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Holzterrassendielen werden von der Sonne angestrahlt

Terrassendielen verlegen lassen und die Kosten im Überblick

Lesedauer 8 Minuten

Terrassendielen verlegen zu lassen kostet 100 bis 270 € pro m², je nach Holzart. Auf den Arbeitslohn entfallen davon 45 bis 85 €, der Rest geht in Gründung, Unterkonstruktion und Dielen. Anders als bei Platten steckt der Aufwand nicht im Erdbau, sondern in der Unterkonstruktion.

Woraus setzen sich die Kosten zusammen?

Blockje m²was dazugehört
Gründung, Material15 bis 40 €Punktfundamente oder Gehwegplatten, Splittbett, Unkrautvlies
Unterkonstruktion, Material18 bis 45 €Balken, Stelzlager, Verbinder, Justierung
Dielen inklusive Befestigung25 bis 100 €Material, Clips oder Schrauben, Verschnitt
Arbeitslohn45 bis 85 €Gründung, Unterkonstruktion, Verlegen

Der Arbeitslohn verteilt sich ungefähr hälftig auf Gründung samt Unterkonstruktion und das Verlegen der Dielen selbst. Wer nur die Dielen tauschen lässt, zahlt 30 bis 60 € pro m² für die Arbeit. Gründung und Unterkonstruktion entfallen, dafür kommen der Rückbau der alten Dielen und das Nacharbeiten der Balken hinzu, zusammen etwa 10 bis 20 € je m² über dem reinen Verlegen.

Was kostet das Dielenmaterial?

Materialje m²Haltbarkeit
Kiefer, kesseldruckimprägniert15 bis 30 €8 bis 12 Jahre
Douglasie30 bis 55 €12 bis 18 Jahre
Lärche, sibirisch35 bis 60 €15 bis 20 Jahre
Bangkirai45 bis 80 €20 bis 25 Jahre
Thermoesche60 bis 100 €20 bis 30 Jahre
WPC, Vollprofil45 bis 95 €20 bis 25 Jahre

Liegt eine Diele auf der Erde auf oder staut sich Wasser unter der Konstruktion, verkürzt sich die Haltbarkeit drastisch, unabhängig vom Preis des Holzes. Welche Holzart zu welchem Standort passt, steht unter Holzterrasse Kosten.

Holz- oder Aluminiumunterkonstruktion?

An der Unterkonstruktion wird gern gespart, und sie entscheidet darüber, wie lange die Terrasse hält. Bei Bangkirai, Thermoesche und WPC hält eine Holzunterkonstruktion kürzer als der Belag darüber, der teure Boden liegt dann auf dem Bauteil, das zuerst aufgibt.

VergleichswerteHolzAluminium
Material je m²18 bis 30 €30 bis 45 €
Lebensdauer10 bis 20 Jahreüber 30 Jahre
Bauhöheab 8 cm mit Auflagerab 5 cm
Verzugarbeitet mit der Feuchtemaßhaltig
WPC Dielen in grau

Bei WPC-Dielen ist Aluminium der übliche Weg, weil weder WPC noch Aluminium auf Feuchte arbeiten und die Konstruktion dann so lange hält wie der Belag. Bei Kiefer- oder Douglasiedielen steht der Mehrpreis in keinem Verhältnis zur Nutzungsdauer. Hier reicht Holz, gern eine haltbarere Art als die des Belags. Der Aufbau im Detail steht unter Aufbau der Unterkonstruktion.

Beispielrechnung für 20 m²

Douglasie auf Holzunterkonstruktion, Gründung auf Gehwegplatten im Splittbett:

PositionBetrag
Aushub, Splittbett, Vlies, Auflagerplatten300 bis 800 €
Unterkonstruktion Lärche mit Verbindern400 bis 600 €
Douglasiedielen inklusive 8 % Verschnitt650 bis 1.190 €
Edelstahlschrauben oder Clips100 bis 250 €
Arbeitslohn komplett900 bis 1.700 €
Gesamt2.350 bis 4.540 €

Das sind 118 bis 227 € pro m². Bangkirai ist teurer als Douglasie, man sollte hier mit 970 bis 1.730 € rechnen, die Gesamtsumme steigt damit um 320 bis 540 €.

Dielen tauschen oder Boden erneuern?

Bei einer 15 Jahre alten Terrasse steht diese Frage fast immer im Raum, und die Antwort hängt vom Zustand der Unterkonstruktion ab, nicht vom Aussehen der Dielen. Graue, ausgewaschene Oberflächen sind ein optisches Thema und kein Grund für eine Neuverlegung. Entgrauen und Ölen stellt den alten Farbton wieder her.

