
Kosten & Preise
Boden ausgleichen und Fliesen entfernen: Kosten und Preise aus der Praxis
3. Juni 2026
Handwerker-Vermittlung
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Kosten & Preise
3. Juni 2026

Kosten & Preise
3. Juni 2026

Küche
13. Jan. 2026

Küche
13. Jan. 2026
Der durchschnittliche Wasserverbrauch in deutschen Haushalten lag 2023 bei 125 Litern pro Person und Tag, davon entfallen rund 36 Prozent auf das Baden, Duschen und die Körperpflege (Umweltbundesamt, 2024).
Dieser Wert spiegelt sich 2026 bei den Renovierungsarbeiten in Bad und Küche: weniger Verbrauch, mehr Komfort, klare Förderlinien.
Diese drei Kernthemen stehen aktuell im Fokus:
1. die KfW-Programme 159 und 455-B für altersgerechten Umbau,
2. die BAFA-Heizungsoptimierung mit bis zu 30 Prozent Zuschuss,
3. die neue Vorgaben für wassersparende Armaturen nach DIN EN 200.
Wer 2026 saniert, plant nicht nur Optik. Sondern auch nach Einsparpotenzialen für Energie und Wasser und Barrierefreiheit gleichzeitig.
Eine vollständige Badsanierung kostet in Deutschland aktuell zwischen 12.000 bis 25.000 Euro für ein Standardbad von acht Quadratmetern (Verbraucherzentrale NRW, 2024). Diese Spannen für Badsanierungen erklären wir im Detail hier: Komplett- oder Teilsanierung. Eine neue Küche schlägt mit ca. 8.000 - 30.000 Euro zu Buche.
Wichtige Fakten:
- Kosten einer kompletten Badsanierung: 12.000 - 25.000 Euro für 8 qm, je nach Ausstattung und Standortlage.
- KfW 159 fördert altersgerechten Umbau mit Krediten bis 50.000 Euro, KfW 455-B mit Zuschüssen bis 6.250 Euro.
- Gas- und Wasserinstallation darf nur von konzessionierten Fachbetrieben nach AVBWasserV ausgeführt werden.
- Bodengleiche Duschen brauchen ein zweistufiges Abdichtungssystem nach DIN 18534.
- Eine Standardküche hält 15 - 25 Jahre, eine Massivholz-Arbeitsplatte 20 - 30 Jahre bei korrekter Pflege.
Für eine Komplettsanierung im Standardbad rechnen Sie 1.500 bis 3.100 Euro pro Quadratmeter, eine reine Teilsanierung beginnt bei 600 Euro pro Quadratmeter (Verbraucherzentrale NRW, 2024). Diese Preisspanne erklärt sich durch Sanitär-, und Fliesenqualität, Elektroaufwand und ob Rohre saniert werden müssen.
Die Hauptkosten verteilen sich wie folgt: Sanitärausstattung mit Armaturen schlagen mit 25 bis 35 Prozent zu Buche, Fliesen plus Verlegung mit 20 bis 25 Prozent, Installationsarbeiten mit 15 bis 20 Prozent. Der Rest entfällt auf Abriss, Estrich, Elektrik und Maler.
| Sanierungstyp | Bad 5 qm | Bad 8 qm | Bad 12 qm | Zeitraum |
|---|---|---|---|---|
| Teilsanierung (Optik) | 3.000 - 6.000 € | 5.000 - 9.000 € | 7.500 -13.000 € | 5 -10 Tage |
| Komplettsanierung Standard | 8.000 - 14.000 € | 12.000 - 19.000 € | 18.000 - 26.000 € | 2 - 3 Wochen |
| Komplettsanierung Premium | 13.000 - 22.000 € | 19.000 - 32.000 € | 26.000 - 45.000 € | 3 - 5 Wochen |
| Barrierefrei DIN 18040-2 | +2.000 - 4.000 € | +3.000 - 5.500 € | +4.500 - 8.000 € | +3 - 7 Tage |
Regionale Unterschiede sind erheblich. Stundensätze für SHK-Betriebe schwanken zwischen 55 Euro in ostdeutschen Flächenregionen und 95 Euro in München oder Hamburg. Dies summiert sich bei einer Standardsanierung schnell auf 1.500 Euro Differenz allein über die Löhne. Wir empfehlen immer, Angebote einzuholen und diese nicht nur nach Kosten zu vergleichen, sondern auch nach der Beratungsqualität. Mehr Details im Ratgeber Dusche-Einbaukosten.
