Zwischen 5.000 und 10.000 € kostet eine Einbauküche mit Standardausstattung, einschließlich Elektrogeräten und Montage. Für eine hochwertig ausgestattete Küche können Sie mit 10.000 bis 20.000 € rechnen. Naturstein-Arbeitsplatten, hochwertige Fronten und Markengeräte können den Preis darüber hinaus erhöhen. Eine einfache Küchenzeile ohne umfangreiche Ausstattung erhalten Sie bereits ab etwa 600 bis 1.500 €. Entscheidend für den Gesamtpreis sind daher nicht nur die Größe, sondern vor allem Ausstattung, Materialien, Elektrogeräte und Montage.
Inhalt
Woraus setzt sich der Preis zusammen?
| Posten | Anteil | Spanne bei einer 4-m-Küche |
|---|---|---|
| Schrankkorpusse und Fronten | 35 bis 45 % | 2.000 bis 4.500 € |
| Elektrogeräte | 20 bis 30 % | 1.500 bis 3.000 € |
| Arbeitsplatte | 10 bis 20 % | 600 bis 2.500 € |
| Montage und Anschlüsse | 8 bis 15 % | 500 bis 1.500 € |
| Spüle, Armatur und Zubehör | 5 bis 10 % | 300 bis 900 € |
Bei den Kosten für eine Küche bilden Schränke und Fronten meist einen großen Anteil. Die Preisunterschiede ergeben sich unter anderem aus Material, Beschichtung, Auszügen, Scharnieren und Innenausstattung. Eine Melaminharzfront liegt preislich weit unter hochwertigen Lack-, Furnier- oder Massivholzfronten.
Auch die Ausstattung der Schränke wirkt sich auf den Gesamtpreis aus. Vollauszüge, Apothekerschränke, Eckauszüge, Innenbeleuchtung und individuell angepasste Schrankelemente erhöhen den Preis gegenüber einer einfachen Ausstattung.
Bei der Arbeitsplatte reicht die Preisspanne besonders weit. Eine einfache Laminatplatte für eine 4-m-Küche kann etwa 200 bis 500 € kosten. Naturstein wie Granit kann für eine vergleichbare Fläche rund 1.500 bis 2.800 € oder mehr kosten. Weitere Informationen finden Sie unter Arbeitsplatte aus Granit und im Materialvergleich unter Küchenarbeitsplatte Material.
Was kostet die Küche nach Größe?
Als Orientierung eignet sich die Länge der Küchenzeile. Bei L-, U- und Inselküchen reicht die reine Zeilenlänge allerdings nicht aus, da zusätzliche Eckelemente, Hochschränke, Inseln und Arbeitsplatten hinzukommen.
| Küchentyp | Länge | Standardausstattung | Gehobene Ausstattung |
|---|---|---|---|
| Singleküche oder Pantryküche | bis 2 m | 1.500 bis 3.000 € | 3.000 bis 5.000 € |
| Kleine Küchenzeile | 2 bis 3 m | 3.000 bis 5.500 € | 5.500 bis 9.000 € |
| Standardküche | 3 bis 4 m | 5.000 bis 10.000 € | 10.000 bis 16.000 € |
| L-Küche | 4 bis 6 m | 7.500 bis 14.000 € | 14.000 bis 22.000 € |
| U-Küche oder Küche mit Insel | ab 6 m | 12.000 bis 20.000 € | ab 20.000 € |
Bei einer Kochinsel kommen zusätzliche Kosten für die Anschlüsse hinzu. Benötigen Kochfeld, Spüle oder andere Geräte Strom, Wasser oder Abwasser an der Insel, müssen die Leitungen bis zum vorgesehenen Standort geführt werden. Bei einer bestehenden Küche kann dafür ein Eingriff in Estrich oder Bodenaufbau erforderlich sein. Weitere Informationen finden Sie unter Kücheninsel Kosten.
