Eine professionelle Fensterreinigung kostet 2 bis 6 € pro Fenster oder 30 bis 50 € pro Stunde. Für ein Einfamilienhaus mit 20 Fenstern zahlen Sie inklusive Rahmenreinigung und Anfahrt meist 100 bis 150 €. Der genaue Preis hängt von der Fensterart, der Erreichbarkeit und dem Verschmutzungsgrad ab. Dieser Ratgeber zeigt, wie Fensterputzer abrechnen, wann sich der Profi gegenüber dem Selbstputzen lohnt und wie Sie die Kosten von der Steuer absetzen.
Preise pro Fenster und pro Stunde
Bei Privathaushalten rechnen die meisten Betriebe pro Fenster ab: Ein Standardfenster kostet innen und außen gereinigt 2 bis 4 €, aufwendige Fenster entsprechend mehr. Bei gemischten Glasflächen oder Wintergärten wird stattdessen ein Stundensatz von 30 bis 50 € angesetzt. Die üblichen Preisspannen je Fensterart im Überblick:
| Fenstertyp | Preis (innen und außen) |
|---|---|
| Standardfenster | 2-4 € pro Fenster |
| Bodentiefes Fenster, Fensterfront | 4-6 € pro Fenster |
| Sprossenfenster | 4-6 € pro Fenster |
| Dachfenster | 4-6 € pro Fenster |
| Wintergarten | nach Zeit, 30-50 € pro Stunde |
Sprossenfenster sind teurer, weil jede einzelne Scheibe eingewaschen und abgezogen werden muss. Dachfenster und schwer erreichbare Scheiben verlangen Leitern oder Teleskoptechnik und kosten deshalb ebenfalls mehr. Die Reinigung von Rahmen und Fensterbänken berechnen viele Betriebe mit 1 bis 2 € pro Fenster zusätzlich. So sieht eine typische Rechnung für ein Einfamilienhaus aus:
| Position | Kosten |
|---|---|
| 20 Standardfenster, innen und außen | 60-80 € |
| Rahmen und Fensterbänke | 20-40 € |
| Anfahrt | 20-30 € |
| Gesamt | 100-150 € |
Wie rechnen Fensterputzer ab?
Fensterputzer nutzen drei Berechnungsmodelle: den Preis pro Fenster, den Stundensatz und die Abrechnung nach Glasfläche. Der Fensterpreis ist bei Privathaushalten am verbreitetsten, weil er sich vorab genau kalkulieren lässt. Der Stundensatz von 30 bis 50 € kommt bei gemischten Aufträgen mit Wintergarten, Glastüren oder Vordächern zum Einsatz. Nach m² wird vor allem bei Gewerbeobjekten abgerechnet, üblich sind 2 bis 6 € pro m² Glasfläche. Wichtig für die Kalkulation: Die Fläche zählt doppelt, weil beide Seiten der Scheibe geputzt werden. Bei regelmäßiger Beauftragung, etwa vierteljährlich oder monatlich, sinken die Preise durch Rahmenverträge deutlich.
Diese Faktoren beeinflussen den Preis
Den größten Einfluss auf den Preis haben die Glasfläche, die Zugänglichkeit und der Verschmutzungsgrad. Die Kosten unterscheiden sich zwar je nach Betrieb und Region, die folgenden Faktoren fließen aber in jede Kalkulation ein:
- Zu reinigende Fläche = Fensterfläche mal zwei
(da die Scheiben von beiden Seiten geputzt werden) - Zugänglichkeit und Position der Scheiben
- Falls gewünscht: Reinigung von Rahmen und Fensterbänken
- Verschmutzungsgrad
- Stundenlohn
- Anfahrtskosten
- Putzmittelverbrauch
- Einsatz von schweren Geräten
Streifenfrei putzen wie ein Profi
Profis arbeiten mit Einwascher und Abzieher statt mit Tuch und Glasreiniger: Die Scheibe wird mit wenig Spülmittelwasser eingewaschen und in überlappenden Bahnen abgezogen, die Ränder trocknet ein Mikrofasertuch. Entscheidend ist auch der Zeitpunkt, denn bei praller Sonne trocknet das Wasser zu schnell und hinterlässt Schlieren. Für hohe Fenster nutzen Betriebe Teleskopstangen mit entmineralisiertem Wasser, das ohne Abziehen fleckenfrei trocknet. Wie der Beruf aussieht, welche Ausbildung dahintersteckt und mit welcher Technik gearbeitet wird, lesen Sie im Beitrag zum Berufsbild Fensterputzer.
Selbst putzen oder den Profi beauftragen?
Gut erreichbare Fenster im Erdgeschoss können Sie problemlos selbst putzen; der Profi lohnt sich bei Dachfenstern, bodentiefen Fensterfronten, Wintergärten und allen Scheiben, die nur mit Leiter erreichbar sind. Neben dem Sicherheitsrisiko spielt die Zeit eine Rolle: Wer 20 Fenster gründlich von beiden Seiten reinigt, ist gut und gerne einen halben Tag beschäftigt. Auch Glasdächer und Fotovoltaikanlagen gehören in Profihände, weil falsche Reinigungsmittel dort Schäden verursachen können.
Wer ohnehin einen Betrieb beauftragt, kann Termine bündeln: Eine Kombination mit der Fassadenreinigung spart Anfahrt und Gerätekosten. Beim Auszug übernimmt der Profi das Fensterputzen im Rahmen der Endreinigung der Wohnung gleich mit.
