Garten und Außenanlagen

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Garten und Außenanlagen im Überblick

Garten und Außenanlagen 2026: Klimaresilienz und Förderung

Der deutsche Garten- und Landschaftsbau erzielte 2025 einen Umsatz von rund 11,11 Milliarden €, ein Plus von 4,3% gegenüber dem Vorjahr (BGL Branchenbericht 2025). Treiber sind klimaresiliente Bepflanzung, Regenwassernutzung und der Trend zum "dritten Wohnzimmer" auf der Terrasse.

2026 verschieben sich Prioritäten messbar. Die Sommer werden trockener, kommunale Versickerungspflichten greifen härter. Viele Bundesländer und Kommunen haben Förderprogramme für Regenwassernutzung, Entsiegelung und Dachbegrünung erweitert.

Zusammengefasst:

  • Kosten für Gartenneuanlage komplett (200 qm): realistisch 8.000-25.000 € je nach Anteil Erdarbeiten
  • Holzterrasse 25 qm: 4.500-8.500 € inkl. Unterkonstruktion und Aufbau
  • Pflasterarbeiten Einfahrt 40 qm: 4.800-9.600 € inkl. Tragschicht
  • Regenwasserzisterne 5.000 Liter: 3.500-6.500 €
  • Einige Kommunen fördern Regenwasserzisternen mit Zuschüssen im drei- bis vierstelligen Bereich.

Detail-Anleitung zur Gesamtplanung im Ratgeber Garten anlegen Kosten.

Was kostet Gartengestaltung pro m²?

Die Kosten für eine komplette Neuanlage liegen 2026 zwischen 40 und 180 € pro m², abhängig vom Anteil befestigter Flächen (Statistisches Bundesamt Baupreisindex GaLaBau, 2024). Ein reiner Pflanzgarten startet bei 40 €/qm, kombinierte Anlagen mit Wegen, Teich und Sitzbereich erreichen schnell 150 €/qm und mehr.

Drei Kostenblöcke dominieren: Erdarbeiten und Bodenaustausch, Wege, Mauern, Terrasse und Bepflanzung. In vielen Projekten entfällt der größte Kostenanteil auf befestigte Flächen und Erdarbeiten.

Gartentyp (200 qm)Kosten gesamt€/qmBauzeit
Reine Bepflanzung (Rasen + Beete)8.000-15.000 €40-751-2 Wochen
Mit Wegen und kleiner Terrasse15.000-25.000 €75-1253-5 Wochen
Mit Teich, Mauer, großer Terrasse25.000-40.000 €125-2006-10 Wochen
Naturgarten (heimisch, pflegeleicht)10.000-18.000 €50-902-3 Wochen

Wer Geld sparen will, plant in Etappen. Erdarbeiten und Wegebau im ersten Jahr, Bepflanzung im zweiten. So verteilen sich nicht nur die Kosten, sondern die Pflanzen wachsen in eine bereits strukturierte Anlage hinein.

Die Bauzeit hängt stark von Witterung und Maschineneinsatz ab. Der Einsatz von Maschinen kann Erdarbeiten erheblich beschleunigen, diesen kosten aber 400-700 € pro Tag inkl. Bediener. Mehr im Ratgeber Gartenteich anlegen und Gewächshaus bauen lassen.

Welches Material eignet sich für den Terrassenbelag?

Naturstein gilt als besonders langlebig und kann bei fachgerechter Verlegung mehrere Jahrzehnte halten, Holz dagegen zwischen 15-25 Jahre, WPC etwa 20 Jahre (Bundesverband Garten- und Landschaftsbau, 2024). Die Materialwahl bestimmt nicht nur die Optik, sondern den Wartungsaufwand, die Folgekosten und das Aufheizverhalten im Sommer.

Bei einer Terrasse mit 25 qm macht das Material 60-70 % der Gesamtkosten aus. Unterkonstruktion, Drainage und Randabschluss fallen unabhängig vom Belag an. Wer hier spart, zahlt nach fünf Jahren drauf, wegen nachgebenden Pfosten oder stehendem Wasser.

