Eine professionelle Gebäudereinigung kostet 25 bis 45 € pro Stunde, die regelmäßige Unterhaltsreinigung im Büro beginnt bereits bei 20 €. Ob sich die Beauftragung lohnt, hängt weniger vom Preis als vom Einsatzzweck ab: Bei starker Verschmutzung, großen Glasflächen oder dauerhaftem Reinigungsbedarf arbeiten Fachbetriebe gründlicher und oft sogar wirtschaftlicher als die Eigenleistung. Gebäudereinigungsunternehmen übernehmen Aufträge im privaten wie im geschäftlichen Bereich, vom Einfamilienhaus bis zum Bürogebäude. Dieser Ratgeber zeigt, welche Kosten anfallen, welche Leistungen üblich sind und wann sich der Fachbetrieb wirklich rechnet.
Was kostet eine professionelle Gebäudereinigung?
Reinigungsfirmen berechnen üblicherweise 25 bis 45 € pro Stunde und Reinigungskraft. Der genaue Preis hängt von der Region, der Art der Leistung, dem Reinigungsintervall und dem Maschineneinsatz ab. Regelmäßige Aufträge sind pro Termin deutlich günstiger als Einzeleinsätze, weil sich Anfahrt und Einarbeitung auf viele Termine verteilen. Die Tabelle zeigt typische Preisspannen für 2026:
| Leistung | Üblicher Preis |
|---|---|
| Stundensatz Reinigungsfirma | 25-45 € pro Stunde |
| Unterhaltsreinigung im Büro | 20-35 € pro Stunde |
| Büroreinigung nach Fläche | 0,80-2,50 € pro m² im Monat |
| Fensterreinigung | 2-6 € pro Fenster oder 30-50 € pro Stunde |
| Fassadenreinigung | 8-25 € pro m² |
| Graffitientfernung | 15-50 € pro m² |
Hinzu kommen je nach Betrieb eine Anfahrtspauschale von 5 bis 30 € sowie teilweise ein Mindestauftragswert. Reinigungsmittel und Geräte sind bei seriösen Firmen im Stundensatz enthalten oder werden im Angebot gesondert ausgewiesen. Privathaushalte können außerdem 20 % der Arbeitskosten als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer abziehen, wenn eine Rechnung vorliegt und der Betrag überwiesen wird.
Welche Arbeiten bietet eine Reinigungsfirma an?
Reinigungsfirmen decken ein breites Spektrum ab, das von der wöchentlichen Unterhaltsreinigung über die Glasreinigung bis zur Industriereinigung reicht. Grundlage dafür ist die dreijährige Ausbildung zum Gebäudereiniger: Sie vermittelt Reinigungstechniken, Fachwissen über Reinigungs- und Desinfektionsmittel sowie den sicheren Umgang mit Hebebühnen und Hochdruckreinigern. Bei besonders hartnäckigen Verschmutzungen kommen mitunter Gefahrstoffe zum Einsatz, deren Handhabung spezielles Wissen verlangt. In der dualen Ausbildung im Handwerk lernen angehende Gebäudereiniger zudem Grundlagen in Chemie und Umweltschutz.
Zu den häufigsten Leistungen gehören:
- Unterhaltsreinigung von Wohnungen, Büros und Praxen
- Fenster- und Glasreinigung
- Fassadenreinigung und Graffitientfernung
- Treppenhausreinigung
- Grund- und Bauendreinigung
- Industriereinigung
- Möbel- und Polsterreinigung
Einige Betriebe bieten das komplette Spektrum an, andere haben sich spezialisiert, etwa auf die Teppichbodenreinigung oder die Schädlingsbekämpfung, die ebenfalls in der Ausbildung vermittelt wird.
Unterhaltsreinigung, Grundreinigung oder Sonderreinigung?
Die Gebäudereinigung unterscheidet drei Leistungsarten, und diese Wahl bestimmt den Preis stärker als jeder andere Faktor: die laufende Unterhaltsreinigung, die einmalige Grundreinigung und Sonderreinigungen für Spezialfälle.
Die Unterhaltsreinigung umfasst alle wiederkehrenden Arbeiten in festen Intervallen: Böden wischen und saugen, Sanitärräume reinigen, Oberflächen abwischen, Müll entsorgen. Weil die Abläufe eingespielt sind, ist hier der Stundensatz am niedrigsten.
