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Multipor: Mineralische Dämmplatten ohne Fasern

Lesedauer 7 Minuten

Multipor ist eine mineralische Dämmplatte aus Kalk, Sand, Zement und Porenbildnern, ein faserfreier Massivdämmstoff statt Wolle oder Kunststoffschaum. Nicht brennbar (A1), diffusionsoffen, schimmelresistent und weitgehend mineralisch recycelbar und als mineralischer Bauschutt einfach zu verwerten. Multipor gehört zu den teureren mineralischen Dämmstoffen. Für 100 mm starke Platten liegen die Materialkosten meist zwischen 45 und 70 € pro m², als komplettes System mit Kleber und Armierung entsprechend höher.

Was ist Multipor?

Multipor (Hersteller: Xella, bekannt von Ytong) gehört zur Gattung der Mineraldämmplatten, im Kern ein extrem leichter Porenbeton mit Millionen geschlossener Luftporen. Die Platte fühlt sich an wie ein harter Schwamm, lässt sich sägen wie Holz und verputzen wie Mauerwerk. Mit einer Rohdichte von 85 bis 115 kg/m³ ist sie massiv genug für direkten Putzauftrag, aber leicht genug für die Deckenmontage.

Die Eigenschaften im Überblick

EigenschaftWert
Wärmeleitgruppe (WLG)Wärmeleitfähigkeit λ = 0,042 bis 0,045 W/(mK)
BrandverhaltenA1 – nicht brennbar
Diffusionsoffenheitsehr hoch (μ = 3) gehört damit zu den diffusionsoffensten Dämmstoffen
Kapillaraktivitätja, nimmt Tauwasser auf und gibt es wieder ab
Schimmelresistenzmineralisch-alkalisch, kein Nährboden
Faserfreija, kein Jucken, keine KMF-Entsorgung
Preis pro m² (100 mm)60 bis 100 €

Wo spielt Multipor seine Stärken aus?

  • Innendämmung: Die kapillaraktive Struktur kann begrenzte Feuchtemengen aufnehmen und wieder abgeben. Dadurch lassen sich viele Innendämmungen ohne zusätzliche Dampfbremse ausführen, sofern Planung und Ausführung fachgerecht erfolgen. Ideal für Altbau und Denkmalschutz, Details im Beitrag Innendämmung
  • Kellerdecke: Nicht brennbar (wichtig im Heizungskeller), direkt verputzbar, keine Verkleidung nötig, siehe Kellerdecke dämmen
  • Tiefgaragendecken: Der Standard im Geschosswohnungsbau wegen Brandschutz A1
  • WDVS auf Porenbeton: Mineralisches Komplettsystem ohne Materialbruch
  • Flachdach (Gefälledämmung): Für spezielle Flachdachkonstruktionen sind auch Multipor Gefälledämmungen verfügbar, in der Praxis dominieren jedoch PIR-, EPS- und Mineralwollsysteme

Vor- und Nachteile

  • Stärken: Nicht brennbar, schimmelresistent, faserfrei, diffusionsoffen, einfache Entsorgung als Bauschutt, angenehme Verarbeitung ohne Schutzkleidung
  • Schwächen: Mittelmäßige Dämmwirkung (WLG 040-045, für gleichen U-Wert dicker als PIR oder EPS), hoher Preis, spröde (bruchempfindlich beim Transport), nicht für Erdkontakt
  • Wirtschaftlichkeit: Bei Innendämmung und Brandschutz, konkurrenzlos. Als reine Fassadendämmung schlagen EPS und Mineralwolle das Preis-Leistungs-Verhältnis um ein Vielfaches

Beispielrechnung: Kellerdecke im Heizungskeller

Ein 75 m² großer Keller mit Heizungsraum soll von unten gedämmt werden. Wenn ein nicht brennbarer Dämmstoff gewünscht wird. fällt die Wahl auf Multipor statt EPS:

PositionKosten
Multiporplatten 100 mm (75 m²)4.500 bis 7.500 €
Leichtmörtel (Kleber)375 bis 750 €
Verarbeitung Fachbetrieb1.875 bis 3.000 €
Gesamt6.750 bis 11.250 €
Nach BAFA-Zuschuss (15-20 %)5.400 bis 9.560 €

Der EPS-Vergleichswert läge bei 2.500 bis 4.500 €. Wer keinen Heizungskeller dämmt, fährt mit der günstigen Variante aus dem Beitrag Kellerdecke dämmen wirtschaftlicher.

