Die alte Küche zu entsorgen kostet meist zwischen 150 und 600 €, wenn ein Dienstleister die Demontage und den Abtransport übernimmt. Mit eigenem Abbau und Transport zum Wertstoffhof können Sie je nach Kommune bereits für etwa 30 bis 120 € auskommen. Besonders günstig kann die kommunale Sperrmüllabholung sein, sofern Ihre Gemeinde Küchenmöbel darüber entsorgt und ein passender Abholtermin verfügbar ist.
Entscheidend für die Kosten sind die Größe der Küche, das Gewicht der Arbeitsplatte, die enthaltenen Elektrogeräte, der Transportweg und die Frage, ob Sie die Küche selbst abbauen oder einen Komplettservice beauftragen.
Was kostet die Entsorgung einer alten Küche?
| Entsorgungsweg | Kosten | Aufwand |
|---|---|---|
| Sperrmüll der Kommune | 0 bis 80 € | Abbau und Bereitstellung selbst |
| Wertstoffhof, selbst angeliefert | 30 bis 120 € | Abbau und Transport selbst |
| Absetzcontainer, etwa 3 m³ | 150 bis 350 € | Abbau selbst, Stellplatz erforderlich |
| Entrümpelungsdienst mit Abholung | 250 bis 600 € | Demontage und Abtransport durch den Dienstleister |
| Demontage durch Küchenmonteur | 150 bis 400 € | Entsorgung beziehungsweise Abtransport meist zusätzlich |
Die Preise unterscheiden sich regional. Manche Kommunen bieten eine Sperrmüllabholung kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr an, andere rechnen nach Menge oder Abholauftrag ab. Auch die Annahmebedingungen der Wertstoffhöfe sind nicht überall gleich.
Prüfen Sie deshalb vor der Entsorgung die Vorgaben des örtlichen Abfallbetriebs. Dort erfahren Sie, welche Küchenbestandteile über Sperrmüll angenommen werden, welche Gebühren anfallen und ob Elektrogeräte, Arbeitsplatten oder andere Materialien getrennt angeliefert werden müssen.
Eine Küchenzeile mit etwa 4 m Länge ergibt nach der Demontage mehrere Kubikmeter Material. Zusammen mit Arbeitsplatte und Geräten kann das Gesamtgewicht mehrere hundert Kilogramm erreichen. Für die Wahl zwischen Wertstoffhof, Container und Abholservice ist deshalb nicht nur die Fläche der Küche, sondern auch das Gewicht und Volumen relevant.
Welcher Entsorgungsweg passt zu Ihrer Küche?
Sperrmüll: günstig, aber mit Wartezeit
Die kommunale Sperrmüllabholung ist oft die günstigste Möglichkeit, wenn Ihre Gemeinde die entsprechenden Küchenmöbel annimmt. Die konkreten Regeln unterscheiden sich jedoch von Ort zu Ort.
Der Nachteil ist der Abholtermin. Je nach Kommune kann zwischen Anmeldung und Abholung eine längere Zeit liegen. Das ist bei einem geplanten Küchentausch problematisch, wenn die alte Küche bis dahin nicht mehr benötigt wird.
Informieren Sie sich deshalb frühzeitig über den nächstmöglichen Termin und darüber, wie die zerlegten Möbel bereitgestellt werden müssen.
Wertstoffhof: selbst abbauen und abtransportieren
Beim Wertstoffhof können Sie die zerlegte Küche selbst anliefern. Für kleinere Küchen ist dieser Weg interessant, wenn ein geeignetes Fahrzeug vorhanden ist und die örtlichen Gebühren niedrig sind.
Die Abrechnung kann nach Gewicht, Volumen oder Materialart erfolgen. Küchenmöbel, Holz, Metall, Kunststoff, Elektrogeräte und Bauschutt werden teilweise getrennt angenommen. Informieren Sie sich deshalb vor der Fahrt über die Annahmebedingungen des zuständigen Wertstoffhofs.
Für den Transport benötigen Sie bei einer größeren Küche meist einen Anhänger oder Transporter. Bei schweren Arbeitsplatten sind außerdem mehrere Personen erforderlich.
Container: alles gesammelt entsorgen
Ein Container kann sinnvoll sein, wenn die Küche bereits zerlegt ist und neben den Möbeln weitere Renovierungsabfälle anfallen. Für einen Container mit etwa 3 m³ können je nach Region und Abfallart rund 150 bis 350 € anfallen.
Auf privatem Grund kann der Container meist direkt auf dem eigenen Grundstück oder einem geeigneten Stellplatz aufgestellt werden. Steht er auf öffentlichem Straßenraum, kann eine Genehmigung der zuständigen Behörde erforderlich sein. Gebühren und Vorlauf unterscheiden sich nach Kommune.
Achten Sie bei der Bestellung darauf, welche Abfallart im Preis enthalten ist. Eine gemischte Befüllung kann teurer sein als die getrennte Entsorgung einzelner Materialien.
Entrümpelungsdienst: die bequemste Variante
Bei einem Komplettservice übernimmt ein Dienstleister Demontage, Tragen, Transport und Entsorgung. Für eine durchschnittliche Küche können dafür etwa 250 bis 600 € anfallen.
