Letzte Aktualisierung am 4. Dezember 2020
Wer sich für eine Trockenbauwand entscheidet, sollte zunächst erstmal einen genauen Plan haben. Wohin soll die Trockenbauwand und zu welchem Zweck? Es sind einige grundsätzliche Entscheidungen vorab zu treffen. In den meisten Fällen besteht der Aufbau einer Trockenbauwand aus dem sogenannten Ständerwerk und der Beplankung.
Ständerwerke
Ein Ständerwerk ist das Gerüst einer Bauwand und bildet generell die tragende Unterkonstruktion einer leichten Trennwand. Beim Ständerwerk hat man die Auswahl zwischen den Materialien Holz und Metall, je nachdem werden die Bauwände auch Holzständerwand oder Metallständerwand genannt.
Ständerwerk aus Holz

Holz arbeitet – es nimmt Feuchtigkeit auf und dehnt sich bei Temperaturschwankungen aus. Deshalb greifen viele Handwerker beim Bau von Trockenbauwänden lieber zu Metallprofilen. Wenn du jedoch das richtige Holz verwendest, kannst du diese Nachteile deutlich reduzieren. Besonders gut geeignet ist keilgezinktes Kantholz: Es bleibt formstabiler und hilft dir dabei, spätere Verformungen und unschöne Risse in der Beplankung zu vermeiden. Ein weiterer Pluspunkt: Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Wenn dir Nachhaltigkeit wichtig ist, kann das ein entscheidender Vorteil für deine Wahl sein.
Ständerwerk aus Metall
Eine Metallständerwand hat für dich einen klaren Vorteil: Sie verzieht sich nicht und bleibt dauerhaft formstabil. Die einzelnen Profile sind passgenau aufeinander abgestimmt, sodass du sie direkt verbauen kannst – das spart dir Zeit und vereinfacht die Montage. Außerdem steht dir eine große Auswahl an passendem Zubehör zur Verfügung, mit dem du auch aufwendigere Konstruktionen wie doppelt beplankte Trockenbauwände schnell und unkompliziert umsetzen kannst.
Preislich gibt es für dich kaum Unterschiede zwischen Metall- und Holzständerwänden. Wichtig ist nur: Wenn du dich für Holz entscheidest, solltest du ausschließlich geeignetes Kantholz für den Trockenbau verwenden, um ein sauberes und langlebiges Ergebnis zu erzielen.
Beplankung
Die Beplankung ist eine Art Außenverkleidung einer Trockenbauwand. Bei Trockenbauwänden kommen häufig Gipskarton- und Gipsfaserplatten zum Einsatz.
Gipskartonplatte
Der Vorteil von Gipskartonplatten besteht darin, dass diese nur ein geringes Eigengewicht mitbringen, sodass sich ganz leicht alle unterschiedlichen Größen zuschneiden lassen. Deshalb konnten Hersteller auch reichlich Spezialprodukte anfertigen, die unter anderem einen besseren Schutz vor Lärm, Feuer oder auch Feuchtigkeit ermöglichen. In der Regel ist eine Gipskartonplatte 12,5 Millimeter dick, 600 oder 1250 Millimeter breit und 2000 bis 4000 Millimeter lang. Die Außenverkleidung aus Karton stabilisiert die gesamte Platte. Da man die verschiedenen Platten im Regelfall auch in einem Bauteil kombinieren kann, bietet der Trockenbau flexible Möglichkeiten. Hier können beispielsweise unterschiedliche bauphysikalische Anforderungen mit einer Wandkonstruktion erfüllt werden. Mit einer doppelten Beplankung kann zum Beispiel die Konstruktion einer Zwischenwand mit einer Schallschutzplatte und einer Strahlenschutzplatte umgesetzt werden.
Gipsfaserplatte
Während Gipskartonplatten eine Karton-Verkleidung und einen Gipskern besitzen, werden Gipsfaserplatten aus einem Gemisch von Gips und Zellulosefasern hergestellt. Gipsfaserplatten im Holz- und Trockenbau verfügen über eine breite Anwendungsvielfalt als Ausbauplatte, Trockenestrich oder Trockenputz. Möglich ist sogar eine Fassadenbekleidung. Durch die Papierfasern können diese Platten einen gewissen Druck standhalten und verbessern zusätzlich Biege- und Scherfestigkeit. Mittlerweile werden die heutigen Gipsfaserplatten in der klassischen Ausführung mit einer sogenannten Hydrophobierung hergestellt, die dazu dient, Feuchtigkeit abzuweisen.





Spannender Beitrag. Was wäre denn günstiger? Holzbeplankung oder Metall?