Material€/qm Material€/qm inkl. AufbauLebensdauerPflege/Jahr
Lärche/Douglasie40-70120-18015-20 JahreÖl, ca. 80 €
Bangkirai/Cumaru (Tropenholz FSC)70-110160-24020-25 JahreÖl, ca. 100 €
WPC50-90140-20015-25 JahreReinigen, ca. 30 €
Naturstein (Granit, Quarzit)60-130180-28050+ Jahrekaum, ca. 20 €
Betonplatten25-60110-17030-40 Jahrekaum, ca. 20 €
Feinsteinzeug 2 cm50-100160-22030-50 Jahrekaum, ca. 20 €

Eine oft übersehene Größe ist die Oberflächentemperatur. Dunkle Beläge können sich im Sommer deutlich stärker aufheizen als helle Materialien. Wer barfuß läuft, Kinder oder Haustiere hat, sollte das in die Materialwahl einbeziehen.

FSC-zertifiziertes Tropenholz ist 2026 deutlich besser verfügbar als noch 2020. Aufpreis gegenüber nicht-zertifiziertem Material liegt bei 10-15 %. Mehr im Ratgeber Holzterrasse bauen, Terrassenarten und Terrassenbau Kosten.

Terrassenüberdachung: Wann lohnt sie sich?

Eine Überdachung verlängert die Nutzungsdauer der Terrasse deutlich, vor allem im Frühjahr und Herbst. Die Investition liegt zwischen 2.500 € für eine einfache Aluminiumkonstruktion und 18.000 € für ein Glasdach mit Beschattung.

Drei Bauformen dominieren den Markt.

1) Anlehnüberdachung an die Hausfassade,

2) freistehendes Pavillon

3) Lamellendach mit verstellbaren Lamellen.
Letzteres erlaubt graduelle Beschattung und Belüftung, kostet aber das Doppelte einer Festverglasung.

Was kostet eine Terrassenüberdachung?

Typ (4 x 3 m)MaterialKosten inkl. Montage
Anlehn-PultdachAluminium + Stegplatten2.500-4.500 €
Anlehn-PultdachAluminium + VSG-Glas4.500-8.500 €
LamellendachAluminium verstellbar8.000-15.000 €
Wintergarten kaltAlu/Glas, seitlich offen9.000-18.000 €

Genehmigungspflicht hängt vom Bundesland ab. Ob eine Terrassenüberdachung genehmigungsfrei ist, hängt von Bundesland, Größe und örtlichem Bebauungsplan ab. Vor Auftragsvergabe immer das örtliche Bauamt anrufen.

Beim Glasdach kommt der Reinigungsaufwand dazu. Pollen, Laub und Vogelkot verschmutzen die Oberfläche binnen Wochen. Selbstreinigende Beschichtungen reduzieren den Aufwand, kosten aber 25-40 €/qm Aufpreis. Mehr im Ratgeber Terrassenüberdachung selber bauen.

Was kostet das Pflastern von Wegen, Hof und Einfahrt?

Pflasterarbeiten kosten 2026 zwischen 80 und 220 € pro m² inkl. Tragschicht und Verlegung. Die Spanne erklärt sich durch Material, Verlegemuster und Belastungsklasse. Eine PKW-befahrbare Einfahrt braucht 30-40 cm Tragschicht, ein Gehweg 20 cm.

Bei einer 40-qm-Einfahrt liegt der Anteil der Erdarbeiten und Tragschicht bei rund 45 % der Gesamtkosten. Wer beim Unterbau spart, riskiert Setzungen nach zwei bis drei Wintern. Die Nacharbeit kostet dann das Doppelte der ursprünglichen Einsparung.

Material€/qm Material€/qm inkl. VerlegungGeeignet für
Betonpflaster Standard15-3080-130Gehweg, Einfahrt
Betonpflaster gestrahlt/edel30-60110-170Repräsentativer Vorgarten
Klinker40-80140-210Einfahrt, Terrasse
Granit Großpflaster50-120170-280Hof, Auffahrt
Naturstein-Polygonal40-90150-240Garten, Weg
Rasengitterstein (Öko)15-3570-120Stellplatz, versickerungsfähig

Versickerungsfähige Pflaster gewinnen an Bedeutung. Viele Kommunen erheben gesplittete Abwassergebühren und belohnen entsiegelte Flächen mit 0,30-0,80 €/qm/Jahr Reduktion. Bei 40 qm Einfahrt sind das 12-32 € Ersparnis jährlich. Mehr im Ratgeber Weg pflastern und Hof pflastern.

Wie wichtig ist der Untergrund beim Pflastern?