Der Preis steigt, wenn die Küche in einem Obergeschoss ohne Aufzug steht, die Arbeitsplatte besonders schwer ist oder lange Wege bis zum Fahrzeug zurückgelegt werden müssen.
Lassen Sie sich vorab ein Angebot erstellen, in dem Demontage, Abtransport und Entsorgung einzeln aufgeführt sind. So können Sie die Angebote besser miteinander vergleichen.
Was geschieht mit den Elektrogeräten?
Kühlschrank, Backofen, Geschirrspüler und Dunstabzugshaube gehören nicht einfach in den normalen Sperrmüll. Elektroaltgeräte werden getrennt gesammelt und nach den Vorgaben des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes entsorgt.
Private Haushalte können Elektroaltgeräte grundsätzlich kostenlos bei geeigneten kommunalen Sammelstellen abgeben. Auch Händler müssen unter bestimmten Voraussetzungen Altgeräte zurücknehmen. Beim Kauf eines neuen gleichartigen Großgeräts ist die Rücknahme des entsprechenden Altgeräts vorgesehen.
Kühlgeräte müssen besonders behandelt werden, weil sie Kältemittel enthalten können. Kühlschrank und Gefriergerät sollten beim Transport nicht beschädigt werden. Beachten Sie außerdem die Herstellerangaben für Transport und anschließende Aufstellung.
Funktionierende Elektrogeräte müssen nicht zwingend entsorgt werden. Ein Verkauf oder eine kostenlose Weitergabe über Kleinanzeigen, soziale Einrichtungen oder Sozialkaufhäuser kann eine Alternative sein. Voraussetzung ist, dass das Gerät noch verwendbar ist und eine Abholung beziehungsweise Übergabe organisiert werden kann.
Was kostet der Abbau einer alten Küche?
Die Demontage einer Küche kann einen erheblichen Teil der Gesamtkosten ausmachen. Bei einer durchschnittlichen Küchenzeile können dafür etwa 150 bis 400 € anfallen, abhängig von Größe, Einbauart und Zustand.
Einige Arbeiten lassen sich selbst übernehmen. Bei Wasser- und Elektroanschlüssen sind jedoch Grenzen zu beachten.
Unter der Spüle werden zunächst die Wasserleitungen und der Siphon getrennt. Das Absperrventil muss geschlossen werden, bevor die Wasseranschlüsse gelöst werden. Beim Elektroanschluss ist besondere Vorsicht erforderlich: Kochfeld und Herd sind oft fest mit der Elektroinstallation verbunden und sollten von einer Elektrofachkraft abgeklemmt werden. Weitere Informationen finden Sie bei den Regeln zum Kochfeldanschluss.
Arbeitsplatte ausbauen
Die Arbeitsplatte kann beim Ausbau eine besondere Herausforderung darstellen. Eine 4 m lange Laminatplatte kann bereits mehrere Dutzend Kilogramm wiegen. Arbeitsplatten aus Naturstein oder Keramik sind wesentlich schwerer und sollten wegen des hohen Gewichts und der Bruchgefahr mit mehreren Personen beziehungsweise durch einen Fachbetrieb ausgebaut werden.
Verschraubte Arbeitsplatten lassen sich meist einfacher entfernen als verklebte Ausführungen. Vor dem Anheben müssen sämtliche Befestigungen gelöst werden.
Hängeschränke demontieren
Hängeschränke sollten vor dem Abnehmen vollständig geleert werden. Aufgrund ihres Gewichts und der Höhe ist eine zweite Person beim Ausbau sinnvoll. Je nach Befestigung werden zunächst die Sicherungen und anschließend die Aufhängungen gelöst.
Unterschränke zerlegen
Für die Entsorgung sollten die Korpusse möglichst zerlegt werden. Dadurch reduziert sich das Transportvolumen und das Tragen wird einfacher. Schrauben, Beschläge und andere Metallteile können je nach örtlicher Annahmestelle getrennt entsorgt werden.
Wie planen Sie die Entsorgung vor der neuen Küche?
Bei einem Küchentausch sollte die Entsorgung zeitlich vor der Lieferung der neuen Küche abgeschlossen sein. Das Montageteam benötigt ausreichend Platz für die neue Küche und muss auf einen freien Arbeitsbereich zugreifen können.
Planen Sie den Abbau deshalb nicht für denselben Tag wie die Lieferung. Zwischen Demontage und Lieferung sollte ausreichend Zeit für die Entsorgung und gegebenenfalls notwendige Renovierungsarbeiten bleiben.
Sperrmüll frühzeitig anmelden
Steht die alte Küche noch in der Wohnung, kann ein später Sperrmülltermin zum Problem werden. Sobald der Liefertermin der neuen Küche feststeht, sollten Sie prüfen, wann die alte Küche abgeholt werden kann.
Für zerlegte Küchenmöbel gelten je nach Kommune unterschiedliche Vorgaben. Teilweise müssen die einzelnen Bestandteile so bereitgestellt werden, dass sie von den Mitarbeitern ohne weitere Demontage aufgenommen werden können.
