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Spannungsprüfer an einer Steckdose zur Funktionsprüfung

Was tun, wenn die Steckdose nicht funktioniert?

Lesedauer 3 Minuten

Funktioniert eine Steckdose nicht, liegt es meist an einer ausgelösten Sicherung, einem ausgelösten FI-Schalter oder einer lockeren Klemme in der Dose. Die ersten beiden Ursachen beheben Sie in Minuten selbst, indem Sie den Verteiler prüfen. Schmoren, Brandgeruch oder eine warme Steckdose sind dagegen Alarmsignale, bei denen sofort ein Fachbetrieb ranmuss. Wir zeigen Ihnen die Ursachen, wie Sie das Problem eingrenzen und wo die Grenze zur Eigenreparatur verläuft.

Warum funktioniert die Steckdose nicht?

Bevor Sie die Dose verdächtigen, lohnt der Blick auf die häufigsten Ursachen. Oft liegt der Fehler gar nicht in der Steckdose selbst.

  • Sicherung ausgelöst: Der zugehörige Leitungsschutzschalter im Verteiler ist umgesprungen, der ganze Stromkreis ist tot.
  • FI-Schalter ausgelöst: Ein Fehlerstrom hat den FI getrennt, dann sind oft mehrere Steckdosen gleichzeitig ohne Strom.
  • Lockere Klemme: In der Dose hat sich eine Ader gelöst, ein Wackelkontakt ist die Folge.
  • Defekte Steckdose: Durch Überlast oder Alter sind die Kontakte ausgeleiert oder verschmort.
  • Leitungsschaden: Ein angebohrtes oder durch Marder beschädigtes Kabel unterbricht die Versorgung.

Ist die Sicherung selbst das Thema, hilft der Beitrag Sicherung fliegt raus bei der genauen Eingrenzung. Steckt der Fehler in der Dose, lesen Sie weiter.

So grenzen Sie das Problem ein

Mit wenigen Handgriffen klären Sie gefahrlos, wo der Fehler liegt. Gehen Sie der Reihe nach vor:

  1. Anderes Gerät testen: Stecken Sie ein funktionierendes Gerät ein. Läuft es, lag es am ersten Gerät, nicht an der Dose.
  2. Andere Steckdosen prüfen: Sind weitere Dosen tot, ist ein ganzer Stromkreis betroffen, also Sicherung oder FI.
  3. Verteiler kontrollieren: Schauen Sie nach, ob ein Leitungsschutzschalter oder der FI umgesprungen ist, und schalten Sie ihn wieder ein.
  4. FI-Prüftaste drücken: Klickt der FI beim Test sauber, ist er funktionsfähig.
  5. Auf Geruch und Wärme achten: Riecht die Dose verschmort oder ist sie warm, sofort den Stromkreis ausschalten und nicht weiter testen.

Symptom, Ursache, erster Schritt im Überblick

Diese Übersicht ordnet das Symptom der wahrscheinlichen Ursache zu und nennt den ersten sinnvollen Schritt:

SymptomWahrscheinliche UrsacheErster Schritt
Nur eine Dose tot, Sicherung drinlockere Klemme oder defekte DoseFachbetrieb prüfen lassen
Mehrere Dosen gleichzeitig totSicherung oder FI ausgelöstVerteiler kontrollieren
Sicherung fliegt sofort wieder rausKurzschluss im KreisGeräte trennen, dann Profi
Dose warm oder SchmorgeruchÜbergangswiderstand, ÜberlastStrom aus, sofort Fachbetrieb
FI lässt sich nicht einschaltenanliegender Fehlerstromalle Geräte trennen, dann Profi

Was Sie selbst tun dürfen

Eine ausgelöste Sicherung oder einen FI wieder einzuschalten, darf jeder. Auch das Eingrenzen mit Testgeräten ist gefahrlos. Beim Öffnen der Steckdose selbst beginnt der heikle Bereich.

Das Tauschen einer defekten Steckdose an vorhandener Leitung ist nur bei sicher abgeschaltetem und mit dem Spannungsprüfer kontrolliertem Strom denkbar, und auch dann nur für erfahrene Heimwerker. Wer unsicher ist, lässt die Finger davon, denn ein Fehler an der Dose kann tödlich enden. Eine zusätzliche oder versetzte Dose ist ohnehin Fachsache, das zeigt der Beitrag Steckdose verlegen.

