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Paar wird von Innenarchitektin beraten

Wie viel kostet ein Innenarchitekt?

Innenarchitekten sind Raumberater, die nicht nur Räume umgestalten, sondern auch das Beste aus jedem Raum herausholen. Sie verstehen es, einen Raum optimal zu gestalten und damit die Wohn- und Lebensqualität des Raumes zu fördern.

Foto von Robert Kneschke – stock.adobe.com

Kosten-Übersicht

Wie viel Innenarchitekten kosten, kann pauschal nicht gesagt werden. Denn die Kosten hängen grundlegend von verschiedenen Faktoren ab. Unter anderem spielt hierbei die Höhe der geplanten Leistungen eine wesentliche Rolle. Soll ein Innenarchitekt ein Projekt planen, wobei die entstehenden Projektkosten die Schwelle von 25.000 € nicht überschreiten, so kann er sein Honorar mit Ihnen frei verhandeln. Alle anderen Projekte, die diese Schwelle von 25.000 € überschreiten, sind preislich an die Honorarvorgaben der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure, kurz HOAI, gebunden. Die HOAI gibt im Zuge dessen einzuhaltende Vorgaben vor, die unter anderem in sogenannten Honorartafeln festgehalten sind. Mithilfe dieser Honorartafeln können alle entstehenden Kosten ab einem Leistungswert von über 25.000 € genauer eingeschätzt werden. Ausschlaggebend für die entstehenden Kosten sind hierbei der Schwierigkeitsgrad und der Umfang des geplanten Leistungsvorhabens sowie die Art des Gebäudes. Diese werden vom Innenarchitekten eingeschätzt und einer bestimmten Honorarstufe zugeordnet. Aus dieser Zuordnung ergeben sich dann die Kosten für den Innenarchitekten.

Welche Kosten in der Praxis auf Grundlage dieser Bestimmungen für einen Innenarchitekten konkret entstehen können, kann anhand von Beispielen verdeutlicht werden. Beauftragen Sie beispielsweise einen Innenarchitekten für ein Umbauvorhaben in der Höhe von 60.000 Euro, führt dies gemäß der Honorartafeln der HOAI sowie entsprechend der aufzubringenden Leistungen und dem jeweiligen Schwierigkeitsgrad zu Honorarkosten von rund 14.000 Euro. Planen Sie hingegen ein Umbau in der Höhe von 30.000 Euro, der einem mittleren Schwierigkeitsgrad der Honorarstufe IV entspricht, belaufen sich die anfallenden Kosten für die Baubegleitung durch einen Innenarchitekten auf 9.215 bis 10.460 Euro.

Wonach richten sich die entstehenden Kosten konkret?

Das Honorar beziehungsweise die entstehenden Kosten für die Beauftragung eines Innenarchitekten richten sich nach verschiedenen Bemessungskriterien. Hierbei spielen unter anderem die Höhe der entstehenden Projektkosten sowie der jeweilige Arbeitsumfang, der für die geplanten und zu erbringenden Arbeiten entsteht, eine besondere Rolle. Zudem sind die entstehenden Kosten davon abhängig, welche Arbeiten aus welcher Leistungsphase vom Innenarchitekten erbracht werden sollen und welchem Schwierigkeitsgrad die zu erbringenden Leistungen vom Innenarchitekten zugeordnet werden. Auch zusätzlich in Anspruch genommene Leistungen und Beratungen, wie beispielsweise eine Einkaufsberatung oder eine Feng-Shui Beratung, wirken sich auf die entstehenden Gesamtkosten aus. Ebenfalls von Relevanz ist bei der Preisbildung die Art des Gebäudes, in der die Arbeiten ausgeführt werden sollen. Hierbei wird beispielsweise zwischen Wohngebäuden, Bürogebäuden, Nebengebäuden und Wirtschaftsgebäuden unterschieden, die jeweils unterschiedlichen Honorarzonen zugeordnet sind. Außerdem von Bedeutung ist die Tatsache, ob die geplanten Projektkosten über der Schwelle von 25.000 € liegen oder nicht. Demnach richten sich die entstehenden Kosten für einen Innenarchitekten nach folgenden Kriterien:

