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Holztüren in verschiedenen Farben

Gibt es Standard-Türmaße?

Titelbild von schulzfoto – stock.adobe.com

Die DIN-Norm 18101 definiert Standard-Türmaße, die deutschlandweit gelten. Sie enthält Angaben, die sich auf die Türgröße, Wandöffnungsmaße und weitere Bestandteile wie der Zarge und dem Drücker beziehen. So sind Bauherren auf der sicheren Seite, wenn es um die Gestaltung von Zimmertüren geht.

Wie misst man Türen aus?

Um das optimale Maß bei Zimmertüren zu bestimmen, ist es wichtig, sich von einem Fachmann beraten zu lassen. Dieser ist Ihnen bei der Bestimmung des Türmaßes behilflich. Das Türmaß ist deshalb so wichtig, weil es bei kleinsten Ungenauigkeiten bereits zu Beeinträchtigungen bei der Montage und der Funktion der Tür kommen kann.

Ein Profi misst zunächst die Türhöhe aus, die ab der Oberkante des fertigen Fußbodens bis zur Unterkante der Maueröffnung gemessen wird. Als Nächstes misst er die Türbreite aus, die von Wand zu Wand gemessen wird. Haben Sie bereits eine Zarge verbaut, wird der Abstand zwischen den Außenkanten der Bekleidung der Türzarge gemessen. Als Drittes wird die Wandstärke bestimmt, also die Dicke der Wand gemessen.

Wie wirken sich die Maße auf die Kosten aus?

Die Kosten ergeben sich aus den Standardmaßen, die sich aus Türbreite und Türhöhe ergeben. Je größer diese ausfallen, ist mit Aufpreisen von 40 bis 100 Euro zu rechnen. Materialkosten, Anfahrtskosten und Arbeitszeit fließen ebenfalls in die Kalkulation mit ein.

Einen Sonderfall stellen Türen in Altbauten dar, da hier die Größen der Türöffnungen nicht immer den heute üblichen Standardmaßen entsprechen müssen. Zusatzkosten von 70 bis 150 Euro pro Zimmertür sind bei Altbauten keine Seltenheit.

Welche Maße fallen bei Türen für Barrierefreiheit an?

Bei einer barrierefreien Haus- und Wohnungseingangstür ist eine lichte Breite von mindestens 90 Zentimetern notwendig, um als barrierefrei zu gelten. Innentüren sollten eine lichte Breite von mindestens 80 Zentimetern aufweisen, bei uneingeschränkter Rollstuhlnutzung mindestens 90 Zentimeter. Die lichte Höhe von Eingangs- und Innentüren sollte mindestens 205 cm betragen. Dies ist in DIN 18040-2 geregelt.

Weiterhin gilt es bei barrierefreien Türen, Türgriffe und Drücker in einer Höhe von 85 Zentimetern anzubringen. Bei rollstuhlgerechten Türen ist es zudem erforderlich, auf einen seitlichen Türanfahrbereich von mindestens 50 Zentimetern zu achten, der sich neben dem Türgriff befinden muss. Dies gilt nicht, wenn die Tür automatisiert ist.

Bauen Sie eine Drehflügeltür ein, regelt DIN 18040-2, dass auf der Aufschlagseite 150 Zentimeter mal 150 Zentimeter Platz vorhanden sein muss. Nur so kann sich der Rollstuhlfahrer während des Türöffnens in den Raum bewegen.

Eine weitere Regelung fällt bei Schiebetüren an, die in DIN 18040-2 festgelegt ist. Hier ist eine Bewegungsfläche von 190 Zentimetern in der Breite und von 120 Zentimetern in der Tiefe erforderlich, um den barrierefreien Zugang zu ermöglichen.

Wie nennt man die Bestandteile einer Tür?

Zimmertüren setzen sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen, die für die Funktion und Gestaltung notwendig sind. Das Türblatt ist der offensichtlichste Teil einer Tür. Er bezeichnet den beweglichen Teil der Tür, also das, was einem Laien hinlänglich als Tür bekannt ist.

Neben dem Türblatt gibt es aber noch weitere Bestandteile, die eine Tür erst zu einer Tür machen. Hierzu gehört die Türzarge. Sie wird auch Türfutter oder Türrahmen genannt. Es ist also der feststehende Teil er Türkonstruktion gemeint, an dem das Türblatt hängt.

Als Bekleidung bezeichnet man den sichtbaren Teil der Türzarge, wenn der Türflügel geschlossen ist. Hinzu kommt dann noch das Türband, das manchmal auch als Türangel bezeichnet wird. Es verbindet Türblatt und Zarge miteinander mithilfe von Scharnieren. Dieser Bestandteil der Tür ermöglicht das Öffnen und Schließen.

Ebenfalls in funktionaler Hinsicht wichtig ist die Drückergarnitur. Hierbei handelt es sich um die Türklinke oder den Türgriff.

All diese Elemente sind variabel und wirken sich – neben den Türmaßen – ebenfalls auf die Gesamtkosten aus. Gerne hilft Ihnen ein Fachmann weiter und steht Ihnen beratend bei den Aufmaßen und der Materialwahl zur Seite.

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