Letzte Aktualisierung am 6. Juli 2026
Rollrasen kostet im Einkauf 3 bis 10 € pro m², abhängig von der Rasensorte. Lassen Sie den Fertigrasen komplett vom Fachbetrieb verlegen, zahlen Sie inklusive Bodenvorbereitung 10 bis 25 € pro m². Ein 100 m² großer Garten liegt damit bei 1.000 bis 2.500 €, eine 250 m² große Fläche bei 2.500 bis 6.250 €. Dieser Ratgeber schlüsselt die Preise nach Rasensorte und Arbeitsschritt auf, rechnet zwei Beispiele durch und zeigt, an welchen Stellen Sie sparen können, ohne den Anwuchs zu gefährden.
Was kostet Rollrasen pro m² im Einkauf?
Für das reine Material zahlen Sie je nach Rasensorte 3 bis 10 € pro m². Den unteren Rand markiert robuster Gebrauchsrasen aus regionalen Rasenschulen, das obere Ende feiner Zierrasen. Eine Rolle deckt in der Regel knapp 1 m² ab.
| Rasensorte | Material je m² | Geeignet für |
|---|---|---|
| Gebrauchsrasen (Standard) | 3 bis 6 € | Familiengarten mit normaler Nutzung |
| Spiel- und Sportrasen | 4 bis 8 € | stark belastete Flächen |
| Schattenrasen | 5 bis 9 € | Lagen unter Bäumen und an Hecken |
| Zierrasen (Premium) | 6 bis 10 € | repräsentative Flächen ohne Dauerbelastung |
Dazu kommen die Lieferkosten, die viele Rasenschulen nach Entfernung und Bestellmenge berechnen. Wer im Hochsommer bestellt, zahlt bei manchen Anbietern einen Aufpreis für den gekühlten Transport. Planen Sie außerdem rund 5 % Verschnitt für Ränder und Rundungen ein.
Was kostet es, Rollrasen verlegen zu lassen?
Komplett vom Fachbetrieb verlegt kostet Rollrasen 10 bis 25 € pro m². In diesem Preis stecken das Material, die Bodenvorbereitung, das Verlegen und das anschließende Anwalzen samt Startdüngung.
Der größte Einzelposten ist die Bodenvorbereitung: Alten Rasen abtragen, den Boden fräsen, planieren und walzen schlägt mit 4 bis 8 € pro m² zu Buche. Das Material kostet 3 bis 10 € pro m², das reine Verlegen inklusive Anwalzen weitere 3 bis 7 € pro m². Betriebe für Garten- und Landschaftsbau rechnen dabei mit Stundensätzen von 40 bis 60 €.
Kleine Flächen sind je m² spürbar teurer, weil Anfahrt und Mindestpauschalen stärker ins Gewicht fallen. Ab etwa 100 m² sinkt der m²-Preis deutlich, weil der Betrieb rationell durcharbeiten kann.
Beispielrechnung für 100 und 250 m² Rollrasen
Ein 100 m² großer Garten kostet komplett verlegt 1.000 bis 2.500 €, eine 250 m² große Fläche 2.500 bis 6.250 €. So verteilen sich die Kosten auf die einzelnen Posten:
| Posten | 100 m² | 250 m² |
|---|---|---|
| Bodenvorbereitung inklusive Abtragen | 400 bis 800 € | 1.000 bis 2.000 € |
| Rollrasen (Material) | 300 bis 1.000 € | 750 bis 2.500 € |
| Verlegen, Anwalzen, Startdüngung | 300 bis 700 € | 750 bis 1.750 € |
| Gesamt | 1.000 bis 2.500 € | 2.500 bis 6.250 € |
Realistisch landen die meisten Aufträge im mittleren Bereich der Spannen. Lassen Sie sich im Angebot einen festen Preis je m² inklusive Bodenvorbereitung nennen, dann bleiben keine versteckten Posten offen.
Rollrasen selbst verlegen oder verlegen lassen?
Wer selbst verlegt, spart die kompletten Arbeitskosten und zahlt nur 3 bis 10 € pro m² für das Material, dazu Startdünger und die Leihgebühr für eine Rasenwalze. Bei 100 m² stehen damit rund 400 bis 1.200 € in Eigenleistung gegen 1.000 bis 2.500 € beim Profi.
Der Haken ist das Zeitfenster: Rollrasen ist Frischware und muss innerhalb von 24 Stunden nach der Lieferung liegen, sonst erhitzen sich die Rollen und die Gräser nehmen Schaden. Die eigentliche Arbeit steckt zudem in der Bodenvorbereitung, nicht im Ausrollen. Wie beides gelingt, zeigt die Anleitung Rollrasen verlegen Schritt für Schritt.
