Zwischen 25 und 90 € je laufendem Meter kostet es, einen Bordstein setzen zu lassen. Ein schmaler Leistenstein als Beetkante liegt am unteren Rand der Spanne, ein Hochbord aus Beton am oberen, Granitborde reichen bis 150 €. Gut 40 % der Summe entfallen auf die Arbeitszeit, der Rest verteilt sich auf Stein, Beton und die Entsorgung des Aushubs. Wer eine Grundstückszufahrt plant, rechnet die Bordsteinabsenkung dazu: 650 bis 2.750 € einschließlich Gebühr.
Was kostet ein Bordstein je laufendem Meter?
Die Preisspanne steht mit dem Steintyp fest, bevor der erste Spatenstich getan ist. Ein Leistenstein wiegt wenig und braucht kaum Fundament, ein Hochbord bringt 104 kg je Meter auf die Waage und liegt auf entsprechend viel Beton. Die Formen und Maße von Betonbordsteinen regelt die DIN 483, die Herstellung selbst läuft nach DIN EN 1340.
| Bordsteintyp | Maß Breite × Höhe | Wofür er gedacht ist | Splittbett | Betonbett mit Rückenstütze |
|---|---|---|---|---|
| Leistenstein | 5 × 25 cm | Beet- und Rasenkante ohne Last | 15 bis 25 € | 25 bis 40 € |
| Tiefbord | 8 × 20 oder 8 × 25 cm | Weg- und Terrassenrand, Versatz bis rund 3 cm | 20 bis 32 € | 25 bis 55 € |
| Rundbord | 15 × 22 cm | abgesenkte Zufahrten und Übergänge | nicht vorgesehen | 40 bis 80 € |
| Hochbord | 15 × 30 cm | Trennung von Fahrbahn und Gehweg | nicht vorgesehen | 50 bis 90 € |
| Granithochbord | 12 × 25 cm | sichtbare Einfassung mit langer Standzeit | nicht vorgesehen | 90 bis 150 € |
Genannt sind Verbraucherpreise für Material und Einbau durch einen Fachbetrieb, ohne Anfahrtspauschale. Bei kurzen Strecken schlägt diese Pauschale voll durch. Auf 10 m verteilt, erhöht eine Pauschale von 60 bis 150 € den Meterpreis um 6 bis 15 €.
Splittbett oder Betonbett mit Rückenstütze?
Diese Entscheidung ist der zweite große Preisfaktor, und sie ist nur teilweise Ihre. Für Einfassungen von Verkehrsflächen sind Fundament und Rückenstütze aus Beton nach der ZTV Pflaster-StB 20 obligatorisch. Ein Hochbord oder Rundbord im Splittbett ist damit keine Sparvariante, sondern ein Ausführungsfehler.
Das Regelwerk wird dabei konkret. Die Rückenstütze soll mindestens 15 cm breit sein, für den Beton von Fundament und Rückenstütze wird eine Druckfestigkeit ab 12 MPa empfohlen, gemessen an jedem einzelnen Bohrkern. Für die Fundamentdicke stehen dort zwei Stufen, 8 cm im leichten und 20 cm im stark belasteten Fall. Der Fugenabstand zwischen zwei Steinen beträgt 4 mm mit einer Toleranz von 2 mm, alternativ wird unverfugt gearbeitet.
Sinnvoll bleibt ein Splittbett dort, wo überhaupt keine Last auftritt, also an einer reinen Beetkante oder einer Rasenkante im Garten. Der Wegfall von Fundament und Rückenstütze senkt den Meterpreis um 5 bis 20 €. Sobald jedoch ein Rad darüberrollt oder die Kante seitlichen Druck aus einer Pflasterfläche aufnimmt, wandert der Stein. Das bleibt selten ein reiner Schönheitsfehler, denn für Stolperstellen auf dem eigenen Grundstück haften Sie nach § 823 BGB.
Ein Rechenbeispiel über 22 laufende Meter
Angenommen, Sie lassen einen Gartenweg beidseitig mit Tiefbord 8/20 einfassen, zusammen 22 laufende Meter, im Betonbett mit Rückenstütze und mit normalem Baugrund.
| Posten | Menge | Betrag |
|---|---|---|
| Graben ausheben und Aushub entsorgen | 2 m³ fest, gelockert 2,4 m³ | 120 bis 200 € |
| Tiefbordsteine 8/20 cm | 22 lfm | 110 bis 200 € |
| Beton für Fundament und Rückenstütze | rund 0,9 m³ | 110 bis 150 € |
| Setzen, Ausrichten und Anziehen der Rückenstütze | rund 9 Arbeitsstunden | 270 bis 630 € |
| Anfahrt und Gerätetransport | pauschal | 60 bis 150 € |
| Gesamt | 22 lfm | 670 bis 1.330 € |
Ohne die Anfahrt bleiben 610 bis 1.180 €, also 27,70 bis 53,60 € je laufendem Meter. Die Arbeitsstunde rechnen Betriebe mit 30 bis 70 € ab, in Ballungsräumen am oberen Ende.
Was kostet die Bordsteinabsenkung für die Zufahrt?
