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Hecke pflanzen: Gärtner setzt eine junge Heckenpflanze mit Wurzelballen entlang der gespannten Pflanzschnur

Was kostet eine neue Hecke inklusive Pflanzung?

Lesedauer 7 Minuten

Zwischen 30 und 100 € pro laufendem Meter kostet eine neue Hecke inklusive Pflanzung, je nach Gehölzart. Die Pflanzen selbst liegen bei 5 bis 30 € je Stück, die Pflanzung durch den Fachbetrieb bei 10 bis 25 € je Meter, dazu kommen die Erdarbeiten für den Pflanzgraben. Eine 10 m lange Kirschlorbeerhecke ist damit ab etwa 600 € fertig gepflanzt. Dieser Ratgeber schlüsselt die Preise nach Heckenart auf, zeigt zwei Rechenbeispiele auf und worauf es nach der Pflanzung ankommt.

Was kosten die gängigen Heckenpflanzen pro Meter?

Hainbuche und Liguster sind die günstigsten blickdichten Hecken, Eibe ist die teuerste. Entscheidend ist neben dem Stückpreis, wie viele Pflanzen pro Meter nötig sind: Kleine wurzelnackte Ware braucht 3 bis 4 Stück je Meter, größere Containerpflanzen kommen mit 2 bis 3 aus.

HeckenpflanzePreis je StückBedarf je MeterMaterial je Meter
Liguster5 bis 10 €3 bis 415 bis 40 €
Hainbuche5 bis 15 €3 bis 415 bis 60 €
Thuja (Lebensbaum)5 bis 20 €2 bis 310 bis 60 €
Kirschlorbeer8 bis 25 €2 bis 316 bis 75 €
Eibe15 bis 30 €2 bis 330 bis 90 €
HeckenartGesamtpreis inkl. Pflanzung
Liguster40–70 €/m
Hainbuche45–80 €/m
Thuja50–90 €/m
Kirschlorbeer60–110 €/m
Eibe80–140 €/m

Dazu kommt die Arbeitszeit: Fachbetriebe berechnen für das Setzen 10 bis 25 € je laufenden Meter, abhängig von Pflanzgröße und Bodenverhältnissen. Je größer die gelieferten Pflanzen, desto höher der Preis, aber desto schneller steht auch der Sichtschutz.

Was kosten Pflanzgraben und Erdarbeiten?

Für den Pflanzgraben sollten Sie zusätzlich 10 bis 20 € je Meter einplanen. Der Graben wird etwa 40 bis 60 cm breit und tief ausgehoben, je nach Größe der Wurzeln, der Aushub mit Kompost verbessert und wieder eingefüllt. Bei schwerem, verdichtetem Boden oder vielen Steinen steigt der Aufwand, abgerechnet wird dann häufig nach dem üblichen Stundensatz von 40 bis 60 €, den der Ratgeber Gärtner Kosten im Detail aufschlüsselt.

Muss eine alte Hecke vorher weichen, kommen Rodung und Wurzelentfernung hinzu. Gerade bei alten Beständen sitzen die Wurzelstöcke erstaunlich fest; welche Verfahren und Preise hier üblich sind, zeigt der Beitrag Baumstumpf entfernen Kosten.

Zwei Beispielrechnungen für 10 m und 30 m

Eine 10 m lange Kirschlorbeerhecke kostet etwa 550 bis 900 €, eine 30 m lange Hainbuchenhecke aus wurzelnackter Ware etwa 1.100 bis 1.550 €. Die Rechnung zeigt, wie sich die Summen zusammensetzen.

Posten10 m Kirschlorbeer30 m Hainbuche
Pflanzen25 Stück à 12 bis 18 € = 300 bis 450 €100 Stück à 5 bis 7 € = 500 bis 700 €
Pflanzung150 bis 250 €360 bis 500 €
Pflanzgraben und Bodenverbesserung100 bis 200 €250 bis 350 €
Gesamt550 bis 900 €1.110 bis 1.550 €

Wurzelnackte Ware senkt den Preis, ist aber kleiner und braucht länger bis zur vollen Höhe. Wer sofort Sichtschutz möchte, zahlt für 150 bis 180 cm hohe Containerpflanzen schnell das Doppelte je Meter.

