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Frisch verkleidete Dachschrägen

Dachschrägen verkleiden – Preise und Arbeitskosten

Letzte Aktualisierung am 17. November 2021 von Max Lehmann

Bild: AVTG / stock.adobe.com

Wenn es darum geht, alte, unausgebaute Dachstühle zu renovieren oder ein Dach neu zu dämmen, so ist auch der Aspekt der Dachschrägenverkleidung beachtenswert. Die Verkleidung der Dachschräge ist der letzte Arbeitsschritt beim Dachausbau und sorgt nicht nur für gute Dacheigenschaften im Bereich Wärmedämmung und Schallschutzdämmung, sondern erlaubt auch viel Spielraum für die Inneneinrichtung. Hier erfahren Sie, wie eine Dachschrägenverkleidung aufgebaut ist, was vor und während ihrer Einrichtung zu beachten ist und welche Kosten damit verbunden sind. Außerdem erfahren Sie mehr zum Thema Kniestock, der bei der Einrichtung der Dachschrägenverkleidung eine wichtige Rolle spielt.

Wann lohnt sich eine Dachschrägenverkleidung?

Zahlreiche alte Häuser haben noch ungedämmte, wenig beachtete Dachböden, die höchstens als Lagerplatz für alte Möbel und andere Güter dienen. Wenn diese Dachböden ausgebaut werden sollen, so muss auch die Dachschräge eingerichtet werden. Neben einer Kontrolle der Dachsparren und einer Dämmung des bald verfügbaren Wohnraumes liegt das Hauptaugenmerk auf den ästhetischen Aspekten. Eine verkleidete Dachschräge wertet den Raum auf und erlaubt zahlreiche Möglichkeiten zur kreativen Entfaltung. Auch bei einer Renovierung des Daches oder sowieso anstehenden Reparaturarbeiten oder Sanierungsarbeiten ist es sinnvoll, eine neue Dachschrägenverkleidung einzubauen.

Aufbau und Beachtenswertes

Aufbau der Dachschrägenverkleidung

Die Dachschrägenverkleidung ist die innerste Schicht des Daches. Sie besteht aus Gipskartonplatten, Lehmbauplatten oder anderen Werkstoffen des Trockenbaus. Sie wird fest auf Latten verschraubt, die wiederum am eigentlichen Dachstuhl angebracht sind. Zwischen diesen Latten ist es sinnvoll, eine Einblasdämmung oder Dämmstoffplatten aus Mineralwolle, Hanf oder anderen Stoffen zu installieren. Dies verbessert die energetischen Eigenschaften des Hauses und sorgt sowohl für geringere Heizkosten als auch für eine bessere Umweltbilanz. Wird eine Dämmschicht eingebaut, so wird zwischen der Dachdämmung und der Dachschrägenverkleidung eine Dampfsperre aus Plastikfolie angebracht, auf der eine Konterlattung angebracht wird. Das verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit in die Dämmstoffe. Bei der Einrichtung der Dämmschicht muss darauf geachtet werden, keine Wärmebrücken entstehen zu lassen. Auf die Dachschrägenverkleidung kann ganz nach Geschmack eine Tapete angebracht werden, die Decke mit einer Farbe gestrichen werden oder eine Holzvertäfelung dem Dachzimmer einen modischen Abschluss geben.

Beachtenswerte Details

Da das Verkleiden der Dachschräge der letzte Schritt beim Innenausbau des Daches ist, sollten diese Arbeiten erst nach allen anderen Arbeiten am Dach durchgeführt werden. So bietet das offene Dach eine gute Gelegenheit, die Dachsparren zu überprüfen und bei Bedarf zu verstärken. Undichte Stellen im Dach lassen sich zu diesem Zeitpunkt schnell finden, bevor sie unter der Verkleidung verschwinden. Auch das Verlegen von Kabeln oder Rohren, etwa in Verbindung mit einer abgehängten Decke, kann zu diesem Zeitpunkt leicht durchgeführt werden. Daneben können Dachfenster ausgetauscht, Dachgauben eingebaut und ähnliche Ausbauarbeiten am Dachstuhl durchgeführt werden.

Sollte gewünscht sein, dass die Dachschrägenverkleidung zusätzliche Schalldämmung bietet, so ist es möglich, die Gipskarton- oder Lehmbauplatten in doppelter Schicht zu verlegen. Außerdem muss nicht unbedingt die Verkleidung der Dachschräge entfernt werden, wenn eine Dämmung installiert oder erneuert werden muss. Für eine Einblasdämmung wird in die Verkleidung ein kleines Loch geschnitten und Dämmmaterial aus Blähton, Korkgranulat oder Polyurethangranulat eingebracht.