Eine Teilsanierung lohnt sich immer unter zwei Bedingungen: Die Rohrleitungen sind technisch intakt, und das Bad ist jünger als 25 Jahre. Sind die Leitungen aus verzinktem Stahl von vor 1985, empfiehlt sich eine Komplettsanierung, weil Reparaturkosten innerhalb von zehn Jahren die Einsparungen typischerweise übersteigen.
Es gibt eine wirtschaftliche Faustregel: Liegen die geschätzten Teilsanierungskosten über 60 Prozent einer Komplettsanierung, sanieren Sie besser komplett. Sie verzichten somit auf eine zweite Baustelle innerhalb von kurzer Zeit in Ihrem zuhause und vermeiden z.B. dass neue Fliesen wieder herausgerissen werden müssen, falls es zu einem Wasserschaden kommt. Sie sparen sich also die doppelte Bauphase, die Kosten und die Zeit.
Wer die Komplettsanierung scheut, weil das Bad "noch funktioniert", übersieht oft den Energieaspekt: Eine neue Mischbatterie mit Eco-Funktion spart 30 bis 50 Prozent Warmwasser, das amortisiert sich bei steigenden Gaspreisen in vier bis sechs Jahren. .
Eine Komplettsanierung benötigt mindestens vier Gewerke: SHK-Installateur, Fliesenleger, Elektriker und Maler. Bei tragenden Wänden oder Estricharbeiten kommen Trockenbauer und Estrichleger hinzu.
Wer einzeln vergibt, spart 10 bis 15 Prozent gegenüber Komplettangeboten von Badstudios. Das gilt aber nur bei guter Handwerkerkoordination. Wer hier den Bauzeitenplan nicht einhalten kann, verliert mehr Geld durch Stillstand als er durch Einzelvergabe sparen würde. Mehr im Ratgeber Welche Handwerker brauche ich.
Eine bodengleiche Dusche kostet inklusive Abdichtung, Ablauf und Verfliesung 2.500 bis 5.500 Euro, eine klassische Duschwanne 1.200 bis 2.800 Euro. Die Mehrkosten der bodengleichen Variante entstehen durch das Abdichtungssystem nach DIN 18534 und das Gefälle im Estrich von 1 bis 2 Prozent zum Ablauf.
| Duschtyp | Mindestmaß | Komfortmaß | Barrierefrei DIN 18040-2 |
|---|---|---|---|
| Eckdusche quadratisch | 80x80 cm | 100x100 cm | 120x120 cm |
| Rechteck-Dusche | 80x100 cm | 90x120 cm | 120x150 cm |
| Walk-in | 90x90 cm (mit Spritzschutz) | 110x110 cm | 150x150 cm, schwellenlos |
Die Abdichtung ist 2026 der häufigste Streitpunkt bei Bauschäden.
Korrekt ist ein zweistufiges System:
1. die Verbundabdichtung auf dem Estrich vor dem Verfliesen mit Flüssigkunststoff oder Bahnen,
2. elastische Silikonfugen in den Wandanschlüssen.
Wer hier spart, riskiert Pilzbefall im Estrich innerhalb von drei bis fünf Jahren. Mehr im Ratgeber Dusche abdichten.
Ein Warmwasserhandtuchheizkörper kostet inklusive Anschluss 350 bis 950 Euro, eine Elektrovariante 200 bis 600 Euro. Der laufende Betrieb verschiebt das Bild komplett: Strom kostete 2025 durchschnittlich 38 Cent pro kWh, Erdgas etwa 11 Cent pro kWh (Bundesnetzagentur, 2025).
Rechenbeispiel für ein Standardbad mit 500 Stunden Heizzeit pro Jahr und 700 Watt Leistung: Der Elektrobetrieb kostet rund 133 Euro pro Jahr, der Gasbetrieb über die Zentralheizung etwa 38 Euro. Über 15 Jahre Lebensdauer summiert sich das auf 1.425 Euro Mehrkosten beim Elektromodell. Diese Rechnung kippt nur dort, wo kein Heizungswasser anliegt oder ein dritter Heizkreis nachgerüstet werden müsste.
Weitere Informationen finden Sie im Beitrag Badheizung.
