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Die Außendämmung eines Neubaus.

Außendämmung – Kosten, Vorschriften, Vor- und Nachteile

Letzte Aktualisierung am 25. Oktober 2021 von A. Mroos

Eine Außendämmung ist eine hervorragende Möglichkeit, die Energieeffizienz Ihrer Immobilie zu optimieren. Hierfür stehen Ihnen verschiedene Methoden zur Verfügung, die die Anforderungen der EnEV erfüllen. Im Folgenden erfahren Sie, welche Kosten bei einer Außendämmung Ihres Hauses auf Sie zukommen, und, welche Vor- und Nachteile eine Dämmung der Fassade hat.

In welchen Fällen ergibt eine Außendämmung Sinn? Welche Funktionen erfüllt die Außendämmung?

Möchten Sie die Bausubstanz Ihrer Immobilie schützen, ist eine Außendämmung Ihrer Fassade ratsam. Ungedämmte Fassaden kühlen anderenfalls sowohl an der Innen- als auch an der Außenseite aus. Hat die Außenwand nur eine niedrige Oberflächentemperatur, begünstigt dies die Diffusion von Wasserdampf aus dem Gebäudeinneren. Wasserdampf dringt dann in das Mauerwerk ein, wodurch es zu Feuchteschäden kommen kann. Eine Außendämmung wirkt dem entgegen. Handwerker*innen sorgen mithilfe einer fachgerechten Dämmung dafür, dass der Taupunkt des Wasserdampfs außerhalb des Mauerwerks und der Dämmschicht liegt.

Auch während der Sommermonate leistet eine professionelle Außendämmung wertvolle Dienste. Sie bietet einen hervorragenden Hitzeschutz, sodass sich die Räume Ihres Hauses nicht überhitzen. In Hinblick auf den Schallschutz ist eine Außendämmung ebenfalls wirksam. Da Dämmstoffe mindestens zu den Baustoffklassen B2/E gehören müssen, sind sie maximal normal entflammbar. Gelten für einige Hausbereiche erhöhte Brandschutzanforderungen, werden von den Handwerker*innen nicht brennbare bzw. nicht entflammbare Dämmmaterialien verwendet, die der Baustoffklasse A1 oder A2 zugerechnet werden. Mineralwollen und Steinwollen sowie Schaumglas, Foamglas und Perlite tragen somit zum Brandschutz bei.

Welche Methoden zur Außendämmung des Hauses gibt es?

Für die Außendämmung einer Fassade stehen den Handwerker*innen verschiedene Methoden zur Verfügung. Einschalige Warmfassaden gehören zu den gängigsten Außendämmungen. Hierbei wird die Dämmschicht direkt auf die tragenden Wände aufgebracht. Diese Methode kommt vor allem bei Neubauten zum Einsatz. Wurde die Dämmschicht aufgebracht, wird diese mit Putz, Klinkerstein oder anderen Materialien verkleidet. Häufig wird die einschalige Warmfassade mittels eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS) angebracht, das Putz und Dämmung integriert. Vorhangfassaden sind ebenfalls eine beliebte Art von einschaligen Wandfassaden, wobei Wärmedämmung über selbst tragende Sandwich-Paneele erfolgt.

Eine weitere Art, ein Haus von außen zu dämmen, ist die hinterlüftete Vorhangfassade. Die Hinterlüftung sorgt dafür, dass das Gebäude effektiv vor Feuchtigkeit geschützt wird. Es handelt sich bei dieser Art der Außendämmung um eine zweischalige Kaltfassade, deren Unterkonstruktion auf die Außenwand montiert wird. Die Gefache, die dabei entstehen, werden mit Dämmstoff ausgefüllt. Anschließend bringen die Handwerker*innen eine Winddichtungsschicht und eine Lattenkonstruktion an, wobei Letztere als Montageebene für den Fassadenvorhang dient. Die Konstruktion wird so erstellt, dass sich zwischen Lattung und vorgehängter Außenfassade eine kalte Luftschicht befindet.

Bei Altbausanierungen greifen Handwerker*innen auf Kerndämmungen zurück, wenn die Außenwände aus zweischaligem Mauerwerk bestehen. Die Dämmung wird als Einblasdämmung ausgeführt, wobei Dämmmaterialien wie Perlite, Schaumglas, Mineralwolle und Kunststoff zum Einsatz kommen.

Welche Anforderungen muss die Außendämmung der Fassade gemäß EnEV erfüllen?

Die EnEV schreibt für Außendämmungen vor, dass der Wärmedurchgangskoeffizient (U-Wert) der Außenwand mindestens 0,24 W/m2K betragen muss. Genügt die Wärmedämmung des Gebäudes den EnEV-Mindestanforderungen, ist eventuell eine Förderung durch einen KfW-Zuschuss oder einen KfW-Kredit möglich.

Mit welchen Kosten ist bei einer Außendämmung zu rechnen?

Die Kosten einer Außendämmung hängen von ihrer Art ab. Ein WDVS kostet pro Quadratmeter etwa 100 bis 150 Euro, während die Kosten einer hinterlüfteten Vorhangfassade ca. 170 bis 300 Euro pro Quadratmeter betragen. Für Isolierklinker belaufen sich die Kosten pro Quadratmeter auf ca. 170 Euro. Am Günstigsten ist die Kerndämmung mit 15 bis 30 Euro pro Quadratmeter.

Welche Vor- und Nachteile bieten Innen- und Außendämmung jeweils?

Der entscheidendste Vorteil einer Außendämmung besteht darin, dass kein nutzbarer Raum im Inneren des Gebäudes verloren geht. Zudem besteht die Möglichkeit, im Zuge der Außendämmung der Fassade diese auch optisch aufzuwerten und umfassend zu sanieren. Ein großer Nachteil ist, dass sich die Lage der Fenster und der Dachüberstand durch die Dämmschicht verändern.

Der Vorteil einer Innendämmung ist, dass sich die Hausfassade nicht verändert. Deshalb kommt diese Dämmmethode vor allem bei Fachwerkhäusern und denkmalgeschützten Gebäuden zum Einsatz. Ein Nachteil einer Innendämmung ist, dass die Gefahr einer Schimmelbildung deutlich höher ist, als dies bei einer entsprechenden Außendämmung der Fall wäre.

Bild: GM Photography / stock.adobe.com

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