Verpasse nicht diese Infos!

Hier kannst du dich für unseren wöchentlichen Newsletter anmelden:

Geräumtes Schlafzimmer vor der Bettwanzenbehandlung: Matratze steht aufrecht, Kleidung in verschlossenen Beuteln, Wärmegebläse in der Ecke

Bettwanzen bekämpfen Kosten: Preise nach Verfahren und Zimmerzahl

Lesedauer 10 Minuten

400 bis 1.200 € kostet die chemische Bekämpfung von Bettwanzen je Zimmer, verteilt auf zwei bis drei Durchgänge. Eine Wärmebehandlung der gesamten Wohnung liegt bei 1.500 bis 4.000 €. Der Preis setzt sich zusammen aus dem Verfahren, der Zimmerzahl und dem Ausmaß des Befalls.

Was kosten die einzelnen Verfahren?

VerfahrenKostenDurchgängeDauer je Termin
Chemisch, 1 Zimmer400 bis 1.200 €2 bis 32 bis 4 Stunden
Chemisch, 3-Zimmer-Wohnung900 bis 2.400 €2 bis 34 bis 8 Stunden
Wärmebehandlung, 1 Zimmer800 bis 1.800 €18 bis 12 Stunden
Wärmebehandlung, ganze Wohnung1.500 bis 4.000 €11 bis 2 Tage
Kontrolle mit Spürhund150 bis 400 €11 bis 2 Stunden
Nachkontrolle80 bis 200 €1 bis 21 Stunde
Richtwerte inklusive Anfahrt und Material. Stand 2026.

Wie sich das in die Preise für andere Schädlinge einordnet, zeigt die Kostenübersicht Kammerjäger.

Wärme oder Chemie?

Beide Verfahren wirken, unterscheiden sich aber in Aufwand und Nebenwirkungen.

Bei der chemischen Bekämpfung werden Insektizide gezielt in Ritzen und Möbelfalze gebracht. Das Mittel wirkt über Wochen weiter, weshalb der Kammerjäger nach zehn bis vierzehn Tagen erneut kommt: Eier überleben die erste Behandlung, und die geschlüpften Larven müssen ebenfalls erwischt werden. Diese Methode ist günstiger, benötigt aber Geduld und mehrere Termine.

Wie gesundheitsschädlich ist die chemische Behandlung von Bettwanzen?


Bei der chemischen Bekämpfung von Bettwanzen werden unter anderem Wirkstoffe aus der Gruppe der Pyrethroide eingesetzt. Dazu gehören beispielsweise Permethrin, Deltamethrin oder Cyphenothrin. Diese Stoffe greifen das Nervensystem von Insekten an. Für Menschen und Haustiere ist die Wirkung zwar wesentlich geringer, bei falscher Anwendung können sie dennoch gesundheitliche Beschwerden verursachen. Möglich sind unter anderem Haut- und Augenreizungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit oder Reizungen der Atemwege. Bei einer hohen oder wiederholten Belastung können stärkere gesundheitliche Auswirkungen auftreten.
Ein besonderes Problem besteht bei Bettwanzen darin, dass Matratzen, Bettgestelle und andere Bereiche behandelt werden, mit denen Menschen anschließend über längere Zeit in Kontakt kommen. Deshalb dürfen nur für diesen Zweck zugelassene Mittel verwendet werden. Die Dosierung, Anwendung und vorgeschriebene Wartezeit müssen genau eingehalten werden. Ein Raum sollte erst wieder genutzt werden, wenn die vom Hersteller vorgegebene Zeit abgelaufen und ausreichend gelüftet wurde. Kinder, Haustiere und empfindliche Personen sollten während der Behandlung keinen Zugang zu den betroffenen Bereichen haben.
Von frei verfügbaren Insektensprays oder einer mehrfachen Eigenbehandlung ist abzuraten. Bettwanzen können gegen bestimmte Wirkstoffe resistent sein. Werden Mittel wiederholt oder falsch eingesetzt, steigt damit nicht nur die Belastung für Menschen und Tiere, sondern häufig auch das Risiko, dass die Bekämpfung erfolglos bleibt. Bei einem größeren Befall sollte deshalb ein qualifizierter Schädlingsbekämpfer die geeignete Methode auswählen.

Bei der Wärmebehandlung wird der Raum über mehrere Stunden auf 50 bis 60 °C aufgeheizt. Alle Entwicklungsstadien einschließlich der Eier sterben in einem Durchgang ab. Sie ist teurer, dafür in ein bis zwei Tagen erledigt und kommt ohne Chemie aus, was in Haushalten mit Kindern, Allergikern oder Haustieren den Ausschlag gibt.

