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Eine Terrassenüberdachung von 3 mal 3 m kostet montiert 1.300 bis 5.500 €. Den Ausschlag geben zwei Entscheidungen: das Material der Konstruktion und die Frage, ob sie an der Hauswand hängt oder frei steht. Aluminium an der Wand liegt am unteren Ende, Vollholz freistehend am oberen; Stahl fällt aus dem Rahmen und beginnt erst bei 4.600 €. Unten stehen die Preise nach Bauart, dazu die Zusatzausstattung und was die Montage kostet.
Alle Angaben beziehen sich auf diese Standardgröße von 9 m² und auf Mittelklassemodelle. Neben dem Wetterschutz zählt für viele der Komfort: Eine Überdachung lässt sich mit Markise, Steckdose, Infrarotstrahler oder Beleuchtung erweitern und verlängert so die Gartensaison um mehrere Wochen.
Was kostet eine Terrassenüberdachung nach Material?
Entscheidend ist das Baumaterial der Konstruktion. Üblich sind Aluminium, Holz und Stahl. Dazu kommt die Bauart: An die Wand montierte Modelle brauchen nur zwei Stützen statt vier und sind deshalb durchgehend günstiger.
| Material | An der Wand | Frei stehend | Eigenschaften |
|---|---|---|---|
| Aluminium | 700 bis 1.800 € | 2.000 bis 3.200 € | leicht, pflegefrei, pulverbeschichtbar |
| Leimholz | 1.500 bis 2.400 € | 2.500 bis 3.400 € | günstiger Einstieg ins Holz |
| Vollholz | 2.000 bis 3.000 € | 3.000 bis 4.000 € | alle 2 bis 3 Jahre ölen oder streichen |
| Stahl | ab 4.000 € | ab 5.000 € | sehr tragfähig, hohes Eigengewicht |
Die Preise gelten für die Konstruktion samt Abdeckung aus Polycarbonat, ohne Montage. Umgerechnet auf die Fläche sind das 78 bis 200 € pro m² bei Aluminium an der Wand und 444 € und mehr bei Stahl.
Aluminium
Das Leichtmetall ist die günstigste und meistgewählte Variante. Es lässt sich durch Pulverbeschichtung in jedem Farbton liefern, ist langlebig, pflegeleicht und belastet den Untergrund kaum. Weil das Profil wenig wiegt, reicht bei der Wandvariante oft eine einfache Verankerung im Mauerwerk.
Holz
Holz hat eine edle Optik und ist bei richtiger Behandlung wetterbeständig. Gegen das Ausgrauen hilft regelmäßiges Ölen oder ein Anstrich. Da die Konstruktion dauerhaft im Freien steht, kommen feuchtigkeitsresistente Hölzer wie Douglasie zum Einsatz; behandeltes Leimholz ist die günstigere Alternative. Rechnen Sie den Pflegeaufwand mit ein: Über 15 Jahre kommen bei einer 9-m²-Überdachung fünf bis sieben Anstriche zusammen.
Stahl
Stahl war bei älteren Überdachungen verbreitet, verliert wegen Preis und Gewicht aber an Bedeutung. Bei entsprechender Schutzlackierung sind Stahlkonstruktionen nahezu unverwüstlich; die Wandvariante schlägt jedoch mit 4.000 € und mehr zu Buche. Das Eigengewicht braucht außerdem ein tragfähigeres Fundament als Aluminium.
Was die Abdeckung kostet
Die Preise oben enthalten eine Abdeckung aus Polycarbonat oder Plexiglas. Beide sind wetterfest, schlagzäh und nahezu so klar wie Glas, neigen aber zu Kratzern. Wer dauerhaft freien Durchblick und eine einfachere Reinigung will, nimmt Verbundsicherheitsglas: Dafür kommen 500 bis 900 € auf die genannten Preise.
Ein praktischer Unterschied zeigt sich im Alltag: Polycarbonat lädt sich statisch auf und hält Staub fest, Glas spült der Regen weitgehend selbst ab. Bei einer Überdachung unter Bäumen ist das ein Argument für Glas.
