Letzte Aktualisierung am 11. Juni 2026
Was kostet eine Wärmepumpe?
Eine Wärmepumpe kostet inklusive Einbau in der Praxis meist zwischen 25.000 und 55.000 €. Im Neubau ist es oft günstiger, während im Altbau zusätzliche Kosten von 5.000 bis 10.000 € entstehen können.
Als grobe Orientierung:
- Neubau: ab ca. 22.000 € (nur Gerät)
- Altbau: meist 30.000 € bis 55.000 €
Wie hoch ist die Förderung 2026?
Den Einbau einer Wärmepumpe in einem bestehenden Wohngebäude fördert die KfW mit dem Programm 458 (Heizungsförderung für Wohngebäude). Die Grundförderung beträgt 30 % der förderfähigen Investitionskosten. Wer früh tauscht und einkommensschwach ist, kann durch Boni auf bis zu 70 % kommen, die Förderung ist auf maximal 30.000 € Investitionskosten pro Wohneinheit gedeckelt. Details und das Antragsformular finden Sie direkt auf der Übersichtsseite der KfW zur Heizungsförderung Wohngebäude (458).
Wichtig für die Antragstellung: Den Antrag müssen Sie über das KfW-Zuschussportal stellen, bevor Sie den Auftrag an den Fachbetrieb erteilen. Wer erst nachträglich beantragt, verliert die Förderung. Sie benötigen einen Liefer- oder Leistungsvertrag mit dem Fachbetrieb sowie eine technische Projektbeschreibung. Die Auszahlung erfolgt nach Einreichung der Schlussrechnung. Welche Gewerke konkret beteiligt sein müssen (Heizungsbauer, Elektriker, optional Energieberater) lesen Sie im Detail-Artikel Welche Handwerker brauche ich für eine Wärmepumpe.
Praxisbeispiele aus dem Blauarbeit-System
So sehen typische Projekte in der Praxis aus:
- Klassisches Einfamilienhaus mit Wärmepumpe: Gesamtkosten 28.000 €, Förderung im Altbau (Stand 04/2026) 14.000 €, Eigenanteil 14.000 €. Ein sehr typischer Durchschnittswert.
- Altbau mit Anpassungen: Wärmepumpe und Umbau 38.000 € (50 % Förderung bei konventionellen Kältemitteln, plus 5 % bei natürlichen Kältemitteln). Zusätzliche Heizkörper schlagen mit 300 bis 1.000 € pro Stück zu Buche. Gesamtkosten 45.000 €, Förderung 15.000 €, Eigenanteil 30.000 €. Altbau kann deutlich teurer werden.
- Neubau mit Wärmepumpe: Gesamtkosten 22.000 € (nur Wärmepumpe), keine KfW-458-Förderung im Neubau, Eigenanteil 22.000 €.
Was kostet welche Wärmepumpen-Art?
Die Wahl der Wärmepumpen-Art bestimmt die Investitionskosten stark. Die Luft-Wasser-Variante ist mit Abstand am häufigsten verbaut, weil keine Erdarbeiten oder Wasserrechte nötig sind.
| Art der Wärmepumpe | Kosten (inkl. Einbau) |
|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe | 25.000 bis 50.000 € |
| Erdwärmepumpe (Sole) | 35.000 bis 55.000 € |
| Wasser-Wasser-Wärmepumpe | 35.000 bis 50.000 € |
Faustregel: Neubau ist günstiger, im Altbau kommen 5.000 bis 10.000 € für hydraulische Anpassung, Heizkörper und Pufferspeicher dazu.
Einzelkosten im Überblick
| Position | Kosten |
|---|---|
| Wärmepumpe (Gerät) | 10.000 bis 20.000 € |
| Installation und Montage | 8.000 bis 15.000 € |
| Zusatzarbeiten (Elektrik, Speicher, Fundament) | 4.000 bis 10.000 € |
Wichtig: Die Montage macht einen großen Teil der Gesamtkosten aus. Die hydraulische Einregulierung und die korrekte Dimensionierung entscheiden später über Effizienz und Stromverbrauch. Eine zu groß ausgelegte Wärmepumpe taktet häufiger und verschleißt schneller, eine zu kleine kommt im Winter an die Leistungsgrenze. Faustregel: Der Fachbetrieb sollte vor Angebotserstellung eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831 durchführen. Im Altbau ist außerdem die Vorlauftemperatur entscheidend – ideal sind 35 bis 50 Grad Celsius. Bei höheren Vorlauftemperaturen sinkt die Jahresarbeitszahl, und der Stromverbrauch steigt deutlich. Viele Stromversorger bieten spezielle Wärmepumpentarife mit reduzierten Arbeitspreisen, die das Verbrauchsthema zusätzlich entlasten.
