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aktualisiert am 08.01.2026 3 Minuten Lesezeit
Kurz erklärt
Für den Einbau einer Wärmepumpe werden in der Regel mehrere spezialisierte Handwerker benötigt. Zentrales Hauptgewerk ist der Heizungsbauer (SHK), ergänzt durch einen Elektriker für den Stromanschluss. Abhängig von Wärmepumpenart, Gebäude und Förderwunsch können zusätzlich ein Energieberater sowie Spezialgewerke wie Tiefbauer oder Fundamentbauer erforderlich sein.
Warum sind bei einer Wärmepumpe mehrere Handwerker nötig?
Eine Wärmepumpe greift gleichzeitig in Heizungstechnik, Elektrik und Gebäudestruktur ein. Damit die Anlage effizient, sicher und förderfähig betrieben werden kann, müssen die beteiligten Gewerke fachlich korrekt zusammenarbeiten. Fehler in der Abstimmung führen häufig zu Mehrkosten oder schlechter Effizienz.
Diese Handwerker werden für eine Wärmepumpe benötigt
1. Heizungsbauer (SHK) – das Hauptgewerk
Der Heizungsbauer ist für Planung und Umsetzung der Wärmepumpenanlage verantwortlich. Zu seinen Aufgaben gehören:
- Auslegung der passenden Wärmepumpenart
- Einbau der Wärmepumpe
- Anschluss an das bestehende Heizsystem
- hydraulischer Abgleich
- Inbetriebnahme und Funktionsprüfung
Ohne einen qualifizierten SHK-Fachbetrieb ist eine fachgerechte Installation nicht möglich.
2. Elektriker – zwingend erforderlich
Jede Wärmepumpe benötigt einen fachgerecht ausgeführten Stromanschluss. Der Elektriker übernimmt unter anderem:
- Anschluss der Wärmepumpe an das Stromnetz
- Absicherung und Anpassung des Sicherungskastens
- Installation separater Zähler oder Lastmanagement
- Einbindung in Photovoltaik- oder Smart-Home-Systeme (falls vorhanden)
Gerade bei leistungsstarken Anlagen ist die elektrische Auslegung entscheidend für einen störungsfreien Betrieb.
3. Energieberater – häufig Voraussetzung für Förderung
Ein Energieberater ist nicht in jedem Projekt zwingend notwendig, aber in vielen Fällen sinnvoll oder sogar erforderlich. Er wird insbesondere benötigt, wenn:
- staatliche Förderungen (z. B. BAFA, KfW) beantragt werden sollen
- eine Wirtschaftlichkeitsberechnung gewünscht ist
- geprüft werden soll, ob das Gebäude für eine Wärmepumpe geeignet ist
Viele Förderprogramme setzen einen zertifizierten Energieberater voraus.
4. Weitere Gewerke je nach Wärmepumpenart
Je nach eingesetzter Wärmepumpe können zusätzliche Fachbetriebe notwendig sein:
| Wärmepumpenart | Zusätzlich benötigtes Gewerk |
|---|---|
| Erdwärmepumpe | Tiefbauer / Bohrfirma |
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | Fundamentbauer oder Garten-/Tiefbau |
| Wasser-Wasser-Wärmepumpe | Brunnenbauer |
| Hybridanlage | Fachbetrieb für bestehende Heiztechnik |
Diese Arbeiten müssen zeitlich und technisch sauber mit dem Heizungsbauer abgestimmt werden.
In welcher Reihenfolge sollten die Handwerker beauftragt werden?
Eine bewährte Reihenfolge sieht wie folgt aus:
- Energieberater (falls Förderung geplant ist)
- Heizungsbauer (Planung und Hauptauftrag)
- Elektriker (parallel zur Planung oder vor Inbetriebnahme)
- Spezialgewerke (z. B. Bohrfirma oder Fundamentbau)
Eine fehlende Koordination zwischen den Gewerken ist eine der häufigsten Ursachen für Verzögerungen und Zusatzkosten.
Typische Fehler bei der Beauftragung einer Wärmepumpe
- Beauftragung nur eines Gewerks ohne Gesamtplanung
- Förderfähigkeit erst nach Vertragsabschluss prüfen
- Wärmepumpe ohne Prüfung der Gebäudedämmung installieren
- fehlende Abstimmung zwischen Heizungsbauer und Elektriker
- unklare Zuständigkeiten bei mehreren beteiligten Betrieben
Diese Fehler lassen sich durch eine strukturierte Planung und klare Kommunikation vermeiden.
Wie finde ich die passenden Handwerker für eine Wärmepumpe?
Für viele Auftraggeber besteht die größte Herausforderung darin, geeignete Fachbetriebe zu finden und zu koordinieren. Die benötigten Gewerke sind regional unterschiedlich verfügbar und zeitlich oft ausgelastet.
Plattformen wie blauarbeit.de unterstützen dabei, passende Handwerksbetriebe für Wärmepumpenprojekte nach Gewerk und Region zu finden und den Auswahlprozess zu vereinfachen.
Fazit
Für den Einbau einer Wärmepumpe sind mehrere spezialisierte Handwerker notwendig, insbesondere Heizungsbauer und Elektriker. Je nach Projekt kommen Energieberater und weitere Gewerke hinzu. Eine saubere Planung und Abstimmung entscheidet über Effizienz, Kosten und Förderfähigkeit der Anlage.
Häufige Fragen
Brauche ich immer einen Energieberater für eine Wärmepumpe?
Nein. Ein Energieberater ist vor allem dann erforderlich, wenn Fördermittel beantragt werden oder eine umfassende Wirtschaftlichkeitsanalyse gewünscht ist.
Kann ein Heizungsbauer auch die Elektrik übernehmen?
Nein. Elektrische Anschlüsse dürfen nur von qualifizierten Elektrikern durchgeführt werden.
Wie lange dauert die Installation einer Wärmepumpe?
Je nach Wärmepumpenart und Umfang der Arbeiten dauert die Installation in der Regel ein bis mehrere Tage.
Gibt es regionale Unterschiede bei der Verfügbarkeit von Handwerkern?
Ja. Verfügbarkeit und Wartezeiten unterscheiden sich je nach Region und Auslastung der Betriebe deutlich.