Ein praktischer Nachteil der Wärme: Hitzeempfindliche Gegenstände müssen raus, darunter Kerzen, Schallplatten, Druckerpatronen, Medikamente, Kosmetik und einige Elektrogeräte. Der Betrieb gibt vorher eine Liste heraus.

Was treibt den Preis nach oben?

Eine Bettwanze krabbelt auf menschlicher Haut
  • Ausmaß des Befalls: Ein früh entdeckter Befall in einem Bett kostet einen Bruchteil eines seit Monaten unbemerkten, bei dem die Tiere bereits in Steckdosen, Bilderrahmen und Nachbarräumen sitzen.
  • Möblierung: Polstermöbel, Bücherregale, Teppiche und offene Regalwände verlängern die Behandlungszeit.
  • Nachbarwohnungen: In Mehrfamilienhäusern wandern Bettwanzen durch Leitungsschächte. Werden angrenzende Wohnungen mitbehandelt, steigen die Kosten entsprechend.
  • Zugänglichkeit: Einbaumöbel und Schränke, die auseinandergebaut werden müssen, kosten Arbeitszeit.
  • Nachkontrollen: Ein seriöser Betrieb plant mindestens eine ein, oft im Preis enthalten. Fehlt sie im Angebot, fragen Sie nach.

Was Sie selbst vorbereiten müssen

Die Vorbereitung übernehmen Sie, und sie beeinflusst den Erfolg mehr als die Wahl des Verfahrens.

  1. Textilien waschen. Bettwäsche, Kleidung, Vorhänge und Kissenbezüge bei mindestens 60 °C waschen oder alternativ eine Stunde in den Trockner geben. Alles, wofür beides zu heiß ist, kommt für 72 Stunden bei minus 18 °C in die Tiefkühltruhe.
  2. Gewaschenes verpacken. Alles Behandelte kommt in verschlossene Beutel und bleibt bis nach der Behandlung darin.
  3. Nichts wegtragen. Räumen Sie keine Möbel, Koffer oder Kartons in andere Zimmer oder zu Verwandten. So verbreitet sich der Befall.
  4. Nicht selbst sprühen. Baumarktmittel töten einen Teil der Tiere und treiben den Rest in entferntere Verstecke, was die spätere Behandlung erschwert und verteuert.
  5. Schlafplatz behalten. Wer aufs Sofa zieht, nimmt die Wanzen mit. Bleiben Sie bis zur Behandlung im gewohnten Bett.

Woran Sie einen Befall überhaupt erkennen, beschreibt Bettwanzen erkennen.

Wer zahlt in der Mietwohnung?

Grundsätzlich der Vermieter, denn ein Bettwanzenbefall ist ein Mangel der Mietsache. Er muss ihn beseitigen lassen und trägt die Kosten, solange nicht nachweisbar ist, dass der Mieter ihn schuldhaft verursacht hat.

Dieser Nachweis gelingt selten, weil Bettwanzen über Gepäck, gebrauchte Möbel, Nachbarwohnungen und Besuch eingeschleppt werden und der Weg im Nachhinein kaum zu belegen ist. Melden Sie den Befall deshalb sofort schriftlich und dokumentieren Sie ihn mit Fotos. Während der Beeinträchtigung kommt in der Regel auch eine Mietminderung in Betracht.

Bei starkem Befall in Mehrfamilienhäusern kann das Gesundheitsamt tätig werden. Nach § 17 IfSG kann die Behörde Bekämpfungsmaßnahmen anordnen, wenn Gesundheitsschädlinge auftreten.

Kostenbeispiel: befallene 3-Zimmer-Wohnung

Der Befall beginnt im Schlafzimmer und hat sich auf das Wohnzimmersofa ausgebreitet. Anbei ein Rechenbeispiel der chemischen Behandlung:

PositionKosten
Begehung und Befallsermittlung80 bis 200 €
Erstbehandlung Schlafzimmer und Wohnzimmer600 bis 1.400 €
Zweite Behandlung nach 10 bis 14 Tagen300 bis 700 €
Dritte Behandlung bei Bedarf250 bis 600 €
Abschlusskontrolle80 bis 200 €
Encasings für zwei Matratzen80 bis 240 €
Gesamt1.390 bis 3.340 €

Die Wärmebehandlung derselben Wohnung liegt bei 1.500 bis 4.000 €, ist aber nach ein bis zwei Tagen abgeschlossen. Wer Urlaub nehmen oder mehrere Wochen mit Einschränkungen leben müsste, rechnet diesen Punkt sinnvollerweise mit.

