Die Weißtanne – schönes Nadelholz für den Innenausbau

Titelbild von Ievgen Skrypko – stock.adobe.com

Die Weißtanne ist eine Nadelbaumart, die den Tannen zugeordnet wird. Des Weiteren lässt sich diese Pflanze in die Familie der Kieferngewächse eingliedern. In den nachfolgenden Abschnitten wird in Kürze erläutert, wie sich die technischen Eigenschaften dieser Baumart gestalten, wo und wie die Bäume wachsen, wofür sich Weißtannenholz verwenden lässt, wie nachhaltig dieses Holz ist, worauf beim Kauf geachtet werden muss und was es für Ähnlichkeiten mit anderen Hölzern gibt.

Eigenschaften des Holzes

Zu den wesentlichen technischen Eigenschaften dieser Nadelbaumart gehören:

  • Die Wuchshöhe der Weißtanne liegt zwischen 30 und 60 Metern
  • Der Baumstamm von Weißtannen kann einen Durchmesser von bis zu 100 Zentimetern aufweisen
  • Weißtannen sind bis zu 15 Meter breit
  • Der Zuwachs beträgt zwischen 20 und 40 Zentimeter pro Jahr
  • Die Dicke des Spaltholzes von Weißtannen beträgt nur wenige Zentimeter
  • Weißtonnen können mehrere hundert Jahre alt werden
  • Frisch gesägtes Weißtannenholz weist einen leicht säuerlichen Geruch auf
  • Harzkanäle sind bei Weißtannen nicht zu verzeichnen
  • Das Gewicht von Weißtannen liegt bei rund 450 kg/m³
  • Die Druckfestigkeit des Holzes beträgt etwa zwischen 30 und 60 N/mm²
  • Die Biegefestigkeit von Weißtannenholz liegt rund zwischen 47 und 118 N/mm²
  • Radiales Trocknungsschwindmaß ungefähr 3,4%, tangentiales Trocknungsschwindmaß etwa 7,4%

Wo und wie wachsen Weißtannen?

Weißtannen wachsen unter anderem in Südeuropa und in Mitteleuropa. Verbreitend sind die Bäume vorwiegend im sogenannten Alpinen System. Auch in Deutschland ist die Weißtanne anzutreffen. Besonders im Süden des Landes gibt es jede Menge Nadelbäume dieser Art. Ein Beispiel in dieser Hinsicht ist der Schwarzwald. Zu den weiteren Verbreitungsgebieten des Baumes gehören unter anderem die subkontinentalen Flachländer im Osten Europas und Kleinasien. Weißtannen warten in aller Regel mit einem gerade gewachsenen Stamm auf. Die Wurzeln dieser Bäume, die oftmals im Mischbestand zusammen mit Buchen auftreten, reichen tief in die Erde – damit können sie der Bodenerosion entgegenwirken. Die Rinde von Weißtannen hat, wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, einen hellen Grün- beziehungsweise Braunton. Die Form der Krone hängt von den Bedingungen am Standort ab. Kann der Baum frei wachsen, entwickelt sich normalerweise eine spitz oder spitzkegelförmig ausgeprägte Krone. Die Bildung von Kurztrieben findet nicht statt. 

Wofür eignet sich das Holz der Weißtanne?

Das Holz der Weißtanne ist wenig dauerhaft. Damit eignet es sich eher nicht für den Einsatz im Außenbereich. Dafür bietet es sich wunderbar für den Innenbereich beziehungsweise für den Innenausbau an. Besonders hervorzuheben ist, dass Weißtannenholz nur wenig quillt und wenig schwindet. Aus diesem Grund kann es zum Beispiel auch für den Erdbau verwendet werden. Auch die Druck- und Biegefestigkeit ist positiv hervorzuheben. Zudem kann das leicht verarbeitbare Holz als weitgehend astfrei bezeichnet werden. Auch dieser Aspekt steht für Vorteile im Hinblick auf das Thema Innenausbau. Weißtannenholz ist somit eine schöne Option für Böden, Möbel sowie für Verkleidungen für die Wand und Decken. Auch als Konstruktionsholz im Bereich Innenausbau ist die Weißtanne eine gute Wahl. Haben Sie diesbezüglich schon eine Projektidee? Ziehen Sie einen Handwerker über Blauarbeit zurate! Bestimmt kann Ihnen dieser aufzeigen, was mit dem Holz der Weißtanne in Ihrem Fall alles möglich ist.

Worauf Sie beim Kauf von Weißtannenholz achten sollten

Da Holz ein Naturmaterial ist und daher immer mit einem gewissen Quell- und Schwindverhalten gerechnet werden muss, sollten Sie grundsätzlich auch immer mit einem gewissen Maß an Dimensionsabweichungen rechnen. Daher sollten Sie nicht nur Puffer einplanen, sondern nach der Bestellung auch sorgfältig nachmessen. Achten Sie zudem darauf, dass das Holz frei von Rissen, die zum Beispiel im Rahmen der Trocknung entstanden sind, ist – denn vor allem bei Konstruktionsholz kommt es auf die Stabilität an. Auch Astlöcher können sich negativ auf die Belastungsfähigkeit auswirken. Weist das Holz Wölbungen auf, so kann das auf Verarbeitungs- oder auch Lagerfehler hinweisen. Und wie sieht es mit Weißtannenholz und dem Thema Nachhaltigkeit aus? Weißtannen gehören hierzulande zu den heimischen Holzarten. Zudem können Sie gezielt darauf achten, dass das Holz aus nachhaltiger Produktion beziehungsweise von einem Betrieb stammt, der viel Wert auf den Aspekt Nachhaltigkeit legt.

Welche Hölzer ähneln der Weißtanne?

Die Fichte gehört zu den Holzarten, die in vielerlei Hinsicht der Weißtanne ähneln. Auch das Fichtenholz lässt sich einfach verarbeiten und wartet mit vergleichbaren technischen Eigenschaften auf. Im Besonderen als Konstruktionsholz im Bereich Innenausbau stellt es eine gängige Alternative zur Weißtanne dar. Fragen Sie am besten einen Handwerker, den Sie über Blauarbeit ausfindig machen können, welches Holz sich für Ihr Vorhaben am ehesten eignet! 

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