  • Höhe der entstehenden Kosten
  • Arbeitsumfang, der zu erbringenden Leistungen
  • Leistungsphasen, der zu erbringenden Leistungen
  • Schwierigkeitsgrad, der zu erbringenden Leistungen
  • zusätzliche Leistungen und Beratungsaufwendungen
  • Art des Gebäudes
  • Projektkosten über oder unter 25.000 €

Auf Grundlage dieser Bemessungskriterien werden die Kosten bestimmt, die für die Beauftragung eines Innenarchitekten fällig werden. Demnach arbeiten alle Innenarchitekten grundsätzlich nach denselben Honorarkosten.

Worum kümmern sich Innenarchitekten?

Die Tätigkeitsbereiche eines Innenarchitekten sind äußerst vielseitig und umfassen neben künstlerischen Arbeiten auch technische Ausführungen im Inneren Ihres Hauses. So unterstützt Sie ein Innenarchitekt beim Entwurf und der Planung Ihrer Innenräume und Innenräumlichkeiten gleichermaßen, wie auch bei deren Umsetzung. Demnach können Sie Innenarchitekten immer dann kontaktieren, wenn es um die neue Gestaltung eines Innenausbaus geht. Im Zuge dessen berät er Sie beispielsweise, wo der Einbau von Türen und Fenstern sinnvoll ist und zeigt Ihnen den bestmöglichen Platz auf, an dem Sie eine Waschküche oder einen Stauraum integrieren können. Denn funktionelle Gestaltungsfragen von Räumen werden von Innenarchitekten auf eine professionelle Art und Weise gelöst. Dabei stehen stets Ihre persönlichen Bedürfnisse sowie Ihre individuelle Lebensgestaltung im Mittelpunkt der Arbeit.

Zudem werden Innenarchitekten auch dann tätig, wenn Sie Möbel umstellen wollen, sich bei der Neugestaltung Ihrer Räume unsicher sind oder ein umfassendes Modernisierungs- und Sanierungsvorhaben planen. Im Zuge dessen steht Ihnen ein Innenarchitekt auch bei der passenden Farbwahl zur Seite und unterstützt Sie bei einer optimalen Organisation der Raumakustik. Gerne werden Sie auch zur Wirkung verschiedener Materialien beraten, die auf den Innenbereich und das Wohnerlebnis einen besonderen Einfluss haben. Lernen Sie außerdem, wie Sie mit wenigen Handgriffen, einem neuen Fußbodenbelag, anderen Tapeten und einem neuen Design Ihre Innenräume neu gestalten können. Dank dieser vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten können Sie mithilfe der Anregungen und Ideen eines Innenarchitekten Ihren Räumen eine neue Perspektive verleihen, die nicht nur das Raumklima, sondern auch die Wohn- und Lebensqualität positiv beeinflussen.

Neben diesen umfassenden Tätigkeitsbereichen ist ein Innenarchitekt auch für die Technik in den Innenräumen sowie deren Funktionalität zuständig. Denn auch Elektroinstallationen zählen neben Malerarbeiten zum Innenausbau dazu, wofür ein Innenarchitekt von Ihnen beauftragt werden kann. Auch die Planung der Belüftung und der Bodensysteme sowie der Bereich des Trockenbaus sind weitere Aufgabenbereiche, die von einem Innenarchitekten übernommen werden. 

Auch Sie wollen Ihre Innenräume neu gestalten oder sanieren? Dann finden Sie bei Blauarbeit den passenden Innenarchitekten, mit dem Sie die Innenräume Ihres Hauses in Räume verwandeln, die nicht nur zum Einkehren, sondern auch zum Verweilen und Leben einladen.

Was sind Leistungsphasen?

