Verpasse nicht diese Infos!

Hier kannst du dich für unseren wöchentlichen Newsletter anmelden:

Wärmepumpe an der Außenwand eines Wohnhauses

Wärmepumpe Kosten - Preise und Einbau im Überblick 2026

Lesedauer 5 Minuten

Was kostet eine Wärmepumpe?

Eine Wärmepumpe kostet inklusive Einbau in der Praxis meist zwischen 25.000 und 55.000 €. Im Neubau ist es oft günstiger, während im Altbau zusätzliche Kosten für Anpassungen an Heizkörper, Hydraulik oder Elektrik entstehen können.

Als grobe Orientierung:

  • Neubau: ab ca. 22.000 € inklusive Gerät und Einbau
  • Altbau: meist 30.000 € bis 55.000 €

Wie hoch ist die Förderung 2026?

Den Einbau einer Wärmepumpe in einem bestehenden Wohngebäude fördert die KfW mit dem Programm 458 (Heizungsförderung für Wohngebäude). Die Grundförderung beträgt 30 % der förderfähigen Kosten. Seit dem 21. Juli 2026 gelten neue Förderbedingungen. Der frühere Effizienzbonus von 5 % ist entfallen. (KfW)

Für selbstnutzende Eigentümer können zusätzliche Boni hinzukommen. Der Klimageschwindigkeitsbonus beträgt aktuell 16 % und kann unter bestimmten Voraussetzungen gewährt werden, etwa beim Austausch einer funktionierenden mindestens 20 Jahre alten Gasheizung oder bestimmter anderer alter Heizungen. Der Einkommensbonus beträgt für selbstnutzende Eigentümer je nach zu versteuerndem Haushaltsjahreseinkommen 10 %, 30 % oder 40 %. Die Förderquote ist grundsätzlich auf 70 % begrenzt. Für selbstnutzende Eigentümer mit einem entsprechend niedrigen Haushaltsjahreseinkommen kann sie bis zu 80 % betragen.

Für ein Einfamilienhaus können 2026 bei der Heizungsförderung maximal 28.000 € förderfähige Kosten für die erste Wohneinheit berücksichtigt werden. Bei Mehrfamilienhäusern kommen weitere Beträge hinzu: Für die zweite bis sechste Wohneinheit gelten jeweils 15.000 €, ab der siebten Wohneinheit jeweils 8.000 € zusätzliche förderfähige Kosten.

Damit beträgt die maximale Förderung bei einer einzelnen Wohneinheit beispielsweise 8.400 € bei 30 %, 12.880 € bei 46 % oder 22.400 € bei einer maximalen Förderquote von 80 %. Entscheidend ist immer, welche Boni tatsächlich erfüllt werden und wie hoch die förderfähigen Kosten sind.

Details und das Antragsformular finden Sie direkt auf der Übersichtsseite der KfW zur Heizungsförderung Wohngebäude (458).

Wichtig für die Antragstellung: Den Antrag müssen Sie grundsätzlich vor Beginn der Maßnahme stellen. Voraussetzung ist unter anderem ein Liefer- oder Leistungsvertrag mit dem Fachunternehmen, der die von der KfW geforderten Bedingungen erfüllt. Die Auszahlung erfolgt nach Abschluss der Maßnahme und Prüfung der Nachweise. Welche Gewerke konkret beteiligt sein müssen (Heizungsbauer, Elektriker, optional Energieberater) lesen Sie im Artikel Welche Handwerker brauche ich für eine Wärmepumpe.

Praxisbeispiele aus dem Blauarbeitsystem

So sehen typische Projekte in der Praxis aus:

  • Einfamilienhaus mit Wärmepumpe: Gesamtkosten 28.000 €. Bei einer Grundförderung von 30 % beträgt der Zuschuss 8.400 €, der Eigenanteil liegt bei 19.600 €. Weitere Boni können den Zuschuss erhöhen, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind.
  • Altbau mit Anpassungen: Wärmepumpe und Umbau 38.000 €. Da bei einer Wohneinheit maximal 28.000 € als förderfähige Kosten berücksichtigt werden, beträgt die Grundförderung 8.400 €. Bei einer Förderquote von 46 % durch Grundförderung und Klimageschwindigkeitsbonus wären es 12.880 €. Bei selbstnutzenden Eigentümern kann bei erfüllten Voraussetzungen zusätzlich der Einkommensbonus greifen. Bei einer maximalen Förderquote von 80 % wären höchstens 22.400 € Zuschuss möglich. Der verbleibende Eigenanteil bei 38.000 € Gesamtkosten läge dann bei 15.600 €.
  • Neubau mit Wärmepumpe: Gesamtkosten 22.000 €. Die KfW-Heizungsförderung 458 richtet sich an bestehende Wohngebäude; für den erstmaligen Einbau einer Heizung im Neubau ist dieses Programm daher nicht vorgesehen. Der Eigenanteil beträgt in diesem Beispiel 22.000 €, sofern keine andere Förderung genutzt wird.

Was kostet welche Art der Wärmepumpen?

