Alle Heizungsarten im Kostenvergleich
| Heizungsart | Anschaffung komplett | Betriebskosten/Jahr* | Förderung |
|---|---|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | 21.500 bis 36.000 € | 850 bis 1.250 € | 30-70 % |
| Erdwärmepumpe | 30.000 bis 50.000 € | 700 bis 1.000 € | 30-70 % |
| Gas-Brennwertheizung | 8.000 bis 14.000 € | 1.600 bis 2.200 € | nur in Hybrid-Kombination |
| Pelletheizung | 25.000 bis 40.000 € | 1.100 bis 1.600 € | bis 30-70 % |
| Fernwärme-Anschluss | 5.000 bis 15.000 € | 1.500 bis 2.500 € | 30-70 % (Anschluss) |
| Hybridheizung (Gas + WP) | 20.000 bis 35.000 € | 1.200 bis 1.800 € | auf WP-Anteil |
| Infrarot/Elektro (klein, gedämmt) | 3.000 bis 8.000 € | 1.800 bis 3.000 € | keine |
*Betriebskosten für ein Einfamilienhaus mit 15.000 kWh Wärmebedarf, Energiepreise Stand 2026. Die Detail-Rechnungen finden Sie in den Beiträgen Wärmepumpe Kosten, Gasheizung und Pelletheizung.
Was schreibt das Gebäudeenergiegesetz vor?
Seit 2024 gilt: Neu eingebaute Heizungen müssen perspektivisch zu 65 % mit erneuerbaren Energien laufen – mit Übergangsfristen, die an die kommunale Wärmeplanung gekoppelt sind (Großstädte ab Mitte 2026, kleinere Kommunen ab Mitte 2028). Bestehende Gas- und Ölheizungen dürfen weiterlaufen und repariert werden; erst beim Komplettausfall greift die Pflicht mit mehrjährigen Fristen. Die Details und Ausnahmen erklärt der Beitrag Heizungsgesetz und Austauschpflicht.
Beispielrechnung: Heizungstausch im Einfamilienhaus
Eine Familie tauscht ihre 22 Jahre alte Gasheizung (140-m²-Haus). Zwei realistische Szenarien im Vergleich:
| Position | Neue Gas-Brennwert | Luft-Wasser-Wärmepumpe |
|---|---|---|
| Anschaffung + Einbau | 11.000 € | 28.000 € |
| Förderung | 0 € | -15.400 € (55 %) |
| Eigenanteil | 11.000 € | 12.600 € |
| Betriebskosten/Jahr (inkl. CO2-Preis-Anstieg) | 2.000 bis 2.600 € | 950 bis 1.150 € |
| Kosten über 15 Jahre | ca. 45.000 € | ca. 28.000 € |
Der Eigenanteil liegt nach Förderung fast gleichauf – über die Laufzeit gewinnt die Wärmepumpe durch niedrige Betriebskosten und den steigenden CO2-Preis deutlich. Anders sieht die Rechnung aus, wenn das Haus unsaniert ist und hohe Vorlauftemperaturen braucht: Dann lohnt zuerst der Blick auf die Dämmung.
Häufige Fragen zur neuen Heizung
Wie lange dauert der Heizungstausch?
Der reine Austausch Gas gegen Gas dauert 2 bis 4 Arbeitstage. Der Umstieg auf eine Wärmepumpe braucht 3 bis 7 Tage plus Vorlauf für Planung und Förderantrag – vom Erstkontakt bis zur laufenden Anlage vergehen aktuell 2 bis 5 Monate. Warmwasser stellt der Betrieb während der Bauphase über ein Provisorium bereit.
Wann lohnt sich der Tausch vor dem Defekt?
Ab etwa 20 Jahren Anlagenalter lohnt der geplante Tausch fast immer: Sie sichern sich Förderung und Wunschtermin, statt im Winter unter Zeitdruck das nächstbeste Angebot zu nehmen. Alte Kessel verschenken zudem 10 bis 30 % Energie gegenüber moderner Technik.
Was kostet die Heizung im Mehrfamilienhaus?
Pro Wohneinheit grob 8.000 bis 15.000 € bei zentralen Wärmepumpen-Lösungen, je nach Größe und Warmwasserkonzept. Gas-Zentralheizungen liegen bei 4.000 bis 8.000 € pro Einheit, verlieren aber durch CO2-Preis und GEG-Fristen an Attraktivität.