Woran erkennen Sie ein seriöses Angebot?

Bettwanzen sind ein Bereich, in dem sehr unterschiedliche Qualität angeboten wird. Vier Punkte gehören in jedes gute Angebot.

  • Vorherige Begehung. Ein Preis am Telefon ohne Ortstermin ist eine Schätzung ins Blaue. Seriöse Betriebe schauen sich den Befall zuerst an.
  • Nachkontrollen im Preis. Sie gehören zur Leistung, nicht in die Nachtragsliste. Steht nichts dazu im Angebot, fragen Sie schriftlich nach.
  • Benanntes Verfahren. Welches Mittel oder welche Temperatur zum Einsatz kommt, sollte im Angebot stehen.
  • Schriftliche Vorbereitungsliste. Betriebe, die ein Interesse an der langfristigen Bekämpfung haben, denken von Anfang an mit,

Holen Sie zwei bis drei Angebote ein und vergleichen Sie nicht nur die Summe, sondern die Zahl der eingeplanten Termine. Ein günstiger Erstpreis ohne Kontrollen wird am Ende teurer.

Was nach der Behandlung wichtig bleibt

Der Befall gilt erst als beendet, wenn zwei Kontrollen im Abstand mehrerer Wochen ohne Fund bleiben. Bis dahin sollten Sie das Zimmer weiter normal nutzen, denn die Tiere kommen nur dort aus ihren Verstecken, wo sie einen Wirt erwarten.

Kontrollhilfen sind Klebefallen unter den Bettbeinen, die 10 bis 40 € kosten. Sie fangen Tiere, die vom Boden ins Bett wollen, und zeigen früh an, ob noch etwas lebt. In Mehrfamilienhäusern lohnt es außerdem, die Nachbarn zu informieren: Bleibt eine Wohnung unbehandelt, wandern die Tiere zurück.

Wie sich Ratten- und Mäusebefall preislich einordnen, zeigen Ratten bekämpfen Kosten und Mäuse bekämpfen.

Wo kommen Bettwanzen her?

Für die Kostenplanung ist der Einschleppweg wichtig, weil er darüber entscheidet, ob eine Wohnung oder ein ganzes Haus behandelt werden muss.

  • Reisegepäck: Der häufigste Weg. Koffer aus Hotels, Ferienwohnungen und Fernbussen bringen einzelne Tiere mit.
  • Gebrauchte Möbel: Betten, Sofas und Nachttische vom Flohmarkt oder aus Kleinanzeigen.
  • Nachbarwohnungen: Über Leitungsschächte und Fugen, besonders in Altbauten.
  • Besuch und Übernachtungsgäste: Selten, aber möglich über Taschen und Kleidung.

Kommt der Befall aus der Nachbarwohnung, reicht die Behandlung der eigenen Räume nicht. Melden Sie ihn dem Vermieter, damit die angrenzenden Wohnungen mitkontrolliert werden. Der Kostenunterschied zwischen einer und drei Wohnungen ist erheblich, ein zweiter Befall nach vier Monaten aber teurer.

Encasings und Klebefallen als günstige Ergänzung

Zwei Hilfsmittel kosten wenig und verbessern das Ergebnis der Behandlung deutlich.

Ein Encasing ist ein reißfester Bezug, der die Matratze vollständig umschließt und mit einem gesicherten Reißverschluss geschlossen wird. Tiere im Inneren kommen nicht heraus und verhungern, neue kommen nicht hinein. Ein Bezug kostet 40 bis 120 € und bleibt mindestens ein Jahr auf der Matratze.

Klebefallen unter den Bettbeinen kosten 10 bis 40 € je Satz. Sie fangen Tiere, die vom Boden ins Bett wollen, und zeigen dadurch früh an, ob nach der Behandlung noch etwas lebt. Beides ersetzt keine Behandlung, macht deren Erfolg aber messbar. Wie Sie einen Befall erkennen, steht in Befall am Bett erkennen.

Häufige Fragen zu Bettwanzen

Wie sehen Bettwanzenstiche aus?