Prüfen Sie die Balken an drei Stellen mit einem Schraubendreher: an den Auflagepunkten, an den Stirnseiten und dort, wo die Fläche am wenigsten Sonne bekommt. Lässt sich die Klinge mehr als 5 mm eindrücken, ist das Holz weich und der Balken trägt nicht mehr zuverlässig. Sind einzelne Balken betroffen, tauscht ein Betrieb sie für 25 bis 45 € je laufendem Meter aus. Ist mehr als ein Drittel weich, sollte man den ganzen Boden ersetzen.

FallKosten je m²
Dielen abschleifen und neu ölen15 bis 35 €
Nur Dielen erneuern, Konstruktion bleibt50 bis 165 €
Kompletter Neuaufbau100 bis 270 €

Beim reinen Dielentausch sollten Sie einkalkulieren, dass die alten Schraublöcher nicht zur neuen Diele passen und die Balkenoberseite oft nachgearbeitet werden muss. Wer dabei gleich Terrassenpads zwischen Balken und Diele legt, verlängert die Lebensdauer der Konstruktion um Jahre, weil sich dort kein Wasser mehr staut. Material dafür: 2 bis 4 € je m².

Geriffelt oder glatt: Was bewährt sich im Alltag?

Geriffelte Dielen kosten dasselbe wie glatte, verhalten sich im Alltag aber anders. In den Rillen sammeln sich Pollen, Laubreste und Feuchtigkeit, die Fläche vergrünt schneller und lässt sich schlechter reinigen. Die erhoffte Rutschsicherheit stellt sich nur ein, wenn die Rillen quer zur Laufrichtung liegen, was beim üblichen längs verlegten Belag selten der Fall ist.

Die meisten Dielen sind ohnehin Wendedielen mit einer glatten und einer geriffelten Seite. Praktisch bewährt hat sich die glatte Seite oben, weil sie sich mit dem Schrubber in einem Zug reinigen lässt. Wichtiger als das Profil ist die Holzart: Bangkirai und Thermoesche splittern seltener als imprägnierte Kiefer, was auf einer Terrasse mit barfuß laufenden Kindern der entscheidende Punkt ist.

Welche Posten fehlen im Angebot oft?

  • Edelstahlschrauben. A2 kostet das Dreifache von verzinktem Stahl, ist bei Eiche und Bangkirai aber äußerst wichtig, weil die Gerbsäure verzinkte Schrauben angreift und schwarze Ränder erzeugt.
  • Randabschluss. Blenden oder Winkelprofile schließen die Stirnseiten, 15 bis 35 € je laufendem Meter.
  • Erstbehandlung. Öl auf allen Seiten vor dem Verlegen, Material 3 bis 6 € je m² plus Arbeitszeit.
  • Ausgleich bei Gefälle. Steht die Fläche schief, braucht es höhenverstellbare Lager statt fester Auflager, 8 bis 20 € je m² zusätzlich.
  • Entsorgung des alten Terrassenbelags. Kesseldruckimprägniertes Altholz fällt unter Altholzkategorie A IV und muss getrennt von unbehandeltem Holz erfasst werden. Ein 5-m³-Container dafür kostet 350 bis 500 €, viel mehr als der normale Altholzcontainer. Bangkirai oder unbehandelte Lärche gehen in die günstigere Sammlung.

Häufige Fragen

Wie viel kostet es, Terrassendielen verlegen zu lassen?

Die Kosten hängen vor allem von Holzart, Dielenbreite, Unterkonstruktion und dem vorhandenen Untergrund ab. Für eine Holzterrasse inklusive Unterkonstruktion, Montage und Befestigung sollten Sie grob mit 100 bis 270 € pro m² rechnen. Hochwertige Hölzer, aufwendige Unterkonstruktionen oder ein schwieriger Untergrund können den Preis erhöhen.

Bei WPC liegen die Gesamtkosten in einer ähnlichen Größenordnung. Neben den Dielen fallen hier meist höhere Kosten für die Unterkonstruktion an.

Wie viel kann ich beim Bau einer Terrasse in Eigenleistung sparen?

Bei einer Fläche von 20 m² können Sie durch Eigenleistung etwa 900 bis 1.700 € an Arbeitskosten sparen. Für den Bau sollten Sie zu zweit ca. sechs Tage einplanen, sofern der Untergrund eben ist und keine aufwendigen Aussparungen erforderlich sind.

Die Arbeiten selbst sind gut machbar. Fehler entstehen eher bei der Planung: Stimmen Balkenabstände oder Gefälle nicht, zeigen sich die Folgen oft erst nach der Montage der Dielen.

Eine ausführliche Anleitung finden Sie im Ratgeber zum Holzterrasse bauen.