So verarbeiten Sie Multipor selbst

  1. Untergrund prüfen: Tragfähig, trocken, frei von Trennmitteln, alte Farben auf Haftung testen, lose Schichten entfernen
  2. Leichtmörtel anrühren und mit der Zahnkelle (10 mm Zahnung) vollflächig auf die Plattenrückseite aufziehen
  3. Platte ansetzen und einschwimmen: Mit leichtem Druck schieben, nicht klopfen, denn Multipor ist spröde
  4. Im Verband verlegen: Kreuzfugen vermeiden, Platten dicht stoßen, Reste mit dem Fuchsschwanz zuschneiden
  5. Bei Deckenmontage: Ab 100 mm Plattenstärke zusätzlich 2 Tellerdübel pro Platte setzen
  6. Oberfläche verputzen: Multiporleichtmörtel dünn aufziehen, Armierungsgewebe einbetten, zweite Lage, fertig ist die verputzte Decke

Werkzeugbedarf: Zahnkelle, Glättkelle, Fuchsschwanz, Rührquirl, kein Spezialwerkzeug. Anders als bei Mineralwolle entfällt die Schutzkleidung. Im Gegensatz zu EPS entstehen weder statisch aufgeladene Kügelchen noch lose Kunststoffpartikel. Die Bruchempfindlichkeit der Platten ist der einzige Stolperstein: vorsichtig transportieren und stets vollflächig verkleben.

Multipor an der Innenwand: Der Systemgedanke

Bei der Innendämmung funktioniert Multipor nur als komplettes System: Platte, Leichtmörtel und diffusionsoffener Kalkputz sind aufeinander abgestimmt, damit die Kapillaraktivität durchgängig bleibt. Wer hier dampfdichte Dispersionsfarbe oder Vinyltapete daraufsetzt, blockiert den Feuchtetransport und riskiert genau das Tauwasser, das die Platte verhindern soll. Faustregel: alles, was auf die Multiporwand kommt, muss mineralisch und diffusionsoffen sein: Kalkfarbe, Silikatfarbe oder Kalkglätte.

Multipor kaufen: Formate, Preise, Bezugsquellen

Multiporplatten kommen im Standardformat 60 mal 39 cm in Stärken von 50 bis 300 mm. Die handlichen Maße erleichtern die Überkopfmontage an der Kellerdecke. Bezogen wird über den Baustofffachhandel (Raab Karcher, BayWa, Bauking), seltener über Baumärkte; bei größeren Mengen lohnt die Anfrage beim Xella-Werksvertrieb. Preisanker: 50-mm-Platten ab 30 € pro m², 100 mm um 60 bis 80 €, 200 mm für die Innendämmung um 120 bis 160 €. Dazu gehört zwingend der Multiporleichtmörtel (Sack ca. 20 €, reicht für 4 bis 5 m²). Normale Fliesenkleber oder Putzmörtel sind zu hart und sprengen die weiche Platte bei Bewegung. Wer Restmengen sucht: Mineraldämmplatten anderer Hersteller (Ytong Multipor) sind technisch vergleichbar, die Systemkomponenten aber nicht beliebig mischbar.

Häufige Fragen zu Multipor

Kann Multipor schimmeln?

Nein, Multipor selbst kann nicht schimmeln. Die Dämmplatten bestehen ausschließlich aus mineralischen Bestandteilen wie Kalk, Sand und Zement und enthalten keine organischen Stoffe, die Schimmelpilzen als Nährboden dienen könnten. Zudem wirkt das Material durch seinen hohen pH-Wert alkalisch, was das Schimmelwachstum zusätzlich hemmt.