Auch die Anzahl der Elektrogeräte beeinflusst den Preis. Eine Küche mit Backofen, Kochfeld, Kühlschrank und Geschirrspüler liegt preislich in einer anderen Größenordnung als eine Küchenzeile ohne Geräte.
Was kostet die Küchenmontage?
Für die Montage einer Küche können Sie je nach Umfang mit etwa 150 bis 250 € je laufendem Meter rechnen. Bei einer 4-m-Küche entspricht das etwa 600 bis 1.000 €. Zusätzliche Arbeiten an Elektro-, Wasser- oder Abwasseranschlüssen werden teilweise separat berechnet.
| Leistung | Preis |
|---|---|
| Küchenmontage je laufendem Meter | 150 bis 250 € |
| Kleine Küche komplett montieren | 200 bis 400 € |
| Mittelgroße Küche komplett montieren | 400 bis 800 € |
| Große Küche mit Kochinsel | 1.000 bis 2.000 € |
| Anschluss eines Elektroherds oder Kochfelds | 40 bis 120 € |
| Wasseranschluss und Abfluss | 60 bis 150 € |
| Anfahrt | 40 bis 90 € |
Die Preise sind Richtwerte. Bei einer aufwendigen Küche mit vielen Auszügen, Anpassungen, Hochschränken oder einer Insel kann die Montage länger dauern als bei einer einfachen Küchenzeile.
Beim elektrischen Anschluss des Kochfelds ist eine wichtige Unterscheidung erforderlich: Arbeiten an der festen elektrischen Anlage dürfen grundsätzlich nicht von Laien ausgeführt werden. Nach § 13 der Niederspannungsanschlussverordnung dürfen Arbeiten an der elektrischen Anlage hinter der Hausanschlusssicherung grundsätzlich nur durch ein in das Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragenes Installationsunternehmen ausgeführt werden.
Das betrifft insbesondere den Anschluss eines fest anzuschließenden Kochfelds. Auch bei Geräten mit geringerer Anschlussleistung sollten Sie die Herstellerangaben und die vorhandene Elektroinstallation beachten. Weitere Informationen finden Sie unter Kochfeld anschließen.
Wo lässt sich sinnvoll sparen?
Bei einer Küche gibt es mehrere Möglichkeiten, die Kosten zu reduzieren, ohne an wichtigen Funktionen zu sparen. Besonders bei Fronten, Elektrogeräten und der Küchenform lässt sich das Budget steuern.
Bei den Fronten bietet sich zunächst ein Blick auf das Material und die Oberfläche an. Hochglanzfronten können gegenüber matten oder einfacheren folierten Fronten einen Aufpreis bedeuten. Je nach Hersteller und Küchengröße können dafür mehrere hundert bis über 1.000 € zusätzlich anfallen. Fingerabdrücke und Gebrauchsspuren sind auf glänzenden Oberflächen zudem stärker sichtbar. Soll sich die Optik später ändern, können bestehende Fronten unter bestimmten Voraussetzungen foliert werden. Mehr dazu unter Küchenfronten folieren.
Auch bei den Elektrogeräten lässt sich das Budget gut steuern. Ein Backofen der mittleren Preisklasse für etwa 400 bis 700 € bietet für viele Haushalte bereits die wichtigsten Funktionen. Teurere Geräte können zusätzliche Programme, eine hochwertigere Ausstattung oder eine längere Garantie bieten, sind für den normalen Küchenalltag aber nicht zwingend erforderlich. Beim Kühlschrank spielt neben der Ausstattung die Energieeffizienz eine größere Rolle, da das Gerät rund um die Uhr in Betrieb ist.
Ein weiterer Kostenfaktor ist die Küchenform. Eine gerade Küchenzeile benötigt weniger Ecklösungen als eine L- oder U-Küche. Eckschränke benötigen je nach Ausführung spezielle Beschläge und können bei der Arbeitsplatte zusätzliche Eckverbindungen erforderlich machen. Auch der Montageaufwand kann dadurch steigen.