Welcher Abstand zwischen den Unterkonstruktionsbalken ist richtig?

Der zulässige Abstand richtet sich nach Material, Dielenstärke und Herstellerangaben. Für 21 mm starke Holzdielen werden häufig etwa 40 cm gewählt, bei 25 mm starken Dielen etwa 50 cm.

Bei manchen Harthölzern und Thermoholz sind kleinere Abstände sinnvoll. Thermoesche wird beispielsweise häufig mit rund 35 cm Achsabstand verlegt. Auch WPC-Dielen benötigen je nach Produkt oft 35 bis 40 cm.

Entscheidend sind die Montagevorgaben des Herstellers. Ein zu großer Abstand kann zu durchbiegenden Dielen führen und außerdem die Garantie gefährden.

Braucht eine Holzterrasse ein Gefälle?

Ja. Eine Terrasse sollte so geplant werden, dass Regenwasser vom Gebäude weg ablaufen kann. Bei Holzdielen wird häufig ein Gefälle von etwa 1 bis 2 % vorgesehen.

Bei geriffelten Dielen sollte die Verlegerichtung ebenfalls berücksichtigt werden. Wasser muss zwischen den Dielen und unter dem Belag ablaufen können. Deshalb darf die Unterkonstruktion nicht direkt auf einer geschlossenen Fläche ohne ausreichende Entwässerungsmöglichkeit liegen.

Wie lange hält eine Terrasse aus Holz?

Die Lebensdauer hängt von Holzart, Konstruktion, Feuchtigkeit und Pflege ab. Entscheidend ist vor allem, dass Wasser schnell ablaufen kann und die Dielen nicht dauerhaft feucht bleiben.

Harthölzer wie Bangkirai können bei einer gut geplanten Konstruktion mehrere Jahrzehnte halten. Weichere Hölzer benötigen mehr Schutz und können eine kürzere Lebensdauer haben. Auch bei langlebigen Holzarten müssen Sie mit Vergrauung, Rissbildung und Veränderungen der Oberfläche rechnen.

Ist WPC auf Dauer günstiger als Holz?

Beim Kaufpreis liegen hochwertige WPC-Dielen etwa auf dem Niveau guter Harthölzer. Die Unterkonstruktion aus Aluminium kann bei WPC zusätzliche Kosten verursachen und etwa 12 bis 15 € pro m² mehr kosten als eine Konstruktion aus Holz.

Dafür entfällt das regelmäßige Ölen der Oberfläche. Über viele Jahre können sich die höheren Anschaffungskosten dadurch teilweise ausgleichen. Welche Variante günstiger ist, hängt deshalb nicht nur vom Materialpreis, sondern auch von Pflegeaufwand und gewünschter Lebensdauer ab.

Weitere Informationen finden Sie im Ratgeber zu WPC-Terrassen-Kosten.

Kann man Terrassendielen auf einer alten Betonterrasse verlegen?

Ja, eine vorhandene Betonfläche kann eine gute Grundlage sein. Die Unterkonstruktion darf jedoch nicht dauerhaft direkt auf dem Beton liegen. Stelzlager, Gummipads oder geeignete Abstandhalter schaffen den nötigen Abstand und ermöglichen den Wasserablauf.

Vor der Montage sollte geprüft werden, ob die Betonfläche ausreichend Gefälle hat und keine größeren Schäden oder stehendes Wasser aufweist.

Wie viel Platz braucht eine Holzterrasse unter einer Tür?

Die verfügbare Höhe sollte vor dem Kauf der Dielen geprüft werden. Für Dielen, Unterkonstruktion und Auflager benötigen Sie meist mehrere Zentimeter Aufbauhöhe. Bei einer niedrigen Türschwelle kann der Platz daher knapp werden.

Besonders bei einer Terrasse direkt an der Hauswand spielt außerdem die Abdichtung des Türanschlusses eine Rolle. Eine Entwässerungsrinne vor der Tür kann bei niedrigen Anschlusshöhen erforderlich sein. Die konkrete Ausführung sollte zur vorhandenen Abdichtung und zur Türsituation passen.

Wie wird eine Holzterrasse auf Beton befestigt?

Die Unterkonstruktion kann auf geeigneten Auflagern oder Stelzlagern auf der Betonfläche liegen. Eine starre Befestigung der Holzbalken direkt auf dem Beton ist wegen der Feuchtigkeit ungünstig.

Wichtig sind ausreichend viele Auflager, ein funktionierender Wasserablauf und ein Abstand zwischen Holz und Beton. Die Konstruktion sollte außerdem so geplant werden, dass einzelne Bauteile später kontrolliert und bei Bedarf ausgetauscht werden können.

