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Jemand dreht an einem Heizungsentlüftungsschlüssel, um die Heizung zu entlüften

Heizung entlüften: Anleitung in 5 Schritten

Lesedauer 3 Minuten

Letzte Aktualisierung am 11. Juni 2026

Heizkörper entlüften in 5 Schritten

  1. Umwälzpumpe abschalten (bei Zentralheizung) und 30 bis 60 Minuten warten, damit sich die Luft oben im Heizkörper sammelt
  2. Thermostat voll aufdrehen, damit das Ventil öffnet
  3. Entlüftungsventil ansetzen: Mit dem Vierkant-Entlüftungsschlüssel (Baumarkt, 2 bis 5 €) das Ventil seitlich oben am Heizkörper eine Vierteldrehung öffnen – Becher oder Tuch darunterhalten
  4. Luft entweichen lassen, bis Wasser in gleichmäßigem Strahl austritt – dann sofort schließen
  5. Anlagendruck prüfen: Nach dem Entlüften mehrerer Heizkörper am Manometer kontrollieren – der Zeiger sollte im grünen Bereich stehen (Einfamilienhaus typisch 1,5 bis 2 bar), sonst Wasser nachfüllen

Entlüften ohne Schlüssel: Diese Alternativen funktionieren

Viele Ventile lassen sich mit einem Schlitzschraubendreher oder einer Kombizange öffnen – vorsichtig drehen, das Messing ist weich. Moderne Heizkörper haben teils Rändelventile für den Handbetrieb. Auf Dauer lohnt der passende Schlüssel oder ein automatischer Entlüfter (8 bis 20 €), der Luft selbstständig ablässt.

Heizung wird trotz Entlüften nicht warm?

  • Wasserdruck zu niedrig: Unter 1 bar fördert die Pumpe nicht bis in obere Stockwerke – Wasser über den Füllhahn nachfüllen, bis das Manometer 1,5 bis 2 bar zeigt
  • Ventilstift klemmt: Thermostatkopf abschrauben und den Metallstift mit der Zange leicht gangbar machen – ein Klassiker nach dem Sommer
  • Hydraulik unausgeglichen: Werden entfernte Heizkörper nicht warm, während nahe glühen, fehlt der hydraulische Abgleich – eine Aufgabe für den Heizungsbauer (650 bis 1.250 €, teils förderfähig)
  • Umwälzpumpe defekt: Bleiben alle Heizkörper kalt bei laufendem Kessel, prüft der Fachbetrieb die Heizungspumpe

Häufige Fragen zum Entlüften

Wie oft sollte man die Heizung entlüften?

Einmal jährlich zum Start der Heizperiode – und immer dann, wenn Heizkörper gluckern oder oben kalt bleiben. Sammelt sich ständig neue Luft, deutet das auf eine undichte Stelle oder ein Problem am Ausdehnungsgefäß hin: ein Fall für den Heizungsbauer.

Muss ich danach Wasser nachfüllen?

Oft ja: Mit der Luft entweicht auch etwas Wasser, der Anlagendruck sinkt. Über den Füllschlauch am Füllhahn langsam nachfüllen, bis das Manometer 1,5 bis 2 bar zeigt – danach den Hahn fest schließen und den Schlauch abnehmen.

Darf ich als Mieter selbst entlüften?

Ja, das Entlüften der Heizkörper in der Wohnung gehört zum normalen Gebrauch. Das Nachfüllen der Zentralheizung ist dagegen Sache des Vermieters oder Hausmeisters – melden Sie dauerhaft kalte Heizkörper der Hausverwaltung.

Bildquelle: vegefox.com / stock.adobe.com

Die Heizung gluckert und Sie haben das Gefühl, dass sie nicht mehr richtig warm wird? Dann ist der Grund wahrscheinlich Luft im u003ca href=u0022https://ratgeber.blauarbeit.de/heizung/heizkoerperu0022 data-type=u0022postu0022 data-id=u00229557u0022u003eHeizkörperu003c/au003e und eine Heizungsentlüftung kann helfen. Nach dem Entlüften der Heizung müssen Sie auch Heizungswasser nachfüllen. Aus diesem Grund sollte das Entlüften der Heizung in der Regel nur von Fachleuten durchgeführt werden. Ein falscher Umgang mit der Heizung kann nicht nur zu Schäden am Material, sondern auch zu gesundheitlichen Schäden führen. Ohne das nötige Wissen sollte man lieber einen u003ca href=u0022https://www.blauarbeit.de/heizungsinstallationu0022u003eHeizungs-Fachmannu003c/au003e beauftragen und einen u003ca href=u0022https://ratgeber.blauarbeit.de/dienstleister/wartungsvertrag-im-handwerku0022 data-type=u0022postu0022 data-id=u002228840u0022u003eWartungsvertrag abschließenu003c/au003e. Mit einer regelmäßigen u003ca href=u0022https://ratgeber.blauarbeit.de/heizung/heizungswartungu0022u003eHeizungswartungu003c/au003e (zum Beispiel jährlich) werden Funktionsfehler behoben, bevor sie überhaupt Probleme machen.