Fensterreinigung von der Steuer absetzen
Die Fensterreinigung im Privathaushalt zählt zu den haushaltsnahen Dienstleistungen nach §35a EStG: 20 % der Arbeits- und Fahrtkosten mindern direkt Ihre Steuerlast, bis zu 4.000 € pro Jahr. Voraussetzung sind eine Rechnung und die Zahlung per Überweisung, denn Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an. Ein Beispiel: Bei einer Rechnung über 140 € erstattet das Finanzamt 28 €.
So erkennen Sie gute Fensterputzer
Die Auswahl eines qualifizierten Betriebes ist nicht immer leicht, und ein hoher Preis heißt nicht automatisch hohe Qualität. Sie können aber auf einige Punkte achten, die Ihnen bei der Entscheidung helfen.
Vor der Auftragsvergabe
- Gibt es schlechte Bewertungen im Blauarbeit-Profil? Wenn ja, welche Probleme hatten die Bewerter?
- Für wen hat der Betrieb bis jetzt gearbeitet? Gibt es Fotos vom Ergebnis?
- Wirkt das Profil oder die Website professionell?
Auch Betriebe mit weniger hübschen Websites können sehr gute Arbeit leisten. In manchen Fällen sind sie schlicht so mit Aufträgen beschäftigt, dass keine Zeit für den Webauftritt bleibt. Gibt die Website nicht viel her, sollten Sie sich das Profil und die Bewertungen genauer anschauen. Dort finden Sie die gewünschten Informationen oft.
Während und nach dem Auftrag
- Sind die Mitarbeiter höflich und vertrauenswürdig?
- Wirkt die Ausrüstung angemessen für den Auftrag?
- Arbeiten sie schnell und effizient?
- Sind die Fensterscheiben nach der Reinigung streifenfrei und glänzend?
Fensterputzer finden und beauftragen
Sie möchten unkompliziert einen Fensterputzer finden? Dann geben Sie einfach Ihren Auftrag bei Blauarbeit ein und Sie erhalten in kurzer Zeit Angebote von Fachbetrieben für Fensterreinigung in Ihrer Nähe. Um möglichst genaue Angebote zu bekommen, sollten Sie folgende Angaben machen:
- Zu reinigende Fläche beziehungsweise Anzahl der Fenster
- Falls manche schwierig zu erreichen sind: Fotos von den entsprechenden Fenstern
- Sollen nur die Scheiben gereinigt werden oder auch Rahmen und Fensterbank?
- Professionelle Glasreinigung gewünscht? Auch andere Glasflächen im Haus können gereinigt werden
Manche Reinigungsbetriebe sind auf die Komplettreinigung von Wohnungen und anderen Gebäuden spezialisiert. Für diese Betriebe ist das Fensterputzen allein eine Zusatzleistung und kann teurer werden. Wird die Fensterreinigung dagegen regelmäßig als Teil einer Komplettreinigung durchgeführt, kann sich das preislich lohnen. Einen Überblick über Leistungen und Stundensätze der Branche gibt der Ratgeber zur professionellen Gebäudereinigung.
Häufig gestellte Fragen zu den Fensterputzerkosten
Was kostet ein Fensterputzer pro Stunde?
Ein professioneller Fensterputzer kostet 30 bis 50 € pro Stunde. Darin sind Putzmittel und die übliche Ausrüstung bereits enthalten; die Anfahrt wird meist mit 20 bis 30 € gesondert berechnet. Bei schwer erreichbaren Fenstern mit Leiter- oder Teleskopeinsatz liegt der Satz am oberen Ende der Spanne.
Wie viel kostet die Fensterreinigung im Einfamilienhaus?
Für ein Einfamilienhaus mit 20 Standardfenstern zahlen Sie inklusive Rahmenreinigung und Anfahrt etwa 100 bis 150 €. Viele Sprossen- oder Dachfenster erhöhen den Preis, weil der Arbeitsaufwand pro Fenster steigt. Ein Festpreisangebot nach Fensteranzahl schützt vor Überraschungen bei der Abrechnung.
Wie oft sollten Fenster professionell gereinigt werden?
In Privathaushalten reichen meist zwei bis vier Termine pro Jahr. An vielbefahrenen Straßen, in Pollenregionen oder bei Baustellen in der Nachbarschaft verschmutzen die Scheiben schneller, dann lohnen kürzere Intervalle. Gewerbliche Glasflächen mit Kundenverkehr werden häufig monatlich gereinigt.
Werden Rahmen und Fensterbänke mitgereinigt?
Nicht automatisch. Die meisten Betriebe kalkulieren die Rahmen- und Fensterbankreinigung als Zusatzleistung mit 1 bis 2 € pro Fenster. Klären Sie deshalb vor der Beauftragung, was im Preis enthalten ist, und lassen Sie sich den Umfang schriftlich im Angebot bestätigen.
Lohnt sich ein regelmäßiger Reinigungsvertrag für Privathaushalte?
Ja, wenn Sie mehrmals pro Jahr reinigen lassen. Bei festen Intervallen entfallen wiederholte Anfahrts- und Kalkulationskosten, viele Betriebe gewähren dann 10 bis 20 % Nachlass gegenüber Einzelterminen. Zusätzlich sichern Sie sich feste Termine in der stark nachgefragten Frühjahrs- und Herbstsaison.




