Letzte Aktualisierung am 20. März 2026
Bevor du mit dem Fliesen legen beginnst, überlege genau wo welche Aussparungen für diverse Anschlüsse, wie beispielsweise Wasserleitungen oder Heizungen, nötig sind. Achte darauf, dass in deinem Badezimmer die Dusche und die Badewanne wasserdicht eingebaut werden. Worauf du beim Fliesen deiner Wände genau achten sollten erfährst du in unserer Anleitung: Wandfliesen verlegen.
Farbige Fliesen können deine Böden und Wände ein bisschen auflockern und sehr stilvoll sein. Fliesen sind in vielen verschiedenen Ausführungen möglich, beispielsweise auch als Fliesen in Holzoptik. Eine umfangreiche Vorarbeit und eine detaillierte Planung sind schon der erste Schritt für ein gutes Ergebnis. Berechne zunächst die Fläche damit du genau weißt, wie viel Material du benötigst. Frage im Baumarkt nach der genauen Menge der Fugenfüller, Kleber und des richtigen Werkzeuges für die Fläche, die du fliesen willst.
Beginne mit kleinen Flächen
Vermesse zunächst die Flächen mit dem Zollstock. Mit Hilfe von einer Wasserwaage und einem Senklot kannst du alle Hilfslinien vorab einzeichnen. Wenn du dich für farbig abgesetzte Fliesen entschieden haben, markiere diese auch vor dem Verlegen. Damit du in Richtung Decke mit einer ganzen Fliese abschließen kannst, ist es unabdinglich die Höhe der Sockelfliese genau auszumessen.
Kleiner Tipp: Sei genau, wenn du die Fliesen schneidest. Achte darauf, dass die Breite der geschnittenen Fliesen nicht zu gering ist, wenn es um die schwer zugänglichen Ecken und Vorsprünge geht. Das macht erstens optisch nicht viel her und zweitens lassen sich die schmalen Anschnitte nur mühsam zuschneiden.
Aller Anfang ist schwer
Wenn du mit dem Fliesenlegen oder verfugen noch nie in Berührung gekommen bist, ist es ratsam, mit Leisten anzufangen. Für die erste waagerechte und senkrechte Fliesenreihe befestigst du eine Hilfsleiste an der Wand, die zur Orientierung dient.
Schnapp dir nun den Fliesenkleber und beginne mit den Sockelfliesen. Die Dehnungsfuge sollte ausreichend Abstand zum Fußboden haben, damit diese dann auch lange elastisch abgedichtet wird. Die Sockelfliesen können auch im sogenannten “Butteringverfahren” gesetzt werden: Der Kleber wird mit einem Zahnspachtel vollflächig auf die einzelnen Fliesen aufgetragen.
Fliesenkleber richtig einsetzen
Am Anfang wird der Fliesenkleber in kleineren, überschaubaren Flächen aufgetragen beziehungsweise gekämmt, damit du dich zunächst an alles gewöhnen kannst. Egal ob von oben nach unten oder von rechts nach links, die Richtung, wie du den Kleber verteilst ist völlig egal. Wichtig ist es aber, dass der Fliesenkleber gleichmäßig verteilt ist. Nur so kann ein hohlraumfreies Verkleben gewährleistet werden. Schiebe die einzelnen Fliesen mit leichtem Druck in das Kleberblatt hinein. Bedenke, dass die Fliesen an keiner Stelle mörtelfrei direkt auf dem Untergrund aufliegen.
Gut zu wissen: Zwei Fliesenlegerecken helfen dir bei der Orientierung und beim Vermessen. Sie werden links und rechts auf den vertikal verlegten Fliesen aufgelegt und mit einer Richtschnur verbunden.
Fliesen, die vielleicht noch ein bisschen verrückt werden sollen, können nur in einer bestimmten Zeit korrigiert werden. Je nach Kleber beträgt diese Zeit ungefähr 10 bis 15 Minuten. Gehe zwischendurch mal einen Schritt zurück, um sich das Gesamtbild anzuschauen. Der gerade aufgetragene Fliesenkleber lässt sich noch ganz einfach von den Fliesen und aus den Fugen entfernen. Hierbei verwendest du einen nassen Schwamm für die Reinigung der verfliesten Abschnitte.
Fliesen verfugen – so geht’s!
Nachdem du die gefliesten Flächen mit einem nassen Schwamm gründlich gereinigt hast, geht es nun weiter mit dem Verfugen. Innerhalb eines Tages ist der Fliesenkleber ausgehärtet und du kannst mit dem Verfugen beginnen. Es gibt auch spezielle Schnellkleber, die es dir ermöglichen schon drei Stunden nach dem Fliesenlegen fortzufahren. Für die Inneneinrichtung gibt es Fugenmörtel in verschiedenen Farbtönen.
Wenn du beispielsweise deine Badezimmer-Fliesen verfugen möchtest, eignet sich ein Fugenmörtel, der elastisch und wasserundurchlässig ist. Dieser Fugenmörtel muss außerdem dünnflüssiger sein, als der Fliesenkleber. Mischen Sie hier zunächst auch kleinere Mengen zusammen, um sich auch hier an die Arbeit erstmal anzutasten.
Kleiner Tipp: Beim farbigen Verfugen der Fliesen muss der Fugenmörtel ausnahmslos gleichmäßig angemischt werden, damit das Fugenbild einheitlich ist. Das richtige Mischungsverhältnis entnimmst du der Gebrauchsanweisung.
Schritt für Schritt zum Ziel
Der Fugenfüller muss schräg zum Fugenverlauf mit einem Schwammbrett gründlich in die Fugen eingearbeitet werden. Achte penibel auf Sorgfalt, da mit diesem Schritt die geflieste Fläche versiegelt wird und damit auch der Schutz gegen Feuchtigkeit gewährleistet ist.
Gehe hier auch Abschnitt für Abschnitt vor und beseitige direkt überschüssige Fugenmasse mit einem sogenannten Fugengummi. Nachdem die Fugenmörtel nun angezogen werden, wasche die Flächen mit einem feuchten Schwamm ab. Beachte, dass du den Schwamm immer wieder zwischendurch ausspülst. Wenn du alles erledigt hast, polierst du am Ende alle Fliesen mit einem trockenen Tuch nach.
Wenn du genau auf alles achtest und alle nötigen Materialien vorliegen hast, kannst du als Hobbyhandwerker auch deine eigenen Fliesen verlegen und verfugen. Die Hilfe und Einweisung durch einen professionellen Fliesenleger kann in jedem Fall aber durchaus hilfreich sein. Die detaillierte Planung aller Arbeitsschritte und die Bereitstellung aller Werkzeuge und Materialien sind die wichtigste Voraussetzung für ein gutes Gelingen.






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Hey interessanter Beitrag 😀 Ich frage mich ob es mit Schnellkleber funktionieren würde? Viele Grüsse
Hallöchen! 😀
Vielen Dank für den Beitrag, der hat mir wirklich super weitergeholfen!!
Ich kann mir einen Fliesenleger momentan nicht leisten, muss aber die gesprungenen Fliesen im Badezimmer durch neue ersetzen, da ich mich ansonsten nur an den kaputten schneide. Deshalb bin ich euch sehr dankbar für den hilfreichen Post!
LG Melly 😉