An zwei Stellen sollten Sie dagegen nicht allein nach dem niedrigsten Preis entscheiden. Die Arbeitsplatte muss Feuchtigkeit, Wärme und mechanischer Beanspruchung standhalten. Bei einer beschichteten Platte sind insbesondere die Ausschnitte für Spüle und Kochfeld fachgerecht abzudichten. Auch bei der Montage kommt es auf die Ausrichtung und Abdichtung an. Eine nicht korrekt ausgerichtete Arbeitsplatte kann zu Problemen an Fugen und Anschlüssen führen.
Welche Ausstattung kostet was?
Bei zusätzlichen Ausstattungen zählt neben dem Kaufpreis vor allem die Nutzung im Alltag.
| Ausstattung | Aufpreis | Sinnvoll, wenn |
|---|---|---|
| Auszüge statt Drehtüren | 40 bis 90 € je Schrank | Sie häufig auf den Inhalt zugreifen |
| Dämpfung an Türen und Auszügen | 5 bis 15 € je Element | die Funktion nicht bereits serienmäßig enthalten ist |
| Apothekerauszug | 150 bis 400 € | schmale Schränke genutzt werden sollen |
| Eckkarussell | 120 bis 350 € | der Stauraum einer Ecke besser genutzt werden soll |
| Sockelblende mit Dichtlippe | 15 bis 30 € je Meter | der Sockelbereich vor Feuchtigkeit geschützt werden soll |
| Griffloses System mit Push-to-open | 300 bis 900 € | eine grifflose Optik gewünscht ist |
| Beleuchtung unter den Oberschränken | 80 bis 250 € | der Arbeitsbereich besser ausgeleuchtet werden soll |
Auszüge bieten bei Unterschränken einen praktischen Vorteil, weil der Inhalt von vorne erreichbar ist. Bei Drehtüren müssen Sie dagegen in den Schrank hineingreifen. Der Aufpreis hängt von der Anzahl und Ausführung der Schränke ab. Bei zehn Unterschränken mit Auszügen können gegenüber einfachen Drehtürschränken mehrere hundert Euro zusätzlich anfallen.
Was kommt an versteckten Kosten dazu?
Neben dem Küchenpreis können weitere Arbeiten und Leistungen anfallen, die nicht in jedem Angebot enthalten sind.
Für die Entsorgung der alten Küche können etwa 150 bis 500 € anfallen. Die tatsächlichen Kosten hängen von Menge, Transport und Entsorgungsweg ab. Einige Küchenstudios übernehmen die Entsorgung gegen Aufpreis. Bei Eigenentsorgung kommen gegebenenfalls Gebühren des örtlichen Wertstoffhofs hinzu. Weitere Informationen finden Sie unter Alte Küche entsorgen.
Auch Änderungen an der Haustechnik können zusätzliche Kosten verursachen. Müssen Steckdosen versetzt, Wasserleitungen geändert oder Abwasserleitungen angepasst werden, kommen Material- und Arbeitskosten hinzu. Für kleinere Änderungen können etwa 80 bis 250 € je Anschluss anfallen. Bei zusätzlichen Leitungswegen, Wandöffnungen oder umfangreichen Installationsarbeiten können die Kosten höher liegen. Arbeiten an der elektrischen Anlage dürfen nur von einem entsprechend zugelassenen Elektrofachbetrieb ausgeführt werden.
Der Bodenbelag kann ebenfalls zum Kostenfaktor werden. Reicht der vorhandene Belag nur bis zur bisherigen Küchenzeile, können bei einer veränderten Küchenanordnung sichtbare Fehlstellen entstehen. Das Nachkaufen eines passenden Belags ist bei älteren Böden nicht immer möglich.
Auch die Wandfläche zwischen Arbeitsplatte und Oberschränken sollte bei der Planung berücksichtigt werden. Eine Küchenrückwand kostet je nach Material und Ausführung etwa 30 bis 250 € je m². Weitere Informationen finden Sie unter Küchenrückwand.
