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Neubauförderung – das gilt bis 2023

Ab dem 20. April 2022 konnten Bauherren wieder Anträge für die Bundesförderung für effiziente Gebäude einreichen. Doch kaum auf dem Markt, war es mit der Förderung auch schon wieder vorbei. Denn aufgrund der hohen Nachfrage waren die vorhandenen Fördergelder innerhalb weniger Stunden erschöpft. Dies bedeutete für viele Häuser, die dem Standard EH40 oder EH40 Plus entsprachen, das Förderaus. Um jedoch das Bauen von effizienten Wohn- und Nichtwohngebäuden weiterhin zu fördern, sind ab sofort wieder Anträge für Neubauten der Effizienzhausstufe 40 mit Nachhaltigkeitsklasse beziehungsweise Anträge für Neubauten der Effizienzgebäudestufe 40 mit Nachhaltigkeitsklasse im Rahmen des Programms EH40-Nachhaltigkeit möglich. Allerdings wurden die Konditionen für den Erhalt der Förderungen deutlich anspruchsvoller, sodass Neubauförderungen jetzt nur noch in Verbindung mit dem Qualitätssiegel für nachhaltiges Bauen, kurz QNG, möglich sind. Dieses Programm soll noch bis Ende 2022 laufen.

Voraussetzungen, um die neue Förderung zu erhalten

Um die Nachfrage nach der Förderung des Programms EH40-Nachhaltigkeit etwas geringer zu halten, haben sich die Voraussetzungen für die Bewilligung der Effizienzhausstufe 40 mit Nachhaltigkeitsklasse deutlich erhöht. So werden ab sofort nur noch Neubauten von Wohn- und Nichtwohngebäuden gefördert, die über das staatliche Qualitätssiegel „Nachhaltiges Gebäude“ verfügen. Zwar ist das QNG-Qualitätssiegel bereits seit Mitte 2021 ein optionaler Teil im Rahmen der Bundesförderung für energieeffiziente Gebäude, jedoch war dieses für den Erhalt der Förderung nie verpflichtend. Dies ändert sich nun mit den neuen Fördervoraussetzungen, wodurch ein grundlegendes Signal hinsichtlich der Neuausrichtung des nachhaltigen Bauens gesetzt werden soll.

Was muss man für das neue Qualitätssiegel tun?

Um das staatliche Qualitätssiegel QNG zu erhalten muss Ihre Immobilie besonderen und allgemeinen Anforderungen an die soziokulturelle, ökonomische und ökologische Qualität von Gebäuden sowie der Bau- und Planungsprozesse genügen. Die Überprüfung dieser Anforderungen erfolgt nach Fertigstellung Ihrer Immobilie auf Grundlage von 17 allgemeingültigen Kriterien, die vom zuständigen Bundesbauministerium in einem sogenannten QNG-Kriterienkatalog festgelegt wurden. Im Zuge dessen müssen Sie als Bauherr unter anderem den Nachweis erbringen, dass Sie bei der Auswahl und Beschaffung Ihrer Produkte sowie Leistungen die geltenden Sozial- und Umweltstandards eingehalten haben. Außerdem müssen Sie detailliert aufzeigen, an welchen Stellen Ihres Neubaus Sie die Materialien konkret verbaut haben. Zudem wird in Anbetracht der Schonung von natürlichen Ressourcen auch der Trinkwasserbedarf in der Nutzphase bewertet. Ein weiteres Kriterium des QNG-Siegels stellt die Bewertung der Flächeninanspruchnahme dar, um den Flächenverbrauch sowie die Versiegelung zu reduzieren und eine Zersiedelung der Landschaft zu vermeiden. Ebenfalls von besonderem Interesse ist der Grad der Barrierefreiheit, der auf dem Grundstück, den Zugängen zum Gebäude sowie verschiedenen Nutzungsbereichen umgesetzt wurde. Ziel dieses Kriteriums ist es, unabhängig der individuellen Lebensführung für alle Menschen eine volle Teilhabe an allen Bereichen des Lebens zu gewährleisten. Hinzu kommt die Bewertung der Flächeneffizienz, bei der die Qualität der Grundstückslösung in Anbetracht der effizienten Nutzung von bebauten Flächen beurteilt wird. Weitere wichtige Kriterien stellen die Erfüllung von Nutzungsanforderungen, der thermische und visuelle Komfort sowie der Schallschutz dar. Außerdem werden die Lebenszykluskosten, die Qualität der Projektverarbeitung sowie die Qualitätskontrolle der Bauausführung näher in Betracht gezogen.

Auf Grundlage einer unabhängigen Prüfung, die nach Baufertigstellung erfolgt, müssen Sie die Erfüllung der 17 zugrunde liegenden QNG-Kriterien nachweisen. Der Nachweis erfolgt über abgeschlossene Bau- und Planungsprozesse sowie auf Basis der Überprüfung von ausgewählten realisierten Qualitäten. Eine unabhängige Stelle im Auftrag des Bundesbauministeriums entscheidet dann nach erfolgter Zertifizierung über die schlussendliche Vergabe des QNG-Siegels.

Wie hoch ist die Förderung?

Erfüllt Ihre Immobilie die festgelegten Fördervoraussetzungen, erhalten Sie vom Bund einen Tilgungszuschuss in Höhe von 12,5 % Ihres KfW-Darlehens. Somit richtet sich die Höhe der Förderung nach der Summe Ihres aufgenommenen KfW-Darlehens. Der höchstmögliche KfW-Kreditbetrag liegt bei Wohngebäuden bei 150.000 Euro pro Wohneinheit. Bei Nichtwohngebäuden sind Kreditbeträge bis zu 30 Millionen Euro von der KfW möglich. Somit erhalten Sie bei Wohngebäuden Förderungen in Höhe von bis zu 18.750 Euro beziehungsweise Förderungen bis zu 3,75 Millionen Euro bei Nichtwohngebäuden.

Neues Förderprogramm „Klimafreundliches Bauen“ ab 2023

Das aktuell geltende Förderprogramm EH40-Nachhaltigkeit der KfW-Neubauförderung läuft noch bis Ende 2022. Nach Ablauf will der Bund dieses Förderprogramm durch ein neues, umfassenderes Förderprogramm ersetzen. So soll anstelle des Programms EH40-Nachhaltigkeit ab 2023 das Förderprogramm klimafreundliches Bauen in Kraft treten. Laut Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums sollen bei diesem neuen Förderprogramm insbesondere die Treibhausgasemissionen in Anbetracht des Lebenszyklus eines Gebäudes verstärkt in den Fokus gerückt werden. Wie die konkreten Inhalte des Förderprogramms zum klimafreundlichen Bauen aussehen werden, wird im Moment noch vom Bundeswirtschaftsministerium in gemeinsamer Zusammenarbeit mit dem Bundesbauministerium ausgearbeitet.

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