Die Grundreinigung ist eine intensive Einzelmaßnahme, bei der auch Kalkränder, Grauschleier auf Böden und alte Pflegemittelschichten maschinell entfernt werden. Sie ist ein- bis zweimal pro Jahr sinnvoll und pro Termin deutlich teurer. Preise und Beispiele finden Sie im Ratgeber zu den Kosten einer Grundreinigung.
Sonderreinigungen verlangen Spezialwissen oder besondere Technik: die Bauendreinigung nach Neubau oder Sanierung, die Endreinigung der Wohnung beim Auszug, die Graffitientfernung oder die Reinigung nach einem Wasserschaden.
Putzfrau privat oder Reinigungsfirma?
Für zwei bis vier Stunden Hausarbeit pro Woche ist eine selbstständige Reinigungskraft meist die günstigere Lösung, bei größeren Objekten und festen Qualitätsansprüchen liegt die Reinigungsfirma vorn. Eine Firma stellt bei Krankheit und Urlaub eine Vertretung, ist über die Betriebshaftpflicht versichert und rechnet per Rechnung ab. Wer privat eine Reinigungskraft beschäftigt, muss sich selbst um Anmeldung und Absicherung kümmern; unangemeldete Beschäftigung gilt als Schwarzarbeit, und der Steuerbonus entfällt. Welche Stundenlöhne üblich sind und welche Anmeldewege es gibt, lesen Sie im Ratgeber zu den Kosten für eine Putzfrau.
Wann lohnt sich die Beauftragung einer Reinigungsfirma?
Eine Reinigungsfirma lohnt sich immer dann, wenn Umfang, Verschmutzungsgrad oder Erreichbarkeit die Eigenleistung übersteigen oder dauerhaft ein sauberes Umfeld gewährleistet sein muss. Vier typische Situationen zeigen das deutlich.
In Privathaushalten: Vor allem bei Extremfällen
Soll nur ein einzelner Raum wieder auf Vordermann gebracht werden, lohnt es sich meist nicht, eine professionelle Reinigungsfirma zu engagieren. Im privaten Umfeld wird vor allem dann eine Reinigungskraft gesucht, wenn ein Wohnhaus so stark verschmutzt ist, dass es allein nicht mehr sauber zu bekommen ist, etwa bei einer Messi-Wohnung. Hier arbeiten Reinigungsfirmen unter anderem mit Fachbetrieben für Entrümpelung zusammen; die üblichen Preise einer Haushaltsauflösung zeigt der Beitrag zu den Entrümpelungskosten. Auch die Schädlingsbekämpfung kann in Privathaushalten der Grund für die Beauftragung sein.
Alternativ kann eine Reinigungskraft die Wohnung oder das Haus regelmäßig säubern. Insbesondere für ältere oder beeinträchtigte Menschen ist das sinnvoll, um dauerhaft ein sauberes Zuhause zu gewährleisten.
In Mehrfamilienhäusern: Zur Gewährleistung des Hausfriedens
In Mehrfamilienhäusern kümmern sich die Mieter mitunter selbst um die Reinigung des Hausflurs. Nicht selten kommt es dabei zu regelrechten Nachbarschaftsstreits, wenn einzelne Bewohner ihrer Pflicht nur spärlich nachkommen. Für Vermieter kann es deshalb sinnvoll sein, eine Reinigungsfirma mit der Treppenhausreinigung zu beauftragen, um zum einen einen sauberen Hausflur und zum anderen den Hausfrieden zu sichern. Die Kosten lassen sich über die Nebenkosten auf die Mieter umlegen; welche Preise üblich sind, lesen Sie im Ratgeber zu den Kosten der Treppenhausreinigung.
Im geschäftlichen Bereich: Für eine gute Arbeitsatmosphäre
Im geschäftlichen Umfeld ist die professionelle Reinigung oft nicht nur sinnvoll, sondern notwendig. Als Arbeitgeber möchten Sie Ihren Angestellten einen angenehmen und hygienischen Arbeitsplatz bieten. In sehr kleinen Betrieben reicht es, regelmäßig einen Gebäudereiniger zu engagieren; in größeren Firmen sollte ein qualifizierter Fachbetrieb die laufende Büroreinigung übernehmen. Im industriellen Bereich ist eine entsprechend spezialisierte Reinigungsfirma nötig, da dort auch Kontakt zu Gefahrstoffen bestehen kann.
