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Einen Schornstein zu verkleiden kostet je nach Material und Region meist 900 bis 1.200 € an Arbeitslohn, dazu kommt das Material ab 15 € pro m² für Kunststoff bis 80 € pro m² für Metall. Die Verkleidung schützt den Schornsteinkopf vor Witterung und verhindert, dass Feuchtigkeit das Mauerwerk schädigt. Hier erfahren Sie, welche Materialien sich eignen, wie der Fachbetrieb vorgeht und warum sich der Vergleich mehrerer Angebote lohnt.
Wann lohnt sich die Verkleidung des Schornsteins?
Die Verkleidung Ihres Schornsteins ist immer eine Maßnahme für den Werterhalt oder die Wertsteigerung Ihres Gebäudes. Schädliche Einflüsse von Regen bis Schnee können Zustand und Funktion des Schornsteins schleichend einschränken oder zu einer Verrottung von Schornstein und Mauerwerk beitragen.
Gerade in niederschlagsreichen Regionen ist das Verkleiden des Schornsteins dem Verputzen vorzuziehen. Im Putz können mit der Zeit Risse entstehen, durch die sich Wasser seinen Weg in die Bausubstanz bahnt. Das gilt umso mehr, wenn das mehrschichtige Verputzen in Eigenregie und ohne die Erfahrung eines Fachbetriebs erfolgt ist. Sinnvoll ist die Verkleidung auch, wenn Sie ohnehin einen Schornstein nachrüsten oder aufstocken lassen: Dann erledigt der Betrieb beide Arbeiten in einem Zug.
Anfallende Kosten im Überblick
Die Kosten beim Verkleiden des Schornsteins hängen wesentlich vom gewählten Material ab. Die preiswerteste Lösung ist die Verkleidung mit Kunststoff, hier sollten Sie an Materialkosten 15 € pro m² Fläche einplanen. Schiefer und Faserzementplatten sind beliebte Alternativen im mittleren Preisbereich zwischen 20 und 30 € pro m². Hochwertige Lösungen aus Metall, von Kupfer bis Edelstahl, kosten im Durchschnitt 50 bis 80 € pro m².
Wer nicht selbst kalkulieren möchte, findet im Fachhandel aufeinander abgestimmte Komplettsysteme. Deren Preise richten sich nach der Höhe des Schornsteins: Für einen 100 cm hohen Schornstein rechnen Sie zwischen 250 und 350 €, größere Schornsteine mit 250 cm kosten im System zwischen 400 und 500 €.
Für die Arbeitskosten erstellt Ihnen jeder Fachbetrieb ein pauschales Angebot für das gesamte Projekt. Die Höhe hängt von Ihrer Wohnregion und den baulichen Besonderheiten Ihrer Immobilie ab, gehen Sie grob von durchschnittlich 900 bis 1.200 € aus. Die Lohnkosten können Sie häufig zu 20 % bis zur Obergrenze von 1.200 € pro Jahr steuerlich absetzen. Ist der Schornstein selbst marode, reicht eine Verkleidung allein nicht mehr: Die Preise für die grundlegende Instandsetzung zeigt der Ratgeber zu den Kosten der Schornsteinsanierung.
Welche Materialien sind zur Verkleidung geeignet?
Die genannten Materialien unterscheiden sich nicht nur im Preis, sondern auch in ihren Eigenschaften. Ein kompakter Überblick:
- Kunststoff: Preiswert, widerstandsfähig und leicht. Nachteile sind die schlichtere Optik und die geringere Robustheit im Vergleich zu anderen Materialien.
- Schiefer: Ein natürlicher Klassiker im mittleren Preisbereich. Die dunkle Optik sollte allerdings zum Gesamtbild Ihrer Immobilie passen.
- Faserzementplatten: Robust, langlebig und einfach zu verarbeiten. Im mittleren Preisbereich der ideale Kompromiss für die meisten Ansprüche.
- Klinker: Ein traditionelles Material, das wie an der Klinkerfassade für Robustheit und zeitlose Optik steht. Am Schornsteinkopf ist Klinker jedoch anfälliger für Feuchtigkeit und deshalb weniger für sehr regenreiche Regionen geeignet.
- Metall: Für viele Bauherren die Premiumlösung, was sich im Preis widerspiegelt. Zink, Kupfer und Edelstahl sind besonders langlebig und haben eine unverkennbare Optik.