Im Rahmen seiner vielseitigen Tätigkeiten erbringt ein Innenarchitekt unterschiedliche Leistungen. Diese sind nach der HOAI in neun verschiedene Gruppen aufgegliedert, die auch als Leistungsphasen bezeichnet werden:

  1. Grundlagenermittlung: In dieser ersten Leistungsphase werden die grundlegenden Vorgaben erfasst sowie eine Beratung über den Leistungsbedarf durchgeführt. Das Gespräch erfolgt vor Ort und wird durch eine schriftliche Zusammenfassung protokolliert.
  2. Vorplanung: Im Rahmen der Vorplanung werden die Grundlagen analysiert und die Ziele abgestimmt. Es werden zudem maßstabgetreue Zeichnungen angefertigt und alle rechtlichen Vorgaben abgeklärt. Auf Grundlage dieser Informationen erhalten Sie als Auftraggeber eine erste Kostenabschätzung.
  3. Entwurfsplanung: Hierbei finden die grundsätzlichen Zusammenhänge, die zwischen den Rahmenbedingungen und den Vorgaben bestehen, ihre Berücksichtigung. Daran anschließend wird eine erneute maßstabgetreue Zeichnung, eine Beschreibung des Objektes sowie eine konkrete Kostenrechnung inklusive Terminplan erstellt.
  4. Genehmigungsplanung: In dieser Leistungsphase werden vom Architekten alle Unterlagen, Vorlagen und Nachweise bei der zuständigen Behörde eingereicht. Bei Bedarf werden diese angepasst.
  5. Ausführungsplanung: Der Auftraggeber erhält in dieser Phase alle Angaben, die für die Ausführung des Bauvorhabens notwendig sind. Dies umfasst neben ausführlichen Detail-, Ausführungs- und Konstruktionszeichnungen auch sämtliche Montagepläne sowie die Dokumente der Genehmigungsplanung.
  6. Vorbereitung der Vergabe: In dieser Phase werden ein konkreter Terminplan sowie  Leistungsbeschreibungen erstellt. Zudem werden die Kosten ermittelt und kontrolliert sowie alle Vergabeunterlagen zusammengestellt.
  7. Mitwirkung bei der Vergabe: In dieser Phase werden Angebote eingeholt und verglichen sowie Gespräche mit potenziellen Betrieben geführt. Auf Grundlage dessen werden Vorschläge zur Vergabe des Auftrages unterbreitet.
  8. Objektüberwachung: Ein Innenarchitekt übernimmt in dieser Leistungsphase die Koordination von Arbeiten und überwacht die Einhaltung des Terminplans sowie aller stattfindenden Arbeiten. Zudem wird der Bauablauf dokumentiert, Rechnungen geprüft und die Kosten kontrolliert. Sollten Mängel auftreten, sorgt der Architekt für deren Korrektur.
  9. Objektbetreuung: Nach Fertigstellung des Auftrages werden alle vorhandenen Mängel bewertet, die innerhalb der Verjährungsfristen festgestellt worden sind.

Wie wirkt sich der Schwierigkeitsgrad auf den Preis aus?

In Abhängigkeit des Schwierigkeitsgrades der zu erbringenden Arbeiten bilden sich die Preise auf Grundlage verschiedener Honorarsätze. Dabei steigen die entstehenden Kosten mit zunehmendem Schwierigkeitsgrad und somit auch mit steigendem Honorarsatz immer weiter an. Den untersten Honorarsatz für einfache Arbeiten bildet der Mindestsatz gefolgt vom Viertelsatz. Die Kosten für mittelschwere Arbeiten richten sich nach dem Mittelsatz, wohingegen Kosten für schwere Arbeiten durch den Dreiviertelsatz und den Höchstsatz festgelegt sind. Welche Leistungen dabei welchem Honorarsatz zugeordnet werden, ist durch bestimmte Vorgaben der HOAI geregelt. Demnach erfolgt die Zuordnung nicht nach dem freien Ermessen des Innenarchitekten, sondern basiert auf gewissen, festgelegten Kriterien.

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