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Bodenversiegelung reduzieren – für die Umwelt und den Geldbeutel

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Wenn es um moderne Stadt- und Gebäudeplanung geht, so fällt immer wieder der Begriff „Bodenversiegelung“. Mit der Vermeidung der Bodenversiegelungen werden Bürgerinitiativen gegen Neubaugebiete gegründet. Aber was genau ist Bodenversiegelung, und welche Probleme bringt sie mit sich? Diese Fragen werden hier ausführlich beantwortet. Da es zahlreiche gute Gründe gibt, Bodenversiegelung zu vermeiden, erfahren Sie außerdem, wie Sie diese auf Ihrem Grundstück beim Bau eines Hauses oder einer Terrasse minimieren oder sogar ganz vermeiden können. Damit tragen Sie nicht nur zum Umweltschutz bei, sondern vermeiden auch Gebühren und Probleme und steigern den Komfort und die ökologische Vielfalt auf Ihrem Grundstück.

Bei allen hier vorgeschlagenen Maßnahmen zur Vermeidung von Bodenversiegelung unterstützen Sie Expertenbetriebe aus dem Bauhandwerk und Landschaftsbau. Sie finden zahlreiche Landschaftsgärtner und andere Handwerker auf blauarbeit.de und können sich zur individuellen Situation auf Ihrem Grundstück und mit Ihren Projekten beraten lassen. Ebenso informiert er Sie darüber, ob Ihre Kommune über Förderprogramme für die Bodenentsiegelung oder ähnliche Projekte verfügt und unterstützt Sie bei der Beantragung.

Natürlicher Wasserkreislauf in unversiegelten Flächen

In der Natur ist der Boden, auf den Regen fällt, ein wichtiger Teil des Wasserkreislaufs und der Flora und Fauna. Während auf ihm zahlreiche Pflanzen wachsen und ein Heim und eine Nahrungsquelle für Insekten, Vögel und andere Tiere bieten, leben unter der Grasnarbe Regenwürmer, Maulwürfe und andere Bodenfauna. Mikroben und Pilze vervollständigen diesen natürlichen Lebensraum, der sich selbst erhält und die Basis für die Nahrungskette bildet. Gleichzeitig wird ein guter Teil des Regenwassers nicht hier aufgenommen, sondern versickert und wird Teil des Grundwassers. Er stellt so eine wichtige Ressource für die Natur, aber auch für die Landwirtschaft und Haushalte dar. Zuletzt reguliert der natürliche, feuchte Boden die Temperatur, indem das Wasser bei Sonneneinstrahlung verdunstet und so die Umgebungsluft abkühlt und feucht hält. All diese Vorgänge werden durch die Bodenversiegelung gestört oder sogar ganz verhindert.

Nachteile der Bodenversiegelung

Die Bodenversiegelung greift auf allen Ebenen in die natürlichen Vorgänge im Boden ein und sorgen für zahlreiche Probleme. Hier ein Überblick über die wichtigsten Auswirkungen.

Flora und Fauna

Dass auf einer asphaltierten Fläche oberirdisch nichts wachsen kann und dieses Gebiet für Kräuter, Insekten und andere Tiere als Lebensraum verloren geht, ist mit einem Blick erkennbar. Mindestens ebenso schwer wiegt jedoch die Schädigung der unterirdischen Flora und Fauna. Ohne regelmäßige Wasserzufuhr, Luftaustausch und die Nährstoffe der Pflanzen gehen sowohl Mikroben als auch Bodenfauna zugrunde. Wenn die ökologische Vielfalt des Bodens einmal zerstört ist, so genügt es nicht, die versiegelnden Materialien zu entfernen. Die Erde muss aufwendig aufbereitet werden, um in absehbarer Zeit wieder fruchtbar zu werden.