In jedem Fall sollte die Verkleidung der Dachschräge von einem Fachbetrieb durchgeführt werden. Die Trockenbauer*iinnen können genau erkennen, ob weitere Arbeiten am Dach durchzuführen sind, vermeiden beim Einbauen der Dämmschicht Kältebrücken und sorgen dafür, dass Ihre Einrichtungswünsche durchgesetzt werden. Auf blauarbeit.de können Sie schnell und einfach mit einem Trockenbaubetrieb in Ihrer Nähe Kontakt aufnehmen und sich beraten lassen.

Materialkosten

Wenn Sie die Verkleidung Ihrer Dachschräge mit einer Innendämmung des Daches verbinden möchten, so gibt es eine große Bandbreite unterschiedlicher Dämmstoffe. Ob natürlich gewachsen oder aus Kunststoff, mit besonders guter Schalldämmung oder hoher Feuerresistenz, für jeden Anspruch gibt es das passende Dämmmaterial. Für den Dämmstoff und die Kunststofffolie für die Dampfsperre zahlen Sie üblicherweise sechs bis zehn Euro. Die Lattung oder Metallstreben kosten etwa zwei Euro pro Quadratmeter. Hinzu kommen die Trockenbauplatten. Hier können Sie pro Quadratmeter mit Kosten von fünf bis 20 Euro inklusive Spachtelmasse, Schrauben und anderem Zubehör rechnen. Insgesamt betragen die Materialkosten für das gesamte Dach eines Einfamilienhauses etwa 1000 bis 1500 Euro.

Material Kosten in Euro pro m²
Dämmmaterial inkl. Dampfsperre 6 – 10
Lattung 2
Trockenbauplatten 5 – 20
Gesamt 11 -32

Arbeitskosten

Der übliche Stundenlohn im Trockenbau beträgt je nach Region und Unternehmen 30 bis 40 Euro. Die meisten Arbeiten im Bereich Verkleidung der Dachschräge können von einer Person durchgeführt werden. Sowohl das Einbringen der Dämmung als auch die Installation der Dachschrägenverkleidung dauern etwa eine knappe Stunde pro Quadratmeter. Bei einem üblichen Dach eines Einfamilienhauses kommen so Arbeitskosten von 2500 bis 3500 Euro zusammen. Zusammen mit den Materialkosten können Sie mit Gesamtkosten um die 3500 bis 4500 Euro rechnen. Hinzu kommen die Arbeits- und Materialkosten für das Streichen oder Tapezieren der Dachschrägenverkleidung oder die Installation der Vertäfelung.

Aufgrund der zuvor beschriebenen Faktoren, können die Preise mitunter stark schwanken. Es handelt sich hier nur um ungefähre Richtwerte. Für einen individuellen Preisüberblick sollten Sie den Auftrag bei Blauarbeit eingeben und die Angebote vergleichen.

Einrichtung und kreative Nutzung des Kniestocks

Beim Kniestock handelt es sich um den Teil der Wand, die sich zwischen dem unteren Ende der Dachschräge und dem Fußboden befindet. Sie hat üblicherweise eine Höhe von 40 bis 80 cm. Der Bereich nahe des Kniestocks ist somit nur eingeschränkt nutzbar und bietet weder für Möbel noch für Personen viel Platz. Aus diesen Gründen ist es im Zuge einer Dachschrägenverkleidung üblich, den Kniestock mit einer Kniestockwand zu versehen. Diese verkleidet den nicht nutzbaren Teil des Raumes und kann beispielsweise zur zusätzlichen Dämmung genutzt werden. So muss der nicht nutzbare Teil des Raumes nicht beheizt werden. Alternativ kann die Kniestockwand auch mit Türen versehen sein. Der Bereich hinter der Kniestockwand wird somit zu einem praktischen Stauraum. Haben Sie ein Haustier, dann ist dieser Bereich mit etwas Kreativität ein toller Rückzugs- und Spielort, der für Ihren Hund oder Ihre Katze eine eigene kleine Wohnung darstellt. Alternativ können im Bereich des Kniestocks niedrige Möbel wie ein Bett, Sideboards oder niedrige Regale angebracht werden.

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