Die Normhöhe für Waschtische liegt nach DIN 68935 bei 85 cm, ergonomisch empfohlen werden 88 bis 95 cm je nach Körpergröße. Standardbadewannen messen 170 x 75 cm und der wachsende Markt für Sondergrößen reicht von 140 cm Kompaktwannen bis 200 cm Komfortwannen.
| Objekt | Standard | Komfort | Barrierefrei |
|---|---|---|---|
| Waschtisch Höhe Oberkante | 85 cm | 90 - 95 cm | 80 - 85 cm (unterfahrbar) |
| Waschbecken Breite | 55 - 65 cm | 70 - 90 cm | min. 60 cm, Beinraum 67 cm |
| Badewanne | 170x75 cm | 180x80 cm | n/a (Dusche bevorzugen) |
| WC Sitzhöhe | 40 cm | 43 - 46 cm (Komfort-WC) | 46 - 48 cm |
Bei der Wannenwahl entscheiden zwei Faktoren: Volumen und Material. Acryl wiegt 25 bis 35 Kilogramm und ist günstig, Stahlemaille wiegt 35 bis 55 Kilogramm und hält 30 bis 40 Jahre. Vollgusswannen aus Mineralwerkstoff kosten ab 1.500 Euro, halten dafür praktisch lebenslang. Ausführliche Artikel finden Sie hier: Waschbeckenmaße und Badewannenmaße.
Ein barrierefreies Bad nach DIN 18040-2 benötigt eine Bewegungsfläche von 120 x 120 cm vor Sanitärobjekten, R-Variante (rollstuhlgerecht) sogar 150 x 150 cm. Die KfW fördert solche Umbauten über Programm 159 mit zinsverbilligten Krediten bis 50.000 Euro und über 455-B mit Zuschüssen bis 6.250 Euro (KfW, 2025).
| Element | Barrierefrei (B) | Rollstuhlgerecht (R) |
|---|---|---|
| Bewegungsfläche vor WC | 120x120 cm | 150x150 cm |
| Türbreite | min. 80 cm lichte Weite | min. 90 cm |
| Dusche | 120x120 cm, schwellenlos | 150x150 cm, schwellenlos |
| Waschtisch | unterfahrbar 67 cm hoch | unterfahrbar, Höhenverstellung empfohlen |
| WC seitliche Stützgriffe | klappbar, 28 cm neben Becken | beidseitig klappbar |
Der KfW-Zuschuss 455-B wurde 2024 wieder aufgenommen, ist aber budgetiert und in der Vergangenheit mehrfach unvermittelt im Jahr ausgesetzt worden. Antragsteller sollten sich den Zuschuss vor der Beauftragung sichern. Bei dem Kreditprogramm 159 ist Antrag vor Auftragsvergabe ohnehin zwingend erforderlich.
Aus Praxisberichten zeigt sich: Die häufigste DIN-18040-Falle ist nicht die Bewegungsfläche, sondern die Türanschlagsrichtung. Bäder, deren Tür nach innen öffnet, sind nach Sturz blockiert. Nach DIN soll die Tür nach außen öffnen oder als Schiebetür ausgeführt sein.
Die Auswahl der Küchenform bestimmt 60 bis 70 Prozent der späteren Arbeitsergonomie. Branchenleitlinien empfehlen Arbeitswege im Dreieck Kochen-Spülen-Lagern von 3,60 bis 6,60 Metern Gesamtlänge.
| Form | Mindestraum | Optimaler Raum | Stärke |
|---|---|---|---|
| Einzeilig | 2,40 m Wandlänge | 3,60-4,20 m | Schmale Räume, Single-Haushalt |
| Zweizeilig | 1,80 m Raumbreite | 2,40 m Raumbreite | Durchgangsküche, kurze Wege |
| L-Küche | 2,40x2,40 m | 3,00x3,60 m | Universell, Eckverwertung |
| U-Küche | 3,00x2,40 m | 3,60x3,00 m | Viel Arbeitsfläche, ergonomisch |
| G-Küche (U + Theke) | 3,60x3,00 m | 4,00x3,60 m | Wohnküche mit Sitzbereich |
| Inselküche | 4,00x3,60 m | 4,80x4,00 m | Offener Grundriss, Kommunikation |
Der Mindestabstand zwischen zwei gegenüberliegenden Küchenzeilen beträgt 120 cm, ergonomisch besser sind aber 140 bis 150 cm. Unter 120 cm können Geräte wie Backofen oder Spülmaschine nicht gleichzeitig geöffnet werden. Lesen Sie auch: Küchenformen und Küchenmaße.
Eine komplette Einbauküche inklusive Geräten und Montage liegt 2026 zwischen 8.000 und 30.000 Euro für eine Standardlänge von 3,60 Metern. Hochwertige Markenküchen mit Premium-Geräten erreichen 40.000 bis 70.000 Euro. Die Spannweite erklärt sich durch Korpusmaterial, Frontqualität, Markenelektrogeräte und Sondermaße.