Bettwanzenstiche erscheinen meist als kleine rote, juckende Hautstellen. Häufig liegen mehrere Stiche dicht beieinander oder bilden eine Reihe. Manche Menschen reagieren kaum auf die Stiche, bei anderen entstehen größere, stark juckende Schwellungen. Das Aussehen allein reicht allerdings nicht aus, um Bettwanzen sicher zu erkennen. Ähnliche Hautreaktionen können auch durch Mücken, Flöhe oder andere Parasiten und Insekten entstehen.

Wann sind Bettwanzen aktiv?

Bettwanzen sind überwiegend nachts aktiv. Sie verlassen ihre Verstecke meist dann, wenn Menschen schlafen und längere Zeit ruhig liegen. Dabei orientieren sie sich unter anderem an Körperwärme und ausgeatmetem Kohlendioxid. Tagsüber halten sie sich überwiegend in dunklen Spalten und Ritzen auf.

Kann man Bettwanzen tagsüber sehen?

Ja, allerdings sind Bettwanzen tagsüber wesentlich schwerer zu entdecken. Bei starkem Befall können einzelne Tiere auch tagsüber unterwegs sein. Meist sitzen sie jedoch in Spalten am Bettgestell, hinter Fußleisten, unter Tapetenrändern, in Ritzen von Möbeln oder in der Nähe des Schlafplatzes.

Wie erkenne ich Bettwanzen im Bett?

Neben den Tieren selbst können Kotspuren, Häutungsreste, Eier und kleine Blutflecken auf einen Befall hinweisen. Dunkle Kotspuren finden sich häufig an Nähten und Unterseiten der Matratze oder am Bettgestell. Auch kleine Blutflecken auf der Bettwäsche können entstehen, wenn eine vollgesogene Bettwanze während des Schlafs zerdrückt wird.

Wie sehen Bettwanzen aus?

Ausgewachsene Bettwanzen sind etwa 4 bis 7 Millimeter lang und haben einen flachen, ovalen Körper. Ihre Farbe reicht von gelblich-braun bis rotbraun. Nach einer Blutmahlzeit wirkt der Körper stärker gedehnt und dunkler. Junge Bettwanzen sind wesentlich kleiner und heller und können deshalb leicht übersehen werden.

Wo verstecken sich Bettwanzen?

Bettwanzen suchen dunkle, geschützte Stellen in der Nähe ihres Wirts auf. Häufig sitzen sie in Ritzen des Bettgestells, hinter Fußleisten, unter der Matratze, in Matratzen- und Polsternähten oder hinter gelösten Tapeten. Bei stärkerem Befall können sich die Tiere auch in Möbeln, Steckdosennähe und anderen Spalten im Raum ausbreiten.

Wie kommen Bettwanzen in die Wohnung?

Bettwanzen werden häufig mit Gegenständen eingeschleppt. Dazu gehören vor allem Koffer, Taschen, Kleidung, gebrauchte Möbel und Matratzen. Auch ein Besuch in einer befallenen Wohnung kann zur Übertragung beitragen. Bettwanzen springen oder fliegen nicht, können sich aber über Gegenstände und beim Wechsel zwischen benachbarten Wohnungen ausbreiten.

Können Bettwanzen von selbst verschwinden?

Darauf sollte man sich nicht verlassen. Bettwanzen können über längere Zeit ohne Blutmahlzeit überleben und sich bei geeigneten Bedingungen weiter vermehren. Ohne gezielte Bekämpfung bleibt ein Befall deshalb häufig bestehen oder breitet sich weiter aus.

Wie schnell vermehren sich Bettwanzen?

Bettwanzen können sich unter günstigen Bedingungen rasch vermehren. Ein Weibchen legt über einen längeren Zeitraum zahlreiche Eier. Aus den Eiern entwickeln sich mehrere Nymphenstadien, bevor die Tiere erwachsen sind. Temperatur und Zugang zu Nahrung beeinflussen die Entwicklung. Deshalb kann sich ein zunächst kleiner Befall innerhalb einiger Wochen zu einem größeren Problem entwickeln.

Sind Bettwanzen gefährlich für Menschen?

Bettwanzen gelten nicht als bekannte Überträger von Krankheiten auf den Menschen. Ihre Stiche können jedoch starken Juckreiz und Hautreaktionen auslösen. Durch intensives Kratzen können sich die betroffenen Stellen zusätzlich entzünden. Für Menschen mit ausgeprägten allergischen Reaktionen kann ein Befall besonders belastend sein.

Können Bettwanzen Krankheiten übertragen?

Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand gelten Bettwanzen nicht als etablierte Überträger von Infektionskrankheiten auf den Menschen. Sie können aber durch ihre Stiche Hautreaktionen verursachen. Bei starkem Befall können Schlafmangel, Stress und die dauerhafte Angst vor weiteren Stichen zusätzlich zur Belastung werden.

Können Bettwanzen springen oder fliegen?

Nein. Bettwanzen besitzen keine Flügel und können weder springen noch fliegen. Sie bewegen sich krabbelnd fort. Ihre Verbreitung erfolgt deshalb häufig über Gepäck, Kleidung, Möbel und andere Gegenstände oder durch das Wandern zwischen nahe gelegenen Verstecken.

Können Bettwanzen in der Kleidung leben?

Ja. Bettwanzen können sich in Kleidung verstecken, vor allem wenn diese längere Zeit unbewegt liegt. Kleidungsstücke aus einem befallenen Raum sollten deshalb nicht einfach in andere Räume gebracht werden. Waschbare Textilien können entsprechend den Pflegehinweisen möglichst heiß gewaschen und anschließend vollständig getrocknet werden. Für empfindliche Textilien kommen je nach Material andere Verfahren infrage.

Überleben Bettwanzen in der Waschmaschine?

Eine Waschmaschine kann Bettwanzen abtöten, wenn ausreichend hohe Temperaturen erreicht werden. Entscheidend sind dabei Waschprogramm, Temperatur und Einwirkzeit. Ein kaltes oder nur lauwarmes Programm bietet keine sichere Bekämpfung. Textilien sollten deshalb nach Möglichkeit nach den Empfehlungen eines Schädlingsbekämpfers behandelt werden.

Überleben Bettwanzen im Koffer?

Ja. Bettwanzen können sich in Nähten, Taschen und anderen geschützten Bereichen eines Koffers verstecken. Nach einer Reise sollte Gepäck deshalb nicht direkt neben dem Bett oder im Schlafzimmer ausgepackt werden. Kleidung kann möglichst direkt in die Waschmaschine oder den Trockner gegeben werden. Der Koffer selbst sollte sorgfältig kontrolliert und bei einem Verdacht fachgerecht behandelt werden.

Was hilft gegen Bettwanzen?

Die Bekämpfung hängt vom Umfang des Befalls und den örtlichen Bedingungen ab. Zum Einsatz kommen unter anderem Wärmebehandlungen, chemische Verfahren und kombinierte Methoden. Einzelne Sprays aus dem Handel reichen bei einem etablierten Befall häufig nicht aus. Wichtig ist außerdem, die Verstecke der Tiere zu finden und eine erneute Einschleppung oder Ausbreitung zu verhindern.

Wie lange dauert eine Bettwanzenbekämpfung?

Die Dauer hängt von der Größe des Befalls, der Wohnung und dem gewählten Verfahren ab. Eine einmalige Behandlung reicht nicht immer aus, weil Eier bestimmte Bekämpfungsverfahren überleben können. Deshalb sind je nach Methode Kontrolltermine und weitere Behandlungen erforderlich.

Muss ich bei Bettwanzen die Matratze wegwerfen?

Nein. Eine befallene Matratze muss nicht automatisch entsorgt werden. In vielen Fällen kann sie fachgerecht behandelt werden. Das Wegwerfen kann sogar problematisch sein, wenn die Matratze ohne geeignete Verpackung durch die Wohnung getragen wird und dabei Bettwanzen verbreitet werden. Vor einer Entsorgung sollte deshalb ein Schädlingsbekämpfer beurteilen, ob eine Behandlung möglich ist.

Soll ich bei Bettwanzen aus dem Schlafzimmer ausziehen?

Ein Raumwechsel kann die Situation verschlimmern. Bettwanzen orientieren sich an ihren Wirten und können einem Menschen in andere Räume folgen. Wer das Schlafzimmer wegen eines Befalls verlässt, kann dadurch weitere Bereiche der Wohnung für die Tiere zugänglich machen. Deshalb sollte der Befall möglichst gezielt bekämpft werden, anstatt den Schlafplatz einfach zu wechseln.

Kann man Bettwanzen selbst bekämpfen?

Bei einem sehr frühen Verdacht können bestimmte Maßnahmen helfen, den Befall einzudämmen. Dazu gehören beispielsweise eine gründliche Kontrolle des Schlafplatzes und die sachgerechte Behandlung befallener Textilien. Bei einem bestätigten Befall reicht Eigenarbeit jedoch häufig nicht aus. Besonders der Einsatz von Insektiziden sollte nicht auf Verdacht und nicht mit beliebigen Mitteln erfolgen.

