Wer die Terrasse vor Blicken schützen will, landet schnell bei 80 bis 300 € je laufendem Meter. Für 15 m Sichtschutz entlang der Terrassenseite sind das 1.200 bis 4.500 €. Der größte Kostenpunkt ist das Material.
Was kosten die Materialien im Vergleich?
| Material | Material je Meter | Mit Montage | Haltbarkeit |
|---|---|---|---|
| Nadelholz druckimprägniert | 35 bis 70 € | 80 bis 130 € | 10 bis 15 Jahre |
| Lärche oder Douglasie | 60 bis 110 € | 110 bis 180 € | 15 bis 25 Jahre |
| WPC (Verbundwerkstoff) | 80 bis 150 € | 140 bis 220 € | 20 bis 25 Jahre |
| Aluminium oder Stahl | 110 bis 220 € | 180 bis 300 € | 30 Jahre und mehr |
Man sollte die Nutzungsdauer jedoch auch beachten: Nadelholz für 100 € je Meter, das nach zwölf Jahren ersetzt wird, kostet über dreißig Jahre gerechnet mehr als Aluminium für 240 €. Dazu kommt bei Holz alle zwei bis drei Jahre ein Anstrich, siehe Holzzaun streichen und pflegen.
Welche Bauform passt zu welchem Zweck?
Nicht jeder Sichtschutz muss vollflächig dicht sein. Lamellenzäune mit schrägen Brettern nehmen Sicht von der Seite, lassen aber Licht und Luft durch, was auf kleinen Terrassen angenehmer ist. Sie kosten etwa 10 bis 20 % mehr als geschlossene Elemente.
Rankgitter mit Bepflanzung sind die günstigste Variante ab 40 € je Meter, brauchen aber zwei bis drei Jahre, bis sie wirklich blickdicht sind. Wer sofort Ruhe will, kombiniert: unten geschlossene Elemente in Sitzhöhe, darüber ein Rankgitter, das mit der Zeit zuwächst.
Welche Höhe ist zulässig?
Verbindliche bundesweite Werte gibt es nicht. Verbreitet sind 1,80 m zwischen Nachbargrundstücken und 1,20 m zur Straße, doch entscheidend ist die örtliche Satzung. Manche Gemeinden schreiben zusätzlich Material oder Farbe vor, besonders in Neubaugebieten mit Gestaltungssatzung.
Man sollte sich vorher beim Bauamt erkundigen. Was sonst noch an der Grenze gilt, etwa Abstände und die Frage nach der Ansichtsseite, behandelt der Ratgeber zum Nachbarrecht beim Zaunbau.
Welche Posten kommen zum Meterpreis dazu?
- Pfostenfundamente: 12 bis 25 € je Pfosten. Bei blickdichten Elementen zwingend einbetoniert, weil die Windlast erheblich ist
- Sockelabschluss: 15 bis 35 € je Meter, verhindert den Spalt zum Boden bei unebenem Gelände
- Tür oder Tor: ab 350 € passend zum Zaun, Details unter Preise für Gartentore
- Entsorgung des alten Zauns: 8 bis 20 € je Meter
Die Windlast wird bei Sichtschutz oft unterschätzt. Eine geschlossene Fläche von 1,80 m Höhe wirkt wie ein Segel: Bei Sturm greifen Kräfte an, die Einschlaghülsen aus dem Boden ziehen. Deshalb gehören blickdichte Zäune auf Betonfundamente, wie der Ratgeber zum Einbetonieren von Zaunpfosten zeigt.
Wie viel sparen Sie beim Selbstaufbau?
Die Montage macht bei dieser Zaunart 40 bis 50 % des Preises aus, entsprechend groß ist die Ersparnis. Für 15 m Holzsichtschutz zahlen Sie beim Betrieb 1.200 bis 1.950 €, in Eigenleistung 525 bis 1.050 € Material plus zwei Arbeitstage zu zweit.
Machbar ist das, wenn die Strecke gerade verläuft und der Boden sich graben lässt. Anspruchsvoll wird es bei Hanglage, weil jedes Element einzeln auf Höhe gesetzt und teils zugeschnitten werden muss. Auch schwere Elemente aus WPC oder Metall sind zu zweit grenzwertig, weil sie beim Einhängen exakt lotrecht gehalten werden müssen.
Welche Alternativen gibt es zum Zaun?
Eine Hecke kostet in der Anschaffung 20 bis 60 € je Meter und ist damit günstiger, braucht aber je nach Pflanzenart drei bis acht Jahre bis zur vollen Höhe und danach zweimal jährlich Schnitt. Gabionen liegen mit 120 bis 250 € je Meter im Bereich hochwertiger Zäune und wirken massiver, siehe Gabionenzaun Kosten.
Wer noch unentschlossen ist, findet die Möglichkeiten im Überblick unter Sichtschutz im Garten. Die Gesamteinordnung aller Zaunarten steht in der Preise aller Zaunarten.
Wie planen Sie die Elementaufteilung?
Sichtschutzelemente kommen in Standardbreiten von 1,80 m. Messen Sie die Strecke und teilen Sie sie durch dieses Maß: Was übrig bleibt, wird zum Passelement, das sich bei den meisten Systemen kürzen lässt. Planen Sie dieses Element an einer unauffälligen Stelle ein, nicht direkt neben der Terrasse.
