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Massivgarage bauen lassen – Was kostet eine gemauerte Garage?

Letzte Aktualisierung am 30. Juni 2022 von M. Lehmann

Mit einer Garage schützen Sie das Auto vor Witterung, Diebstahl und Vandalismus. Darüber hinaus dient sie als Lagerplatz für Werkzeuge, Reifen und weiteres Zubehör. Gemauerte Massivgaragen lassen sich individuell gestalten und können optimal an das Haus angepasst werden. Sie sind jedoch ungefähr 60 Prozent teurer als Fertiggaragen aus Beton, weil sie am Aufstellort in Handarbeit gemauert werden müssen.

In den folgenden Abschnitten gehen wir auf die Kosten für eine gemauerte Einzelgarage und die Kosten für eine gemauerte Doppelgarage ein. Dabei wird ein Schwingtor verbaut, aber keine weiteren Türen oder Fenster. Alle Werte sind nur Beispielrechnungen und können keinen individuell zugeschnittenen Kostenvoranschlag ersetzen. Um ein genaues Angebot zu bekommen, sollten Sie Anfragen von Handwerkern einholen.

Kosten für eine gemauerte Einzelgarage

Für unsere Berechnung gehen wir von einer freistehenden, gemauerten Massivgarage mit folgenden Maßen aus: sechs Meter lang, drei Meter breit und 2,40 Meter hoch.

  • Material Fundament: 540 – 720 €
  • Baukosten Fundament: 720 – 900 €
  • Material Garage: 1056 – 2400 €
  • Baukosten Garage: 6240 – 6720 €
  • Elektroinstallation: 300 – 500 €
  • Gesamt: 8856 – 11240 €

Kosten für das Fundament

Ein Fundament ist bei einer gemauerten Massivgarage immer nötig, da sie sehr schwer ist. Die Materialkosten liegen zwischen 30 und 40 Euro pro Quadratmeter. Die Kosten für den Bau zwischen 40 und 50.

Bei unserer Einzelgarage kann man also mit Gesamtkosten von 1.260 bis 1.620 Euro rechnen.

Materialkosten für eine Einzelgarage

Die Materialien für eine gemauerte Einzelgarage können bis zu 2400 Euro kosten. Für die Wand werden in der Regel Mauersteine aus Kalksandstein oder Porenbeton verwendet, weil sie leicht sind und gut dämmen. Beim Planen sollte man auch die Nutzung der Garage mit einbeziehen. Wird sie nur zum Abstellen von Autos und Lagern genutzt oder soll man sich auch im Winter länger in der beheizten Garage aufhalten können? Dann ist eine gute Dämmung wichtig.

Eventuell muss die Garage nach den Mauerarbeiten noch verputzt werden und auch die Kosten für das Garagendach variieren je nach Dachform und Material. Flachdach, Pultdach, Satteldach und Walmdach werden gerne für Garagen verwendet. Als Dacheindeckung eignen sich Dachsteine aus Beton oder die etwas teureren Ziegelsteine am besten. Die Materialkosten für das Garagentor liegen bei einem Schwingtor bei bis zu 800 Euro. Sektionaltore sind teurer und können bis zu 2000 Euro kosten. Wollen Sie Fenster einbauen, kostet das je nach Anzahl zusätzlich.

Baukosten für eine Einzelgarage

Die Materialien sind bei gemauerten Garagen relativ günstig, die Handwerkerkosten bei dieser Bauweise jedoch nicht. Zuerst braucht man eine statische Berechnung für den Baugrund und das Fundament. Anschließend kann gemauert werden und danach eine Betonplatte als Decke aufgesetzt oder errichtet werden.

Bei einer gemauerten Garage ist der Aufbau am teuersten. Fachbetriebe müssen sich hier um die Berechnung der Statik, das Mauern, Verputzen, Streichen und die Dacheindeckung kümmern. Der Einbau des Garagentors ist mit bis zu 500 Euro relativ günstig, zusätzliche Türen und Fenster können aber weitere Kosten verursachen. Ein Elektroniker kann je nach Garagengröße und elektronischer Ausstattung weitere 300 bis 500 Euro kosten.