Der Fachbetrieb schafft dagegen auch große Flächen an einem Tag, zieht den Boden mit Maschinen eben ab und haftet für seine Arbeit. Bei Hanglagen, schweren Böden oder mehr als 200 m² ist das die entspanntere Wahl.
Welche Folgekosten kommen nach der Verlegung?
In den ersten zwei bis drei Wochen muss der neue Rasen täglich gewässert werden, bei der ersten Bewässerung mit rund 20 l pro m². Das macht sich auf der Wasserrechnung bemerkbar, ist für den Anwuchs aber nicht verhandelbar.
Nach etwa vier Wochen steht die erste Nachdüngung an; kalkulieren Sie für Dünger 1 bis 3 € pro m² im ersten Jahr. Gemäht wird erstmals nach rund zwei Wochen. Wer das Mähen abgeben möchte, findet die Preise im Beitrag Rasen mähen lassen Kosten; alles Weitere zur laufenden Pflege bündelt der Ratgeber Rasenpflege.
Wo können Sie beim Rollrasen sparen?
Das größte Sparpotenzial liegt in der Eigenleistung bei der Bodenvorbereitung. Diese Punkte drücken den Preis am wirksamsten:
- Boden selbst abtragen, fräsen und planieren und nur das Verlegen beauftragen; das senkt die Arbeitskosten erheblich.
- Die Fläche exakt ausmessen und nur rund 5 % Verschnitt zugeben, statt pauschal zu viel zu bestellen.
- Robusten Gebrauchsrasen statt Zierrasen wählen, wenn Kinder und Hunde die Fläche nutzen.
- Eine Rasenschule in der Region wählen, denn kurze Lieferwege sparen Fracht und schonen die Frischware.
- Mindestens drei Angebote vergleichen; welche Stundensätze üblich sind, zeigt der Beitrag Gärtner Kosten.
Rollrasen oder Rasensaat: Was ist günstiger?
Die Rasensaat ist beim Material deutlich günstiger, denn Saatgut kostet nur einen Bruchteil des Fertigrasens. Dafür warten Sie acht bis zwölf Wochen, bis die Fläche belastbar ist, und müssen kahle Stellen oft nachsäen.
Rollrasen ist nach zwei Wochen vorsichtig begehbar und nach etwa vier Wochen voll belastbar. Er lohnt sich, wenn der Garten schnell nutzbar sein soll, und an Hängen, wo Saatgut leicht ausgespült wird. Wie die Aussaat gelingt, erklärt der Beitrag Rasenaussaat.
Häufige Fragen zu den Rollrasenkosten
Wie schnell muss Rollrasen nach der Lieferung verlegt werden?
Innerhalb von 24 Stunden. In der Rolle erhitzt sich das Gras schnell und beginnt zu faulen, im Hochsommer schon nach wenigen Stunden. Legen Sie den Liefertermin deshalb auf den Tag, an dem der Boden fertig vorbereitet ist, und wässern Sie die Bahnen sofort nach dem Ausrollen.
Was kostet Rollrasen für 50 m²?
Komplett verlegt kostet eine 50 m² große Fläche etwa 500 bis 1.250 €. Der m²-Preis liegt bei kleinen Flächen meist am oberen Rand der Spanne, weil Anfahrt und Mindestpauschalen stärker durchschlagen. In Eigenleistung zahlen Sie für das Material 150 bis 500 € plus Dünger und Walzenmiete.
Wann ist die beste Zeit, Rollrasen zu verlegen?
Frühjahr und Frühherbst sind ideal, weil der Boden feucht und warm genug ist und der Rasen schnell anwächst. Grundsätzlich können Sie von März bis Oktober verlegen, solange der Boden frostfrei ist. Im Hochsommer steigt allerdings der Aufwand fürs Wässern deutlich.
Wie lange muss neuer Rollrasen gewässert werden?
Zwei bis drei Wochen lang täglich, damit die Soden mit dem Untergrund verwachsen. Die erste Wässerung direkt nach dem Verlegen braucht rund 20 l pro m², danach genügt es, die Fläche konstant feucht zu halten. Anschließend reicht normales Gießen wie bei jeder anderen Rasenfläche.
Ist Rollrasen teurer als gesäter Rasen?
Ja, in der Anschaffung deutlich. Beim Material kostet Rollrasen ein Vielfaches des Saatguts, komplett verlegt kommen die Arbeitskosten dazu. Dafür haben Sie sofort eine dichte, grüne Fläche ohne Unkrautdruck in der Keimphase. Über die Jahre gleichen sich die Pflegekosten beider Varianten weitgehend an.




