Rund eineinhalb Stunden pro Woche verbringen die Deutschen im Schnitt damit, im Garten zu werkeln. Täglich sind es laut dem Statistischen Bundesamt also etwa zwölf Minuten. Um jedoch überhaupt graben, gießen oder Unkraut jäten zu können, braucht man ein Grundstück – vorzugsweise eines, das nach den eigenen Wünschen gestaltet ist. Wie es gelingt, den Traumgarten Realität werden zu lassen, verraten die folgenden Zeilen.
Kurzantwort
Bevor ein Garten neu angelegt werden kann, sollte eine strukturierte Planung erfolgen. Wichtig ist dabei, den gewünschten Stil, das zur Verfügung stehende Budget und die Flächenaufteilung abzuklären. Erst danach geht es an die Bodenarbeit und die Bepflanzung. Die Kosten für den Neubau eines Gartens hängen von dessen Größe und Ausstattung ab. Im Schnitt ist jedoch mit 100 bis 180 Euro pro Quadratmeter zu rechnen.
Welche Erdarbeiten sind notwendig, um einen Garten neu anzulegen?
Die Planung ist bei der Gestaltung eines Gartens das A und O. Sinnvoll ist es daher, zunächst die Grundstücksfläche zu bemessen und einen Plan des zukünftigen Traumgartens zu zeichnen. In diesem sollten die Flächen bereits nach ihrer Nutzung eingeteilt werden.
Folglich sollte noch vor dem ersten Spatenstich feststehen, wo sich später die Beete, die Liegewiese oder die Teichanlage befinden.
Sobald die Planung steht, können die groben Erdarbeiten beginnen. Ein Diesel-Minibagger mit 1,8 t Gewicht ist hilfreich, um:
- Wurzeln aus dem Erdreich zu entfernen
- überschüssige Erde abzutragen
- Löcher für einen Teich oder einen Pool auszuheben
Ebenso eignet sich ein Minibagger, um größere Erdmassen zu bewegen und somit den Boden zu begradigen. Für das Einebnen kleinerer Flächen kommt alternativ ein Rasenrakel zum Einsatz.
Um den Boden anschließend zu verdichten, empfiehlt sich die Nutzung einer Rasenwalze. Sie drückt den Untergrund fest, sodass er sich nach der Begradigung nicht wieder setzt.
Wie lässt sich ein neuer Garten bepflanzen?
Wurde das Grundstück geebnet, können die Feinarbeiten beginnen. Dort, wo sich später die Beete befinden sollen, empfiehlt es sich, mithilfe von Schubkarre und Spaten eine Mischung aus Beeterde und Humus zu verteilen.
Wer möchte, kann die Beete zuvor mit Naturstein, Holz oder gar Metall einfassen.
Damit inmitten des Traumgartens eine Liege- und Spielwiese entstehen kann, muss erst einmal Rasen ausgesät werden. Dafür:
- wird der Boden bis zu einer Tiefe von 20 Zentimetern umgegraben
- müssen Steine und Wurzelreste aus der Erde entfernt werden
- wird die spätere Rasenfläche mit einem Rechen wieder geebnet
- lassen sich die Rasensamen mit der Hilfe eines Streuwagens in Längs- und Querrichtung gleichmäßig aussäen
- wird das Saatgut mit dem Rechen in die Erde eingearbeitet
Bei Bedarf kann die gesamte Fläche anschließend mit einer Rasenwalze nochmals befestigt werden. Danach geht es ans großzügige Wässern.
Neben dem Rasen lassen sich auch Sträucher und Bäume im Garten anpflanzen. Dabei spielt die Standortwahl eine entscheidende Rolle. Denn nicht jedes Gewächs fühlt sich an jedem Ort wohl. Somit ergibt es Sinn, sich im Vorfeld darüber zu informieren, wo welche Pflanzen am besten aufgehoben sind.
Wie bekommt der Traumgarten den letzten Schliff?
Eine farbenfrohe Bepflanzung verleiht dem Garten Charakter. Um seine Optik zu komplettieren, sollten jedoch auch Dekorationen und Gartenmöbel nicht fehlen.
Sinnvoll ist es, die Gartendekoration passend zur Art der Bepflanzung zu wählen. Dadurch erhält der Traumgarten einen einheitlichen Stil.
So passen zu einem Garten im Landhausstil – also mit bunten Blumenbeeten und Obstbäumen – vorrangig rustikale Holzmöbel. In einem mediterranen Garten mit Lavendelbeeten und romantischen Wasserspielen ist dagegen schmiedeeisernes Mobiliar besser aufgehoben.
Das Schöne an einem Garten ist dabei: Der Stil kann jederzeit verändert und angepasst werden. Meist reicht es dafür, ein paar Pflanzen und Dekorationen auszutauschen.
Bild: istock.com/runna10




