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Braune WPC Dielen verlegt

WPC-Terrasse Kosten im Vergleich zu Holz

Lesedauer 5 Minuten

Eine WPC-Terrasse kostet fertig verlegt 146 bis 290 € pro m². Die Vollprofildielen liegen bei 45 bis 95 € pro m² und damit auf dem Niveau von Bangkirai, das 45 bis 80 € pro m² kostet. Gespart wird beim Unterhalt: Ölen entfällt vollständig, es bleibt nur die Reinigung. Für 20 m² sind 2.920 bis 5.800 € zu kalkulieren.

Die drei WPC-Qualitäten und ihre Preise

WPC besteht aus Holzmehl und Kunststoff, meist im Verhältnis 60 zu 40. Wie viel eine Diele kostet und wie lange sie hält, hängen von ihrer Bauart ab:

BauartMaterial je m²Eigenschaft
Hohlkammerdiele35 bis 60 €leicht, günstig, bricht bei Punktlast
Vollprofil45 bis 95 €stabil, schwer, keine offenen Kammern
coextrudiert mit Mantel60 bis 120 €fleckenresistent, farbstabil, längere Garantie

Der Aufpreis für coextrudierte Ware liegt bei 15 bis 25 € pro m², für 20 m² also 300 bis 500 €. In der Beispielrechnung unten steht Vollprofil; für die coextrudierte Variante rechnen Sie diesen Betrag auf. Bei dieser Bauart umschließt eine Kunststoffschicht den Kern und entschärft genau die Probleme, die WPC den schlechten Ruf eingebracht haben: ausbleichende Farben und Flecken von Grillfett oder Rotwein, die sich nicht mehr entfernen lassen. Auf coextrudierte Dielen geben Hersteller 15 bis 25 Jahre Garantie statt der üblichen 10.

Hohlkammerdielen sind meist die günstigste Variante, reagieren aber empfindlicher auf Feuchtigkeit und Frost. In die offenen Kammern kann Wasser eindringen, das bei Frost gefriert und die Stege beschädigen kann. Achten Sie deshalb auf passende Endkappen und ein ausreichendes Gefälle der Unterkonstruktion, damit Wasser zuverlässig ablaufen kann.

Beispielrechnung für 20 m²

PositionBetrag
Gründung samt Aushub, Vlies, Auflagern300 bis 800 €
Aluminium-Unterkonstruktion600 bis 900 €
WPC-Dielen, Vollprofil, inklusive 8 % Verschnitt970 bis 2.050 €
Clips, Endkappen, Abschlussprofile150 bis 350 €
Arbeitslohn900 bis 1.700 €
Gesamt2.920 bis 5.800 €

Das sind 146 bis 290 € pro m². Mit einer tragenden Unterkonstruktion aus Holz statt Aluminium sinkt die Summe um rund 250 €, allerdings hält die Konstruktion dann kürzer als der Belag darüber. Bei einem Material, das 20 Jahre halten soll, sollte man hier nicht sparen.

Wo kann WPC teurer werden als gedacht?

Bei einer WPC-Terrasse zählen nicht nur der Preis der Dielen und die Montage. Auch die Konstruktion und einige Materialeigenschaften können die Gesamtkosten erhöhen.

Wärmeausdehnung: WPC dehnt sich bei Wärme stärker aus als Holz. Entscheidend ist die Temperatur an der Oberfläche der Diele. Dunkle WPC-Dielen können sich in der Sonne auf bis zu 75 °C erwärmen. Bei einer 4 m langen Diele können dadurch Längenänderungen von etwa 12 mm entstehen, bei dunklen Dielen bis zu 16 mm. Deshalb müssen an den Stirnseiten und zu festen Bauteilen ausreichend große Dehnungsfugen vorgesehen werden.

Denken Sie bei dieser Wärmeentwicklung und der Farbwahl auch an Haustiere und barfuß laufende Kinder!

Engere Unterkonstruktion: WPC-Dielen benötigen häufig einen geringeren Abstand zwischen den Tragbalken als Holzdielen. Statt etwa 50 cm sind je nach Produkt rund 35 bis 40 cm üblich. Der Grund liegt in der höheren Durchbiegung von WPC bei durchgängiger Belastung. Dadurch steigt der Materialbedarf für die Unterkonstruktion um etwa 25 bis 43 %. Auch der Montageaufwand nimmt zu. In der Beispielrechnung ist dieser zusätzliche Aufwand bereits enthalten.