Wie viel kosten die Geräte einzeln?
Bei den Elektrogeräten lässt sich das Küchenbudget besonders gut steuern, da die einzelnen Geräte unabhängig voneinander ausgewählt werden können.
| Gerät | Einstieg | Mittelklasse | Gehobene Ausstattung |
|---|---|---|---|
| Kühl-Gefrier-Kombination | 350 bis 600 € | 600 bis 1.100 € | ab 1.100 € |
| Backofen | 250 bis 450 € | 450 bis 800 € | ab 800 € |
| Kochfeld Ceran | 200 bis 350 € | 350 bis 600 € | ab 600 € |
| Kochfeld Induktion | 350 bis 600 € | 600 bis 1.200 € | ab 1.200 € |
| Geschirrspüler | 300 bis 500 € | 500 bis 900 € | ab 900 € |
| Dunstabzugshaube | 150 bis 400 € | 400 bis 900 € | ab 900 € |
| Mikrowelle als Einbaugerät | 200 bis 400 € | 400 bis 700 € | ab 700 € |
Für ein vollständiges Gerätepaket in der Mittelklasse können rund 2.400 bis 4.600 € zusammenkommen. Die tatsächlichen Preise hängen von Marke, Ausstattung, Energieeffizienz, Bauart und aktuellen Angeboten ab.
Bei einem Induktionskochfeld liegen die Anschaffungskosten meist über denen eines Ceranfelds. Dafür arbeitet Induktion beim Kochen sehr effizient und reagiert schnell auf Änderungen der Leistung. Ob sich ein Austausch in einer bestehenden Küche wirtschaftlich und technisch anbietet, hängt unter anderem vom vorhandenen Elektroanschluss und der Leistung des Kochfelds ab. Weitere Informationen finden Sie unter Induktionskochfeld nachrüsten.
Bei der Dunstabzugshaube ist zunächst die Bauart entscheidend. Eine Ablufthaube führt die Kochdünste über einen Luftkanal nach außen. Dafür ist ein geeigneter Mauerdurchbruch beziehungsweise ein vorhandener Abluftweg erforderlich. Eine Umlufthaube benötigt keinen Durchbruch nach außen, führt die gereinigte Luft aber zurück in den Raum. Dafür müssen je nach Gerät Filter, insbesondere Aktivkohlefilter, regelmäßig ausgetauscht oder regeneriert werden. Einen Überblick finden Sie unter Dunstabzugshaube Arten.



Was unterscheidet die Anbieter?
Beim gleichen Küchenprogramm können die Angebote verschiedener Anbieter weit auseinanderliegen. Preisunterschiede von 20 bis 40 % sind möglich, entstehen aber nicht allein durch das verwendete Material. Auch Planung, Ausstattung, Montage, Service und Kalkulation beeinflussen den Endpreis.
Küchenstudios arbeiten teilweise mit Listenpreisen und darauf gewährten Rabatten. Ein hoher Rabatt bedeutet deshalb nicht automatisch einen besonders günstigen Endpreis. Für einen belastbaren Vergleich sollten Sie dieselbe Geräteliste, vergleichbare Fronten, identische Arbeitsplatten und dieselben Ausstattungsmerkmale gegenüberstellen.
Möbelhäuser arbeiten vielfach mit standardisierten Küchenprogrammen und festen Preisstrukturen. Die Auswahl bei Schrankbreiten, Sondermaßen und individuellen Lösungen kann dadurch begrenzter sein. Dafür lässt sich eine Küche mit standardisierten Elementen oft schneller planen.
Beim Schreiner steht die individuelle Fertigung im Vordergrund. Schränke, Arbeitsplatten und Lösungen für schwierige Raumsituationen können an die vorhandenen Maße angepasst werden. Das kann bei Dachschrägen, verwinkelten Grundrissen oder Altbauten sinnvoll sein. Die Kosten liegen bei individuell gefertigten Küchen meist über denen einer standardisierten Einbauküche. Ein pauschaler Faktor wie das Anderthalbfache oder Doppelte lässt sich jedoch nicht auf jede Planung übertragen.