Kosten für eine gemauerte Doppelgarage

  • Material für das Fundament: 1620-2160€
  • Baukosten für das Fundament: 2160-2700 €
  • Material für die Garage: 3000 – 7200 €
  • Baukosten für die Garage: 18.000 – 20.160 €
  • Gesamt: 24.780-32.220

Doppelgaragen eignen sich wenn man zwei Autos besitzt und beide sicher unterbringen will. Die Preise in den folgenden Abschnitten basieren auf einer Doppelgarage mit neun Metern Länge, sechs Metern breite und einer Höhe von 2,40 Metern.

Fundament

Die Doppelgarage aus unserem Beispiel ist sehr groß und braucht eine Bodenplatte für 54 Quadratmeter. Sie kostet inklusive Material- und Bau mindestens 3.780 Euro, kann aber auch bis zu 4.860 Euro kosten.

Material und Garagenbau

Eine Doppelgarage benötigt mehr Material für Wand, Deckenplatte und das Dach. Es wird entweder ein größeres Tor oder zwei Tore für Standardgaragen verbaut. Die Kosten für das Material fangen bei ungefähr 3000 Euro an und können bis zu 7200 Euro betragen.

Auch beim Garagenbau gibt es bei einer Doppelgarage mehr zu tun und die Arbeit dauert länger. Die Kosten liegen zwischen 18.000 und 20.160 Euro.

Staatliche Fördermittel

Bei vielen Bauvorhaben können Bauherren mit staatlichen Förderungen Geld sparen. Die Garage selbst können Sie zwar nicht fördern lassen, es gibt jedoch bestimmte Einzelposten, die man fördern lassen kann. Besonders interessant ist die KfW-Förderung für den „Einbau eines einbruchhemmenden Garagentors“, die man unbedingt nutzen sollte. Auch der Einbau einer Ladestation für Elektrofahrzeuge und eine Solaranlage auf dem Garagendach wird gefördert. Die Kombination aus beidem kann zum Beispiel bei einer Doppelgarage mit großem Dach sinnvoll sein, wenn Sie ein Elektroauto besitzen.

Bauvorschriften einhalten

Bevor man mit dem Bau der Garage beginnt, sollte man die örtlichen Satzungen und Vorschriften durchlesen. Diese unterscheiden sich je nach Kommune und können Dinge wie die Größe, Form und andere optische Merkmale beinhalten. Manche Satzungen verbieten auch Holz als Baumaterial oder schreiben vor, dass das Holz mit Brandschutzmittel bearbeitet wird. In manchen Bundesländern brauchen Sie auch eine Baugenehmigung, je nach Größe der Garage.

Gute Planung ist wichtig

Autos können sehr verschieden sein und damit unterscheiden sich auch die Ansprüche an eine Garage je nach Person. Um die bestmögliche Garage zu bekommen, sollten Sie möglichst früh gemeinsam mit einem professionellen Bauunternehmen planen. So bekommen Sie die Ausstattung, die wirklich zu ihren Anforderungen passt. Bei einem Neubau lohnt es sich, die Garage direkt einzuplanen, zusammen in Auftrag zu geben und so Geld zu sparen.

Alternativen zur Massivgarage

Natürlich gibt es nicht nur gemauerte Garagen, sondern auch andere Varianten. Beton-Fertiggaragen sind etwas günstiger, weil sie aus Einzelteilen vorgefertigt werden und nur noch auf der Baustelle aufgestellt und montiert werden müssen. Garagen in Holzständerbauweise befinden sich preislich im Mittelfeld. Am günstigsten sind Blechgaragen – also Fertiggaragen aus Metall. Unverputzte Blechgaragen sind besonders günstig, aber nicht unbedingt hübsch. Lässt man sie verputzen, sind sie trotzdem noch erschwinglich.

Carports sind auch eine relevante Alternative. Sie sind deutlich günstiger als eine Garage und als Fertigbausatz erhältlich. Als Lagerplatz kann man sie jedoch nicht nutzen und auch vor Diebstahl schützen sie nicht. Trotzdem schützen sie das Auto zuverlässig vor Regen und Hagel.

Bild: GM Photography / stock.adobe.com

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