Eine Terrasse bauen zu lassen kostet 50 bis 340 € pro m², fertig verlegt und samt Unterbau. Die Spanne ist deshalb so weit, weil der Belag alles entscheidet: Eine Kiesfläche liegt am unteren Ende, Tropenholz und Naturstein am oberen. Für die häufigsten Beläge stehen die Preise unten in einer Tabelle, dazu ein Rechenbeispiel für 25 m² und die Posten, die in Angeboten gern fehlen.
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Was kostet eine Terrasse pro m²?
Die folgenden Preise gelten für eine fertig angelegte Terrasse durch einen Fachbetrieb: Aushub, Unterbau, Belag und Verlegung zusammen, brutto. Randeinfassung und Entwässerung kommen je nach Grundstück dazu.
| Belag | Komplett je m² | 25 m² gesamt | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Kies | 50 bis 100 € | 1.250 bis 2.500 € | kein frostsicherer Unterbau nötig |
| Holzdielen Lärche oder Douglasie | 120 bis 195 € | 3.000 bis 4.875 € | alle 2 Jahre ölen |
| Betonplatten und Keramik | 124 bis 240 € | 3.100 bis 6.000 € | größter Posten ist der Erdbau |
| WPC | 146 bis 290 € | 3.650 bis 7.250 € | ölen entfällt vollständig |
| Naturstein | 160 bis 278 € | 4.000 bis 6.950 € | Verlegearbeit teurer als der Stein |
| Holzdielen Tropenholz | bis 340 € | bis 8.500 € | Plattenfundament meist erforderlich |
Zwischen der günstigsten und der teuersten Variante liegt bei 25 m² ein Unterschied von rund 7.250 €. Wer die Fläche noch nicht festgelegt hat, verschiebt mit der Belagwahl also mehr Geld als mit ein paar m² mehr oder weniger. Welcher Belag zu welchem Standort passt, steht im Vergleich der Terrassenbeläge.


Pflaster oder Holz: was günstiger ist
Beim reinen Material liegt Pflaster vorn. Betonpflaster beginnt bei rund 10 € pro m², hochwertiger Natursteinpflaster erreicht 120 € pro m² und mehr. Holzdielen kosten je nach Art 45 bis 80 € pro m², bei Bangkirai eher am oberen Ende.
Über die Gesamtrechnung dreht sich das Bild jedoch: Eine gepflasterte Fläche braucht einen tragfähigen, frostsicheren Unterbau mit Aushub und verdichteter Schottertragschicht, eine Holzterrasse kommt oft mit Punktfundamenten aus. Was der Unterbau im Einzelnen kostet, steht in den Preisen für Pflasterarbeiten. Die Detailpreise je Belag stehen in den Beiträgen zur Holzterrasse und zur Natursteinterrasse.
Rechenbeispiel: 25 m² Betonplatten
Eine rechteckige Terrasse von 5 mal 5 m am Haus, ebener Grund, Anschluss an eine vorhandene Türschwelle. Der Aufbau reicht 30 cm tief.
| Position | Menge | Kosten |
|---|---|---|
| Aushub und Entsorgung | 7,5 m³ | 375 bis 750 € |
| Schottertragschicht und Splittbett | 25 m² | 500 bis 875 € |
| Randeinfassung | 15 lfm | 375 bis 750 € |
| Platten | 26 m² inklusive Verschnitt | 780 bis 1.560 € |
| Verlegen | 25 m² | 875 bis 2.000 € |
| Anfahrt und Geräte | pauschal | 200 bis 400 € |
| Summe | 3.105 bis 6.335 € |
Das entspricht 124 bis 253 € pro m². Auffällig ist der Anteil der Arbeit: Verlegen und Erdbau zusammen machen gut die Hälfte der Summe aus, das Plattenmaterial nur etwa ein Viertel. Wer sparen will, setzt deshalb beim Aushub an, nicht beim Belag.
Welche Faktoren den Preis treiben
Sechs Posten entscheiden über die Endsumme. Die ersten drei stehen fest, sobald Sie den Belag und die Fläche gewählt haben, die letzten drei hängen am Grundstück.
- Belag. Der größte Hebel, siehe Tabelle oben.
- Größe und Form. Geradlinige Flächen sind günstiger als ovale oder geschwungene, weil jeder Rundschnitt Zeit kostet und Verschnitt erzeugt.
- Unterkonstruktion. Bei Holz und WPC entscheidet sie über ein Drittel der Kosten, Details im Beitrag zur Terrassenunterkonstruktion.
- Bodenbeschaffenheit. Lehm und aufgefüllter Boden müssen tiefer ausgehoben werden. Was die Bodenklasse für den Aushub bedeutet, schlägt schnell mit mehreren hundert € zu Buche.