Die Wahl der Wärmepumpenart bestimmt die Investitionskosten stark. Die Luft-Wasser-Variante ist mit Abstand am häufigsten verbaut, weil keine Erdarbeiten oder Wasserrechte nötig sind.

Art der WärmepumpeKosten (inkl. Einbau)
Luft-Wasser-Wärmepumpe25.000 bis 50.000 €
Erdwärmepumpe (Sole)35.000 bis 55.000 €
Wasser-Wasser-Wärmepumpe35.000 bis 50.000 €

Im Neubau sind Wärmepumpenanlagen häufig günstiger zu integrieren, weil Heizsystem, Warmwasserbereitung und Elektroinstallation von Anfang an geplant werden können. Im Altbau können zusätzliche Kosten für hydraulische Anpassungen, Heizkörper, Elektroarbeiten oder die Demontage der alten Heizung entstehen.

Einzelkosten im Überblick

PositionKosten
Wärmepumpe (Gerät)10.000 bis 20.000 €
Installation und Montage8.000 bis 15.000 €
Zusatzarbeiten (Elektrik, Speicher, Fundament)4.000 bis 10.000 €

Wichtig: Die Montage macht einen großen Teil der Gesamtkosten aus. Die hydraulische Einregulierung und die korrekte Dimensionierung entscheiden später über Effizienz und Stromverbrauch. Eine zu groß ausgelegte Wärmepumpe taktet häufiger und kann dadurch ineffizienter arbeiten, eine zu kleine kommt im Winter an die Leistungsgrenze. Der Fachbetrieb sollte vor Angebotserstellung eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durchführen. Im Altbau ist außerdem die Vorlauftemperatur entscheidend, ideal sind möglichst niedrige Vorlauftemperaturen. Bei höheren Vorlauftemperaturen sinkt die Jahresarbeitszahl, und der Stromverbrauch steigt. Viele Stromversorger bieten spezielle Wärmepumpentarife mit reduzierten Arbeitspreisen, die das Verbrauchsthema zusätzlich entlasten.

Selbst einbauen oder Fachbetrieb beauftragen?

Eine Wärmepumpe ist keine Eigenleistungsaufgabe. Die Installation greift in mehrere Gewerke (Heizung, Elektrik, Hydraulik) ein und die fachgerechte Ausführung ist auch für die KfW-Förderung relevant.

Eigenleistung scheidet aus, weil:

  • Die Installation Heizung, Elektrik und Hydraulik kombiniert.
  • Für die KfW-Förderung müssen die technischen Voraussetzungen und Nachweise durch die vorgesehenen Fachunternehmen erfüllt werden.
  • Falsche Dimensionierung zu ineffizientem Betrieb, Schäden und hohem Stromverbrauch führen kann.

Mit Fachbetrieb erhalten Sie:

  • Heizlastberechnung und korrekte Dimensionierung der Wärmepumpe.
  • Unterstützung bei den erforderlichen Förderunterlagen.
  • Effizienten, langlebigen Betrieb mit hoher Jahresarbeitszahl.
  • Sicherheit und Gewährleistung auf Gerät und Installation.

Angebote für Wärmepumpeneinbau vergleichen

Sie wollen wissen, was Ihre Wärmepumpe konkret kostet? Holen Sie sich jetzt unverbindliche Angebote von Heizungsbauern und vergleichen Sie Preise für Ihr Projekt.

Jetzt Auftrag einstellen und passende Fachbetriebe für Wärmepumpen finden.

Was kostet der Betrieb? Stromkosten der Wärmepumpe

Die laufenden Kosten entscheiden über die Wirtschaftlichkeit: Eine Wärmepumpe mit Jahresarbeitszahl (JAZ) 3,5 erzeugt aus 1 kWh Strom durchschnittlich 3,5 kWh Wärme. Bei einem Einfamilienhaus mit 15.000 kWh Wärmebedarf bedeutet das rund 4.300 kWh Strom pro Jahr. Bei einem Strompreis von 25 Cent pro kWh entstehen etwa 1.075 € Stromkosten jährlich. Zum Vergleich: Dieselbe Wärmemenge kostet bei einem angenommenen Gaspreis von 11 Cent pro kWh rund 1.650 € für den Brennstoff, bei einem angenommenen Ölpreis von 12 Cent pro kWh etwa 1.800 €. Die tatsächlichen Kosten hängen vom jeweiligen Energiepreis und der Effizienz der Anlage ab. Wie die JAZ zustande kommt, erklärt der Beitrag Jahresarbeitszahl bei Wärmepumpen.

