Ein CO-Melder warnt vor Kohlenmonoxid, einem geruchlosen Gas, das bei jeder Verbrennung entstehen kann und schon in kleinen Mengen lebensgefährlich ist. Anders als der Rauchmelder ist der CO-Melder in Wohnungen nicht gesetzlich Pflicht, in Räumen mit Gastherme, Kaminofen oder Gasheizung ist er aber dringend zu empfehlen. Er kostet 25 bis 70 € und wird auf Atemhöhe montiert, nicht an der Decke. Wir zeigen Ihnen, wer einen braucht, wo er hängt und worauf Sie beim Kauf achten.
Was ist ein CO-Melder und wovor schützt er?
Kohlenmonoxid, kurz CO, entsteht bei unvollständiger Verbrennung, etwa wenn eine Gastherme verrußt ist, ein Schornstein verstopft oder ein Kaminofen zu wenig Luft bekommt. Das Gas ist farb- und geruchlos, deshalb bemerkt es niemand rechtzeitig. Es blockiert den Sauerstofftransport im Blut und führt von Kopfschmerzen über Bewusstlosigkeit bis zum Tod.
Der CO-Melder misst die Konzentration in der Raumluft und schlägt Alarm, bevor es gefährlich wird. Er ersetzt keinen Rauchmelder, denn beide reagieren auf Verschiedenes: Der Rauchmelder erkennt Brandrauch, der CO-Melder das unsichtbare Gas.
CO-Melder oder Rauchmelder: Wo liegt der Unterschied?
Die beiden Geräte werden oft verwechselt, schützen aber vor unterschiedlichen Gefahren und gehören an unterschiedliche Orte. Diese Übersicht trennt sie klar:
| Merkmal | Rauchmelder | CO-Melder |
|---|---|---|
| Erkennt | Brandrauch | Kohlenmonoxid (Gas) |
| Gesetzliche Pflicht | ja, bundesweit | nein, Empfehlung |
| Montageort | Decke, Raummitte | Atemhöhe, 1 bis 3 m vom Gerät |
| Wo nötig | Schlaf-, Kinderzimmer, Flur | Räume mit Feuerstätte |
| Lebensdauer | rund 10 Jahre | 7 bis 10 Jahre |
Wer eine Feuerstätte im Wohnraum hat, braucht beide Geräte, denn ein Brand und eine CO-Vergiftung sind zwei verschiedene Szenarien.
Ist ein CO-Melder Pflicht?
Eine generelle Pflicht für Wohnungen gibt es nicht, anders als beim Rauchmelder. Einige Bundesländer schreiben CO-Melder aber für bestimmte Fälle vor, etwa für Räume mit Gasthermen. Unabhängig von der Rechtslage gilt: Wo eine Feuerstätte im Wohnraum steht, ist der CO-Melder eine kleine Investition mit großem Schutz.
Wer braucht einen CO-Melder?
Überall dort, wo etwas verbrannt wird, kann CO entstehen. Diese Haushalte sollten nicht darauf verzichten:
- Gastherme oder Gasheizung im Wohnbereich: Eine verrußte oder schlecht gewartete Gasheizung ist die häufigste CO-Quelle.
- Kaminofen oder Pelletofen: Bei schlechtem Zug oder verstopftem Schornstein gelangt CO in den Raum, daher gehört der Melder in die Nähe des Kaminofens.
- Durchlauferhitzer mit Gas: Gasbetriebene Warmwassergeräte im Bad sind ein klassisches Risiko.
- Offene Garage unter Wohnräumen: Auch Abgase von Fahrzeugen enthalten CO.
Wer mit Wärmepumpe, Fernwärme oder rein elektrisch heizt, hat keine Verbrennung im Haus und braucht in der Regel keinen CO-Melder.
Wo wird der CO-Melder angebracht?
Hier unterscheidet sich der CO-Melder deutlich vom Rauchmelder. Weil Kohlenmonoxid etwa so schwer ist wie Luft, verteilt es sich gleichmäßig im Raum und steigt nicht wie Rauch nach oben.
