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Gepflasterter Gehweg aus grauen Betonplatten führt zur Haustür eines Einfamilienhauses

Gehweg pflastern: Kosten, Unterbau und Anleitung

Lesedauer 4 Minuten

Ein gepflasterter Gehweg kostet je nach Pflasterstein, Untergrund und Arbeitsaufwand 55 bis 95 € pro m². Bei einer Breite von 1,20 Metern entspricht das 66 bis 114 € je laufendem Meter. Da ein Gehweg im Gegensatz zu einer Einfahrt keine Fahrzeuge tragen muss, fällt die Tragschicht dünner aus. Dadurch sind Material- und Erdarbeiten meist günstiger.

Was kostet ein Gehweg je nach Breite?

Die Wegbreite wirkt sich direkt auf die Gesamtkosten aus. Für einen Hauseingang sind mindestens 1 Meter sinnvoll. Rund um das Haus reichen häufig 60 bis 80 cm aus. Soll der Weg auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl bequem nutzbar sein, sind 1,20 Meter eine gute Wahl.

BreitePreis je laufendem Meter10 Meter Gehweg
0,80 m (Nebenweg)44 bis 76 €440 bis 760 €
1,20 m (Hauszugang)66 bis 114 €660 bis 1.140 €
1,50 m (breiter Zugangsweg)83 bis 143 €830 bis 1.430 €

Preise inklusive Unterbau und Randsteinen (Stand 2026).

Kurze Wege verursachen je Meter häufig höhere Kosten, da Anfahrt, Maschinen und Baustelleneinrichtung unabhängig von der Fläche anfallen. Liegen weitere Pflasterarbeiten an, beispielsweise für Terrasse oder Stellplatz, lassen sich die Arbeiten oft gemeinsam ausführen. Die Kosten einer Zufahrt finden Sie im Beitrag Einfahrt pflastern Kosten.

Welche Faktoren beeinflussen den Preis?

Unterbau

Ein Gehweg benötigt meist nur 15 bis 20 cm Schottertragschicht sowie 3 bis 5 cm Splittbett. Für befahrbare Flächen sind dagegen häufig 30 bis 40 cm Schotter erforderlich. Das reduziert Erdarbeiten und Materialeinsatz.

Führt gelegentlich ein Auto über den Weg, sollte der Unterbau wie bei einer Einfahrt ausgeführt werden.

Pflastersteine und Material

Betonpflaster im Format 20 × 10 cm kostet meist 8 bis 15 € pro m² und zählt zu den wirtschaftlichsten Lösungen. Klinkerpflaster oder Naturstein liegen häufig zwischen 25 und 60 € pro m² und benötigen mehr Zeit beim Verlegen.

Für reine Fußwege reichen in vielen Fällen 6 cm starke Pflastersteine. Bei höherer Belastung, etwa durch Schubkarren oder kleine Anhänger, sind 8 cm sinnvoll.

Randsteine

Eine stabile Randeinfassung verhindert, dass sich Pflastersteine mit der Zeit verschieben. Die Kosten liegen meist zwischen 8 und 20 € je laufendem Meter.

Alle Varianten finden Sie im Beitrag Preise für gesetzte Randsteine.

Gehweg oder Gartenweg: Wo liegt der Unterschied?

Ein Gehweg besitzt einen tragfähigen Unterbau sowie eine feste Einfassung und eignet sich für dauerhaft genutzte Wege.

Ein Gartenweg kann schmaler ausfallen und besteht häufig aus Trittplatten oder einzelnen Platten im Splittbett. Dadurch sinken die Kosten, allerdings auch die Belastbarkeit.

Ein einfacher Trittplattenweg beginnt häufig bei etwa 25 € pro m², während ein gepflasterter Gehweg meist ab 55 € pro m² liegt.

Weitere Informationen finden Sie in den Beiträgen:

So wird ein Gehweg aufgebaut

Der Arbeitsablauf ist bei nahezu jedem Pflasterprojekt ähnlich aufgebaut.

  1. Boden etwa 25 bis 30 cm tief ausheben und den Arbeitsbereich etwas breiter als den späteren Gehweg herstellen.
  2. Untergrund planieren und verdichten. Weiche Bodenstellen werden entfernt.
  3. Schottertragschicht von 15 bis 20 cm einbauen und lagenweise verdichten.
  4. Randsteine in Beton setzen.
  5. Splittbett von 3 bis 5 cm Stärke abziehen.
  6. Pflastersteine mit gleichmäßigen Fugen verlegen.
  7. Fugensand einkehren, abrütteln und anschließend nochmals verfugen.

Häufig entstehen spätere Setzungen, wenn die Schottertragschicht in einer einzigen dicken Lage eingebaut wird. Besser ist das lagenweise Verdichten.

Was gilt am Übergang zum öffentlichen Gehweg?

Im Bereich zwischen Grundstück und Straße gelten häufig kommunale Vorgaben. Manche Gemeinden schreiben Pflasterart, Farbe oder Höhenlage vor. Vor der Materialbestellung sollte daher eine Rückfrage beim zuständigen Bauamt erfolgen.