Containerstellplatz prüfen
Bei einem Container sollte der Stellplatz vor der Bestellung geklärt werden. Auf privatem Grund muss ausreichend Fläche für Anlieferung und Abholung vorhanden sein. Bei einem Stellplatz auf öffentlichem Straßenland kann eine Genehmigung erforderlich sein.
Beachten Sie auch Zufahrtsbreite, Durchfahrtshöhe und die notwendige Rangierfläche des Containerfahrzeugs.
Komplettservice mit dem Küchentausch kombinieren
Bei manchen Küchenhändlern und Montageteams kann die Demontage und Entsorgung der alten Küche zusammen mit der Montage der neuen Küche beauftragt werden. Die Kosten sollten vor der Auftragserteilung schriftlich festgehalten werden.
Fragen Sie insbesondere nach, ob Demontage, Abtransport, Entsorgung und die Mitnahme der Elektrogeräte im Preis enthalten sind. Ein Komplettpreis erleichtert die Kalkulation und verhindert zusätzliche Kosten durch einzelne Entsorgungspositionen.
Was kommt nach dem Ausbau zum Vorschein?
Nach der Demontage zeigt sich häufig erst, welche Arbeiten hinter der Küchenzeile anstehen. Wandflächen können anders gestrichen sein als der übrige Raum, Fliesen können fehlen oder alte Befestigungslöcher sichtbar werden.
Nutzen Sie den Zeitraum zwischen alter und neuer Küche, um diese Flächen zu prüfen und bei Bedarf zu renovieren. Bei einer geänderten Küchenaufteilung können auch Wasseranschlüsse, Steckdosen oder die Position des Kochfelds angepasst werden müssen.
Welche Möglichkeiten für die Gestaltung der Wand hinter der Arbeitsplatte bestehen, erfahren Sie bei den Rückwand-Varianten.
Häufige Fragen
Ist eine alte Küche Sperrmüll?
Küchenmöbel können je nach Kommune über den Sperrmüll entsorgt werden. Die Vorgaben unterscheiden sich regional. Elektrogeräte werden getrennt gesammelt und dürfen nicht einfach zusammen mit den Möbelteilen bereitgestellt werden.
Auch Arbeitsplatten können je nach Material und örtlicher Regelung anders eingestuft werden. Informieren Sie sich deshalb vor der Abholung beim zuständigen Abfallbetrieb.
Nimmt der Küchenlieferant die alte Küche mit?
Einige Küchenanbieter bieten die Demontage und Entsorgung der alten Küche gegen Aufpreis an. Die Kosten können beispielsweise im Bereich von 150 bis 400 € liegen, hängen aber vom Anbieter und vom Umfang der Arbeiten ab.
Fragen Sie bereits bei der Bestellung der neuen Küche nach diesem Service. So lässt sich die Entsorgung mit dem Liefer- und Montagetermin koordinieren.
Was kostet die Entsorgung einer Steinarbeitsplatte?
Die Kosten hängen vom Material, Gewicht, Transport und der Annahmestelle ab. Naturstein und andere mineralische Materialien können je nach örtlicher Regelung als Bauschutt beziehungsweise mineralischer Abfall angenommen werden.
Eine 4 m lange Granitplatte kann rund 200 kg wiegen. Die reine Entsorgungsgebühr kann deshalb relativ niedrig ausfallen, während Transport und Ausbau einen größeren Kostenanteil verursachen können.
Kann ich eine alte Küche verkaufen statt sie zu entsorgen?
Ja. Bei einer gut erhaltenen Küche kann ein Verkauf oder eine kostenlose Weitergabe eine Alternative sein. Interessenten erwarten bei gebrauchten Küchen allerdings oft, dass sie die Möbel selbst abbauen und abholen.
Je älter die Küche ist und je stärker sie Gebrauchsspuren aufweist, desto schwieriger kann ein Verkauf werden. Auch die vorhandene Raumaufteilung spielt eine Rolle, da eine individuell geplante Küche nicht ohne Weiteres in einen anderen Raum passt.
Wie lange dauert die Demontage einer Küche?
Eine einfache Küchenzeile kann von zwei Personen innerhalb weniger Stunden demontiert werden. Mit Elektrogeräten, einer schweren Arbeitsplatte, verklebten Bauteilen oder schwierigen Transportwegen kann der Aufwand deutlich steigen.
Für die Planung des Küchentauschs sollten Sie zusätzlich Zeit für Transport, Entsorgung und eventuell notwendige Renovierungsarbeiten einplanen.
Muss ich den Fliesenspiegel beim Küchenabbau entfernen?
Nein. Ein vorhandener Fliesenspiegel kann bestehen bleiben, wenn die neue Küche an derselben Stelle und mit einer passenden Aufteilung montiert wird.
Bei einer veränderten Küchenplanung können sichtbare Flächen entstehen, die anschließend renoviert oder mit einer neuen Rückwand verkleidet werden. Weitere Möglichkeiten finden Sie unter Küchenrückwand.
Bild: istock.com/AndreaAstes





