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Eine Steckdose verlegen kann nur der Elektriker. Vorbereiten können das aber auch geübte Heimwerker

Höherer Strombedarf: Neue Steckdose verlegen

Letzte Aktualisierung am 20. Oktober 2021 von A. Mroos

Bild: Wellnhofer Designs / stock.adobe.com

Im Alltag verwenden wir eine Vielzahl an elektronischen Geräten und die brauchen bekanntermaßen Strom. Je mehr Geräte wir besitzen, desto mehr Steckdosen benötigen wir auch in unserem Zuhause – schließlich wollen auch das Tablet und das Smartphone hin und wieder mal aufgeladen werden. Bevor Sie alternative Lösungen mit tausenden von Mehrfachsteckern erproben, können Sie auch neue Steckdosen verlegen. Dazu ist allerdings ein Elektriker nötig. Als geübter Heimwerker können Sie den Anschluss der neuen Steckdosen jedoch weitgehend vorbereiten. Als Laie sollten Sie in jedem Fall einen Fachmann heranziehen.

Auf Sicherheit achten

Wie bei jeder Arbeit, bei der Sie mit Strom in Berührung kommen könnten, sollten Sie auch beim Verlegen von Leitungen für die neue Steckdose, Sicherheit stets groß schreiben. Stellen Sie also im Vorfeld den Strom am Sicherungskasten ab, um keinen Stromschlag zu riskieren. Um wirklich auf Nummer sicher zu gehen, können Sie auch den FI-Schalter abschalten.

Achtung: Bei Altbauten ist zum Teil kein FI-Schalter, also ein Fehlerstrom-Schutzschalter, verbaut. Dann sollten Sie in jedem Fall einen professionellen Elektriker zu Rate ziehen.

Vorbereitung vor dem Verlegen der Steckdose

Bevor Sie eine neue Steckdose verlegen, sollten Sie sich zunächst überlegen, wo genau Sie die neue Stromquelle gebrauchen können. Außerdem sollten Sie sich über die Gegebenheiten der Stromleitungen in Ihrem Haus beziehungsweise Ihrer Wohnung informieren.

Achtung: Bei Mietwohnungen sollten Sie im Vorfeld mit Ihrem Vermieter sprechen, bevor Sie eine neue Steckdose verlegen.

Zunächst einmal müssen Sie nach der Verteilerdose suchen. Zu finden ist diese in der Installationszone in der Wand, entweder unterhalb der Decke oder oberhalb des Fußbodens. Diese können Sie durch Klopfen an der Wand finden. Alternativ können Sie die Leitungen auch mit einem Leitungssuchgerät ausfindig machen, indem Sie mit diesem an der Decke entlang gehen.

Spätestens jetzt sollten Sie den Strom abgestellt haben. Bringen Sie auch einen Hinweis am Stromkasten an, damit die Sicherungen abgeschaltet bleiben. Zusätzlich sollten Sie mit einem Spannungsprüfer feststellen, ob wirklich kein Strom mehr fließt.

Verteilerdose freilegen

Um eine neue Steckdose verlegen zu können, muss zunächst die Verteilerdose freigelegt werden. Dazu müssen Sie natürlich die Tapete um die Dose herum entfernen, damit Sie ungehindert an diese herankommen. Im Anschluss nehmen Sie den Deckel ab. So sehen Sie auch, über welche und wie viele Kabel diese Dose verfügt. Suchen Sie sich eine bisher nicht verwendete Kabeldurchführung.

Danach sollten Sie den Verlauf der neuen Leitung markieren und anschließend freilegen, indem Sie dort vorsichtig einen Schlitz in den Putz klopfen. Gehen Sie hier allerdings mit Sorgfalt vor und haben ein Auge auf die anderen Kabel in der Installationszone, schließlich sollen die ja nicht beschädigt werden. Da, wo die neue Steckdose ihren Platz einnehmen soll, benötigen Sie ein Loch, das der Größe der Steckdose entspricht. Hier können Sie entweder eine Bohrmaschine mit entsprechendem Aufsatz oder eine Lochsäge verwenden.

Die neue Steckdose einbauen

Sobald sämtliche Vorbereitungen abgeschlossen sind, kann die neue Steckdose verlegt werden. Hier unterscheidet man in der Regel zwischen zwei Varianten:

  • Hohlwanddosen bei Trockenbauten
  • Unterputzdosen bei Massivbau

Der Schlitz für die Kabel sollte etwas größer als das zu verlegende Kabel sein oder sogar für ein Leerrohr ausreichen. Achten Sie unbedingt darauf, dass keine anderen Kabel beim Freilegen beschädigt werden. Das Entfernen des Putzes ist natürlich nur bei Häusern nötig, die in der Bauart des Massivbau konstruiert wurden. Bei Trockenbauwänden ist der Schlitz nicht nötig.

Für die Auswahl des Kabels lassen Sie sich am besten umfassend in einem Elektrofachhandel beraten. Die Leitung für die Steckdose muss entweder in einem Leerrohr verlegt werden oder das Kabel muss in dem dazugehörigen Schlitz mit Gips festgelegt werden. Die neue Leitung muss völlig unbeweglich sein.

Elektriker heranziehen

Sollten Sie selbst eher wenig bis gar keine Erfahrung mit der Elektroinstallation haben, lohnt es sich beim Steckdosen verlegen einen professionellen Elektriker zu engagieren. Diese kümmern sich um den fachgerechten Einbau der Leitungen und der Steckdose.

Spätestens, wenn die Steckdosen angeklemmt werden, sollte ein Elektroniker dazugeholt werden. Dieser klemmt diese fachgerecht an. Die neue Leitung wird über ihre Kontakt mit der Verteilerdose, also der Stromquelle Ihres Hauses, und der Steckdose verbunden. Danach kann die neue Steckdose verbraucht werden.

Es lohnt sich vor allem einen Elektriker zu engagieren, da beim Einbau der neuen Steckdose zum einen die Gefahr eines Stromschlags bestehen und zum anderen ein falscher Einbau später zu erheblichen Schäden am Stromnetz des Hauses führen kann. Hat man die Steckdose selbst falsch eingebaut, entfällt meist auch der Versicherungsschutz. Hat ein Fachmann sich darum gekümmert, sieht das anders aus. In der Regel sind Sie dann aber auch abgesichert, dass keine Fehler beim Einbau entstehen, wodurch Fehler ausbleiben.

Denken Sie außerdem darüber nach zusätzlich eine Kindersicherung in der neuen Steckdose zu verbauen, falls diese für Ihre Kinder an der Wand zugänglich ist. Eine Kindersicherung vermeidet, dass die Kleinen mit Strom in Berührung kommen.

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