- Auf Atemhöhe: Etwa in Höhe von Kopf und Brust, also auf 1,5 bis 1,7 Metern, nicht an die Decke.
- 1 bis 3 Meter von der Feuerstätte: Nicht direkt darüber, sonst gibt es Fehlalarme, aber nah genug, um früh zu warnen.
- Im selben Raum wie das Gerät: Und zusätzlich dort, wo Sie schlafen, falls die Therme nebenan steht.
- Nicht in toten Ecken: Hinter Möbeln oder Vorhängen erreicht das Gas den Sensor zu spät.
Die genaue Montagehöhe gibt der Hersteller vor, halten Sie sich im Zweifel an dessen Anleitung. Die Geräte werden geklebt oder geschraubt und brauchen keinen Elektriker.
Welcher CO-Melder ist der richtige?
Achten Sie auf die Prüfnorm und die Lebensdauer. Geprüfte Geräte tragen die Kennzeichnung nach EN 50291, der europäischen Norm für CO-Melder im Wohnbereich.
- Norm EN 50291: Pflichtmerkmal für ein zuverlässiges Gerät.
- Display mit ppm-Anzeige: Zeigt die gemessene Konzentration und warnt schon vor dem Vollalarm.
- Fest verbaute Langzeitbatterie: Hält die typische Sensorlebensdauer von 7 bis 10 Jahren.
- Anzeige des Ablaufdatums: Der Sensor altert, ein gutes Gerät meldet, wann es getauscht werden muss.
Smarte CO-Melder geben den Alarm zusätzlich aufs Handy weiter, was bei Abwesenheit hilft, und lassen sich ins Smart Home einbinden. Für die meisten Haushalte genügt aber ein solides Gerät nach EN 50291.
Häufige Fragen zum CO-Melder
Ersetzt der CO-Melder den Rauchmelder?
Nein, beide Geräte erkennen Unterschiedliches. Der Rauchmelder warnt vor Brandrauch und ist Pflicht, der CO-Melder warnt vor dem unsichtbaren Gas und ist freiwillig. In Räumen mit Feuerstätte ergänzen sie sich, ersetzen können sie sich nicht.
Wie lange hält ein CO-Melder?
Der Sensor hat eine begrenzte Lebensdauer von 7 bis 10 Jahren, danach muss das Gerät getauscht werden. Viele Modelle zeigen das Ablaufdatum an oder warnen mit einem Signal. Ein Funktionstest über die Prüftaste gehört wie beim Rauchmelder ins jährliche Programm.
Was tun, wenn der CO-Melder Alarm schlägt?
Sofort Fenster und Türen öffnen, alle Personen ins Freie bringen und die Feuerstätte abschalten. Gehen Sie nicht zurück, bevor der Alarm verstummt ist, und lassen Sie die Anlage vom Fachbetrieb oder Schornsteinfeger prüfen, bevor Sie sie wieder nutzen.
Wo bekomme ich Hilfe bei einer defekten Gastherme?
Riecht es nach Abgasen oder schlägt der Melder wiederholt an, schalten Sie das Gerät ab und rufen einen Fachbetrieb. Außerhalb der Geschäftszeiten hilft der Beitrag Elektronotdienst beauftragen bei der schnellen Suche.
Fazit: Kleiner Melder, großer Schutz
Ein CO-Melder ist keine Pflicht, aber in jedem Haushalt mit Gastherme, Kaminofen oder Gasheizung ein Muss. Für 25 bis 70 € warnt er vor einem Gas, das man weder sieht noch riecht. Hängen Sie ihn auf Atemhöhe in 1 bis 3 Metern Abstand zur Feuerstätte und achten Sie auf die Norm EN 50291. Zusammen mit dem Rauchmelder ist Ihr Zuhause damit gegen die beiden häufigsten unsichtbaren Gefahren abgesichert.