Viele Pflasterschäden entstehen durch mangelhafte Tragschichten. Ein normgerechter Aufbau besteht aus Frostschutzschicht, Tragschicht und Pflasterbettung, in der Regel 30-50 cm Gesamtaufbau bei PKW-Belastung.

Fachbetriebe orientieren sich dabei unter anderem an DIN 18318 und technischen Regelwerken des Wegebaues. Für Gehwege genügen 15-20 cm Schottertragschicht plus 3-5 cm Bettung. Bei Einfahrten muss die Tragschicht mindestens 25 cm dick sein, bei schweren Fahrzeugen 35 cm und mehr.

Was passiert bei schlechter Tragschicht?

Erste Schäden zeigen sich häufig erst nach mehreren Frostperioden. Pflastersteine senken sich punktuell ab, Fugen brechen auf, Wasser steht auf der Fläche. Im Winter sprengt Frost die Bettung weiter auseinander. Eine Nacharbeit bedeutet einen kompletten Rückbau, da die Tragschicht von oben nicht reparierbar ist.

Versickerungspflaster braucht zusätzlich wasserdurchlässige Tragschichtmaterialien. Klassischer Schotter 0/32 ist zu fein, hier sind Spezialmischungen mit Korngrößen 2/32 oder 8/32 nötig. Details im Ratgeber Pflaster-Unterbau und Tragschicht.

Pool im Garten: Genehmigung und Gesamtkosten

Die Genehmigungspflicht für Pools richtet sich nach der jeweiligen Landesbauordnung. Die Anschaffungskosten reichen von 60 € für ein Aufstellbecken bis 80.000 € für ein gemauertes Becken mit Technik und Überdachung.

Zwei Drittel der Poolinvestition fließen in das Becken, den Aushub und die Technik. Das verbleibende Drittel teilen sich die Umrandung, die Beleuchtung, die Heizung sowie die Abdeckung.
Folgekosten werden häufig unterschätzt: Strom für Pumpe und Heizung, Wasser, Chemie und Reinigung summieren sich für große Pools auf 800-2.500 € pro Jahr.

Pool-Typ (6 x 3 m)Becken + AushubKomplett mit TechnikFolgekosten/Jahr
Aufstellpool Stahlwand2.500-5.000 €5.000-9.000 €500-900 €
GFK-Becken eingelassen15.000-25.000 €22.000-38.000 €1.000-1.800 €
Folienbecken gemauert18.000-30.000 €28.000-48.000 €1.200-2.000 €
Naturpool/Schwimmteich25.000-45.000 €30.000-60.000 €400-900 €

Eine Wärmepumpe für die Beckenheizung kostet 2.500-5.000 € und verbraucht in der Badesaison 1.500-3.000 kWh (dena, 2024).
Abhängig vom aktuellen Strompreis, hier ein Beispiel mit 0,35 €/kWh: Der Strom würde 525-1.050 € pro Sommer kosten. Eine Solarabdeckung halbiert den Verbrauch.

Vor der Auftragsvergabe sollten Sie den Grundwasserspiegel und die Bodenklasse prüfen lassen. Bei lehmigem Boden oder hohem Grundwasser steigen Aushubkosten um 30-50 %, weil Spundwände oder zusätzliche Abdichtungen nötig werden. Details im Ratgeber Pool Genehmigung und Poolumrandungen.

Wohn- oder Kaltwintergarten: Was passt?

Ein Wohnwintergarten kostet 2026 zwischen 25.000 und 70.000 €, ein Kaltwintergarten 8.000-25.000 €. Der Hauptunterschied liegt in der Dämmung, Heizung und Genehmigung. Beheizte Wohnwintergärten unterliegen energetischen Anforderungen nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG).

Der Kaltwintergarten dient als Sommerwohnzimmer und Pflanzenüberwinterung. Er ist unbeheizt, einfach verglast oder mit dünner Isolierverglasung, und meist seitlich zu öffnen. Im Winter sinken die Temperaturen auf 5-15 Grad, ausreichend für mediterrane Kübelpflanzen.

Wann lohnt sich ein Wohnwintergarten?

Ein Wohnwintergarten verlängert den Wohnraum ganzjährig. Er braucht Dreifachverglasung, thermisch getrennte Profile, Heizung, Beschattung und kontrollierte Lüftung. Ohne diese Komponenten überhitzt der Raum im Sommer auf 40+ Grad und kühlt im Winter unter 15 Grad aus.