Wasserhaushalt

Wasser, das auf Asphalt fällt und in die Kanalisation abgeleitet wird, ist für den Wasserhaushalt der Umgebung verloren. Gerade in Zeiten der Trockenheit geht so dringend benötigte Feuchtigkeit verloren. Der Grundwasserspiegel fällt, während paradoxerweise bei Starkregenereignissen Hochwasser droht. Dieses kann zu massiven Schäden führen, wenn nicht teure Maßnahmen für Regenrückhaltebecken und Überflutungsflächen ergriffen werden. Zusätzlich können an Hängen liegende versiegelte Flächen dafür sorgen, dass die Wassermassen den Boden erodieren und die Fruchtbarkeit verringern. Im schlimmsten Fall kann es zu Erdrutschen kommen, die Häuser und Menschenleben bedrohen. Um die Kosten für diese zahlreichen Gefahren und Maßnahmen auszugleichen, wird in vielen Kommunen eine zusätzliche Abwassergebühr für versiegelte Flächen fällig.

Mikroklima

Versiegelter Boden kann nicht nur kein Wasser aufnehmen, sondern es auch nicht bei Hitze abgeben und so die Umgebung durch Verdunstung abkühlen. Jeder kennt den Effekt, dass es an heißen Sommertagen in Städten und besonders an Straßen und auf Parkplätzen deutlich wärmer ist als auf dem Land. Die Hitze gefährdet die Gesundheit von Mensch und Haustieren, sorgt für zusätzlichen Energieverbrauch durch Klimaanlagen und beschädigt auch Baumaterialien.

Bodenversiegelung auf dem eigenen Grundstück reduzieren

Wie Sie sehen, gibt es zahlreiche Gründe, Boden unversiegelt zu lassen. Dennoch müssen Sie nicht auf Terrassen, Auffahrten und andere feste Wege verzichten. Auch der auf ein Hausdach fallende Regen kann ökologisch genutzt werden und geht so für die Tier- und Pflanzenwelt nicht verloren. Dank moderner Technologie und kluger Bauweise können Sie die Bodenversiegelung reduzieren und einen Beitrag zu Umweltschutz und Hochwasserschutz leisten und sich gleichzeitig über ein angenehmes Mikroklima und eine niedrige Abwasserrechnung freuen.

Maßnahmen für Hausdächer

Regenwasser, das auf Hausdächer fällt, muss nicht ungenutzt über die Regenrinne in den Abwasserkanälen verschwinden. Viele Häuser besitzen bereits Regenwassertonnen, die mit Wasser gefüllt werden und das Wasser zum Gießen zur Verfügung stellen. Einen Schritt weiter gehen Sie, wenn Sie eine Zisterne anlegen. Das Wasser kann für zahlreiche Nutzungen im Haus und für die Bewässerung Ihres Gartens genutzt werden. Dies spart nicht nur Abwassergebühren, sondern auch kostbares Trinkwasser. Eine andere gute Möglichkeit ist eine Dachbegrünung. Diese kühlt nicht nur Ihr Haus, sondern gibt jedem Dach ein einzigartiges, attraktives Aussehen. Hier haben Sie zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten von naturbelassen und traditionell bis hin zu modern.

Maßnahmen für Terrassen, Wege und Auffahrten

Wenn Sie eine Terrasse bauen, einen Plattenweg anlegen oder eine Auffahrt für Ihre Garage bauen oder sanieren lassen, so gibt es zahlreiche Möglichkeiten, dies mit minimaler Bodenversiegelung zu realisieren. Die einfachste Methode sind Rasengittersteine oder Splittfugenpflaster, welche die notwendige Festigkeit für Fahrzeuge bieten, Regenwasser aber durch die Zwischenräume durchsickern lassen. Alternativ können Sie die Plattenwege und Auffahrten aus wasserdurchlässigem Material wie haufwerksporigem Beton realisieren lassen. Dieser ist sowohl optisch als auch in seiner Festigkeit kaum von normalem Beton zu unterscheiden, erlaubt jedoch Wasser, ihn zu durchdringen. Einen Schritt weiter gehen spezielle Bodenbeläge, die Wasser in einer Drainageschicht speichern und über eine Tragschicht durchsickern lassen. Sowohl Terrassen als auch Auffahrten können so realisiert werden. 

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