JahresarbeitszahlStromverbrauch (15.000 kWh Wärme)Stromkosten/Jahr bei 25 Cent/kWh
JAZ 3,0 (Altbau, Heizkörper)5.000 kWh1.250 €
JAZ 3,5 (saniert, große Heizkörper)4.300 kWh1.075 €
JAZ 4,5 (Neubau, Fußbodenheizung)3.350 kWh840 €

Beispielrechnung: Wärmepumpe im Einfamilienhaus

So kalkuliert sich der komplette Umstieg für ein typisches Einfamilienhaus (140 m², bisher Gasheizung, Luft-Wasser-Wärmepumpe):

PositionKosten
Luft-Wasser-Wärmepumpe (Gerät, 10 kW)12.000 bis 18.000 €
Installation und hydraulische Einbindung5.000 bis 9.000 €
Demontage Altheizung, Pufferspeicher, Zubehör3.000 bis 6.000 €
Elektrik (Zählerschrank, Anschluss)1.500 bis 3.000 €
Gesamt vor Förderung21.500 bis 36.000 €
KfW-Förderung bei 30 %-6.450 bis -8.400 €*
Eigenanteilca. 15.050 bis 27.600 €*

*Die Berechnung berücksichtigt die Förderobergrenze von 28.000 € förderfähigen Kosten bei einer Wohneinheit. Bei 30 % Grundförderung beträgt der maximale Zuschuss daher 8.400 €. Werden zusätzliche Boni erfüllt, kann der Zuschuss höher ausfallen. Bei selbstnutzenden Eigentümern ist unter bestimmten Voraussetzungen eine Förderung von bis zu 80 % möglich.

Was kostet die Wärmepumpe im Altbau?

Im unsanierten Altbau kommen zum Gerätepreis oft Anpassungen dazu: größere Niedertemperaturheizkörper (300 bis 800 € pro Stück), ein hydraulischer Abgleich und in manchen Fällen Dämmmaßnahmen, damit die Vorlauftemperatur sinkt. Realistisch liegen die Mehrkosten bei 3.000 bis 10.000 €. Ob sich der Umstieg trotzdem rechnet, hängt von der Gebäudehülle ab, die Detailanalyse liefert der Beitrag Wärmepumpe im Altbau.

Häufige Fragen zu den Wärmepumpenkosten

Wie lange hält eine Wärmepumpe?

15 bis 20 Jahre sind für eine Wärmepumpe ein realistischer Orientierungswert, abhängig von Bauart, Nutzung und Wartung. Erdsonden können deutlich länger genutzt werden und sind nicht mit der Lebensdauer des Wärmepumpengeräts gleichzusetzen. Die Wartungskosten liegen je nach Anlage und Umfang häufig bei etwa 150 bis 300 € pro Jahr.

Welche Wärmepumpenart ist die günstigste?

In der Anschaffung ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe meist die günstigste Variante. Komplett inklusive Einbau können je nach Gebäude und Umfang etwa 25.000 bis 50.000 € anfallen. Erdwärmepumpen sind durch Bohrungen oder Kollektoren meist teurer, können dafür aufgrund der konstanten Wärmequelle eine hohe Effizienz erreichen. Für viele Bestandsgebäude ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe deshalb eine naheliegende Lösung.

Lohnt sich die Wärmepumpe 2026 noch ohne Photovoltaik?

Ja. Eine Wärmepumpe kann auch ohne eigene Photovoltaikanlage wirtschaftlich betrieben werden. Entscheidend sind vor allem der Wärmebedarf des Gebäudes, die Jahresarbeitszahl und der Strompreis. Eine Photovoltaikanlage kann die Stromkosten zusätzlich senken, weil ein Teil des benötigten Wärmepumpenstroms selbst erzeugt werden kann. Die tatsächliche Ersparnis hängt allerdings stark davon ab, wie viel Solarstrom zeitgleich für die Wärmepumpe zur Verfügung steht.

Welcher Handwerker baut die Wärmepumpe ein?

Der Heizungsbauer (Anlagenmechaniker SHK) übernimmt Planung und Einbau, für den Stromanschluss kommt der Elektriker dazu, bei Erdwärme zusätzlich ein Bohrunternehmen. Wer was macht, zeigt der Beitrag Welche Handwerker brauche ich für eine Wärmepumpe?

Stand der Förderangaben: 27. August 2026. Die KfW hat die Bedingungen des Programms 458 zum 21. Juli 2026 geändert. Der 5-%-Effizienzbonus ist entfallen; die aktuellen Förderquoten und Boni sind daher nicht mehr mit den früheren 2024/2025-Angaben gleichzusetzen.

Bild: istock.com/Oliver Hasselluhn

Corinna Fröhling, Redakteurin für Kosten und Sanierung

Verfasst von

Corinna Fröhling Redakteurin für Kosten und Sanierung

Corinna Fröhling verantwortet als Redakteurin einen Großteil der Kosten-Ratgeber auf Blauarbeit und prüft neue Beiträge vor der Veröffentlichung. Seit 2019 schreibt sie über Kosten und Preise rund um Haus, Garten und Sanierung, daneben quer durch alle Gewerke. Ihr Anspruch: Preisspannen, mit denen man wirklich planen kann, statt Lockangebote und Schaufensterzahlen.

So entstehen unsere Ratgeber

Handwerker-Vermittlung

Kostenlose Angebote in 48 Stunden.

Anfrage stellen
2 Mio+Anfragen
150 k+Handwerker
48 hØ Reaktion
20Jahre Erfahrung
Nach oben scrollen