Wer eine Vorgängerküche hat, muss vorher den Ausbau und die Entsorgung, bzw. den Weiterverkauf, einplanen. Eine 3,60-m-Küche zu demontieren und zu entsorgen kostet ungefähr 350 bis 700 Euro. Mehr dazu im Ratgeber Barrierefreie Küche.
Eine Granitarbeitsplatte kostet inklusive Zuschnitt und Montage 250 bis 550 Euro pro Quadratmeter, eine Quarzkompositarbeitsplatte 280 bis 600 Euro pro Quadratmeter und das Material HPL-Schichtstoff bleibt mit 60 bis 180 Euro pro Quadratmeter die günstigste Variante. Die Materialwahl entscheidet über 8 bis 15 Prozent der Gesamtkosten.
| Material | Preis pro qm | Lebensdauer | Pflege | Schwäche |
|---|---|---|---|---|
| HPL-Schichtstoff | 60 - 180 € | 10 - 15 Jahre | einfach | kratzempfindlich, nicht hitzefest |
| Massivholz | 200 - 450 € | 20 - 30 Jahre | regelmäßig ölen | wasserempfindlich an Schnittkanten |
| Granit | 250 - 550 € | 50+ Jahre | imprägnieren alle 2 J. | säureempfindlich (Zitrone) |
| Quarzkomposit | 280 - 600 € | 30+ Jahre | einfach | UV-empfindlich bei Sonneneinstrahlung |
| Keramik | 350 - 700 € | 30+ Jahre | einfach | punktstoßempfindlich (Bruch) |
Holzarbeitsplatten sind 2026 wieder im Trend, man sollte diese aber alle zwei Jahre nachölen. Wasser verträgt das Holz nur schlecht - Wasserlachen sofort wegwischen ist Pflicht. Schnittkanten am Spülenausschnitt sollten zweimal pro Jahr nachversiegelt werden. Wem der Pflegeaufwand hier zu hoch ist, fährt mit Quarz oder Keramik, welche wartungsfrei sind, besser. Mehr im Ratgeber Arbeitsplatte einbauen.
Arbeiten an gas- und wasserführenden Leitungen dürfen nach AVBWasserV §12 und NDAV §13 nur durch Installateure ausgeführt werden, die im Installateurverzeichnis des örtlichen Versorgers eingetragen sind. Verstöße sind nicht nur versicherungsrechtlich problematisch, sondern auch Ordnungswidrigkeit.
Konkret bedeutet das: Eine Wasseruhr versetzen, einen Gasanschluss neu setzen, einen Heizkessel installieren oder eine Druckprüfung dokumentieren darf kein Heimwerker und auch kein Hausmeisterservice ohne Konzession. Die Gasdruckprüfung nach DVGW-TRGI 2018 ist Pflicht nach jeder Veränderung am Leitungsnetz, dokumentationspflichtig und nur durch konzessionierte Betriebe gültig.
Wer Kellerräume mit Sanitärobjekten unterhalb der Rückstauebene (meist Straßenniveau) nutzt, ist nach DIN EN 12056-4 zur Rückstausicherung verpflichtet. Eine fehlende oder defekte Rückstauklappe führt im Schadensfall regelmäßig zur Leistungskürzung der Gebäudeversicherung. Der Einbau durch SHK-Fachbetriebe kostet zwischen 400 bis 900 Euro, eine jährliche Wartung 60 bis 130 Euro. Weitere Infos finden Sie hier: Rückstauklappe.
Für Bad und Küche relevant sind drei Förderprogramme. KfW 159 fördert altersgerechten Umbau mit Krediten bis 50.000 Euro zu Konditionen unter Marktzins, KfW 455-B mit Zuschüssen bis 6.250 Euro für Einzelmaßnahmen. Für Heizung und Warmwasser greift die BAFA-Heizungsoptimierung mit bis zu 30 Prozent.
| Programm | Förderhöhe | Voraussetzung | Antragszeitpunkt |
|---|---|---|---|
| KfW 159 | Kredit bis 50.000 € | Maßnahmen DIN 18040-2 oder Einbruchschutz | vor Beauftragung |
| KfW 455-B | Zuschuss bis 6.250 € | altersgerechter Umbau, budgetiert | vor Beauftragung |
| BAFA Heizungsoptimierung | 30% bis 30.000 € Kosten | Anlage älter 2 J., hydraulischer Abgleich | nach Maßnahme, mit Fachunternehmen |
| BEG Einzelmaßnahmen | 15 - 25% je nach Maßnahme | Energieberater erforderlich | vor Beauftragung |
Die Förderlandschaft ändert sich häufig. Stand Mai 2026 sind die genannten Programme aktiv, dennoch sollte die aktuelle Konditionsübersicht direkt bei KfW und BAFA geprüft werden. Anträge ohne Energieberater oder Fachunternehmererklärung werden regelmäßig abgelehnt.