Auch die Entwässerung spielt eine wichtige Rolle. Niederschlagswasser darf nicht auf den öffentlichen Gehweg geleitet werden. Ein Gefälle von etwa 2 % zur eigenen Grundstücksfläche oder eine Entwässerungsrinne verhindert dies.

Viele Städte fördern wasserdurchlässige Pflasterflächen über geringere Niederschlagsgebühren. Wissenswertes dazu bietet das Umweltbundesamt. Welche Auswirkungen versiegelte Flächen auf das Grundstück haben, erläutert der Beitrag Bodenversiegelung.

Für den Gehweg vor dem Grundstück gelten außerdem die örtlichen Regelungen zur Winterdienst- und Räumpflicht. Pflaster mit einer rauen Oberfläche bietet bei Nässe häufig mehr Trittsicherheit als glatte Betonplatten.

Häufige Fragen zum Gehweg pflastern

Wie viel Gefälle sollte ein Gehweg haben?

Ein Gefälle von etwa 2 % genügt in den meisten Fällen. Das entspricht rund 2 cm Höhenunterschied pro Meter. Das Wasser sollte immer vom Gebäude weggeleitet werden.

Kann ein Gehweg im Winter gepflastert werden?

Bei Frost sollte nicht gepflastert werden, da gefrorener Boden nicht ausreichend verdichtet werden kann. Temperaturen oberhalb von etwa 5 °C sind für Pflasterarbeiten meist geeignet.

Was kostet der Austausch eines alten Gehwegs?

Für Rückbau und Entsorgung fallen meist 12 bis 25 € pro m² an. Ist der vorhandene Unterbau noch tragfähig, können sich die Kosten für den neuen Gehweg reduzieren.

Welche Breite sollte ein Hauszugang haben?

Für einen komfortablen Zugang haben sich 1,20 Meter bewährt. Diese Breite eignet sich auch für Kinderwagen, Rollstuhl oder Rollator.

Wie lange hält ein gepflasterter Gehweg?

Bei fachgerechter Ausführung sind 30 Jahre und mehr durchaus erreichbar. Wichtig ist, die Fugen regelmäßig mit Sand nachzufüllen. Hinweise dazu finden Sie im Beitrag Pflaster verfugen.

Kann ich einen Gehweg selbst pflastern?

Gerade Wege mit kurzer Länge lassen sich mit etwas handwerklicher Erfahrung selbst herstellen. Kurven, Stufen oder komplizierte Höhenanschlüsse erfordern mehr Präzision.

Welche Pflastersteine eignen sich für Gehwege?

Betonpflaster ist preiswert und vielseitig. Klinker überzeugt durch seine lange Haltbarkeit, während Naturstein besonders hochwertig wirkt.

Wie tief muss der Unterbau für einen Gehweg sein?

Für reine Fußwege reichen meist 15 bis 20 cm Schotter sowie 3 bis 5 cm Splitt. Bei höherer Belastung sollte die Tragschicht entsprechend verstärkt werden.

Sind Randsteine bei einem Gehweg notwendig?

Eine stabile Randeinfassung verhindert seitliche Bewegungen der Pflastersteine und erhöht die Lebensdauer der Fläche.

Was kostet ein Gehweg inklusive Unterbau?

Je nach Pflastermaterial und Bodenverhältnissen liegen die Gesamtkosten meist zwischen 55 und 95 € pro m², einschließlich Erdarbeiten, Tragschicht und Einfassung.

Welche Pflastersteine sind am pflegeleichtesten?

Betonpflaster mit glatter Oberfläche lässt sich einfach reinigen. Beschichtete Pflastersteine nehmen Schmutz häufig langsamer auf und erschweren Moosbewuchs.

Wie breit sollte ein Gartenweg sein?

Für Nebenwege reichen oft 60 bis 80 cm. Hauptwege oder Zugänge zum Haus sollten mindestens 1 bis 1,20 Meter breit sein.

Benötigt ein Gehweg eine Drainage?

Bei wasserdurchlässigem Untergrund genügt häufig das erforderliche Gefälle. Auf bindigen Böden oder in Senken kann eine zusätzliche Entwässerungsrinne sinnvoll sein.

Was kostet Natursteinpflaster im Vergleich zu Betonpflaster?

Naturstein kostet meist 25 bis 60 € pro m², Betonpflaster dagegen häufig 8 bis 15 € pro m². Zusätzlich erhöht sich bei Naturstein der Verlegeaufwand.

Wie verhindert man Unkraut zwischen Pflastersteinen?

Ein gut verdichteter Unterbau, hochwertiger Fugensand und regelmäßiges Nachfüllen der Fugen erschweren den Bewuchs. Spezieller polymergebundener Fugensand kann den Pflegeaufwand zusätzlich reduzieren.

Corinna Fröhling, Redakteurin für Kosten und Sanierung

Verfasst von

Corinna Fröhling Redakteurin für Kosten und Sanierung

Corinna Fröhling verantwortet als Redakteurin einen Großteil der Kosten-Ratgeber auf Blauarbeit und prüft neue Beiträge vor der Veröffentlichung. Seit 2019 schreibt sie über Kosten und Preise rund um Haus, Garten und Sanierung, daneben quer durch alle Gewerke. Ihr Anspruch: Preisspannen, mit denen man wirklich planen kann, statt Lockangebote und Schaufensterzahlen.

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