Die Beschattung ist der am meisten unterschätzte Posten. Eine Außenbeschattung kostet 4.000-12.000 € extra, ist technisch aber dringend empfehlenswert, um eine Überhitzung zu vermeiden.

Energetisch zählt der Wohnwintergarten in die Wohnflächenberechnung und unterliegt der GEG. Eine fachgerechte Planung mit Energieberater kostet 800-1.500 €, vermeidet aber Nachbesserungen, die schnell fünfstellig werden. Mehr im Ratgeber Wintergarten-Elemente und Wohnwintergarten.

Zaunbau: Welches Material für welchen Zweck?

Die durchschnittliche Investition für einen 30 m langen Gartenzaun liegt 2026 bei 1.500-9.000 € inkl. Montage. Holz ist günstig aber pflegeintensiv, Aluminium hochpreisig aber wartungsfrei, Doppelstabmatten sind der pragmatische Mittelweg.

Zulässige Zaunhöhen ergeben sich aus Landesnachbarrecht, Bebauungsplan und örtlicher Gestaltungssatzung. Die Zaunhöhe variiert nach Bundesland zwischen 1,20 m und 2,00 m, an Grundstücksgrenzen oft Pflicht zur Einfriedung. Sichtschutzelemente über 1,80 m brauchen meist nachbarrechtliche Zustimmung.

Zauntyp (30 m, 1,80 m hoch)MaterialInkl. MontageLebensdauer
Holz Lattenzaun500-1.500 €1.500-3.500 €10-15 Jahre
Doppelstabmatten verzinkt900-1.800 €2.000-4.500 €25-35 Jahre
WPC-Sichtschutz1.500-3.500 €3.500-6.500 €20-25 Jahre
Aluminium-Lamellen2.500-5.000 €5.000-9.000 €30+ Jahre
Gabionen mit Steinfüllung1.800-4.000 €4.500-8.500 €40+ Jahre

Bei der Pfostengründung gilt: Fertigbeton-Punktfundamente reichen für leichte Holzzäune, schwere Sichtschutzwände brauchen 80 cm tiefe Streifenfundamente. Die Frosttiefe in Deutschland liegt bei 60-80 cm, die Fundamente müssen dementsprechend tiefer sein.

Was bringt Regenwassernutzung im Garten?

Eine 5.000 l Zisterne deckt rund 50 % des Gießbedarfs eines 500-qm-Gartens in einem normalen Sommer (Umweltbundesamt, 2024). Bei steigenden Wasserpreisen, im Schnitt 2,30 €/m³ Trinkwasser plus Abwasser (Gesamtkosten Trinkwasser + Abwasser = ca. 4,00-4,60 €/m³), amortisiert sich eine Zisterne nach 10-15 Jahren.

Drei Bauformen sind 2026 marktrelevant. Oberirdische Regentonne (200-1.000 Liter, 60-300 €), erdverlegte Kunststoffzisterne (3.000-10.000 Liter, 2.500-6.500 € inkl. Einbau) und Betonzisterne (3.000-15.000 Liter, 4.000-9.500 € inkl. Einbau).

Die Förderprogramme variieren stark nach Kommune. Hamburg fördert mit bis zu 1.500 €, München mit 50 % der Kosten bis maximal 3.000 €, ländliche Kommunen oft mit 250-800 € pauschal. Vor Auftragsvergabe immer den Antrag stellen, nachträgliche Bewilligung ist meist ausgeschlossen.

Eine Zisterne, die auch Toilettenspülung und Waschmaschine versorgt, braucht doppelte Filter, Hauswasserwerk und getrennte Leitungen. Die Mehrkosten von 2.000-4.000 € lohnen sich nur in wasserintensiven Haushalten ab 4 Personen. Mehr im Ratgeber Regenwassernutzung.

Welche Pflanzen helfen Bienen und Insekten?

Studien zeigen einen deutlichen Rückgang vieler Insektenarten und Biomassen. Deutschland hat seit 1990 rund 75 % der Insektenbiomasse verloren. Private Gärten machen 2 bis 3 % der Landesfläche aus und sind damit ein relevanter Hebel. Eine bienenfreundliche Bepflanzung kostet kaum mehr als eine konventionelle Anlage.

