Zwiebelblumen – vielfältige Blütenpracht für das ganze Jahr

Letzte Aktualisierung am 14. September 2021 von Max Lehmann

Ob in Blumenrabatten, auf Balkonen oder am Wegesrand, Zwiebelblumen erfreuen jedes Jahr aufs Neue das Herz der Menschen. Mit ihrer Vielfalt bieten sie für jeden Geschmack das passende Farbenkleid und erlauben durch ihre breit gefächerte Blühzeit ein wenig aufwendiges, immer schön blühendes Blumenbeet. Einer ihrer größten Vorteile ist ihre Fähigkeit, sich selbst zu vermehren, wenn der Standort richtig gewählt wurde. So erfreuen die Tulpen, Schneeglöckchen und Narzissen ohne großen Aufwand Jahr für Jahr aufs Neue. Auch das Abtrennen und Einpflanzen von Tochterzwiebeln ist möglich, sollte aber nicht von unerfahrenen Händen durchgeführt werden.

Damit Ihre Zwiebelblumen bestens gedeihen und gut zur Geltung kommen, sollten Sie sich von einem professionellen Gärtner beim Pflanzen beraten lassen. Er wird Ihre Vorstellungen verwirklichen und ungeahnte Farbenspiele in Ihren Garten zaubern. Daneben berät er Sie auch gerne zur richtigen Düngung, übernimmt das lästige Unkrautjäten und sorgt so dafür, dass der Blütenpracht nichts im Wege steht. Hier erfahren Sie einige wissenswerte Dinge zu den beliebtesten Zwiebelblumen in den heimischen Gärten.

Frühblüher – die ersten Blüten des Jahres

Schneeglöckchen

Schneeglöckchen im Schnee

Sie sind fast schon ein Synonym für Frühblüher. Kein Wunder, denn die Schneeglöckchen strecken bereits im Januar und Februar ihre unscheinbaren, weißen Kelche aus der Erde. Auch liegender Schnee ist kein Hindernis für sie. Schneeglöckchen sind anspruchslos und gedeihen nach der Pflanzung im Herbst oder Frühjahr. Der beste Standort ist ein feuchter, lehmiger, nährstoffreicher Boden im Schatten von Laubbäumen, denn Schneeglöckchen brauchen während ihrer Blütezeit Licht, lieben es ansonsten aber eher schattig.

Winterling

Eine weniger bekannte, früh blühende Zwiebelblumenart ist der Winterling. Mit seinen gelben Blüten setzt er attraktive Farbtupfer im Januar und Februar. Die Blüten öffnen sich bei Sonnenschein und verwandeln so den Garten bei gutem Wetter in ein Blütenmeer. Der Boden sollte locker und feucht sein und darf nicht aufgehackt werden, da dies sonst die sich ausbreitenden Zwiebelgeflechte zerstören würde.

Krokus

Violette Krokusblüten im Sonnenlicht

Für viele Menschen ist der blühende Krokus das sicherste Zeichen, dass der Frühling endlich begonnen hat. Wenn sich seine Blüten im März öffnen, bietet der Krokus ein vielfältiges Farbenspiel. Bei seinem Standort kommt es vor allem auf eines an: Sonne. Ansonsten setzt er keine großen Ansprüche an den Boden oder die Feuchtigkeit, solange es nicht zu karg und feucht ist.

Frühlingsblumen – bunte Farbenpracht

Tulpe

Viele rote Tulpen auf einem Feld. Im Hintergrund scheint die Sonne bei blauem Himmel.

Die Königin der Frühlingsblumen ist nicht nur eine der beliebtesten Schnittblumen, sondern macht auch im heimischen Beet etwas her. Für jeden Geschmack finden sich Arten, von schlicht bis extravagant, mit besonders geformten Blättern und natürlich in allen möglichen Farbkombinationen. Bei den über 5000 Sorten findet sich auch für Sie sicher das Richtige. Tulpen mögen es sonnig und nicht zu feucht. Damit Tulpen genug Kraft für die Vermehrung haben, sollten ihre Kelche und Blätter nach dem Verwelken abgeschnitten werden.

Narzisse

Auch bekannt als Osterglocke, schmückt die Narzisse zu diesen Feiertagen die heimischen Gärten. Sie gibt es in einer großen Vielfalt unterschiedlicher Sorten und Farbkombinationen mit einem Spektrum von Weiß über Gelb bis Orange. Um den Nährstoffbedarf dieser Pflanze zu stillen, sollte sie während der Blütezeit mit einem Langzeitdünger versorgt werden. Ansonsten sind keine besondere Pflege und auch kein Abschnitt der welken Blätter notwendig.

Hyazinthe

Die schönen, traubenartigen Blütenstände dieser Pflanze öffnen sich im März und April. Noch schöner als der Anblick der Hyazinthen ist ihr Duft, der auch zahlreiche nützliche Insekten anlockt und zu den wertvollen Nährstoffen in den Blütenkelchen lockt. Die Hyazinthe mag sandige Böden und sonnige Standorte.

Zierlauch

Hinter diesem schlichten Namen verbirgt sich ein echter Hingucker. Die Blüten dieser Pflanze formen sich zu spektakulären Blütenbällen, die hoch über andere Blumen hinausragen und ein echter Blickfang sind. Ob gemeinsam gepflanzt oder als einzelner Akzent ein echter Star, der seine Blütenpracht im späten Frühling entfaltet. Wie jeder Star braucht auch der Zierlauch viel Licht. Daneben sollte Staunässe vermieden werden. Die Blüten eignen sich hervorragend zum Trocknen und machen auch noch Jahre später eine gute Figur als Dekorationsobjekt.

Sommerblumen – beliebt bei Bienen und Menschen

Maiglöckchen

Wenn der Frühling in den Sommer übergeht, dann öffnen sich die kleinen, aber schönen Maiglöckchen. Die wie an einer Perlenschnur aufgereihten, glockenförmigen Blüten verströmen einen süßen, intensiven Duft. Diese Zwiebelblumen sind anspruchslos und kommen auch mit halbschattigen Lagen und feuchten Böden zurecht. Ausreichende Nährstoffe sollten allerdings vorhanden sein, wobei man mit dem Untermischen von Humus nachhelfen kann. Bei guten Bedingungen vermehren sich Maiglöckchen sehr schnell und sind deswegen bestens geeignet, um freie Stellen im Beet zu bedecken.

Gladiole

Ihren Namen hat diese Blume vom lateinischen Wort für Schwert. Damit ist sowohl die Form der Blätter als auch der langen Blütenrispen bereits gut beschrieben. Diese hoch aufschießende Pflanze macht einen spektakulären Eindruck, wenn sie mit sonnigen Lagen und durchlässigen, aber nicht trockenen Böden ausgestattet ist. Auch die meisten Sorten der Gladiole sind nicht winterhart und müssen deswegen im Topf überwintern.

Lilie

Bis in den Oktober hinein blüht die Lilie mit ihren eleganten, lang gezogenen Blütenblättern. Sie brauchen es vor allem trocken und windgeschützt, um zu einer angemessenen Höhe zu wachsen und gut zur Geltung zu kommen. Gepflanzt wird diese Blüte im Frühjahr, mit Ausnahme der im Herbst gepflanzten Madonnenlilie. Viele Arten der Liliengewächse sind winterhart und benötigen keine besondere Pflege. Auf eine Düngung nach dem Juli sollte verzichtet werden, damit die Pflanze sich früh genug auf die Kälte vorbereitet. 

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