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Die Photovoltaik Kosten sind von verschiedenen Faktoren abhängig.

Photovoltaik: Kosten für die Anlage und Installation

Letzte Aktualisierung am 1. Februar 2023 von Mika Lehmann

Bildquelle: tl6781/stock.adobe.com

Eine Solaranlage auf dem eigenen Hausdach ist energieeffizient, doch die Investition sollten Sie natürlich genau durchkalkulieren. Seit 2006 haben sich die Preise für Photovoltaik-Anlagen um über die Hälfte reduziert. Die Experten prognostizieren noch günstigere Kosten für Photovoltaik, allerdings in geringerem Ausmaß als bisher. Außerdem sollten Sie bei Ihrer Berechnung daran denken, dass auch die Einspeisevergütung nicht mehr so hoch ausfällt wie früher.

Bei der Suche nach einer Solaranlage und einem Fachbetrieb, der sich um den Einbau kümmert, sollten Sie auf Qualität und Kompetenz achten. Denken Sie daran, wie wertvoll eine Garantie ist, denn die Solaranlage sollte möglichst langlebig sein. Es lohnt sich, auf zuverlässige Markenprodukte und erfahrene Handwerker zu setzen.

Kosten für die Anschaffung

Die Preise für eine schlüsselfertige Photovoltaik-Anlage liegen bei ungefähr 1.300 bis 1.700 Euro pro kWp. Für eine vierköpfige Familie brauchen Sie ungefähr 5 kWp. Solche Anlagen kosten ungefähr 1.500 Euro pro kWp, bei 5 kWp also 7.500 Euro. Je größer die Anlage, desto besser ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Anlagen zwischen 10 und 15 kWp kosten ungefähr 1.300 Euro pro kWp oder sogar weniger. Wenn Sie mehr Geld übrig haben, lohnt es sich also, möglichst viel Dachfläche zu verwenden und bei Bedarf einen Stromspeicher oder eine Wärmepumpe zu ergänzen.

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Die angegebenen Preise basieren auf der Berechnung einer fertig montierten Anlage, einschließlich Planung, Installation, Montagekonstruktion, Solarmodule, Wechselrichter und elektrischer Verkabelung. Mehrwertsteuer muss man für die Anschaffung seit 2023 nicht mehr zahlen, wenn die Anlage kleiner als 30 kWp ist.

Hinzu kommen noch die Netzanschlusskosten, zu denen der Bau beziehungsweise Umbau des Zählerkastens gehört, sowie der Kauf oder die Miete des Einspeisezählers für die Anlage. Die Miete beträgt jährlich rund 30 Euro, der Kaufpreis liegt zwischen 500 und 1.000 Euro. Basierend auf diesen Zahlen lautet die Empfehlung der Experten: den Einspeisezähler mieten.

Preisfaktoren

Was macht eine Photovoltaikanlage teuer oder günstig? Hier die wichtigsten Faktoren:

  • Art der Solarzelle. Monokristalline Zellen sind teurer als polykristalline. Der Wirkungsgrad von monokristallinen Solarzellen ist jedoch besser.
  • Marke der Module und des Wechselrichters
  • Größe der Photovoltaikanlage
  • Dachform und Dacheindeckung
  • Installation und Netzanschluss von einer Firma oder von mehreren? Eine Firma für alle Arbeiten ist in der Regel günstiger.
  • Individuelle Entscheidungen des installierenden Unternehmens

Manche Angebote sehen auf den ersten Blick besonders günstig aus und sind sehr verlockend. Schauen Sie bei solchen Angeboten nach, ob in dem Preis auch das Gerüst und der Netzanschluss enthalten sind. Diese Arbeiten sollten Sie immer einplanen.

Kosten nach Bauteil

Die meisten Kosten verursachen die Solarmodule selbst. Sie machen ungefähr 50 Prozent der Kosten für die gesamte Anlage aus. Ungefähr 19 Prozent entfallen auf die Installation der Anlage und weitere 19 Prozent auf den Kauf des Wechselrichters. Die restlichen Kosten betreffen weitere Bauteile.

Preisentwicklung

Die Strompreise in Deutschland steigen seit Jahren. Gleichzeitig war es aber noch nie so günstig, sich mit einer eigenen Photovoltaikanlage von ihnen unabhängiger zu machen. 2010 hat man im Schnitt noch 3.500 €/kWp für eine neue Anlage gezahlt. Jetzt sind sogar Preise unter 1.300 €/kWp möglich. Zum Vergleich: 1990 kosteten Photovoltaikanlagen noch über 15.000 $/kWp.

Laufende Kosten

Abgesehen von den Anschaffungskosten für die Solaranlage spielen auch die Betriebskosten mit in Ihre Entscheidung hinein. Die Betriebskosten für die Photovoltaik-Anlage entstehen durch Wartungsarbeiten, Reparaturen, Reinigungen und Ausgaben für Ersatzteile. Des Weiteren sollten Sie Ihre Anlage versichern, falls es durch Sturm oder andere unvorhersehbare Ereignisse zu Schäden kommt.

In den ersten Betriebsjahren fallen die Nebenkosten eher gering aus, doch nach einer gewissen Zeit stehen natürlich die ersten Reparaturen an. Möglicherweise müssen Sie eine Wartung durchführen oder einzelne Komponenten austauschen lassen. Außerdem benötigen die Solarmodule gelegentlich eine Reinigung. Normaler Staub wird zwar durch Niederschlag weggespült, doch feste Verschmutzungen lassen sich nur durch einen Fachbetrieb professionell und sicher entfernen.

Für die laufenden Kosten Ihrer Solaranlage sollten Sie etwa 2 % des Anlagenwertes im Jahr einkalkulieren. Vergessen Sie dabei nicht die Zählergebühr. Diese liegt zwischen 15 und 40 Euro.

Photovoltaikanlage richtig planen

Wenn Sie eine Photovoltaik-Anlage installieren möchten, ist vor allem die richtige Planung entscheidend. Dafür müssen Sie sich selbst ein paar Fragen beantworten:

  • Für welches Gebäude planen Sie die Photovoltaik-Anlage? Ein- oder Zweifamilienhaus, Mehrfamilienhaus oder Firmengebäude?
  • Wie groß soll die Fläche der geplanten Solaranlage sein? Einige Betriebe haben sich auf kleine und günstige Photovoltaik-Anlagen spezialisiert, die nur bis 20 m² groß sind, andere bieten Anlagen bis zu 100 oder 200 m² an. Auch größere Flächen lassen sich mit Solarmodulen ausstatten.
  • Ist die Dachfläche nach Süden oder zumindest nicht nach Norden ausgerichtet?
  • Soll auch ein Stromspeicher eingebaut werden?
  • Wann soll Ihr Projekt starten – sofort, in einem Monat oder erst in einem halben Jahr?

Nachdem Sie sich über diese Fragen im Klaren sind, sollten Sie sich an einen Solar-Experten wenden und zusammen mit den Profis Ihr Projekt in die Wege leiten.

Wie rentabel ist eine Photovoltaikanlage?

Moderne Photovoltaikanlagen rentieren sich im Durchschnitt schon nach 10 Jahren. Mit einem Stromspeicher erhöht sich diese Zeit auf ungefähr 15 Jahre.

Wie viel Strom produziert eine Photovoltaikanlage?

Im deutschen Durchschnitt produziert eine Photovoltaikanlage im Jahr 1.000 Kilowattstunden Strom pro kWp. Im Süden Deutschlands sind auch Erträge von über 1.300 Kilowattstunden pro kWp möglich, im Norden eher weniger als 1.000.

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