Gesamtzeit: 1 Stunde und 30 Minuten

Umwälzpumpe abstellen

Für eine vollständige Entlüftung muss die Umwälzpumpe abgestellt werden. Falls Sie keinen Zugang zur Umwälzpumpe haben, muss der Heizkreislauf der Wohnung geschlossen sein. Das kommt vor allem in Mietshäusern vor. Dort sollte man anstelle der selbstständigen Heizungsentlüftung lieber dem Vermieter bescheid sagen. Im Optimalfall lässt der Vermieter sowieso regelmäßig die u003ca href=u0022https://ratgeber.blauarbeit.de/heizung/heizungswartungu0022u003eHeizung wartenu003c/au003e oder holt einen u003ca href=u0022https://www.blauarbeit.de/heizungsinstallationu0022u003eHeizungs-Fachmannu003c/au003e wenn er von dem Problem erfährt.

60 Minuten warten

In dieser Zeit können die Heizkörper abkühlen. So schützt man sich vor heißem Dampf und Wasser, die beim Entlüften austreten können.

Heizkörper maximal aufdrehen

Lappen unter das Entlüftungsventil legen oder um das Ventil wickeln

Als erstes sollten die Heizungen im unteren Teil des Gebäudes entlüftet werden. Das Entlüftungsventil befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite des Thermostats.

Heizung entlüften bis Wasser austritt

Halten Sie jetzt das Gefäß unter das Entlüftungventil und halten Sie ausreichend Abstand vom Ventil, denn die austretende Luft könnte heiß sein und das Wasser könnte reizende Stoffe aus den Leitungen enthalten. Jetzt öffnen Sie es mit Entlüftungsschlüssel langsam, aber nicht komplett (viertel bis halbe Drehung gegen den Uhrzeigersinn). Am Zischen hört man schnell wann das Ventil offen ist. Irgendwann hört das Zischen auf und es tritt Wasser aus. Dann können Sie das Entlüftungsventil schließen.

Den Druck kontrollieren und bei Bedarf Heizungswasser nachfüllen

Nach der Entlüftung sollte man den Druck kontrollieren. Er liegt in der Regel zwischen ein und zwei bar, der optimale Druck hängt aber vom Gebäude ab. Ohne entsprechendes Hintergrundwissen sollte man hier lieber einen u003ca href=u0022https://www.blauarbeit.de/heizungsinstallationu0022u003eHeizungs-Experten machen lassenu003c/au003e.

Thermostat auf die gewünschte Temperatur stellen und Umwälzpumpe einschalten

Warum und wann sollte man die Heizung entlüften?

Die Wärme einer Heizung entsteht dadurch, dass im Heizkessel Wasser erhitzt wird und über ein System auf Leitungen und Rohren zu den verschiedenen Heizkörpern im Raum geführt wird. Dort gibt das Wasser die Wärme an die Umgebungsluft ab und erhitzt den Raum. Problematisch wird das ganze, wenn sich Luft im Heizkreislauf befindet, denn Luft nimmt Hitze sehr viel schlechter auf als Wasser. Dann werden die Heizkörper nicht gleichmäßig warm und die Leistung sinkt. Außerdem entstehen die störenden Gluckergeräusche, die aber auch einen wichtigen Vorteil haben: Man hört immer direkt, wenn sich Luft im Heizungssystem befindet und eine Heizungsentlüftung sinnvoll sein könnte. Wann man sie wirklich durchführt, hängt aber vor allem von der Heizleistung ab oder wenn die Gluckergeräusche zu sehr stören.

Eine Heizungsentlüftung sollte nur selten nötig sein. Wenn die Heizkörper kurz nach der Entlüftung wieder schlechter warm werden und das laute Gluckern zurückkommt, sollte man unbedingt einen Handwerker beauftragen.

Hilft Entlüften auch bei gluckernden Rohren?

Ja – das Gluckern ist Luft, die mit dem Heizungswasser durch Rohre und Heizkörper wandert. Nach dem Entlüften aller Heizkörper von unten nach oben (im Mehrgeschosser zuerst im Erdgeschoss) verschwindet das Geräusch in der Regel. Kehrt es schnell zurück, zieht die Anlage irgendwo Luft – dann sollte der Fachbetrieb Ausdehnungsgefäß und Dichtungen prüfen.

Lohnt sich der Heizkörpertausch statt ständigem Entlüften?

Wenn ein alter Heizkörper trotz Entlüften und korrektem Druck dauerhaft schwach heizt oder rostet, ist der Tausch oft die bessere Lösung – die Kosten von 255 bis 770 € pro Stück zeigt der Beitrag Heizkörper austauschen.

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