Baustelle transportiert und auf den Unterschränken ausgerichtet. Bei mehreren Teilen werden die Verbindungen angepasst und miteinander verbunden. Anschließend werden die erforderlichen Fugen abgedichtet.
Die Montage dauert bei einer einfachen Küchenzeile meist einige Stunden. Bei einer großen L- oder U-Küche oder einer Kücheninsel kann der Einbau länger dauern.
Wie schwer ist eine Granit-Arbeitsplatte?
Das Gewicht gehört zu den wichtigsten praktischen Unterschieden gegenüber Laminat. Eine 3 cm starke Granitplatte wiegt ungefähr 80 kg je m².
Eine 4 m lange Platte mit 60 cm Tiefe hätte damit rechnerisch rund 190 kg. In der Praxis wird sie aus mehreren Teilstücken gefertigt, damit Transport und Montage möglich sind.
Die Unterschränke müssen für das Gewicht geeignet und fachgerecht ausgerichtet sein. Auch der Transport in ein Obergeschoss kann zusätzlichen Aufwand verursachen, insbesondere bei engen Treppen oder fehlendem Aufzug.
Wie pflegeleicht ist Granit?

Granit ist im Küchenalltag vergleichsweise pflegeleicht. Für die tägliche Reinigung reichen meist Wasser und ein geeigneter, milder Reiniger. Aggressive oder stark säurehaltige Reinigungsmittel sollten abhängig von der jeweiligen Steinart vermieden werden.
Entscheidend ist die Saugfähigkeit des Steins. Bei geeigneten Sorten kann eine Imprägnierung das Eindringen von Flüssigkeiten reduzieren. Wie oft sie erneuert werden muss, hängt von der Steinart, der Nutzung und dem verwendeten Mittel ab.
Öl, Rotwein und andere stark färbende Flüssigkeiten sollten trotzdem nicht längere Zeit auf einer unbehandelten oder saugfähigen Oberfläche stehen bleiben.
Lohnt sich eine Granit-Arbeitsplatte?
Granit ist eine gute Wahl für Küchen, in denen eine robuste und langlebige Arbeitsfläche gefragt ist. Das Material ist hitzebeständig und widerstandsfähig gegen Kratzer. Gleichzeitig ist jede Platte ein Naturprodukt mit einer individuellen Maserung.
Der höhere Anschaffungspreis gegenüber Laminat fällt vor allem bei einer langfristig geplanten Küche ins Gewicht. Bei einem Küchenumbau sollte zusätzlich geprüft werden, ob die vorhandenen Unterschränke stabil genug für die schwere Platte sind.
Für besonders filigrane Designs oder große, dünne Platten können Keramik und andere Sintermaterialien eine Alternative sein. Einen Überblick über die verschiedenen Materialien gibt der Materialvergleich für Küchenarbeitsplatten.

Häufige Fragen
Was kostet eine Granit-Arbeitsplatte pro Meter?
Eine Granit-Arbeitsplatte kostet bei einer Tiefe von 60 cm etwa 300 bis 690 € je laufendem Meter. Dazu können Kosten für Aufmaß, Ausschnitte, Lieferung und Montage kommen. Bei besonderen Sorten, größeren Formaten oder aufwendigen Kanten kann der Preis höher liegen.
Was kostet eine Granit-Arbeitsplatte für eine 4-Meter-Küche?
Für 4 m Granitplatte fallen etwa 1.200 bis 2.800 € für das Material an. Mit Aufmaß, zwei Ausschnitten sowie Lieferung und Montage ergibt sich je nach Ausführung ein Gesamtpreis von ungefähr 1.500 bis 3.400 €.
Ist Granit als Küchenarbeitsplatte hitzebeständig?
Ja, Granit ist gegenüber Hitze sehr widerstandsfähig. Trotzdem sollte sehr heißes Kochgeschirr nicht unnötig lange auf der Platte stehen. Entscheidend ist dabei auch die Verarbeitung: Klebungen, Dichtungen und andere Bauteile können empfindlicher sein als der Naturstein selbst.
Muss eine Granit-Arbeitsplatte imprägniert werden?
Das hängt von der jeweiligen Granitsorte ab. Dichte Granite benötigen teilweise keine zusätzliche Imprägnierung, während saugfähigere Sorten von einer Behandlung profitieren können. Ein Fachbetrieb kann anhand der konkreten Sorte beurteilen, ob eine Imprägnierung erforderlich ist.
Wie dick sollte eine Granit-Arbeitsplatte sein?
2 und 3 cm sind gängige Stärken. Eine 3 cm starke Platte wirkt massiver, während 2 cm eine schlankere Optik ermöglicht.
Kann man Granit selbst zuschneiden?
Der Zuschnitt gehört in die Hände eines Fachbetriebs. Für Granit sind geeignete Nassschneid- und Bearbeitungsverfahren erforderlich. Besonders die Ausschnitte für Spüle und Kochfeld müssen exakt sitzen, da spätere Korrekturen nur begrenzt möglich sind. Die Kosten für einen Zuschnitt finden Sie unter Arbeitsplatte zuschneiden lassen.
Was ist besser: Granit oder Keramik als Arbeitsplatte?
Beide Materialien sind robust und für stark beanspruchte Küchen geeignet. Granit bietet die individuelle Optik von Naturstein und eine hohe Hitzebeständigkeit. Keramik ist sehr kratz- und fleckenbeständig und kann in großen, dünnen Formaten verarbeitet werden. Die bessere Wahl hängt deshalb von Optik, Plattenformat, Kantenlösung und Budget ab.
Wie lange hält eine Granit-Arbeitsplatte?
Bei fachgerechter Montage und normaler Nutzung kann eine Granit-Arbeitsplatte viele Jahrzehnte genutzt werden. Das Material selbst ist sehr langlebig. Schäden entstehen eher durch starke Schläge an empfindlichen Kanten, fehlerhafte Unterkonstruktionen oder eine unsachgemäße Bearbeitung.
Kann Granit repariert werden?
Kleinere Ausbrüche oder Beschädigungen können je nach Stelle und Größe mit speziellen Steinreparaturmaterialien ausgebessert werden. Bei größeren Rissen oder Schäden an tragenden Bereichen kann ein Austausch des betroffenen Plattenteils notwendig werden.
Wie pflegt man eine Granit-Arbeitsplatte richtig?
Für die tägliche Reinigung reichen meist Wasser und ein milder, für Naturstein geeigneter Reiniger. Verschüttete Flüssigkeiten sollten bei saugfähigen Sorten zeitnah entfernt werden. Auf säurehaltige oder aggressive Reinigungsmittel sollte je nach Steinart verzichtet werden.
Wie wird eine Granit-Arbeitsplatte gemessen?
Das Aufmaß sollte nach der Montage und Ausrichtung der Unterschränke erfolgen. Gemessen werden unter anderem Wandverlauf, Plattentiefe, Ecken, Ausschnitte und die Position von Spüle und Kochfeld. Bei einer Natursteinplatte sollte das Aufmaß durch den ausführenden Betrieb erfolgen.
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