Bei Bögen und Ecken brauchen Sie an jedem Richtungswechsel einen eigenen Pfosten. Weil die Elemente starr sind, lassen sich Kurven nur als Polygonzug nachbilden, was zusätzliche Pfosten und Passstücke bedeutet. Rechnen Sie je Ecke mit 60 bis 120 € Mehrkosten.
Ein häufig übersehener Punkt ist der Untergrund unter dem Element. Auf gewachsenem Boden bleibt ein Spalt von 5 bis 10 cm. Eine Sockelplatte oder ein bündig gesetzter Kantenstein schließt ihn, kostet aber 15 bis 35 € je Meter zusätzlich.
Kostenbeispiel: 15 m Terrassenabtrennung
Der häufigste Fall ist kein kompletter Grundstückszaun, sondern ein kurzes Stück blickdichter Abtrennung genau dort, wo man sitzt. 15 m in 1,80 m Höhe aus Lärche kosten im Detail:
| Position | Menge | Kosten |
|---|---|---|
| Sichtschutzelemente Lärche | 15 m | 900 bis 1.650 € |
| Pfosten mit Pfostenträgern | 9 Stück | 180 bis 450 € |
| Punktfundamente 80 cm | 9 Stück | 270 bis 450 € |
| Montage | 15 m | 450 bis 750 € |
| Abschlussleisten, Kleinteile | pauschal | 80 bis 200 € |
| Gesamt | 1.880 bis 3.500 € |
Bei kurzen Strecken fällt die Anfahrt stärker ins Gewicht als bei langen. Viele Betriebe rechnen unter 20 m eine Mindestpauschale ab, die 200 bis 400 € betragen kann.
Blickdicht heißt nicht windgeschützt
Eine geschlossene Wand hält den Blick ab, den Wind aber nur bedingt. Strömt Luft gegen eine dichte Fläche, wird sie darüber hinweggedrückt und fällt dahinter wieder ein. Der geschützte Bereich reicht deshalb oft nur zwei bis drei Meter weit, danach kann es sogar zugiger sein als ohne Wand.
Wer den Sitzplatz wirklich windberuhigt haben will, wählt Elemente mit 20 bis 30 % Durchlässigkeit, etwa Lamellen mit schmalen Schlitzen. Sie bremsen die Strömung, statt sie umzulenken und schützen dadurch eine größere Fläche. Blickdicht bleiben sie trotzdem, solange die Lamellen schräg stehen.
Was der Unterbau kostet
Sichtschutzwände bieten dem Wind eine große Angriffsfläche, weshalb die Fundamente größer ausfallen müssen als bei einem luftdurchlässigen Zaun. Statt der üblichen 25 x 25 cm sind 30 x 30 cm im Querschnitt und 80 bis 100 cm Tiefe die Regel, was je Fundament 5 bis 10 € Mehrkosten für Beton und rund 15 Minuten mehr Aushub bedeutet.
Einschlaghülsen sind bei Sichtschutz keine Alternative. Sie halten die Kippkräfte einer 1,80 m hohen geschlossenen Fläche auf Dauer nicht aus. Wie die Fundamente fachgerecht entstehen, beschreibt Zaunpfosten einbetonieren.
Halbhoher Sichtschutz als Kompromiss
Nicht jede Situation braucht eine 1,80 m geschlossene Wand. Wo es nur darum geht, den Blick vom Gehweg auf die sitzende Person zu nehmen, reichen oft 1,20 bis 1,40 m, weil Vorübergehende dann über die Kante hinweg, aber nicht auf den Sitzplatz schauen.
Das spart nicht nur Material, sondern auch beim Unterbau: Geringere Höhe bedeutet weniger Windlast und damit kleinere Fundamente. Gegenüber der Vollhöhe liegt die Ersparnis bei 25 bis 35 %.
Verbreitet ist auch die Kombination: unten ein geschlossenes Element, oben ein offener Rankaufsatz von 40 bis 60 cm. Er nimmt bepflanzt weitere Blicke, wirkt aber leichter als eine durchgehende Wand und ist genehmigungsrechtlich unkritischer.
Häufige Fragen
Ab wann gilt ein Zaun als blickdicht?
Wenn die Elemente ohne Spalt aneinanderstoßen oder sich überlappen. Bretter mit 2 cm Abstand wirken aus der Entfernung dicht, aus zwei Metern sieht man hindurch.
Wie oft muss ein Holzsichtschutz gestrichen werden?
Alle zwei bis drei Jahre bei Lasur, alle vier bis fünf bei deckender Farbe. Unbehandelte Lärche vergraut, bleibt aber funktionsfähig.
Was kostet WPC im Vergleich über zwanzig Jahre?
Man hat höhere Anschaffungskosten, dafür aber keinen Anstrich. Der vollständige Vergleich steht in WPC-Zaun Kosten.
Darf ich den Zaun direkt auf die Grenze setzen?
Nur mit Zustimmung des Nachbarn, sonst muss er vollständig auf dem eigenen Grundstück stehen. Üblich sind 5 bis 10 cm Abstand zur Grenze, damit auch das Fundament nicht übergreift.