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In Zeiten von steigenden Energiepreisen, neuen Förderprogrammen für energieeffiziente Warmwasser- und Wärmeerzeugung und stetigem technischen Fortschritt denken immer mehr Hausbesitzer über einen Austausch ihrer Heizungsanlage nach. Ob die Heizung bereits in die Jahre gekommen ist oder einfach der Wechsel zu einer anderen, günstigeren Energieart oder der Umweltgedanke im Vordergrund steht, die Kostenfrage sollte dabei nie aus den Augen verloren werden. Eine neue Heizungsanlage ist eine große Investition, die bei dem Wechsel des Energieträgers nochmals teurer werden kann. Auf der anderen Seite winken geringere Kosten für Heizenergie und attraktive Förderprogramme durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW).
Wenn auch Sie sich für eine neue Heizungsanlage interessieren, so erfahren Sie hier mehr über die Kosten, mit denen Sie rechnen müssen. Dabei werden sowohl die Kosten für den Einbau als auch die zu erwartenden Kosten für Wartung und Energie in Betracht gezogen. Zuletzt erhalten Sie auch eine Übersicht über mögliche Fördermittel. Auf blauarbeit.de gibt es zahlreiche Heizungsbauer, die Sie gerne zu der für Sie perfekten Heizungsart beraten und diese für Sie auch einbauen und warten.
- Alle Heizungsarten im Kostenvergleich
- Was schreibt das Gebäudeenergiegesetz vor?
- Beispielrechnung: Heizungstausch im Einfamilienhaus
- Häufige Fragen zur neuen Heizung
- Umweltschonende Heizungsanlagen
- Verschiedene Heizungsarten und ihre Anschaffungskosten
- Energiekosten
- Kosten für Wartungsarbeiten
- Fördermittel für verschiedene Heizungsarten
Umweltschonende Heizungsanlagen
Wärmepumpen
Bei einer Wärmepumpe wird, ähnlich wie bei einem Kühlschrank, Wärme aus der Außenluft oder dem Boden oder Grundwasser entzogen, verdichtet und in das Gebäude überführt. Dies ist deutlich effizienter, als das Haus direkt mit Strom aufzuheizen. Wärmepumpen arbeiten mit geringen Vorlauftemperaturen besonders effizient, weswegen sie vor allem in Niedrigenergiehäusern mit großflächigen Heizkörpern oder Wand- und Bodenheizung ihre Vorteile ausspielen können. In anderen Gebäuden können sie in Kombination mit einer anderen Heizungsart als Hybridheizung sinnvoll eingesetzt werden. Eine Wärmepumpe kostet 30.000 bis 50.000 €, wobei eine Luft-Luft-Wärmepumpe in der Anschaffung günstiger als eine Sole-Wasser-Wärmepumpe oder ähnliche Modelle ist.
Solarthermie
Bei einer Solarthermieanlage wird das Heizwasser durch ein dunkles Röhrensystem auf dem Dach gepumpt und von der Energie der Sonnenstrahlen erwärmt. Dies kann im Sommer das notwendige Warmwasser erzeugen und im Winter mit einer anderen Heizungsart kostengünstig für warme Temperaturen in den Innenräumen sorgen. Eine zusätzliche Solarthermieanlage kostet zwischen 5.000 und 15.000 €.
Hackschnitzel- und Pelletheizungen
Wenn Sie mit regenerativen Energien heizen wollen, so ist das Heizen mit Holz eine gute Alternative zu fossilen Energieträgern. Diese Heizungsart hat alle Vorteile einer Ölheizung wie die Möglichkeit, den Brennstoff in ausreichender Menge und zu günstigen Konditionen einzulagern, schont aber die Umwelt und den Geldbeutel durch günstige und nachwachsende Rohstoffe. Der Nachteil dieser Heizungsart ist ihre Anschaffung, denn eine solche Heizung kostet mit 20.000 bis 50.000 € auch eher viel.
Verschiedene Heizungsarten und ihre Anschaffungskosten
Alle hier beschriebenen Heizungskosten umfassen den Ausbau einer alten Heizung des gleichen Typs inklusive Entsorgung, die Heizung und Einbaumaterial sowie die Arbeitskosten. Beim Wechsel von einem Energieträger zu einem anderen Energieträger kommen weitere Kosten hinzu, etwa durch einen Gasanschluss, einen Pelletspeicher oder die Stilllegung eines Heizöltanks.
Ölheizung
Ölheizungen verfeuern Heizöl und gehören damit zu den älteren Heizungskonzepten, die heute noch verbaut werden. Die Zeit reiner Ölheizungen läuft jedoch in weiten Teilen des Landes ab, denn ab 2026 dürfen keine Heizungen dieser Art mehr verbaut werden, wenn umweltfreundlichere Alternativen möglich sind. Eine Ölheizung kostet im Einbau je nach Modell 10.000 bis 15.000 €. Dabei bewegen sich die effizienten Brennwertheizungen im oberen Bereich dieser Preisspanne. Hier muss jedoch auch der Schornstein geeignet sein, da die Abgase dieses Heizungstyps deutlich saurer sind.