- Zugänglichkeit. Kommt kein Minibagger in den Garten, wird von Hand ausgehoben. Das verdoppelt den Erdbauanteil.
- Entwässerung. Eine Rinne am Hausanschluss kostet zusätzlich, ist bei bodentiefen Türen aber meist unvermeidlich.
Was der Unterbau kostet
Der Unterbau ist der Posten, den Bauherren am häufigsten unterschätzen, weil er später nicht zu sehen ist. Für eine befahrbare oder frostsichere Fläche wird das Erdreich ausgekoffert und durch eine verdichtete Schottertragschicht ersetzt; darauf kommt ein Splittbett, in das die Steine gesetzt werden. Bei 25 m² und 30 cm Tiefe fallen 7,5 m³ Aushub an, die abgefahren werden müssen.
Eine Holzterrasse braucht diesen Aufbau nicht zwingend. Sie steht auf Punktfundamenten oder Betonplatten, die nur unter den Trägern liegen. Das spart Aushub, verlangt dafür eine sauber ausgerichtete Unterkonstruktion mit engem Auflagerabstand. Am günstigsten kommt weg, wer sich für eine Kiesterrasse entscheidet: Dort genügt eine verdichtete Tragschicht ohne Frostschutz.
Form und Größe festlegen
Form und Größe wirken direkt auf die Summe. Für eine größere Fläche steigen Material und Arbeitszeit proportional, für eine aufwendige Form steigt nur die Arbeitszeit. Möglich sind neben dem Rechteck ovale, geschwungene, halbrunde und dreieckige Zuschnitte, abhängig von Grundstück und Ausrichtung.
Wer geradlinig plant, kommt günstiger weg: Jeder Rundschnitt bedeutet Zuschnitt am Stein, mehr Verschnitt und eine aufwendigere Randeinfassung. Welche Formen sich für welches Grundstück eignen, zeigt die Übersicht der Terrassenarten.
Selbst bauen oder bauen lassen?
Auf die Arbeit entfällt rund die Hälfte der Rechnung, entsprechend groß ist der Hebel der Eigenleistung. Realistisch übernehmen lassen sich Aushub, Schotter einbringen und verdichten sowie das Verlegen einer geraden Plattenfläche. Bei 25 m² sparen Sie damit 1.000 bis 2.000 €, brauchen aber Rüttelplatte, Container und zwei bis drei Wochenenden.
Beim Fachbetrieb bleiben sollten das Gefälle vom Haus weg, der Anschluss an eine bodentiefe Tür und alles, was mit Abdichtung zu tun hat. Ein Fehler an diesen drei Stellen kostet später mehr, als die Eigenleistung eingebracht hat. Wer einen Betrieb beauftragt, kann außerdem 20 % des Lohnanteils steuerlich absetzen, höchstens 1.200 € im Jahr.
Häufige Fragen zu den Terrassenkosten
Was kostet eine Terrasse von 20 m²?
Je nach Belag 1.000 bis 6.800 €. Mit Betonplatten liegen Sie bei 2.480 bis 4.800 €, mit Holzdielen aus Lärche bei 2.400 bis 3.900 €, mit Naturstein bei 3.200 bis 5.560 €. Kleine Flächen kosten pro m² etwas mehr, weil Anfahrt und Gerätemiete sich auf weniger Fläche verteilen.
Welcher Belag ist am günstigsten?
Kies, mit 50 bis 100 € pro m² durch einen Betrieb. In Eigenleistung sind sogar 15 bis 35 € möglich, weil kein frostsicherer Unterbau nötig ist. Der Nachteil zeigt sich bei Möbeln: Stuhlbeine sinken ein, wenn die Deckschicht zu grob gewählt ist.
Braucht eine Terrasse eine Baugenehmigung?
Eine ebenerdige Terrasse in der Regel nicht. Genehmigungspflichtig wird es bei einer Überdachung, bei erhöhten Terrassen mit Unterbau und bei Grenzbebauung. Was für eine Überdachung gilt, steht im Beitrag zur Baugenehmigung für Terrassenüberdachungen.
Wie lange dauert der Terrassenbau?
Für 25 m² rechnet ein Betrieb mit drei bis fünf Arbeitstagen: ein Tag Aushub, ein bis zwei Tage Unterbau samt Verdichten, ein bis zwei Tage Verlegen. Eine Holzterrasse geht schneller, weil der Erdbau entfällt, eine Natursteinfläche mit Zuschnitt dauert länger.
Wann ist die beste Bauzeit?
Frühjahr und Frühherbst. Bei Frost lässt sich der Boden nicht verdichten und Betonarbeiten für Randeinfassungen sind nicht zulässig. Wer im Winter anfragt, bekommt dafür oft schnellere Termine als im Mai.
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