Was kostet die Pflege einer Hecke?

Für den professionellen Heckenschnitt fallen je nach Höhe und Länge meist 8 bis 20 € pro laufendem Meter an. Hinzu kommen gegebenenfalls Kosten für die Entsorgung des Schnittguts.

Wann ist die beste Pflanzzeit?

Der Herbst ist die beste Pflanzzeit für Hecken, ideal sind Oktober und November. Der Boden ist dann noch warm, die Pflanzen stecken ihre Energie in die Wurzeln und starten im Frühjahr kräftig durch. Wurzelnackte Ware, die günstigste Variante, gibt es ohnehin nur in der laublosen Zeit zwischen Oktober und März.

Containerpflanzen können Sie fast das ganze Jahr über setzen, solange der Boden weder gefroren noch ausgetrocknet ist. Wer im Frühjahr pflanzt, muss im ersten Sommer allerdings mehr gießen, weil die Wurzeln noch nicht tief genug sitzen.

Welcher Abstand zur Grundstücksgrenze gilt?

Den Grenzabstand regelt nicht der Bund, sondern das Nachbarrecht Ihres Bundeslands. In vielen Ländern gelten 50 cm für Hecken bis 2 m Höhe und 1 m oder mehr für höhere Hecken, es gibt aber zahlreiche Abweichungen und Sonderregeln. Ein Blick ins Nachbarrechtsgesetz Ihres Bundeslands oder eine kurze Nachfrage bei der Gemeinde schafft Klarheit, bevor gepflanzt wird.

Ein zu geringer Abstand kann noch Jahre später Rückschnitt- oder Beseitigungsansprüche des Nachbarn auslösen. Wer die Hecke ohnehin nah an die Grenze setzen möchte, spricht am besten vorher mit dem Nachbarn und hält die Zustimmung schriftlich fest.

So bringen Sie die junge Hecke durchs erste Jahr

Wässern ist im ersten Standjahr die wichtigste Pflegeaufgabe: ein- bis zweimal pro Woche durchdringend gießen, etwa 10 bis 15 l je Pflanze, in Trockenphasen häufiger. Eine Mulchschicht aus Rindenmulch hält die Feuchtigkeit im Boden und unterdrückt Beikraut. Auf Dünger können Sie im Pflanzjahr weitgehend verzichten, wenn beim Pflanzen mit Kompost verbessert wurde.

Der erste leichte Formschnitt folgt je nach Art im Sommer nach der Pflanzung und sorgt dafür, dass die Hecke von unten an dicht wird. Wie Sie dabei vorgehen, zeigen die Tipps zum Heckenschnitt; was der regelmäßige Schnitt vom Profi kostet, steht im Ratgeber Hecke schneiden Kosten.

Hecke, Zaun oder Mauer als Sichtschutz?

Die Hecke ist der günstigste blickdichte Sichtschutz, braucht aber Zeit zum Wachsen und jährliche Pflege. Ein Zaun steht sofort und ist pflegeleicht, kostet je nach Material aber deutlich mehr; die Spannen zeigt der Ratgeber Zaunbau Kosten. Die dauerhafteste und teuerste Lösung ist gemauert, alle Preise dazu stehen im Beitrag Gartenmauer bauen. Welche Variante zu welchem Grundstück passt, vergleicht unser Überblick Sichtschutz, Zaun oder Hecke.

Die wichtigsten Fragen rund um die neue Hecke

Wie viele Heckenpflanzen brauche ich pro Meter?

Als Faustregel gelten 2 bis 4 Pflanzen je Meter. Kleine wurzelnackte Ware bis 100 cm Höhe wird enger gesetzt, also 3 bis 4 Stück je Meter. Größere Containerpflanzen ab 125 cm kommen mit 2 bis 3 Stück aus. Wer zu eng pflanzt, spart nichts: Die Gehölze nehmen sich gegenseitig Licht und Wasser und wachsen schlechter.