Wichtig ist die Blühfolge von März bis Oktober. Wildbienen brauchen unterschiedliche Trachtpflanzen über die ganze Saison. Frühblüher wie Krokus und Weide, Sommerblüher wie Lavendel, Salbei und Sonnenhut, Spätblüher wie Astern und Efeu decken die Lücken.

Welche Pflanzen sind besonders wertvoll?

  • Frühjahr: Krokus, Schneeglöckchen, Weide, Obstgehölze (5-25 €/Pflanze)
  • Frühsommer: Wildrosen, Glockenblumen, Storchschnabel (4-15 €/Pflanze)
  • Hochsommer: Lavendel, Salbei, Thymian, Sonnenhut (3-12 €/Pflanze)
  • Spätsommer: Astern, Fetthenne, Sonnenbraut (4-10 €/Pflanze)
  • Herbst: Efeu, Heide, Herbstaster (3-8 €/Pflanze)

Gefüllte Zuchtsorten sind für Insekten meist wertlos, weil sie keinen oder kaum Nektar produzieren. Beim Kauf sollte man auf das Siegel "Bienenfreundlich" oder die Liste des NABU achten. Mehr im Ratgeber Bienenfreundliche Pflanzen.

Gemüsebeet oder Hochbeet: Was ist wirtschaftlicher?

Ein Hochbeet aus Holz oder Metall kostet meist zwischen 250-1.200 €. Hochbeete ermöglichen häufig bessere Wachstumsbedingungen durch wärmere und lockerere Erde und bessere Drainage.

Bodenbeete sind günstiger in der Anlage, kosten 5-15 €/qm an Material (Kompost, Hornspäne, Abgrenzung). Die Arbeit am Boden ist allerdings rückenbelastend. Wer älter ist oder Rückenprobleme hat, profitiert vom Hochbeet auf 80-100 cm Höhe.

Was kostet ein Hochbeet im Selbstbau?

Hochbeet (2 x 1 m, 80 cm hoch)MaterialLebensdauer
Lärchenholz Selbstbau150-300 €10-15 Jahre
Lärchenholz fertig gekauft400-800 €10-15 Jahre
Cortenstahl500-1.200 €25+ Jahre
Stein/Gabione400-900 €30+ Jahre

Die Füllung erfolgt in Schichten. Unten grober Strauchschnitt für Drainage und Wärme, darüber Laub und Grasschnitt, dann Kompost, zuoberst 30 cm Pflanzerde. Diese Schichten verrotten über 5-7 Jahre und liefern wertvolle Nährstoffe, dann muss das Hochbeet wieder aufgefüllt werden. Mehr im Ratgeber Gemüsebeet anlegen.

GaLaBau Betrieb auswählen: BGL und VOB als Kriterien

Ein seriöser Betrieb liefert ein detailliertes Aufmaß, ein schriftliches Angebot mit Positionen nach VOB sowie einen Nachweis der Mitgliedschaft im BGL.

Drei Prüfpunkte vor Auftragsvergabe.
1. mindestens drei Vergleichsangebote einholen, um einen Vergleich zu haben.
2. Referenzobjekte besichtigen, idealerweise mit drei oder mehr Jahren Standzeit.
2. schriftlicher Vertrag mit Bauablauf, Materialspezifikation und Gewährleistungsfristen.

Die Gewährleistung beträgt nach VOB 4 Jahre, nach BGB 5 Jahre. Bei vertraglicher Vereinbarung der VOB gilt die kürzere Frist. Achten Sie darauf, dass im Vertrag BGB-Gewährleistung steht, das ist verbraucherfreundlicher.

Eigenleistung im Garten: Wo sie sich auszahlt

Rund 35 % der deutschen Hausbesitzer übernehmen Teilarbeiten im Garten selbst. Sinnvoll ist Eigenleistung dort, wo Fehler nicht teuer werden. Bei Statik, Tragschicht und Wasseranschluss zahlt sich der Profi mehrfach aus.