Ablauf der Verkleidung Schritt für Schritt
Fachbetriebe gehen bei der Verkleidung des Schornsteins nach einem erprobten Schema vor:
- Zuerst wird der Schornstein umfassend geprüft und bei Schäden oder fehlender Höhe neu aufgemauert. Was solche Mauerarbeiten kosten, lesen Sie im eigenen Ratgeber.
- Dann montiert der Betrieb eine Unterkonstruktion, im Regelfall aus angeschraubten Dachlatten mit Schalbrettern oder OSB-Platten. Bei einer Ummauerung mit Klinker entfällt diese Konstruktion.
- Nun werden Bleche für die sichere Ableitung von Regenwasser angebracht und anschließend die Elemente aus Faserzement, Kunststoff oder Metall montiert. Das maßgenaue Einpassen der Teile vor Ort gehört in erfahrene Hände.
- Abschließend werden die Elemente je nach Material verlötet, vernietet oder abgedichtet. Zum Schluss folgt die obere Abdeckung, damit kein Regenwasser direkt in den Kamin eindringt.
Welche Vorschriften sind einzuhalten?
Neben den allgemeinen Vorschriften zur Höhe des Schornsteins und zum Einsatz feuerbeständiger Materialien der Widerstandsklasse F90 muss eine ausreichende Hinterlüftung sichergestellt sein. Bei dichter Bebauung oder Hanglage können gesonderte Vorgaben für die Positionierung des Kamins gelten.
Eine Baugenehmigung ist im Regelfall nötig, da die Verkleidung die Optik des Gebäudes verändert. Suchen Sie deshalb frühzeitig den Kontakt zum zuständigen Bauamt. Nach getaner Arbeit nimmt der Schornsteinfeger die Verkleidung ab, hier zeigt sich schnell, ob laienhaft gearbeitet wurde. Was der Bezirksschornsteinfeger für seine Leistungen verlangt, steht im Ratgeber zu den Schornsteinfegerkosten.
Fachbetriebe vergleichen und Kosten optimieren
Da Ihr Schornstein nach der Verkleidung vom Schornsteinfeger abgenommen wird, sollten Sie bei der Ausführung keine Risiken eingehen. Geeignete Handwerksbetriebe, die die Verkleidung fachgerecht und kostenbewusst übernehmen, finden Sie bei Blauarbeit. Vergleichen Sie in Ruhe Leistungen und Preise, um den besten Fachbetrieb in Ihrer Nähe auszuwählen.
Häufige Fragen zum Verkleiden des Schornsteins
Was kostet es, einen Schornstein verkleiden zu lassen?
Rechnen Sie mit 900 bis 1.200 € Arbeitslohn plus Material. Kunststoff kostet ab 15 € pro m², Schiefer und Faserzement 20 bis 30 € pro m², Metall 50 bis 80 € pro m². Komplettsysteme aus dem Fachhandel liegen je nach Schornsteinhöhe bei 250 bis 500 €.
Welches Material eignet sich am besten?
Faserzementplatten bieten für die meisten Häuser das beste Verhältnis aus Preis, Haltbarkeit und Verarbeitung. Schiefer punktet mit natürlicher Optik, Metall mit maximaler Langlebigkeit. In sehr regenreichen Regionen ist Klinker weniger geeignet, weil er am exponierten Schornsteinkopf dauerhaft Feuchtigkeit aufnehmen und Frostschäden entwickeln kann.
Kann ich den Schornstein selbst verkleiden?
Davon ist abzuraten. Die Arbeit findet auf dem Dach statt, die Materialien müssen der Widerstandsklasse F90 entsprechen, und am Ende nimmt der Schornsteinfeger die Verkleidung ab. Eine laienhafte Ausführung fällt dabei sofort auf und zieht teure Nachbesserungen bei Abnahme und Wartung nach sich.
Muss die Verkleidung abgenommen werden?
Ja, nach Abschluss der Arbeiten prüft der Schornsteinfeger die Verkleidung. Er kontrolliert unter anderem Hinterlüftung, Materialeignung und den sicheren Abzug der Abgase. Stellt er Mängel fest, müssen diese nachgebessert werden, bevor der Schornstein und die angeschlossene Feuerstätte weiter betrieben werden dürfen.