Hitzeentwicklung: Dunkle WPC-Dielen können sich in der Sonne stark aufheizen und sich im Hochsommer unangenehm heiß anfühlen. Auf einer Südterrasse kann das Barfußlaufen an heißen Tagen daher schwierig werden. Helle Farbtöne erwärmen sich weniger stark und sind je nach Hersteller nicht teurer.

Systemabhängige Bauteile: Clips, Anfangs- und Endprofile sowie Abschlussblenden sind meist auf das jeweilige WPC-Terrassensystem abgestimmt. Bei einem späteren Austausch kann es daher schwierig werden, passende Dielen oder Zubehörteile zu bekommen. Eine Reserve von etwa 5 % der benötigten Dielen ist deshalb sinnvoll. Bei 20 m² Vollprofil können dafür zusätzlich rund 50 bis 100 € anfallen. Lagern Sie die Ersatzdielen trocken und geschützt. So lässt sich eine beschädigte Diele später austauschen, ohne größere Teile der Terrasse erneuern zu müssen.

Braune WPC Dielen verlegt

Woran erkennen Sie gute WPC-Terrassendielen?

Die Bezeichnung WPC allein sagt wenig über die Qualität einer Terrassendiele aus. Vor dem Kauf sollten Sie deshalb einige Angaben im Datenblatt prüfen. Vier Punkte geben dabei einen guten ersten Eindruck.

  • Holzanteil: WPC-Dielen enthalten je nach Produkt unterschiedlich viel Holz. Häufig liegt der Anteil zwischen 50 und 70 %. Ein höherer Holzanteil kann für eine natürlichere Optik sorgen, geht aber auch mit einer stärkeren Aufnahme von Feuchtigkeit und möglichen Farbveränderungen einher. Bei einem sehr niedrigen Holzanteil wirkt die Oberfläche häufig stärker wie Kunststoff.
  • Rohdichte: Bei massiven WPC-Dielen liegt die Rohdichte häufig bei etwa 1,2 bis 1,4 g/cm³. Ein geringeres Gewicht kann auf ein geschäumtes Profil hindeuten. Das ist nicht automatisch ein Nachteil, die Belastbarkeit und die zulässigen Abstände der Unterkonstruktion sollten dann aber besonders genau geprüft werden.
  • Garantiebedingungen: Eine lange Garantiezeit allein sagt wenig über die tatsächliche Qualität aus. Entscheidend ist, welche Schäden eingeschlossen sind. Farbveränderungen, Flecken, Kratzer oder Schäden durch unsachgemäße Montage sind bei vielen Herstellern nicht oder nur eingeschränkt abgedeckt. Lesen Sie deshalb die Garantiebedingungen vor dem Kauf.
  • Prüfwerte: Angaben zur Biegefestigkeit, Wasseraufnahme und Beständigkeit gegenüber Frost-Tau-Wechseln geben zusätzliche Hinweise auf die Eigenschaften der Dielen. Für WPC-Terrassendielen ist die DIN EN 15534-4 relevant. Achten Sie darauf, ob konkrete Prüfwerte angegeben sind und nicht nur mit allgemeinen Qualitätsversprechen geworben wird.

Wie können Sie WPC-Dielen vor dem Kauf testen?

Ein Musterstück ist hilfreicher als ein Foto im Onlineshop. Lassen Sie sich nach Möglichkeit ein Stück der gewünschten Diele schicken oder nehmen Sie eins im Fachhandel mit und testen Sie Farbe, Oberfläche und Verarbeitung.

Legen Sie das Muster einige Tage ins Freie und setzen Sie es unterschiedlichen Witterungsbedingungen aus. Auch typische Verschmutzungen wie Fett oder Rotwein können Sie an einer kleinen Stelle ausprobieren. Anschließend lässt sich prüfen, wie gut sich die Verschmutzung mit Wasser, Spülmittel und einer Bürste entfernen lässt.

Stellen Sie das Muster zusätzlich für einige Stunden oder über Nacht ins Wasser und lassen Sie es anschließend vollständig trocknen. Verändert sich die Oberfläche, quellen die Kanten auf oder bleibt eine Stelle sichtbar dunkler, sollten Sie beim Hersteller nach den zulässigen Eigenschaften des Materials fragen.