Wie kann ich Bettwanzen vorbeugen?

Nach Reisen sollten Koffer und Taschen kontrolliert und nicht direkt auf dem Bett abgelegt werden. Getragene Kleidung kann möglichst direkt gewaschen oder bei geeigneter Temperatur im Trockner behandelt werden. Gebrauchte Matratzen, Polstermöbel und Betten sollten vor dem Kauf gründlich kontrolliert werden. In Hotels hilft es außerdem, das Gepäck nicht direkt auf dem Bett zu öffnen oder dauerhaft dort abzustellen.

Wie lange können Bettwanzen ohne Blut überleben?

Bettwanzen können längere Zeit ohne Blutmahlzeit überstehen. Wie lange sie tatsächlich überleben, hängt unter anderem von Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Entwicklungsstadium und anderen Umweltbedingungen ab. Eine leer stehende Wohnung über wenige Tage oder Wochen reicht deshalb nicht als sichere Methode zur Bekämpfung aus.

Sind Bettwanzen auch bei mangelnder Hygiene ein Problem?

Nein. Bettwanzen haben nichts mit mangelnder Sauberkeit zu tun. Sie können in gepflegten und hygienischen Wohnungen ebenso auftreten wie in weniger gepflegten Räumen. Für die Tiere ist vor allem entscheidend, dass sie Zugang zu einem Wirt und geeignete Versteckmöglichkeiten haben.

Wer muss die Kosten für die Bettwanzenbekämpfung bezahlen?

Ob Mieter oder Vermieter die Kosten tragen müssen, hängt von der Ursache des Befalls und einem möglichen Verschulden ab. Hat der Vermieter den Befall zu vertreten oder liegt die Ursache im Verantwortungsbereich der Mietsache, kann der Vermieter zur Kostenübernahme verpflichtet sein. Hat der Mieter die Bettwanzen selbst eingeschleppt und ist ihm dies anzulasten, können die Kosten bei ihm liegen. Der Befall sollte dem Vermieter deshalb möglichst früh gemeldet und nicht ohne Rücksprache auf eigene Kosten behandelt werden.

Zahlt die Versicherung die Bekämpfung?

Die Hausratversicherung in der Regel nicht, weil Ungezieferschäden meist ausgeschlossen sind. Einzelne Tarife decken Schädlingsbekämpfung als Zusatzbaustein ab.

Wie lange dauert es, bis alles weg ist?

Bei der Wärmebehandlung ein bis zwei Tage, bei der chemischen Variante vier bis acht Wochen bis zur letzten Nachkontrolle. Erst wenn zwei Kontrollen im Abstand von mehreren Wochen ohne Fund bleiben, gilt der Befall als beseitigt.

Muss ich Matratze und Bett wegwerfen?

Meist nicht. Matratzen lassen sich behandeln und anschließend in einen milbendichten Encasing einschließen, was 40 bis 120 € kostet. Ein Bettgestell aus Holz mit vielen Fugen ist der schwierigere Fall, bleibt nach fachgerechter Behandlung aber ebenfalls nutzbar.

Was kostet eine Kontrolle ohne Befall?

Eine Begehung mit Sichtkontrolle liegt bei 80 bis 200 €, mit Spürhund bei 150 bis 400 €. Der Hund findet auch einzelne Tiere in Möbelfugen und wird deshalb in Hotels und bei Verdachtsfällen eingesetzt.

Bild: Symbolbild, KI generiert
Bild: Bettwanze, Canva

Corinna Fröhling, Redakteurin für Kosten und Sanierung

Verfasst von

Corinna Fröhling Redakteurin für Kosten und Sanierung

Corinna Fröhling verantwortet als Redakteurin einen Großteil der Kosten-Ratgeber auf Blauarbeit und prüft neue Beiträge vor der Veröffentlichung. Seit 2019 schreibt sie über Kosten und Preise rund um Haus, Garten und Sanierung, daneben quer durch alle Gewerke. Ihr Anspruch: Preisspannen, mit denen man wirklich planen kann, statt Lockangebote und Schaufensterzahlen.

So entstehen unsere Ratgeber

Handwerker-Vermittlung

Kostenlose Angebote in 48 Stunden.

Anfrage stellen
2 Mio+Anfragen
150 k+Handwerker
48 hØ Reaktion
20Jahre Erfahrung
Nach oben scrollen