Was Sie gut selbst machen können

  • Bepflanzung, Aussaat und Rasenanlage (Werkzeug 100-300 €)
  • Holzpflege, Streichen und Ölen von Zaun und Terrasse
  • Hochbeet aufstellen und füllen
  • Mulchen, Düngen und einfache Bewässerungssysteme
  • Reparaturen an bestehenden Anlagen

Was Sie dem Profi überlassen sollten

  • Tragschicht und Pflasterunterbau (Setzungsrisiko)
  • Stützmauern ab 1 m Höhe (Statik nach DIN 1055)
  • Pool-Anschlüsse Wasser/Strom (Sicherheit, Versicherung)
  • Genehmigungspflichtige Wintergartenbauten
  • Große Baumfällungen mit Kletter- oder Seiltechnik (Sicherheit, Versicherung)

Eine Faustregel aus Schadensfällen: Wenn ein Fehler später nur durch Komplettrückbau korrigierbar ist, immer den Profi beauftragen. Das gilt für Tragschichten, Fundamente und alle erdverlegten Leitungen.

Antworten zu Gartenanlage, Pool und Genehmigung

Was kostet die Anlage eines 200 qm Gartens komplett?

Eine komplette Neuanlage von 200 qm liegt 2026 zwischen 15.000 und 40.000 €. Reine Pflanzanlagen mit Rasen starten bei 8.000-15.000 €, kombinierte Anlagen mit Terrasse, Wegen und kleinem Teich erreichen 25.000-40.000 €. Mit Eigenleistung in Bepflanzung lassen sich 15-25 % sparen.

Brauche ich für einen Gartenpool eine Baugenehmigung?

Abhängig vom Bundesland sind Pools ab etwa 100 m³ Beckeninhalt oder mit fester Überdachung genehmigungspflichtig. Man sollte also immer vor Aushub das örtliche Bauamt kontaktieren.

Holz- oder Steinterrasse: Was ist besser?

Naturstein hält 50+ Jahre, kostet aber 180-280 €/qm. Holz kostet 120-180 €/qm und hält 15-25 Jahre. Über 50 Jahre gerechnet ist Naturstein günstiger pro Jahr. Holz fühlt sich barfuß angenehmer an, birgt aber auch die Gefahr von Holzsplittern im Fuß und heizt im Sommer weniger auf. Die Wahl hängt also stark von Nutzung und Budget ab.

Muss Pflaster wasserdurchlässig sein?

Viele Kommunen schreiben Versickerungsfähigkeit für private Stellplätze und Einfahrten vor oder belohnen sie über reduzierte Abwassergebühren von 0,30-0,80 €/qm/Jahr. Geeignet sind Rasengittersteine, Drainpflaster oder breite Splittfugen. Die Mehrkosten gegenüber dichtem Pflaster liegen bei 10-25 %.

Lohnt sich ein Wintergarten ohne Heizung?

Ein Kaltwintergarten kostet 8.000-25.000 € und ist 7-9 Monate im Jahr nutzbar. Er braucht keine Baugenehmigung in vielen Bundesländern (bis 30 qm verfahrensfrei) und und unterliegt nicht der GEG-Pflicht. Für Pflanzenüberwinterung und drei Jahreszeiten Nutzung ist er die wirtschaftlichste Lösung.

Wie hoch darf ein Zaun zum Nachbarn sein?

Die zulässige Zaunhöhe variiert nach Bundesland und Bebauungsplan zwischen 1,20 m und 2,00 m. Ohne Sichtschutzfunktion sind 1,20 m meist genehmigungsfrei. Höhere Sichtschutzwände brauchen oft die Zustimmung des Nachbarn. Im Außenbereich gelten strengere Regeln, dort sind oft nur lebende Hecken erlaubt.

Welche Förderprogramme gibt es für Gartenprojekte?

Für Entsiegelung, Regenwasserzisternen und Gründächer existieren bundesweit über 400 kommunale Förderprogramme. Die Höhe reicht von 250 € Pauschalförderung bis 3.000 € für Zisternen. Wichtig ist die Antragstellung vor Auftragsvergabe. Eine kostenfreie Übersicht bietet die Förderdatenbank des Bundes.

Wie lange dauert eine komplette Anlage des Gartens?

Bei 200 qm und reiner Bepflanzung 1-2 Wochen Bauzeit, bei kombinierten Anlagen mit befestigte Flächen wie Wege, Mauern und Terrassen 3-10 Wochen. Hinzu kommen 2-4 Wochen für Planung und 4-8 Wochen Vorlauf bei der Beauftragung. Wer 2027 im Frühjahr fertig sein will, sollte spätestens im Vorjahres-Herbst einen Handwerker beauftragen.

Garten anlegen und pflegen

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