Im Außenbereich: Für einen guten ersten Eindruck
Die Fassadengestaltung und das äußere Erscheinungsbild eines Gebäudes prägen den Gesamteindruck, deshalb zählt auch hier ein gepflegtes Äußeres. Gerade bei größeren Häusern oder verglasten Fassaden ist eine professionelle Fensterreinigung oft nur mit Hebebühne möglich und gehört deshalb in die Hände von Reinigungsunternehmen. Gleiches gilt für die Fassadenreinigung sowie die Entfernung von Graffiti.
So vergleichen Sie Angebote für die Gebäudereinigung
Vergleichbar werden Angebote erst durch ein Leistungsverzeichnis, das alle Räume, Tätigkeiten und Intervalle einzeln auflistet. Holen Sie mindestens drei Angebote ein und bestehen Sie auf einer Besichtigung, denn seriöse Betriebe kalkulieren erst nach dem Ortstermin. Ein vollständiges Leistungsverzeichnis enthält:
- die zu reinigenden Flächen in m² samt Raumarten,
- die Tätigkeiten je Raum, etwa Böden wischen, Sanitär desinfizieren, Müll entsorgen,
- Reinigungsintervall und Zeitfenster,
- eingesetzte Maschinen und Reinigungsmittel,
- den Stundenverrechnungssatz oder eine Objektpauschale,
- die Vertretungsregelung bei Personalausfall,
- Versicherungsnachweis, Vertragslaufzeit und Kündigungsfrist.
Auffällig günstige Angebote sollten Sie hinterfragen. Die Branche unterliegt einem allgemeinverbindlichen Mindestlohn; deutlich darunter kalkulierte Stundensätze gehen fast immer zulasten der Reinigungszeit oder deuten auf nicht angemeldetes Personal hin.
Häufige Fragen zur Gebäudereinigung
Was kostet eine Gebäudereinigung pro Stunde?
Reinigungsfirmen berechnen 25 bis 45 € pro Stunde und Reinigungskraft. Die regelmäßige Unterhaltsreinigung in Büros liegt mit 20 bis 35 € darunter, Spezialleistungen wie Trockeneisstrahlen oder Graffitientfernung kosten mehr. Hinzu kommen Anfahrtspauschalen von 5 bis 30 €; regelmäßige Verträge senken den Preis pro Termin spürbar.
Kann ich die Kosten der Gebäudereinigung von der Steuer absetzen?
Ja. Privathaushalte setzen 20 % der Arbeits- und Fahrtkosten als haushaltsnahe Dienstleistung ab, maximal 4.000 € pro Jahr. Voraussetzung sind eine ordentliche Rechnung und die Zahlung per Überweisung, denn Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an. Unternehmen buchen die Reinigung als Betriebsausgabe.
Ist Gebäudereiniger ein Ausbildungsberuf?
Ja. Gebäudereiniger ist ein anerkannter Ausbildungsberuf mit dreijähriger dualer Ausbildung. Vermittelt werden Reinigungstechniken, der Umgang mit Hebebühnen und Hochdruckreinigern sowie Kenntnisse über Reinigungsmittel, Desinfektion und Gefahrstoffe. Für anspruchsvolle Arbeiten wie die Fassadenreinigung lohnt deshalb der Blick auf ausgebildetes Personal.
Wie oft sollte eine Unterhaltsreinigung stattfinden?
Das hängt von der Nutzung ab. In Büros mit Publikumsverkehr sind Sanitärräume und Küche täglich fällig, Böden ein- bis dreimal pro Woche. In Privathaushalten genügt meist ein wöchentlicher Termin, in Treppenhäusern von Mehrfamilienhäusern haben sich Intervalle von ein bis zwei Wochen bewährt.
Woran erkenne ich eine seriöse Reinigungsfirma?
Seriöse Betriebe besichtigen das Objekt vor dem Angebot, legen ein Leistungsverzeichnis vor und weisen Gewerbe und Betriebshaftpflicht nach. Warnsignale sind reine Barzahlung, ein fehlendes Impressum und Pauschalpreise ohne Besichtigung. Bewertungen und Referenzfotos im Blauarbeit-Profil geben zusätzliche Orientierung.
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