Sobald Ihre Einfahrt an der öffentliche Straße anliegt, brauchen Sie eine Absenkung des vorhandenen Bordsteins, und dafür eine Genehmigung. Als Trägerin der Straßenbaulast entscheidet die Gemeinde. Die Gebühr für den Antrag liegt bei 50 bis 250 €, die eigentliche Ausführung bei 600 bis 2.500 €, je nach Breite der Zufahrt und Zustand der Randsteine. Beides zahlt der Antragsteller, also Sie.
Rechnen Sie mit vier bis zwölf Wochen Bearbeitungszeit und stellen Sie den Antrag, bevor Sie Material für die gepflasterte Einfahrt bestellen. Wie weit abgesenkt wird und über welche Breite, steht in dieser Genehmigung. Einen allgemeingültigen Wert dafür gibt es nicht, jede Gemeinde legt ihn selbst fest.
Wer darf den Bordstein an der Straße absenken?
Nicht Sie und auch nicht jeder Betrieb. Arbeiten im öffentlichen Verkehrsraum darf nur ein von der Gemeinde zugelassenes Unternehmen ausführen, in der Praxis ein Betrieb mit Eintragung in die Handwerksrolle für das Straßenbauerhandwerk oder mit entsprechender IHK-Eintragung. Dafür führen viele Gemeinden eine eigene Liste. Was hinter der Grundstücksgrenze liegt, dürfen Sie dagegen frei vergeben oder selbst bauen.
Können Sie den Bordstein selbst setzen?
Bei einer Beetkante aus Leistensteinen im Splittbett gut, bei einer belasteten Randeinfassung schwierig. Zwei Zahlen zeigen, warum. Ein Tiefbordstein 8/25 wiegt 46 kg je Meter, ein Hochbordstein 15/30 sogar 104 kg, das lässt sich allein nicht mehr ausrichten. Und für Fundament und Rückenstütze brauchen Sie rund 40 l Beton je Meter, das sind gut drei Säcke Trockenbeton zu je 25 kg. Für die 22 m aus dem Beispiel oben also etwa 70 Säcke und damit 1,75 t Material, die Sie schleppen und anmischen.
Zwei fachliche Punkte kommen dazu. Vor der Bettung entsteht immer die Randeinfassung, denn sie gibt deren Höhe vor. Und das Gefälle von 2 bis 2,5 % vom Gebäude weg muss schon im Planum liegen, sonst geht es beim Abrütteln verloren. Wo die Fläche keine Neigung hergibt, übernimmt eine Entwässerungsrinne die Ableitung. Wie der Aufbau darunter aussieht, steht im Beitrag zu Unterbau und Tragschicht.
Wo Sie beim Bordstein sparen können

- Den Graben selbst ausheben und den Boden im Garten unterbringen. Das nimmt 120 bis 200 € aus der Rechnung.
- Bordsteine und Pflaster in einem Auftrag vergeben. Die Anfahrtspauschale fällt dann einmal an statt zweimal, und die Preise fürs Pflastersteine verlegen kalkulieren Betriebe bei größeren Losen enger.
- Beim Steintyp abwägen statt beim Fundament. Ein Tiefbord statt Hochbord spart 25 bis 35 € je Meter, eine eingesparte Rückenstütze kostet Sie in fünf Jahren die ganze Kante.
- Restposten aus dem Betonwerk nehmen, wenn die Farbe zweitrangig ist.
Häufige Fragen zum Setzen von Bordsteinen
Wie tief muss der Graben für einen Bordstein sein?
Für ein Tiefbord 8/20 im Betonbett rund 30 cm, gemessen ab der Oberkante des fertig gesetzten Steins. Darin liegen die volle Steinhöhe von 20 cm und 10 cm Fundament. Die Breite beträgt etwa 30 cm, weil neben dem 8 cm breiten Stein noch die mindestens 15 cm breite Rückenstütze Platz braucht. Ein Hochbord 15/30 auf 20 cm Fundament braucht 50 cm Tiefe und rund 45 cm Breite.
Wann darf ein neu gesetzter Bordstein befahren werden?
Frühestens nach etwa einer Woche. Für Wege aus Beton nennt das Zement-Merkblatt S 19 des InformationsZentrums Beton die Verkehrsfreigabe bei 70 % der Druckfestigkeit, was bei Temperaturen über 5 °C etwa sieben Tage dauert.
Wie breit ist die Fuge zwischen zwei Bordsteinen?
Die ZTV Pflaster-StB 20 nennt 4 mm mit einer Toleranz von 2 mm, also 2 bis 6 mm. Alternativ werden Einfassungen unverfugt gesetzt. Breitere Mörtelfugen sieht das Regelwerk für Einfassungen nicht vor.
Wer zahlt die Absenkung vor dem eigenen Grundstück?
Der Antragsteller trägt sie vollständig, auch wenn der Bordstein selbst der Gemeinde gehört. Das gilt für die Gebühr und für die Bauleistung. Wie hoch beide Posten ausfallen, nennt Ihnen die Gemeinde mit der Genehmigung.
Wie viel Beton brauche ich je laufendem Meter?
Rund 40 l für Fundament und Rückenstütze zusammen, bei einem Tiefbord mit 10 cm Fundamentdicke. Ein 25-kg-Sack Trockenbeton ergibt etwa 12,5 l, Sie brauchen also gut drei Säcke je Meter. Ein Hochbord auf 20 cm dickem Fundament kommt auf rund 100 l und damit acht Säcke.
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