Ein weiterer Vorteil ist die kapillaraktive und diffusionsoffene Struktur. Entsteht an einer Innenwand kurzfristig Tauwasser, kann Multipor die Feuchtigkeit aufnehmen, zwischenspeichern und bei trockener Raumluft wieder an den Raum abgeben. Dadurch bleiben die Wandoberflächen wärmer und trockener – zwei entscheidende Voraussetzungen, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Allerdings gilt auch bei Multipor: Kein Dämmstoff kann einen Bauschaden ausgleichen. Dringt dauerhaft Feuchtigkeit durch undichte Dächer, defekte Rohrleitungen oder aufsteigende Nässe ins Mauerwerk ein, muss zunächst die Ursache beseitigt werden. Auch eine unsachgemäße Verarbeitung – beispielsweise Hohlstellen hinter den Platten oder dampfdichte Anstriche und Tapeten, kann die Feuchtigkeitsregulierung beeinträchtigen.

Multipor Vor- und Nachteile

Multipor gehört zu den wenigen mineralischen Dämmstoffen, die speziell für die Innendämmung und brandschutztechnisch anspruchsvolle Anwendungen entwickelt wurden. Die Dämmplatten bestehen aus Kalk, Sand, Zement und einem Porenbildner, sind vollständig mineralisch und kommen ohne Kunststoffe oder Fasern aus. Ob sich Multipor lohnt, hängt deshalb weniger von der reinen Dämmleistung als vom Einsatzbereich ab.

Vorteile von Multipor

Nicht brennbar (Baustoffklasse A1)
Multipor besteht ausschließlich aus mineralischen Bestandteilen und entwickelt im Brandfall weder Rauch noch brennende Tropfen. Deshalb eignet sich der Dämmstoff besonders für Kellerdecken, Technikräume, Tiefgaragen und Gebäude mit hohen Brandschutzanforderungen.

Kapillaraktiv und diffusionsoffen
Die offenporige Struktur nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie bei trockener Raumluft wieder ab. Dadurch kann Multipor Tauwasser regulieren und das Risiko von Schimmelbildung reduzieren. Eine zusätzliche Dampfbremse ist bei fachgerechter Ausführung in vielen Innendämmsystemen nicht erforderlich.

Schimmelresistent
Da Multipor mineralisch und alkalisch ist, bietet das Material Schimmelpilzen keinen Nährboden. Gerade bei Altbauten oder kühlen Außenwänden ist das ein großer Vorteil gegenüber vielen anderen Dämmstoffen.

Angenehme Verarbeitung
Im Gegensatz zu Mineralwolle entstehen keine reizenden Fasern. Die Platten lassen sich mit Handsäge oder Fuchsschwanz zuschneiden, statische Aufladung wie bei EPS gibt es ebenfalls nicht.

Nachhaltig und recyclingfähig
Multipor enthält weder Treibmittel noch Flammschutzmittel oder Kunststoffe. Verschnitt und Rückbaumaterial können in der Regel als mineralischer Bauschutt verwertet werden.

Nachteile von Multipor

Höherer Preis
Mit etwa 60 bis 100 € pro m² (100 mm Stärke) gehört Multipor zu den teuersten mineralischen Dämmstoffen. Für große Fassadenflächen sind EPS oder Mineralwolle wirtschaftlicher.

Geringere Dämmleistung als Hochleistungsdämmstoffe
Mit einer Wärmeleitfähigkeit von etwa λ = 0,042 bis 0,045 W/(mK) benötigt Multipor für denselben U-Wert mehr Dämmstärke als PIR-, PUR- oder EPS-Dämmplatten.

Sprödes Material
Multipor ist druckfest, aber nicht schlagfest. Unsachgemäßer Transport oder harte Schläge können zu Ausbrüchen an den Kanten führen. Deshalb sollten die Platten vorsichtig gehandhabt und vollflächig verklebt werden.

Nicht für den Erdkontakt geeignet
Im Sockelbereich, unter Bodenplatten oder an Kelleraußenwänden kommen wasserbeständige Dämmstoffe wie XPS zum Einsatz. Multipor ist dafür nicht zugelassen.

Systemgebundene Verarbeitung
Für eine dauerhaft sichere Innendämmung müssen die vom Hersteller vorgesehenen Leichtmörtel, Armierungsputze und diffusionsoffenen Oberflächen verwendet werden. Improvisierte Materialkombinationen können die bauphysikalische Funktion beeinträchtigen.

Wie gut dämmt Multipor?

