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Ein Ständerwerk aus Metall

Trockenbauwand aufbauen: Ständerwerke

Lesedauer 3 Minuten

Wer sich für eine Trockenbauwand entscheidet, sollte zunächst erstmal einen genauen Plan haben. Wohin soll die Trockenbauwand und zu welchem Zweck? Es sind einige grundsätzliche Entscheidungen vorab zu treffen. In den meisten Fällen besteht der Aufbau einer Trockenbauwand aus dem sogenannten Ständerwerk und der Beplankung.

Was kostet ein Ständerwerk im Schnitt?

Ein einfaches Metallständerwerk für eine Trockenbauwand kostet etwa 15 bis 30 Euro pro m², inklusive Profile, Befestigungsmaterial und Dichtungsband. Wird das Ständerwerk von einem Fachbetrieb montiert, kommen die Arbeitskosten hinzu. Je nach Wandhöhe, Ausführung und Anforderungen an Schall- oder Brandschutz können die Kosten entsprechend höher ausfallen.

Ständerwerke

Ein Ständerwerk ist das Gerüst einer Bauwand und bildet generell die tragende Unterkonstruktion einer leichten Trennwand. Beim Ständerwerk hat man die Auswahl zwischen den Materialien Holz und Metall, je nachdem werden die Bauwände auch Holzständerwand oder Metallständerwand genannt.

Ständerwerk aus Holz

Ein Holzständerwerk

Holz arbeitet – es nimmt Feuchtigkeit auf und dehnt sich bei Temperaturschwankungen aus. Deshalb greifen viele Handwerker beim Bau von Trockenbauwänden lieber zu Metallprofilen. Wenn du jedoch das richtige Holz verwendest, kannst du diese Nachteile deutlich reduzieren. Besonders gut geeignet ist keilgezinktes Kantholz: Es bleibt formstabiler und hilft dir dabei, spätere Verformungen und unschöne Risse in der Beplankung zu vermeiden. Ein weiterer Pluspunkt: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Wenn dir Nachhaltigkeit wichtig ist, kann das ein entscheidender Vorteil für deine Wahl sein.

Ständerwerk aus Metall

Eine Metallständerwand hat für dich einen klaren Vorteil: Sie verzieht sich nicht und bleibt dauerhaft formstabil. Die einzelnen Profile sind passgenau aufeinander abgestimmt, sodass du sie direkt verbauen kannst – das spart dir Zeit und vereinfacht die Montage. Außerdem steht dir eine große Auswahl an passendem Zubehör zur Verfügung, mit dem du auch aufwendigere Konstruktionen wie doppelt beplankte Trockenbauwände schnell und unkompliziert umsetzen kannst.

Preislich gibt es für dich kaum Unterschiede zwischen Metall- und Holzständerwänden. Wichtig ist nur: Wenn du dich für Holz entscheidest, solltest du ausschließlich geeignetes Kantholz für den Trockenbau verwenden, um ein sauberes und langlebiges Ergebnis zu erzielen.

Beplankung

Die Beplankung ist eine Art Außenverkleidung einer Trockenbauwand. Bei Trockenbauwänden kommen häufig Gipskarton- und Gipsfaserplatten zum Einsatz.

Gipskartonplatte

Der Vorteil von Gipskartonplatten besteht darin, dass diese nur ein geringes Eigengewicht mitbringen, sodass sich ganz leicht alle unterschiedlichen Größen zuschneiden lassen. Deshalb konnten Hersteller auch reichlich Spezialprodukte anfertigen, die unter anderem einen besseren Schutz vor Lärm, Feuer oder auch Feuchtigkeit ermöglichen. In der Regel ist eine Gipskartonplatte 12,5 Millimeter dick, 600 oder 1250 Millimeter breit und 2000 bis 4000 Millimeter lang. Die Außenverkleidung aus Karton stabilisiert die gesamte Platte. Da man die verschiedenen Platten im Regelfall auch in einem Bauteil kombinieren kann, bietet der Trockenbau flexible Möglichkeiten. Hier können beispielsweise unterschiedliche bauphysikalische Anforderungen mit einer Wandkonstruktion erfüllt werden. Mit einer doppelten Beplankung kann zum Beispiel die Konstruktion einer Zwischenwand mit einer Schallschutzplatte und einer Strahlenschutzplatte umgesetzt werden.