Achten Sie bei jedem Angebot darauf, welche Leistungen tatsächlich enthalten sind. Dazu gehören insbesondere die Küchenmontage, der Einbau und Anschluss der Geräte, Änderungen an Wasser- und Elektroinstallationen sowie Aufmaß und Lieferung. Klären Sie außerdem, wer für das Aufmaß verantwortlich ist und wie mit Maßabweichungen oder notwendigen Anpassungen umgegangen wird. Ein niedriger Küchenpreis kann durch zusätzliche Leistungen nachträglich steigen.
Wann rechnet sich eine Teilerneuerung?
Nicht jede Küche muss vollständig ersetzt werden. Sind die Korpusse stabil und noch in gutem Zustand, können neue Fronten, eine neue Arbeitsplatte oder einzelne Geräte die Küche modernisieren.
Neue Fronten können je nach Hersteller, Material und Küchengröße etwa 800 bis 2.500 € kosten. Eine neue Arbeitsplatte liegt je nach Material, Ausführung und erforderlichen Ausschnitten etwa bei 600 bis 2.500 €. Weitere Informationen finden Sie unter Arbeitsplatte austauschen. Zusammen kann eine Teilerneuerung damit im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich liegen. Eine neue Küche kostet dagegen je nach Größe, Ausstattung und Montage wesentlich mehr.
Entscheidend ist der Zustand der Korpusse. Aufgequollene Spanplatten, beschädigte Bodenplatten oder instabile Schrankverbindungen sprechen gegen eine weitere Nutzung. Besonders unter der Spüle und im Bereich des Geschirrspülers sollten Sie die Schränke auf Feuchtigkeitsschäden prüfen.
Auch der Grundriss kann gegen eine Teilerneuerung sprechen. Wenn die vorhandene Anordnung nicht mehr zu den heutigen Anforderungen passt, lässt sich mit neuen Fronten allein wenig verändern. Eine neue Planung kann dann einen größeren praktischen Nutzen bringen als die optische Erneuerung einzelner Bauteile.
Eine Teilerneuerung bietet sich dagegen an, wenn die Schrankaufteilung noch passt, die Korpusse intakt sind und lediglich Fronten, Arbeitsplatte oder einzelne Geräte erneuert werden sollen.
Wie läuft die Planung ab?
Von der ersten Planung bis zur fertigen Küche können mehrere Wochen oder einige Monate vergehen. Die Dauer hängt unter anderem von der Küchenform, individuellen Anfertigungen, der Verfügbarkeit der Geräte und der Auslastung des Küchenanbieters ab.
Am Anfang steht die Bedarfsklärung. Wie viele Personen nutzen die Küche, wie wird gekocht und welche Geräte werden benötigt? Auch Stauraum, Arbeitsflächen und die bevorzugte Anordnung der einzelnen Arbeitsbereiche sollten vor der Planung feststehen. Eine Küche sollte sich an den tatsächlichen Abläufen orientieren und nicht allein an vorhandenen Schrankmaßen.
Danach erfolgt das Aufmaß vor Ort. Dabei werden unter anderem Wandlängen, Raumhöhe, Fenster, Türen, Heizkörper und vorhandene Wasser- und Elektroinstallationen erfasst. In Altbauten sollte zusätzlich geprüft werden, ob Wände und Böden ausreichend gerade und eben sind. Abweichungen lassen sich bei der Planung beispielsweise durch Passleisten, angepasste Arbeitsplatten oder Sonderanfertigungen berücksichtigen. Eine feste Grenze von zwei Zentimetern gilt dabei nicht für jeden Küchenraum.