Mit einer Wärmeleitfähigkeit von λ = 0,042 bis 0,045 W/(mK) gehört Multipor nicht zu den Hochleistungsdämmstoffen wie PIR oder PUR. Gegenüber EPS oder Mineralwolle benötigt Multipor für denselben U-Wert etwa 10 bis 20 % mehr Dämmstärke. Seine Stärken liegen daher weniger in der maximalen Dämmleistung als vielmehr in der Kombination aus Nichtbrennbarkeit (A1), Diffusionsoffenheit und kapillaraktiver Feuchteregulierung. Gerade bei Innendämmungen historischer Gebäude oder feuchteempfindlicher Wände ist Multipor deshalb häufig die technisch bessere Lösung.

Multipor oder Kalziumsilikat?

Multipor und Kalziumsilikatplatten gehören zu den wenigen Dämmstoffen, die speziell für die Innendämmung entwickelt wurden. Beide sind mineralisch, nicht brennbar, diffusionsoffen und kapillaraktiv. Trotzdem verfolgen sie unterschiedliche Konzepte und eignen sich für verschiedene Einsatzbereiche.

Kalziumsilikatplatten sind in erster Linie Feuchteregulierungsplatten. Sie können große Mengen Luftfeuchtigkeit aufnehmen und später wieder an den Raum abgeben. Dadurch eignen sie sich hervorragend für Räume mit wiederkehrenden Feuchteproblemen oder bereits vorhandenem Schimmelbefall. Die Dämmwirkung spielt dabei eine untergeordnete Rolle: Mit einer Wärmeleitfähigkeit von etwa λ = 0,060 W/(mK) isolieren sie schlechter als klassische Dämmstoffe.

Multipor dagegen kombiniert eine gute Dämmleistung mit kapillaraktivem Feuchtetransport. Die Wärmeleitfähigkeit liegt bei λ = 0,042 bis 0,045 W/(mK) und damit rund 30 % besser als bei Kalziumsilikat. Dadurch lässt sich bereits mit geringerer Plattendicke eine spürbare Energieeinsparung erzielen. Gleichzeitig bleibt die Wand diffusionsoffen und kann Feuchtigkeit kontrolliert aufnehmen und wieder austrocknen.

Multipor ist die bessere Wahl, wenn:

  • eine energetische Innendämmung im Vordergrund steht,
  • Altbauwände dauerhaft gedämmt werden sollen,
  • denkmalgeschützte Fassaden keine Außendämmung zulassen,
  • Wohnräume ganzjährig genutzt werden,
  • zusätzlich Heizkosten gesenkt werden sollen.

Kalziumsilikatplatten eignen sich besser, wenn:

  • bereits Schimmel vorhanden ist,
  • kalte Außenwände regelmäßig feucht werden,
  • Kellerräume oder historische Gebäude ein besonders hohes Feuchterisiko aufweisen,
  • die Schimmelprävention wichtiger ist als eine möglichst hohe Dämmwirkung.

Vergleich auf einen Blick

KriteriumMultiporKalziumsilikat
Wärmeleitfähigkeitλ = 0,042–0,045 W/(mK)λ ≈ 0,060 W/(mK)
Dämmwirkunggutmittel
Feuchteregulierungsehr guthervorragend
Schimmelpräventionsehr guthervorragend
BaustoffklasseA1 – nicht brennbarA1 – nicht brennbar
Dampfbremse erforderlichneinnein
Typischer Einsatzenergetische InnendämmungSchimmelsanierung und Feuchteschutz
Preisca. 60–100 €/m²ca. 70–130 €/m²

Wer seine Innenwände dauerhaft energetisch verbessern möchte, fährt mit Multipor in den meisten Fällen wirtschaftlicher. Der Dämmstoff verbindet gute Wärmedämmung mit hoher Feuchtesicherheit und eignet sich besonders für Altbauten und denkmalgeschützte Gebäude.

Kalziumsilikatplatten sind dagegen die Spezialisten für schwierige Feuchteverhältnisse. Sie dämmen zwar schwächer, können aber mehr Feuchtigkeit aufnehmen und eignen sich deshalb besonders zur Sanierung schimmelgefährdeter Innenwände, Keller oder historischer Bausubstanz.