Gipsfaserplatte

Während Gipskartonplatten eine Karton-Verkleidung und einen Gipskern besitzen, werden Gipsfaserplatten aus einem Gemisch von Gips und Zellulosefasern hergestellt. Gipsfaserplatten im Holz- und Trockenbau verfügen über eine breite Anwendungsvielfalt als Ausbauplatte, Trockenestrich oder Trockenputz. Möglich ist sogar eine Fassadenbekleidung. Durch die Papierfasern können diese Platten einen gewissen Druck standhalten und verbessern zusätzlich Biege- und Scherfestigkeit. Mittlerweile werden die heutigen Gipsfaserplatten in der klassischen Ausführung mit einer sogenannten Hydrophobierung hergestellt, die dazu dient, Feuchtigkeit abzuweisen.

Häufige Fragen zum Ständerwerk einer Trockenbauwand

Was ist ein Ständerwerk bei einer Trockenbauwand?

Das Ständerwerk bildet die tragende Unterkonstruktion einer Trockenbauwand. Es besteht meist aus Metallprofilen oder Holzständern, die am Boden, an der Decke und an den angrenzenden Wänden befestigt werden. Anschließend werden die Gipskartonplatten auf beiden Seiten des Ständerwerks verschraubt.

Welche Profile braucht man für eine Trockenbauwand?

Für ein Metallständerwerk werden meist UW-Profile für Boden und Decke sowie CW-Profile als senkrechte Ständer verwendet. Je nach Wandhöhe, Belastung und gewünschter Stabilität können unterschiedliche Profilbreiten eingesetzt werden.

Welchen Abstand sollten die Ständer bei einer Trockenbauwand haben?

Bei einer üblichen Trockenbauwand beträgt der Abstand der senkrechten Ständer häufig 62,5 cm. Dieser Abstand passt zu vielen Gipskartonplatten mit einer Breite von 125 cm. Je nach Plattenformat, Wandhöhe und Konstruktion kann ein geringerer Abstand erforderlich sein.

Wie befestigt man das Ständerwerk einer Trockenbauwand?

Zunächst werden die UW-Profile am Boden und an der Decke befestigt. Unter den Profilen wird häufig ein Dichtungsband angebracht, um Schallübertragung zu reduzieren. Anschließend werden die CW-Profile senkrecht eingestellt und entsprechend der Konstruktion befestigt. Bei der Montage müssen Untergrund, Befestigungsmittel und Wandhöhe berücksichtigt werden.

Muss eine Trockenbauwand gedämmt werden?

Eine Dämmung ist nicht grundsätzlich erforderlich, kann aber den Schallschutz und Wärmeschutz deutlich verbessern. Häufig wird Mineralwolle zwischen die Ständerprofile eingesetzt. Besonders bei Trennwänden zwischen Wohn- und Schlafräumen oder zwischen Wohnungen spielt der Schallschutz eine wichtige Rolle.

Wie viel kostet eine Trockenbauwand mit Ständerwerk?

Die Kosten hängen unter anderem von Wandgröße, Plattenart, Dämmung, Beplankung und Arbeitsaufwand ab. Für eine einfache Trockenbauwand können Sie grob mit 50 bis 80 Euro pro m² inklusive Material und Montage rechnen. Sonderanforderungen wie erhöhter Schallschutz, Feuchtraumplatten oder eine doppelte Beplankung erhöhen den Preis.

Bilder: Canva

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