In Bad und Küche ist die Differenzierung eindeutig: Schreiner-, Maler- und einfache Demontagearbeiten können Sie selbst ausführen, gas- und wasserführende Installationen sowie Elektroarbeiten im Nassbereichen nicht.
Anbei eine Übersicht:
Wichtig ist hier natürlich eine realistische Selbsteinschätzung des eigenen Könnens und der bisherigen Erfahrung.
Wer dennoch diese Arbeiten selbst ausführt und im Schadensfall ohne Konzessionsnachweis dasteht, verliert nicht nur den Versicherungsschutz für den Sachschaden, sondern haftet bei Personenschäden Dritter persönlich. Diese Konsequenz ist die teure Variante von Eigenleistung.
Eine Komplettsanierung eines 8-qm-Bads dauert in der Regel zwei bis drei Wochen reine Bauzeit, plus 5 bis 10 Tage Trocknungszeiten für Estrich und Abdichtung. Verzögerungen entstehen häufig durch Lieferzeiten von Sonderfarben oder Sondergrößen bei Sanitärobjekten. Hochwertigere Sanierungen mit Sonderwünschen erreichen vier bis fünf Wochen.
Der KfW 159 Kredit umfasst eine Förderhöhe bis 50.000 Euro pro Wohneinheit, Laufzeit bis 30 Jahre und der Zins liegt unter dem Marktzins. Der Zuschuss-Pendant ist KfW 455-B mit bis zu 6.250 Euro für altersgerechten Umbau, dieser ist aber budgetiert und nicht ganzjährig verfügbar.
Eine bodengleiche Dusche inklusive Abdichtung und Verfliesung kostet 2.500 bis 5.500 Euro, eine klassische Duschwanne 1.200 bis 2.800 Euro. Der Aufpreis entsteht durch das Abdichtungssystem nach DIN 18534, das Gefälle im Estrich und den Linien- oder Punktablauf. Die Investition lohnt sich bei langfristiger Wohndauer.
Eine Küche mit Standardgeräten hält 15 bis 25 Jahre. Limitierender Faktor sind typischerweise die Elektrogeräte mit 10 bis 15 Jahren Lebensdauer, Korpus und Front halten oft deutlich länger. Massivholzarbeitsplatten erreichen bei entsprechender Pflege 20 bis 30 Jahre, Granit und Quarz 30 bis 50 Jahre.
Ja, nach DIN EN 12056-4 ist für alle Entwässerungsgegenstände unterhalb der Rückstauebene eine Rückstausicherung Pflicht. Die Rückstauebene liegt in der Regel auf Straßenniveau. Bei fehlender oder defekter Rückstauklappe kann die Gebäudeversicherung im Schadensfall die Leistung kürzen oder verweigern. Eine Wartung ist jährlich vorgeschrieben.
Mischbatterien mit Eco-Funktion und Durchflussbegrenzern sparen 30 bis 50 Prozent Warmwasser gegenüber Standardarmaturen aus den 1990er Jahren. Bei einem Haushalt mit vier Personen entspricht das rund 8.000 bis 12.000 Litern Warmwasser pro Jahr, was 80 bis 140 Euro Energiekosten spart.
Eine vollständige Badsanierung benötigt mindestens vier Gewerke:
SHK-Installateur, Fliesenleger, Elektriker und Maler.
Bei Grundrissänderungen oder Trockenbau kommen Trockenbauer und Estrichleger hinzu.
Die Koordination erfolgt entweder durch einen Generalunternehmer oder durch den Bauherren selbst, wobei Letzteres 10 bis 15 Prozent Kostenvorteil bietet.
Eine Teilsanierung lohnt sich, wenn die Rohrleitungen nachweislich intakt sind und das Bad jünger als 25 Jahre ist. Bei verzinkten Stahlrohren vor 1985, fehlendem FI-Schutzschalter oder feuchtem Estrich übersteigen Reparaturkosten innerhalb von zehn Jahren typischerweise die Komplettsanierung.

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