Zusätzliche Ausstattung
Die folgenden Erweiterungen lassen sich bei der Montage gleich mit einbauen, was günstiger ist als das Nachrüsten.
| Ausstattung | Kosten | Anmerkung |
|---|---|---|
| Glasschiebetüren oder Aufbauscreens | ab 1.500 € | Wind- und Sichtschutz zwischen den Stützen |
| Unterdachmarkise | ab 900 € | geschützt unter dem Dach, günstiger als frei hängend |
| Steckdose | rund 300 € | Hauptkosten entstehen durch die Leitung |
| Beleuchtung | 100 bis 200 € | plus 10 € für einen Bewegungsmelder |
| Infrarotheizstrahler | rund 100 € | 20 bis 50 Cent Strom je Betriebsstunde |
Der Heizstrahler sendet Infrarotwellen aus, die Personen und Möbel direkt erwärmen statt die Luft. Das ist deutlich effizienter als ein gasbetriebener Heizpilz. Bei zwei Stunden Betrieb an 40 Abenden im Jahr liegen die Stromkosten bei 16 bis 40 € je Saison.
Kosten für Lieferung und Montage
Eine Terrassenüberdachung muss Windlasten aufnehmen. Eine unzureichend verankerte Konstruktion kann sich lösen und Schäden am eigenen Haus oder am Nachbargebäude anrichten; auch die Elektrik für Markise oder Steckdose gehört in Fachhand. Fachbetriebe übernehmen zugleich den Transport der Bauteile, was bei 6-m-Profilen kein Nebenaspekt ist.
Die Montagekosten richten sich nach dem Zeitaufwand und damit nach der Bauart. Rechnen Sie mit 600 bis 1.500 €. Der Einbau der Zusatzausstattung ist in den Preisen oben bereits enthalten. Zusammen mit der Konstruktion ergibt das für eine Aluminiumüberdachung an der Wand 1.300 bis 3.300 €, für eine freistehende Holzvariante 3.100 bis 5.500 €.
Kosten für die Baugenehmigung
Ob eine Überdachung genehmigungspflichtig ist, entscheidet die Landesbauordnung, und die Grenzen unterscheiden sich je Bundesland deutlich. Maßgeblich sind meist die überdachte Fläche, die Tiefe und der Abstand zur Grundstücksgrenze. Klären Sie das vor dem Kauf, denn ein nachträglicher Rückbau ist teurer als jede Genehmigung. Welche Werte in welchem Bundesland gelten, steht im Beitrag zur Baugenehmigung für Terrassenüberdachungen.
Die Gebühr für den Bauantrag selbst liegt bei 60 bis 120 €. Kommt eine Statikprüfung oder ein Lageplan durch einen Vermesser dazu, wird es teurer. Ein Fachbetrieb übernimmt die Unterlagen in der Regel mit.
Häufige Fragen zur Terrassenüberdachung
Was kostet eine Terrassenüberdachung aus Glas?
Bei 3 mal 3 m mit Aluminiumkonstruktion an der Wand 1.200 bis 2.700 € ohne Montage, also 500 bis 900 € mehr als mit Polycarbonat. Freistehend mit Glas liegen Sie bei 2.500 bis 4.100 €.
Welches Material hält am längsten?
Aluminium, weil es weder rostet noch gestrichen werden muss. Stahl hält bei intakter Lackierung ebenso lange, verlangt aber Kontrolle auf Roststellen. Holz erreicht die gleiche Lebensdauer nur mit regelmäßiger Pflege.
Lässt sich eine Überdachung selbst montieren?
Bausätze aus Aluminium sind für die Selbstmontage ausgelegt und sparen bei der Montage 600 bis 1.500 €. Zwei Punkte sprechen dagegen: Die Verankerung im Mauerwerk muss die Windlast aufnehmen, und für Elektroarbeiten brauchen Sie ohnehin eine Fachkraft. Bei Glasabdeckungen kommt das Gewicht der Scheiben dazu.
Wie viel Gefälle braucht das Dach?
Mindestens 5 %, damit Regenwasser sicher abläuft und sich auf Polycarbonat kein Schmutzfilm festsetzt. Bei Glas werden oft 3 % ausgeführt. Das Gefälle läuft vom Haus weg zur Rinne an der Vorderkante.
Was ist günstiger, Überdachung oder Wintergarten?
Die Überdachung deutlich. Sie ist nach oben geschlossen und an den Seiten offen, ein Wintergarten ist ein geschlossener Raum mit Fundament, Verglasung ringsum und je nach Nutzung Heizung. Zwischen beiden liegt der Faktor drei bis fünf.