Ein Muster ersetzt keine Prüfung nach Norm, gibt Ihnen aber einen guten Eindruck davon, wie sich die Oberfläche im Alltag verhält. Viele Händler bieten Muster kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr an.

Rechnet sich WPC gegenüber Holz?

Über 20 Jahre gerechnet, jeweils 20 m²:

FaktenWPC VollprofilBangkiraiKiefer
Bau2.920 bis 5.800 €2.720 bis 5.230 €2.025 bis 4.100 €
Pflege über 20 Jahre, Material in Eigenleistung300 bis 600 €440 bis 1.100 €700 bis 1.600 €
Belagstauschentfälltentfällt1.100 bis 2.000 €
Summe3.220 bis 6.400 €3.160 bis 6.330 €3.825 bis 7.700 €

Bangkirai und WPC liegen über die Nutzungsdauer fast gleichauf, imprägnierte Kiefer ist die teuerste Variante. Bei WPC steckt in der Pflegespalte nur Reinigungsmittel, bei Bangkirai kommen sieben bis zehn Ölanstriche dazu. Den Ausschlag gibt damit nicht der Preis, sondern der Aufwand: Bei WPC entfallen Schleifen und Ölen komplett, dafür sieht die Fläche nach 15 Jahren immer noch aus wie Kunststoff. Holz vergraut und lässt sich, solange die Substanz gesund ist, jederzeit wieder aufarbeiten. Die vollständige Gegenüberstellung aller Beläge steht unter Terrassenbelag im Vergleich, die Zahlen zu Holz unter Holzterrasse Kosten.

Häufige Fragen

Was kostet die Reinigung?

Rechnen Sie mit zwei Durchgängen im Jahr, Bürste und WPC-Reiniger kosten 15 bis 30 € jährlich. Ein Hochdruckreiniger ist nur mit Flächenaufsatz und reduziertem Druck zulässig, ein harter Punktstrahl raut die Oberfläche auf und macht sie anfällig für Flecken. Die Herstellergarantie erlischt dadurch oft. Auf Öl und Versiegelungen verzichten Sie ganz: Beides zieht nicht ein, bleibt als klebriger Film auf der Diele und bindet anschließend mehr Schmutz, als es fernhält.

Lässt sich WPC auf eine alte Holzunterkonstruktion legen?

Nur wenn die Balkenabstände passen und das Holz einwandfrei ist. Da WPC engere Abstände braucht als Holzdielen, muss die Unterkonstruktion meist neu geteilt werden. Ein zusätzlicher Balken zwischen je zwei vorhandenen bringt Sie von 50 auf 25 cm, mehr als nötig, aber der einfachste Weg. Kalkulieren Sie 10 bis 20 € je laufendem Meter. Wie die Konstruktion aufgebaut sein muss, steht unter WPC-Dielen verlegen.

Verblasst WPC?

Ja, alle Varianten hellen im ersten Jahr etwas auf, danach bleibt die Farbe weitgehend stabil. Bei coextrudierten Dielen fällt der Effekt kaum auf, bei einfachen Hohlkammerdielen kann er sichtbar sein. Rechnen Sie damit, dass die Terrasse nach einem Sommer heller wirkt als das Muster im Baumarkt.

Kann man Kratzer ausbessern?

Bei unbeschichtetem WPC lassen sich flache Kratzer mit einer Messing- oder Kunststoffbürste in Längsrichtung der Diele angleichen, danach ist die Stelle heller und gleicht sich über einige Wochen wieder an. Coextrudierte Dielen mit Mantel vertragen das nicht: Wird die Schutzschicht verletzt, bleibt der Schaden sichtbar. Dort hilft nur der Tausch der Diele, was ein weiteres Argument für die eingelagerte Reserve ist.

Bilder: Canva

Corinna Fröhling, Redakteurin für Kosten und Sanierung

Verfasst von

Corinna Fröhling Redakteurin für Kosten und Sanierung

Corinna Fröhling verantwortet als Redakteurin einen Großteil der Kosten-Ratgeber auf Blauarbeit und prüft neue Beiträge vor der Veröffentlichung. Seit 2019 schreibt sie über Kosten und Preise rund um Haus, Garten und Sanierung, daneben quer durch alle Gewerke. Ihr Anspruch: Preisspannen, mit denen man wirklich planen kann, statt Lockangebote und Schaufensterzahlen.

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