Ist wurzelnackte Ware oder Containerware besser?

Wurzelnackte Pflanzen kosten 30 bis 50 % weniger und wachsen bei Herbstpflanzung zuverlässig an, sind aber nur klein erhältlich und ausschließlich in der laublosen Zeit lieferbar. Containerware ist teurer, dafür in allen Größen verfügbar und mit intaktem Wurzelballen anwuchssicherer. Hat man aber Geduld, sind die wurzelnackten Pflanzen wirtschaftlicher.

Wie schnell wird eine neue Hecke blickdicht?

Kirschlorbeer und Thuja legen 20 bis 40 cm pro Jahr zu und sind je nach Pflanzgröße nach 2 bis 4 Jahren blickdicht. Hainbuche wächst ähnlich schnell, wirft im Winter aber einen Teil des braunen Laubs erst spät ab. Eibe braucht mit 10 bis 20 cm Jahreszuwachs am längsten, gilt dafür als die langlebigste Heckenpflanze.

Wann darf die Hecke geschnitten werden?

Radikale Rückschnitte und das Roden von Hecken sind nach § 39 BNatSchG vom 1. März bis zum 30. September verboten, um brütende Vögel zu schützen. Schonende Form- und Pflegeschnitte bleiben das ganze Jahr über erlaubt. Prüfen Sie vor jedem Schnitt trotzdem kurz, ob Nester in der Hecke sind.

Übernimmt der Betrieb auch die Entsorgung der alten Hecke?

Ja, die meisten Fachbetriebe roden die alte Hecke, entfernen die Wurzelstöcke und entsorgen den Grünschnitt über Container oder Kompostieranlage. Abgerechnet wird nach Aufwand, meist über den Stundensatz von 40 bis 60 € plus Entsorgungskosten. Lassen Sie sich Rodung und Neupflanzung in einem Angebot zusammenfassen, das spart Anfahrt und Koordination.

Immergrüne Hecke im Winter, z.B. Kirschlorbeer

Welche Hecken sind immergrün?

Zu den beliebtesten immergrünen Heckenpflanzen zählen Kirschlorbeer, Eibe, Thuja (Lebensbaum), Glanzmispel, Portugiesischer Kirschlorbeer, Stechpalme (Ilex) und Liguster (je nach Sorte weitgehend wintergrün). Sie behalten ihre Blätter oder Nadeln auch im Winter und sorgen das ganze Jahr über für einen zuverlässigen Sicht- und Windschutz. Welche Hecke die beste Wahl ist, hängt vom Standort, der gewünschten Wuchshöhe, dem Pflegeaufwand und der Winterhärte ab. Während Eiben sehr langlebig und schnittverträglich sind, wachsen Kirschlorbeer und Thuja besonders schnell und eignen sich gut für einen raschen Sichtschutz.

Wie tief muss ein Pflanzgraben für eine Hecke sein?

Der Pflanzgraben sollte in der Regel 40 bis 60 cm tief und ebenso breit sein. Bei großen Ballenpflanzen kann ein größerer Graben erforderlich sein. Wichtig ist, dass sich die Wurzeln ohne Knicken ausbreiten können.

Welche Hecke wächst am schnellsten?

Besonders schnell wachsen Kirschlorbeer, Liguster und Thuja. Sie erreichen je nach Sorte einen Jahreszuwachs von etwa 20 bis 40 cm. Wer möglichst schnell einen Sichtschutz möchte, greift zu größeren Containerpflanzen.

Welche Hecke ist pflegeleicht?

Als besonders pflegeleicht gelten Kirschlorbeer, Liguster und Thuja. Sie benötigen meist nur einen bis zwei Rückschnitte pro Jahr und kommen mit normalen Gartenböden gut zurecht. Etwas mehr Geduld erfordert die langsam wachsende Eibe, dafür ist sie äußerst langlebig.