Welche Unterkonstruktion ist für Terrassendielen geeignet?

Für Holzterrassen wird häufig eine Unterkonstruktion aus demselben oder einem ähnlich dauerhaften Holz wie die Dielen verwendet. Aluminium ist eine weitere Möglichkeit und wird vor allem bei WPC-Terrassen eingesetzt.

Die Unterkonstruktion muss zur Dielenart passen. Dabei spielen Balkenabstand, Befestigungssystem, Aufbauhöhe und die vorhandene Fläche eine Rolle. Bei einer Terrasse auf Beton kommen zusätzlich Stelzlager oder geeignete Auflager hinzu.

Muss man Terrassendielen vor dem Verlegen ölen?

Das hängt von der Holzart und dem gewünschten Erscheinungsbild ab. Eine unbehandelte Holzterrasse kann vergrauen, ohne dass dadurch automatisch ihre Haltbarkeit beeinträchtigt wird. Öl kann die ursprüngliche Farbe länger erhalten und die Oberfläche pflegen.

Vor dem Ölen sollten Sie die Angaben des Dielenherstellers beachten. Bei einigen Produkten ist eine Behandlung erst nach einer gewissen Bewitterungszeit vorgesehen.

Was ist günstiger: Holzterrasse oder WPC-Terrasse?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht. Bei den Dielenpreisen können sich Holz und WPC je nach Qualität und Ausführung ähneln. Bei WPC kommen häufig höhere Kosten für die Unterkonstruktion hinzu, während Holz regelmäßige Pflegearbeiten verursachen kann.

Für den Preisvergleich sollten Sie deshalb immer die komplette Terrasse betrachten: Dielen, Unterkonstruktion, Befestigung, Untergrund, Montage und spätere Pflege.

Wie lange dauert es, Terrassendielen verlegen zu lassen?

Eine einfache Terrasse mit etwa 20 m² kann innerhalb weniger Arbeitstage fertiggestellt werden. Mehr Zeit benötigen Flächen mit aufwendigem Untergrund, vielen Aussparungen, Treppen, Randabschlüssen oder einer neuen Gründung.

Bei einer bestehenden Betonterrasse entfällt ein großer Teil der Erd- und Gründungsarbeiten. Das kann die Bauzeit verkürzen.

Was kostet die Unterkonstruktion einer Holzterrasse?

Die Kosten hängen vom Material und von der Konstruktion ab. Neben den Balken gehören Auflager, Stelzlager oder Gummipads sowie Befestigungsmittel zur Unterkonstruktion. Bei einer Terrasse auf Beton können diese Bauteile einen größeren Anteil der Gesamtkosten ausmachen.

Bei der Kalkulation sollten Sie außerdem den höheren Materialbedarf durch kleinere Balkenabstände berücksichtigen, wenn die gewählten Dielen eine engere Unterstützung benötigen.

Welche Terrassendielen sind am langlebigsten?

Harthölzer wie Bangkirai, Garapa oder bestimmte andere widerstandsfähige Holzarten können bei geeigneter Konstruktion eine lange Lebensdauer erreichen. Auch WPC ist für eine lange Nutzungsdauer ausgelegt und benötigt weniger Oberflächenpflege.

Die Haltbarkeit hängt jedoch nicht allein von der Dielenart ab. Entscheidend sind auch eine gut geplante Unterkonstruktion, ausreichender Abstand zum Untergrund, funktionierender Wasserablauf und die richtige Befestigung.

Was muss ich beim Verlegen von Terrassendielen beachten?

Neben dem richtigen Balkenabstand sind vor allem Gefälle, Hinterlüftung, Wasserablauf und der Abstand zum Gebäude wichtig. Die Dielen sollten nicht dauerhaft nass liegen und die Unterkonstruktion muss ausreichend Auflagepunkte haben.

Bei der Planung sollten Sie außerdem Randabschlüsse, Anschlüsse an Türen und Wände sowie mögliche Höhenunterschiede berücksichtigen. Gerade diese Punkte können später nur mit großem Aufwand geändert werden.

Bilder: Canva

Corinna Fröhling, Redakteurin für Kosten und Sanierung

Verfasst von

Corinna Fröhling Redakteurin für Kosten und Sanierung

Corinna Fröhling verantwortet als Redakteurin einen Großteil der Kosten-Ratgeber auf Blauarbeit und prüft neue Beiträge vor der Veröffentlichung. Seit 2019 schreibt sie über Kosten und Preise rund um Haus, Garten und Sanierung, daneben quer durch alle Gewerke. Ihr Anspruch: Preisspannen, mit denen man wirklich planen kann, statt Lockangebote und Schaufensterzahlen.

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