In der Planungsphase werden Schrankbreiten, Gerätepositionen, Arbeitsflächen und Arbeitshöhen festgelegt. Die Arbeitshöhe sollte zur Körpergröße und zur Tätigkeit an der Arbeitsplatte passen. Als Orientierung kann die Höhe des angewinkelten Ellenbogens herangezogen werden; für unterschiedliche Tätigkeiten kann auch eine Kombination verschiedener Arbeitshöhen sinnvoll sein. Die verbreitete Arbeitshöhe von etwa 90 cm ist deshalb kein verbindlicher Standard für jede Küche.
Nach der Bestellung hängt die Lieferzeit vom Anbieter und der gewählten Küche ab. Bei individuell gefertigten Küchen oder bestimmten Geräten können mehrere Wochen zwischen Bestellung und Lieferung liegen. Änderungen nach Produktionsfreigabe können zusätzliche Kosten verursachen oder bei bereits gefertigten Teilen nicht mehr möglich sein.
Die Montage dauert bei einer normalen Einbauküche meist ein bis zwei Tage. Bei größeren Küchen, individuellen Anfertigungen oder zusätzlichen Installationsarbeiten kann mehr Zeit erforderlich sein. Vor dem Montagetermin sollten die alte Küche entfernt, der Boden fertiggestellt und die erforderlichen Wasser-, Abwasser- und Elektroinstallationen an den vorgesehenen Positionen vorhanden sein.
Eine gute Abstimmung zwischen Küchenanbieter, Monteur und den beteiligten Handwerkern verhindert zusätzliche Wartezeiten. Besonders bei Änderungen an Elektro- oder Wasserinstallationen sollte vor der Küchenmontage geklärt sein, welche Arbeiten erforderlich sind und wer sie ausführt.

Häufige Fragen zur Küche
Wie lange dauert die Lieferung einer neuen Küche?
Die Lieferzeit einer neuen Küche hängt vom Anbieter, Küchenprogramm, den gewählten Fronten, Geräten und Sonderanfertigungen ab. Bei einer individuell geplanten Küche können zwischen Bestellung und Lieferung etwa sechs bis zwölf Wochen liegen. Sonderfarben, Sondermaße oder nicht sofort verfügbare Geräte können die Wartezeit verlängern. Die Montage selbst dauert bei einer durchschnittlichen Einbauküche meist ein bis zwei Tage. Zwischen dem Abbau der alten und dem Einbau der neuen Küche sollten Sie zusätzlich einige Tage als Puffer einplanen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Einbauküche und einer Küchenzeile?
Eine Küchenzeile besteht meist aus einer geraden Anordnung von Küchenmöbeln und lässt sich mit standardisierten Schrankmaßen planen. Eine Einbauküche wird an die Raummaße und die gewünschte Ausstattung angepasst. Dazu gehören beispielsweise Passleisten, unterschiedliche Schrankbreiten, integrierte Elektrogeräte und eine individuell zugeschnittene Arbeitsplatte. Eine Küchenzeile kann deshalb günstiger sein, während eine Einbauküche mehr Möglichkeiten bei Raumaufteilung und Ausstattung bietet.
Wie viel kostet eine Küche vom Schreiner?
Eine Schreinerküche ist meist teurer als eine Küche aus einem standardisierten Küchenprogramm, da die Möbel individuell geplant und gefertigt werden. Einen festen Preisfaktor wie das Anderthalbfache oder Doppelte können Sie nicht für jede Küche ansetzen. Die Kosten hängen unter anderem von Holzart, Beschlägen, Arbeitsplatte, Innenausstattung und Fertigungsaufwand ab. Bei Dachschrägen, Nischen oder ungewöhnlichen Raummaßen kann die individuelle Fertigung ihre Vorteile ausspielen. Weitere Informationen finden Sie unter Küche unter Dachschräge.
Kann man eine Küche selbst aufbauen?