Gasheizung
Mit einer Gasheizung heizen Sie prinzipiell günstiger und umweltfreundlicher als mit einer Ölheizung. Andererseits können Sie im Gegensatz zu Heizöl, Pellets oder Hackschnitzeln nicht günstige Marktschwankungen mitnehmen, sondern müssen das Gas zum Preis Ihres Versorgers beziehen. Dennoch lohnt sich die Gasheizung im städtischen Bereich in der Regel, und nicht grundlos heizen fast die Hälfte aller deutschen Haushalte mit Gasheizungen. Eine neue Gasheizung ist mit 6.000 bis 10.000 € etwas günstiger in der Anschaffung als Ölheizungen.
Elektroheizung
Heizen mit Elektrizität ist in der Anschaffung sehr günstig. Die einzelnen Heizgeräte kosten wenig und können punktgenau aufgestellt und genutzt werden. Um Ihr Haus mit Infrarotheizungen auszustatten, zahlen Sie bei einem typischen Einfamilienhaus 5.000 bis 8.000 €.
Energiekosten
Die Kosten für den Betrieb der Heizung hängen von der benötigten Energiemenge zur Beheizung Ihres Hauses ab. Hier spielen Faktoren wie die Größe des Hauses, der energetische Sanierungszustand, die Anzahl der Bewohner und die Gewohnheiten beim Heizen und Lüften eine wichtige Rolle. Da sich hier kaum allgemeingültige Aussagen pro Haushalt machen lassen, finden Sie hier einen Überblick über die üblichen Kosten für eine Kilowattstunde (kWh) jedes Energieträgers. Bei der Wärmepumpe wird von einer Jahresarbeitszahl von 4 ausgegangen, also werden für jede Energieeinheit Strom 4 Energieeinheiten Wärmeenergie produziert. Entsprechend ist hier der Energiepreis nur ein Viertel des Energiepreises bei der Elektroheizung.
| Energieträger | Energiekosten pro kWh |
|---|---|
| Heizöl | 6,45 Cent |
| Heizgas | 5,90 Cent |
| Elektroheizung | 32,87 Cent |
| Hackschnitzel | 3,25 Cent |
| Pellets | 5,65 Cent |
| Wärmepumpenstrom | 5,5 Cent |
| Solarthermie | 0 Cent |
Die hier genannten Energiepreise beziehen sich auf den Durchschnittswert der letzten Jahre und sind aufgrund des volatilen Marktes von 2022 nur Orientierungswerte, bewegen sich jedoch etwa im gleichen Verhältnis zueinander. Aktuelle Schätzungen für die Gaspreise im Winter 2022/2023 liegen jedoch bei ungefähr 14 Cent pro kWH.
Kosten für Wartungsarbeiten
Alle Heizungsarten mit Ausnahme von Elektroheizungen sollten jährlich gewartet werden. Dies erhöht nicht nur ihre Lebensdauer, sondern auch ihre Effizienz. Für die einzelnen Heizungstypen können Sie mit folgenden Wartungskosten rechnen:
| Heizungsart | Wartungskosten pro Jahr |
|---|---|
| Ölheizung | 250 € |
| Gasheizung | 200 € |
| Elektroheizung | entfällt |
| Hackschnitzel- und Pelletheizung | 300 € |
| Wärmepumpe | 50 € |
| Solarthermie | 50 € |
Fördermittel für verschiedene Heizungsarten
Da die Bundesregierung energiesparendes Heizen fördern will, um die Klimaziele einzuhalten und die Energieunabhängigkeit zu stärken, bietet sie über die KfW und BAFA diverse Förderprogramme an. Neben günstigen Krediten werden zahlreiche Heizungsarten mit Fördermitteln unterstützt. Ölheizungen und Gasheizungen werden dabei nicht gefördert, außer wenn sie mit eneuerbaren Energien kombiniert werden oder im Fall von Gasheizungen “renewable ready” sind, also mit erneuerbaren Energien kombiniert werden können, und dies auch innerhalb von 2 Jahren geschieht.. Die weitere Förderung beläuft sich auf folgende Anteile der Gesamtkosten. Sollten Sie über eine alte Ölheizung verfügen, können Sie diese gegen eine förderfähige Heizung austauschen lassen und die Förderung zusätzlich erhöhen.
| Heizungsart | Förderhöhe |
|---|---|
| Solarthermie | 30 % |
| Wärmepumpe | 35 % |
| “Renewable Ready” Gasheizung | 20 % |
| Gas-Hybridheizung | 30 % |
| Heizung mit erneuerbaren Energieträgern | 35 % |
| Austauschprämie für alte Ölheizungen | 10 % zusätzliche Förderung |