Welche Hecke eignet sich als Sichtschutz?

Für einen schnellen und ganzjährigen Sichtschutz eignen sich vor allem Kirschlorbeer, Thuja und Eibe. Sie sind immergrün und bilden bereits nach wenigen Jahren eine dichte Hecke. Wer eine heimische Alternative bevorzugt, wählt Hainbuche oder Rotbuche. Beide verlieren zwar im Frühjahr ihr altes Laub, bieten durch das lange haftende Herbstlaub aber auch im Winter einen guten Sichtschutz.

Kann man eine Hecke auch im Frühjahr pflanzen?

Ja, eine Hecke kann auch im Frühjahr gepflanzt werden. Besonders Containerpflanzen lassen sich von März bis Mai problemlos setzen, solange der Boden frostfrei ist. Allerdings benötigen frisch gepflanzte Hecken in den ersten Monaten mehr Wasser als bei einer Herbstpflanzung. Die beste Pflanzzeit bleibt deshalb der Herbst, weil die Pflanzen bis zum Frühjahr bereits neue Wurzeln bilden können.

Wie oft muss eine neue Hecke gegossen werden?

Frisch gepflanzte Hecken sollten im ersten Standjahr regelmäßig gewässert werden. In den ersten Wochen empfiehlt sich ein- bis zweimal pro Woche eine durchdringende Bewässerung mit etwa 10 bis 15 Litern Wasser je Pflanze. Während längerer Trockenperioden kann häufigeres Gießen notwendig sein. Wichtig ist, lieber seltener und dafür gründlich zu wässern, damit die Wurzeln tief in den Boden wachsen.

Welche Hecke ist winterhart?

Zu den besonders winterharten Heckenpflanzen gehören Eibe, Hainbuche, Rotbuche, Liguster und Thuja. Sie vertragen auch längere Frostperioden problemlos. Kirschlorbeer gilt ebenfalls als winterhart, einzelne Sorten können bei sehr strengen Frösten jedoch Blattschäden bekommen. Achten Sie deshalb beim Kauf auf eine für Ihren Standort geeignete Sorte.

Welche Hecke ist für kleine Gärten geeignet?

Für kleine Gärten eignen sich schmal wachsende oder langsam wachsende Hecken besonders gut. Beliebt sind Eibe, Glanzmispel, Stechpalme (Ilex) sowie kleinbleibende Kirschlorbeersorten wie ‘Etna’ oder ‘Genolia’. Diese benötigen weniger Rückschnitt und nehmen nur wenig Platz ein. Auch Liguster lässt sich durch regelmäßiges Schneiden schmal und kompakt halten.

Welche Hecke ist bienenfreundlich?

Für einen insektenfreundlichen Garten eignen sich blühende Heckenpflanzen wie Liguster, Weißdorn, Feldahorn oder Hainbuche in Kombination mit weiteren heimischen Sträuchern. Während der Blüte liefern insbesondere Liguster und Weißdorn reichlich Nektar und Pollen und werden deshalb gerne von Bienen, Hummeln und anderen Bestäubern angeflogen. Reine Sichtschutzhecken aus Kirschlorbeer oder Thuja bieten dagegen weniger Nahrung und Lebensraum. Eine abwechslungsreiche Hecke aus verschiedenen heimischen Gehölzen trägt am meisten zur Artenvielfalt im Garten bei.

Heimische Blühhecken für Insekten.
Corinna Fröhling, Redakteurin für Kosten und Sanierung

Verfasst von

Corinna Fröhling Redakteurin für Kosten und Sanierung

Corinna Fröhling verantwortet als Redakteurin einen Großteil der Kosten-Ratgeber auf Blauarbeit und prüft neue Beiträge vor der Veröffentlichung. Seit 2019 schreibt sie über Kosten und Preise rund um Haus, Garten und Sanierung, daneben quer durch alle Gewerke. Ihr Anspruch: Preisspannen, mit denen man wirklich planen kann, statt Lockangebote und Schaufensterzahlen.

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