Eine einfache Küchenzeile lässt sich mit handwerklichem Geschick selbst montieren. Schwieriger wird es bei ungeraden Wänden, Ecklösungen, zugeschnittenen Arbeitsplatten und integrierten Geräten. Für Wasser-, Abwasser- und Elektroarbeiten gelten zusätzliche Anforderungen. Arbeiten an der elektrischen Anlage dürfen in Deutschland grundsätzlich nur durch ein entsprechend eingetragenes Installationsunternehmen ausgeführt werden. Beim Gasanschluss gelten ebenfalls besondere Anforderungen. Für den Kücheneinbau selbst sollten Sie neben der Montagezeit auch Zeit für das genaue Ausrichten, Zuschneiden und Abdichten einplanen.
Wie hoch ist die übliche Anzahlung für eine Küche?
Eine feste gesetzliche Anzahlungshöhe gibt es beim Küchenkauf nicht. Die vereinbarte Höhe richtet sich nach dem Vertrag und den Zahlungsbedingungen des Anbieters. Anzahlungen von 20 bis 30 % können vorkommen, sind aber keine verbindliche Vorgabe. Prüfen Sie vor der Unterschrift, wann der restliche Kaufpreis fällig wird und welche Regelungen für Lieferung, Montage und Verzögerungen gelten. Eine sehr hohe Vorauszahlung sollten Sie besonders kritisch prüfen. Bei individuell angefertigten Küchen kann eine Anzahlung aufgrund der Vorleistung des Anbieters vertraglich vereinbart sein.
Wer haftet bei einem Fehler beim Aufmaß der Küche?
Entscheidend ist, wer das Aufmaß durchgeführt und welche Leistungen der Vertrag umfasst. Hat das Küchenstudio das Aufmaß als Teil der Planung übernommen, kann es für daraus entstehende Planungs- oder Aufmaßfehler verantwortlich sein. Haben Sie die Maße selbst vorgegeben, kann die Verantwortung bei Ihnen liegen. Entscheidend sind die konkreten Vertragsbedingungen und die Ursache des Fehlers. Lassen Sie das Aufmaß deshalb möglichst durch den Küchenanbieter durchführen und bewahren Sie die Aufmaßunterlagen auf. So lässt sich später nachvollziehen, welche Maße der Planung zugrunde lagen.
Was kostet die Montage einer Einbauküche?
Die Montagekosten hängen von Größe, Küchenform, Anzahl der Schränke und erforderlichen Anpassungen ab. Für eine einfache Küchenzeile fallen weniger Montagearbeiten an als bei einer großen L- oder U-Küche mit mehreren Geräten und Ecklösungen. Zusätzliche Kosten können durch Ausschnitte in der Arbeitsplatte, Anpassungen an Wänden und Böden sowie den Einbau von Spüle, Armatur und Elektrogeräten entstehen. Prüfen Sie deshalb, ob die Montage bereits im Küchenpreis enthalten ist oder separat berechnet wird.
Was muss vor dem Einbau einer neuen Küche vorbereitet werden?
Vor dem Einbau sollten die alte Küche entfernt und der Boden sowie die Wände fertiggestellt sein. Wasser-, Abwasser- und Elektroinstallationen müssen an den geplanten Positionen vorhanden sein. Auch Heizkörper, Fenster, Türen und Steckdosen sollten bei der Planung berücksichtigt werden. Bei größeren Änderungen an Leitungen oder Anschlüssen sollten die Arbeiten vor der Küchenmontage abgeschlossen und geprüft sein.
Lohnt sich eine neue Küche oder eine Küchenrenovierung?
Eine Teilerneuerung kann sinnvoll sein, wenn die vorhandenen Korpusse noch stabil und trocken sind und die Raumaufteilung weiterhin passt. Neue Fronten, eine neue Arbeitsplatte und einzelne Elektrogeräte können das Erscheinungsbild und die Funktion verbessern, ohne dass alle Schränke ersetzt werden müssen. Sind Korpusse beschädigt, aufgequollen oder passt die vorhandene Küchenform nicht mehr zum Raum, kann eine neue Planung die bessere Lösung sein.
Bilder: Canva





