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Dämmplatten aus Kork.

Kork als Dämmstoff

Bild: uladzimirzuyeu / stock.adobe.com

Die Rinde von Korkeichen, wie sie etwa in Portugal und Südspanien geerntet wird, bildet die Grundlage für zahlreiche Korkprodukte. Neben Flaschenverschlüssen und Untersetzern wird Kork auch gerne als Trittschalldämmung in Böden sowie als Dämmstoff in Wänden und unter Dächern eingesetzt. Ob als Granulat oder in Korkdämmplatten, dieser Dämmstoff vereint zahlreiche positive Eigenschaften und ist als Naturstoff in Sachen nachhaltiges Bauen sehr beliebt.

Hier erfahren Sie zahlreiche wissenswerte Dinge zu Kork als Dämmstoff, seinen Eigenschaften und seinen Kosten. Auf blauarbeit.de finden Sie eine Dämmungsfirma aus Ihrer Nähe, die Korkdämmung in Ihrem Neubau oder Altbau installiert und so für Wärme, Schalldämmung und Brandschutz sorgt.

Herstellung von Dämmstoffen aus Kork

Die Korkeiche ist eine Unterart der Eiche, die sich durch eine besonders dicke Rinde auszeichnet. Die Rinde dient dem Baum als Schutz vor den in seiner Heimat häufigen Waldbränden. Schon seit der Antike schälen Korkschneider die Korkeichen etwa alle zehn Jahre und erhalten den Rohstoff Kork, während die Bäume davon ungeschädigt bleiben und weiter wachsen. Wenn Kork zu Dämmstoff verarbeitet werden soll, so wird er entweder direkt als Granulat eingesetzt oder Backkork aus ihm hergestellt. Der Kork wird mit Wasserdampf erhitzt, wobei Harz austritt und das Granulat verklebt. Gleichzeitig verdampft das Wasser in den Zellen und eine poröse Struktur entsteht, welche die Dämmwirkung verbessert. Die entstehenden Backkorkplatten können nach Bedarf zurechtgeschnitten werden.

Bauphysikalische Eigenschaften von Kork

Kork besitzt die folgenden technischen Eigenschaften.

Eigenschaft Wert
Wärmeleitfähigkeit 0,040 W/mK
Wasserdampfdiffusionswiderstand 5 bis 10
Brandschutzklasse B1 (schwer entflammbar) bis B2 (normal entflammbar)
Dichte 120 kg/m³
spezifische Wärmekapazität 1.800 J/kgK

Die Wärmeleitfähigkeit, der ausschlaggebende Wert für die Eignung eines Stoffes als Dämmstoff, liegt bei Kork im mittleren Bereich handelsüblicher Dämmstoffe. Um die von der EnEV geforderte Dämmleistung von 0,24 W/m²K zu erreichen, wird eine Schichtdicke von 18 cm benötigt. Dies macht Kork vor allem für die Außendämmung interessant, denn durch seine natürliche Zusammensetzung ist er für diesen Bereich sehr gut geeignet.

Vorteile und Nachteile von Kork als Dämmstoff

Vorteile

Kork ist ein Naturstoff, der nachhaltig geerntet werden kann und Basis einer traditionellen Industrie in seinen Herkunftsländern ist. Auch wenn der Rohstoff über weite Strecken nach Deutschland transportiert werden muss, ist die Ökobilanz einer Korkdämmung sehr gut. Gleichzeitig ist Kork resistent gegenüber Feuchtigkeit und Ungezieferfraß und bei richtiger Verarbeitung auch begrenzt feuerresistent. Eine Nachbehandlung mit chemischen Zusätzen ist nicht notwendig. Dies macht auch die Entsorgung bei einer Renovierung günstig und problemlos. Vor allem aber ist es die gute Dämmwirkung, die überzeugt. Mit Kork gedämmte Häuser sind nicht nur gut vor Wärmeverlusten geschützt, auch der Schallschutz kann sich sehen lassen. So ist eine Korkdämmung besonders in lärmbelasteter Umgebung wie an viel befahrenen Straßen das Mittel der Wahl.

Nachteile

Als Naturstoff hat Kork einen bestimmten Eigengeruch, den nicht jeder als angenehm empfindet. Bevor Sie sich für Kork entscheiden, sollten Sie sich auf jeden Fall mit diesem Geruch vertraut machen und entscheiden, ob er für Sie angenehm ist. Wegen der erforderlichen Dicke ist Kork nur begrenzt für die Innendämmung geeignet, weshalb Gebäude unter Denkmalschutz und in beengten Umgebungen nicht von ihm profitieren können. Daneben ist Kork auch etwas teurer als andere Dämmstoffe.

Kosten einer Außendämmung mit Kork

Wenn Sie eine Korkdämmung in Ihrem Haus installieren lassen wollen, so kostet das Material zwischen 40 und 100 Euro je Quadratmeter. Im unteren Preissegment handelt es sich um Korkgranulat, dass durch Einblasdämmung in Hohlräume in Dach und Wänden eingebracht wird. Korkdämmplatten kosten zwischen 80 und 100 Euro je Quadratmeter. Hinzu kommt der Einbau. Die Kosten für eine Arbeitsstunde belaufen sich auf etwa 50 Euro. Ein erfahrener Handwerker kann im Schnitt fünf Quadratmeter Fläche je Stunde decken, was zu Arbeitskosten in Höhe von 10 Euro/m² führt.

Kostenbeispiel

An einem Haus soll eine 150 m² große Außenwand mit Korkplatten gedämmt werden. Es entstehen folgende Kosten zuzüglich der Kosten für den Fassadenputz.

Kostenpunkt Kosten
Korkplatten 14.250 Euro
Zusätzliches Material 500 Euro
Arbeitskosten 1.500 Euro
Anfahrtskosten 100 Euro
Gesamt 16.350 Euro
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