Letzte Aktualisierung am 23. März 2026
Du hast keine Lust mehr einen Trampelpfad auf deinem Rasen zu hinterlassen? Dann solltest du in deinem Garten oder Vorgarten vielleicht einen Weg pflastern. Ein solcher Weg ist nicht nur funktional, sondern kann auch prima in die Gartengestaltung eingebunden werden und optisch ordentlich was hermachen. Wir zeigen dir in unserer Anleitung, wie du bei dieser Pflasterarbeit vorgehst. Ganz nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel! Im wahrsten Sinne der Redewendung.
Bevor du den Weg pflasterst, die richtige Vorbereitung
Wie bei allen Projekten, solltest du dich auch beim Pflastern des Weges vorher richtig vorbereiten. Überlege dir also zunächst einmal genau, wo der neue Weg verlaufen soll, wie breit dieser später sein soll und ob er gerade oder kurvig verlaufen soll. Außerdem solltest du verschiedene Pflastersteine vergleichen und den passenden für deinen Garten auswählen. Ob Natursteinpflaster, Beton oder Polygonalplatten – bei der Gartengestaltung sind dir hier keine Grenzen gesetzt. Auch eine ökologische Gestaltung des Weges ist möglich, wenn wasserdurchlässiges Pflaster verwendet wird, dass der Flächenversiegelung entgegen wirkt. Wichtig bei der Auswahl des Pflasters ist nur, dass die ausgewählten Platten, frostsicher und robust sind. Außerdem solltest du ein gewisses Gefälle für den Abfluss von Regenwasser einplanen.
Messe dann den späteren Weg genau aus, um den Materialbedarf ermitteln zu können. Berücksichtige dabei allerdings auch den Verschnitt.
Sobald du bei der Planung deines Weges also schon ein ganzes Stück weiter bist, kannst du mit der Planung fortfahren und folgende Werkzeuge und Materialien bereithalten:
- Schaufel
- Richtschnur
- Gummihammer
- Winkelschleifer
- Rüttelmaschine
- Harke
- Steinschneiderscheibe
- Abziehlatte
- Wasserwaage
- Kies/Sand/Schotter
- Körnung
- Split
Unterbau für den Weg
Willst du einen Weg pflastern, spielt der richtige Unterbau eine wichtige Rolle, um die Stabilität des Weges zu gewährleisten. Bei einem soliden Unterbau sacken die Pflastersteine später nicht ab und der Weg kann Witterungen besser trotzen.
Für den Unterbau muss zunächst ein Aushub erfolgen. Wie tief dieser sein muss, richtet sich auch nach der Nutzung des Weges. Grundsätzlich sollte ein etwa 20-35 Zentimeter Aushub für einen Gartenweg, der hauptsächlich von Fußgängern genutzt wird, vollkommen ausreichen. In kalten Regionen, wo oft Bodenfrost einsetzt, sollte der Aushub etwas tiefer sein. Außerdem solltest du den Aushub für die Arbeit am Weg etwas breiter ausheben als der Weg selbst später sein soll.
Glätte danach die Erde auf dem Boden sorgfältig mit der Harke. Mit der Richtschnur markierst du die gewünschte Pflasterhöhe. Mit einem Betonfundament stabilisierst du danach die Randsteine. Diese sollten mit einem Gummihammer in den Beton eingeklopft werden und mit der gespannten Richtschnur abschließen. Bevor du mit dem Pflastern des Weges fortfährst, solltest du den Beton dann aushärten lassen.
Danach solltest du für eine Frostschutzschicht sorgen. Fülle dafür die Fläche zwischen den Fundamenten mit einer etwa zehn Zentimeter dicken Schicht aus Kies auf und verdichte diese mit der Rüttelmaschine. Auf die verdichtete Frostschutzschicht schüttest du danach Sand für die Bettung des Weges. Wichtig dabei ist, dass der Sand eine exakte und gleichmäßige Oberfläche aufweist. Gegebenenfalls muss mit einer Abziehlatte begradigt werden. Denke bei der Höhe des Weges daran, dass die Bettung durch die Rüttelmaschine später noch einmal etwas absinken wird.
Pflastersteine für den Weg verlegen
Sobald der Unterbau fertig ist, kannst du damit beginnen die ausgewählten Pflastersteine für den Weg zu verlegen. Mit dem Winkelschleifer kannst du das Pflaster an den Rändern begradigen. Verlege danach die Pflastersteine. Orientiere dich dabei immer wieder an der Richtschnur und korrigiere mithilfe einer Wasserwaage, sodass die Pflastersteine auch gerade verlegt werden. Halte dabei auch, das von dir gewählte Gefälle ein, sodass Regenwasser gut abfließen kann.
Lass zwischen den Steinen immer etwas Abstand, um das Pflaster noch verfugen zu können. Fahre mit diesem Arbeitsschritt solange fort, bis der gesamte Weg mit Pflastersteinen ausgelegt ist.
Verfugen der Pflastersteine
Sobald alle Steine verlegt und der Weg rein optisch schonmal fertig erscheint, solltest du das Pflaster noch verfugen. Das sorgt zum einen für die Stabilität und kann späteren Schäden vorbeugen. Fülle die Fugen also entweder mit:
- Fugenfüller
- oder mit Fugensand auf
Fugenfüller härtet aus, sodass kaum Unkraut in den Fugen deines Weges wuchern kann. Achte allerdings auf Hinweise des Herstellers, bevor du einen Fugenfüller kaufst. Dieser sollte zu Boden- und Pflastereigenschaften passen.
Fugensand stellt ein loses Fugenmaterial dar und kann großzügig auf dem Weg verteilt und anschließend mit einem Besen in die Fugen eingefegt werden. Der Vorgang sollte solange wiederholt werden bis die Fugen richtig aufgefüllt sind. Fugensand steht in verschiedenen Ausführen zur Verfügung und kann an deine Gartengestaltung angepasst werden. Anders als Fugenfüller härtet er jedoch nie ganz aus und kann mit der Zeit durch Regen und Witterung etwas auswaschen, sodass der Fugensand vermutlich nach einiger Zeit neu aufgefüllt werden. Regenwasser kann durch den Fugensand jedoch gut absickern.
Sobald der Weg verlegt und die Pflastersteine verfugt sind, kannst du deinen Gartenweg noch abrütteln. Entferne dazu zunächst das Fugenmaterial von der Oberfläche und hole dann erneut die Rüttelmaschine hervor. Rüttel die Pflastersteine dann mit der Rüttelmaschine fest.
Einen Weg zu pflastern ist also gar nicht so schwer, sollte aber mit peinlich genauer Sorgfalt erfolgen, damit später keine Unebenheiten auftreten. Professionelle Pflasterer sorgen hier mit einem fachmännischen Unterbau für die Stabilität des Weges.