Faustregel: Geht es vor allem um Energieeinsparung, ist Multipor meist die bessere Wahl. Stehen Schimmel oder dauerhaft feuchte Wände im Vordergrund, bieten Kalziumsilikatplatten die größere Sicherheit.

Was kostet Multipor mit Verarbeitung?

Material 60 bis 100 € pro m² (100 mm), dazu Leichtmörtel und Armierungsputz. Mit Montage durch den Fachbetrieb liegt die Innendämmung bei 120 bis 180 € pro m², die Kellerdeckendämmung bei 80 bis 130 € pro m². Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) können förderfähige Dämmmaßnahmen bezuschusst werden. Höhe und Bedingungen ändern sich regelmäßig und sollten vor Antragstellung geprüft werden.

Braucht Multipor eine Dampfbremse?

Nein, das ist sein größter Vorteil bei der Innendämmung. Die kapillaraktive Struktur nimmt anfallendes Tauwasser auf und transportiert es zurück in den Raum, sobald es trockener wird. Voraussetzung: vollflächige Verklebung ohne Hohlräume und diffusionsoffene Putze und Farben.

Kann ich Multipor selbst verarbeiten?

Ja, für geübte Heimwerker eine der dankbarsten Dämmaufgaben: Platten mit Leichtmörtel vollflächig ankleben, mit dem Fuchsschwanz zuschneiden, verputzen. Die Verarbeitung sollte ausschließlich mit den zugelassenen Systemkomponenten erfolgen. Kein Jucken, kein Spezialwerkzeug. Bei der Innendämmung sollte vorher trotzdem ein Energieberater die Wand beurteilen (Schlagregenschutz, Wärmebrücken).

Multipor oder Kalziumsilikat für die Innendämmung?

Beide sind kapillaraktiv und schimmelresistent. Multipor dämmt etwas besser (WLG 042 vs. 060) und ist günstiger,

Kalziumsilikat puffert dafür noch mehr Feuchte und ist erste Wahl bei akuten Schimmelwänden. Für die normale Innendämmung ist Multipor meist die wirtschaftlichere Lösung, Details zu Kalziumsilikat im Beitrag Dämmung mit Kalziumsilikatplatten.

Wie schneidet Multipor bei der Ökobilanz ab?

Gut: Die Platte besteht aus den Massenrohstoffen Kalk, Sand und Zement, enthält weder Fasern noch Treibmittel oder Flammschutzmittel und ist als reiner Mineralstoff am Lebensende unkompliziert: Bauschuttrecycling statt Sondermüll. Der Energieaufwand der Herstellung liegt unter dem von XPS oder PIR, liegt jedoch über dem von Holzfaser- oder Zellulosedämmstoffen. Das Umweltzeichen “natureplus” und die Einstufung als baubiologisch unbedenklich machen Multipor zur ersten Wahl für wohngesundes Bauen.

Fazit: Das mineralische Sorglospaket

Multipor löst zwei Probleme, an denen andere Dämmstoffe scheitern: die Innendämmung ohne Dampfbremse und die nicht brennbare Kellerdecke ohne Zusatzbekleidung. Der höhere Quadratmeterpreis relativiert sich durch eingesparte Arbeitsschritte und das geringe Schadensrisiko. Kapillaraktive Systeme reagieren in vielen Fällen robuster auf geringe Feuchteeinträge als dampfdichte Konstruktionen. Eine fachgerechte Planung bleibt dennoch Voraussetzung. Für die Standardfassade bleibt es beim klassischen WDVS; besonders bei der Innendämmung und Kellerdeckendämmung ist die Mineralplatte ihr Geld wert.

Bild: KI generiert

Corinna Fröhling, Redakteurin für Kosten und Sanierung

Verfasst von

Corinna Fröhling Redakteurin für Kosten und Sanierung

Corinna Fröhling verantwortet als Redakteurin einen Großteil der Kosten-Ratgeber auf Blauarbeit und prüft neue Beiträge vor der Veröffentlichung. Seit 2019 schreibt sie über Kosten und Preise rund um Haus, Garten und Sanierung, daneben quer durch alle Gewerke. Ihr Anspruch: Preisspannen, mit denen man wirklich planen kann, statt Lockangebote und Schaufensterzahlen.

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