aktualisiert am 08.01.2026 2 Minuten Lesezeit
Kurzantwort
Eine Wärmepumpe kostet inklusive Einbau in Deutschland in der Regel zwischen 18.000 und 35.000 Euro. Die tatsächlichen Kosten hängen vor allem von der Wärmepumpenart, dem Gebäudetyp, dem Installationsaufwand und möglichen Förderungen ab. Luft-Wasser-Wärmepumpen sind meist günstiger als Erd- oder Wasser-Wasser-Systeme.
Woraus setzen sich die Kosten einer Wärmepumpe zusammen?
Die Gesamtkosten bestehen nicht nur aus dem Gerät selbst, sondern aus mehreren Kostenblöcken:
- Anschaffung der Wärmepumpe
- Installations- und Montagekosten
- Zusatzarbeiten (z. B. Elektrik, Erdarbeiten)
- Planung und ggf. Energieberatung
- Inbetriebnahme und Abnahme
Eine realistische Kostenbetrachtung sollte immer alle Posten berücksichtigen.
Kosten nach Wärmepumpenart
| Wärmepumpenart | Gesamtkosten inkl. Einbau |
|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | ca. 18.000 – 30.000 € |
| Sole-Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme) | ca. 25.000 – 40.000 € |
| Wasser-Wasser-Wärmepumpe | ca. 30.000 – 45.000 € |
| Hybrid-Wärmepumpe | ca. 20.000 – 35.000 € |
Luft-Wasser-Wärmepumpen verursachen geringere Installationskosten, da keine Erd- oder Brunnenarbeiten notwendig sind.
Welche Faktoren beeinflussen die Kosten?
1. Gebäudetyp
- Neubau: meist günstiger, da Wärmepumpe von Beginn an eingeplant wird
- Altbau: höhere Kosten durch Anpassungen an Heizsystem und Dämmung
2. Heizleistung und Gebäudegröße
Je größer der Wärmebedarf, desto leistungsstärker (und teurer) muss die Anlage sein.
3. Installationsaufwand
Zusätzliche Arbeiten wie:
- Fundamentbau
- Erdsondenbohrung
- Anpassung der Elektrik
können die Kosten deutlich erhöhen.
4. Regionale Preisunterschiede
Handwerkerpreise variieren je nach Region und Auslastung der Betriebe.
Welche laufenden Kosten entstehen bei einer Wärmepumpe?
Neben den Anschaffungskosten sollten auch die Betriebskosten berücksichtigt werden:
- Stromkosten für den Betrieb
- Wartung (ca. 150–300 € pro Jahr)
- ggf. Reparaturen
Im Vergleich zu fossilen Heizsystemen sind die laufenden Kosten meist niedriger, insbesondere bei guter Dämmung.
Welche Förderungen senken die Kosten?
Für Wärmepumpen stehen staatliche Förderungen zur Verfügung, unter anderem:
- Zuschüsse über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)
- zusätzliche Förderboni bei Heizungstausch
- regionale Förderprogramme
Je nach Ausgangssituation können mehrere Tausend Euro der Investitionskosten reduziert werden.
Häufige Fragen zu den Kosten einer Wärmepumpe
Was kostet eine Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus?
Für ein Einfamilienhaus liegen die Kosten inklusive Einbau meist zwischen 20.000 und 35.000 Euro, abhängig von Wärmepumpenart und Gebäudezustand.
Ist eine Wärmepumpe im Altbau teurer?
Ja. Im Altbau entstehen häufig zusätzliche Kosten für Anpassungen an Heizflächen, Dämmung oder Elektrik.
Sind die Einbaukosten im Preis enthalten?
In vielen Angeboten sind Einbau und Inbetriebnahme enthalten, Zusatzarbeiten wie Erdbohrungen oder Elektroanpassungen jedoch oft separat ausgewiesen.
Wie hoch ist der Anteil der Montagekosten?
Die Montage- und Installationskosten machen häufig 30–40 % der Gesamtkosten aus.
Lohnt sich eine Wärmepumpe trotz hoher Anschaffungskosten?
Langfristig kann sich eine Wärmepumpe lohnen, da Betriebskosten niedrig sind und Förderungen die Investition deutlich reduzieren können.
Fazit
Die Kosten für eine Wärmepumpe inklusive Einbau liegen in Deutschland meist zwischen 18.000 und 35.000 Euro. Entscheidend für den Endpreis sind Wärmepumpenart, Gebäudezustand und Installationsaufwand. Wer Fördermöglichkeiten nutzt und das System passend zum Gebäude auswählt, kann die Investition deutlich senken und langfristig von niedrigen Betriebskosten profitieren.