Wann müssen Sie den Fachbetrieb rufen?

  • Schmorgeruch oder Verfärbung: Ein klares Warnsignal, sofort den Stromkreis abschalten und einen Fachbetrieb rufen.
  • Sicherung fliegt sofort wieder raus: Hinweis auf einen Kurzschluss in der Leitung.
  • Mehrere Dosen ohne erkennbaren Grund tot: Möglicher Leitungsschaden oder ein Fehler in der Verteilung.
  • Alte Anlage ohne FI: Fehlt der Fehlerstromschutz, gehört die Anlage ohnehin geprüft, siehe Sicherungskasten erneuern.

Den passenden Elektrofachbetrieb finden Sie über Marktplätze wie Blauarbeit mit mehreren Vergleichsangeboten. Bei akuten Fällen außerhalb der Geschäftszeiten hilft der Beitrag Elektronotdienst beauftragen. Die Sicherheitsregeln für Arbeiten an der Elektrik gibt der VDE vor.

So beugen Sie defekten Steckdosen vor

  • Steckdosen nicht überlasten: Mehrfachstecker mit vielen Großgeräten überhitzen die Kontakte.
  • Stecker gerade ziehen: Wer am Kabel reißt, lockert mit der Zeit die Klemmen in der Dose.
  • Alte Dosen tauschen lassen: Ausgeleierte Steckdosen halten den Stecker nicht mehr und erhitzen sich.
  • Feuchtigkeit fernhalten: Im Außenbereich und Bad gehören spritzwassergeschützte Dosen.

Häufige Fragen zur defekten Steckdose

Nur eine Steckdose ist tot, der Rest geht. Was ist die Ursache?

Wenn nur eine einzelne Dose ausfällt und die Sicherung drin ist, liegt der Fehler meist in der Dose selbst, etwa eine lockere Klemme oder ein defekter Kontakt. Das prüft und behebt ein Elektrofachbetrieb in kurzer Zeit, oft reicht der Tausch der Dose.

Kann ich eine defekte Steckdose selbst tauschen?

Streng genommen ist jede Arbeit an der festen Installation Fachsache. Erfahrene Heimwerker tauschen eine Dose bei sicher abgeschaltetem Strom, doch ohne Erfahrung und Spannungsprüfer ist das Risiko zu hoch. Im Zweifel übernimmt der Fachbetrieb den Tausch günstig und sicher.

Was kostet der Steckdosentausch durch den Profi?

Der Tausch einer defekten Steckdose kostet beim Fachbetrieb meist 40 bis 90 € inklusive Material, je nach Anfahrt und Aufwand. Müssen mehrere Dosen oder eine ganze Leitung erneuert werden, steigt der Preis, dann lohnt der Blick auf die Elektroinstallation Kosten.

Warum wird meine Steckdose warm?

Eine warme Steckdose ist immer ein Warnsignal. Ursache ist meist ein Übergangswiderstand durch lockere Klemmen oder Überlast. Schalten Sie den Stromkreis ab und lassen Sie die Dose prüfen, bevor sie schmort und im schlimmsten Fall einen Brand auslöst.

Kann eine kaputte Steckdose einen Brand auslösen?

Ja, das ist eine reale Gefahr. Lockere Klemmen oder überlastete Kontakte erzeugen Wärme, die mit der Zeit das Material verschmoren lässt und im schlimmsten Fall einen Brand auslöst. Genau deshalb sind eine warme Dose oder ein Schmorgeruch nie ein Schönheitsproblem, sondern ein Fall für die sofortige Abschaltung und den Fachbetrieb.

Fazit: Erst prüfen, dann reparieren lassen

Funktioniert eine Steckdose nicht, prüfen Sie zuerst Sicherung und FI und testen ein anderes Gerät. Bleibt es bei der einzelnen toten Dose, steckt der Fehler in ihr und gehört in Fachhände. Schmorgeruch, Wärme oder wiederholt auslösende Sicherungen sind dringende Warnsignale: Stromkreis abschalten und den Elektrofachbetrieb rufen, statt zu experimentieren.

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