Selbst einbauen oder Fachbetrieb beauftragen?
Eine Wärmepumpe ist keine Eigenleistungs-Aufgabe. Die Installation greift in mehrere Gewerke (Heizung, Elektrik, Hydraulik) ein und ist Voraussetzung für die KfW-Förderung.
Eigenleistung scheidet aus, weil:
- Die Installation Heizung, Elektrik und Hydraulik kombiniert.
- Die KfW-458-Förderung nur mit einem zertifizierten Fachbetrieb (Anlagenmechaniker SHK oder Elektroinstallateur mit Sachkundenachweis) beantragt werden kann.
- Falsche Dimensionierung zu ineffizientem Betrieb, Schäden und hohem Stromverbrauch führt.
Mit Fachbetrieb erhalten Sie:
- Heizlastberechnung und korrekte Dimensionierung der Wärmepumpe.
- Maximale Förderhöhe durch professionelle Antragstellung.
- Effizienter, langlebiger Betrieb mit hoher Jahresarbeitszahl.
- Sicherheit und Gewährleistung auf Gerät und Installation.
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Was kostet der Betrieb? Stromkosten der Wärmepumpe
Die laufenden Kosten entscheiden über die Wirtschaftlichkeit: Eine Wärmepumpe mit Jahresarbeitszahl (JAZ) 3,5 erzeugt aus 1 kWh Strom 3,5 kWh Wärme. Bei einem Einfamilienhaus mit 15.000 kWh Wärmebedarf bedeutet das rund 4.300 kWh Strom pro Jahr – mit Wärmepumpentarif (ca. 25 Cent/kWh) etwa 1.075 € Stromkosten jährlich. Zum Vergleich: Dieselbe Wärmemenge kostet mit Gas rund 1.650 €, mit Öl etwa 1.800 €. Wie die JAZ zustande kommt, erklärt der Beitrag Jahresarbeitszahl bei Wärmepumpen.
| Jahresarbeitszahl | Stromverbrauch (15.000 kWh Wärme) | Stromkosten/Jahr |
|---|---|---|
| JAZ 3,0 (Altbau, Heizkörper) | 5.000 kWh | 1.250 € |
| JAZ 3,5 (saniert, große Heizkörper) | 4.300 kWh | 1.075 € |
| JAZ 4,5 (Neubau, Fußbodenheizung) | 3.350 kWh | 840 € |
Beispielrechnung: Wärmepumpe im Einfamilienhaus
So kalkuliert sich der komplette Umstieg für ein typisches Einfamilienhaus (140 m², bisher Gasheizung, Luft-Wasser-Wärmepumpe):
| Position | Kosten |
|---|---|
| Luft-Wasser-Wärmepumpe (Gerät, 10 kW) | 12.000 bis 18.000 € |
| Installation und hydraulische Einbindung | 5.000 bis 9.000 € |
| Demontage Altheizung, Pufferspeicher, Zubehör | 3.000 bis 6.000 € |
| Elektrik (Zählerschrank, Anschluss) | 1.500 bis 3.000 € |
| Gesamt vor Förderung | 21.500 bis 36.000 € |
| BAFA/KfW-Förderung (30-70 %) | -8.000 bis -21.000 € |
| Eigenanteil | ca. 11.000 bis 21.000 € |
Was kostet die Wärmepumpe im Altbau?
Im unsanierten Altbau kommen zum Gerätepreis oft Anpassungen dazu: größere Niedertemperatur-Heizkörper (300 bis 800 € pro Stück), ein hydraulischer Abgleich (650 bis 1.250 €) und in manchen Fällen Dämm-Maßnahmen, damit die Vorlauftemperatur sinkt. Realistisch liegen die Mehrkosten bei 3.000 bis 10.000 €. Ob sich der Umstieg trotzdem rechnet, hängt von der Gebäudehülle ab – die Detail-Analyse liefert der Beitrag Wärmepumpe im Altbau.
Häufige Fragen zu den Wärmepumpen-Kosten
Wie lange hält eine Wärmepumpe?
15 bis 20 Jahre sind realistisch, bei Erdwärmepumpen hält die Sonde sogar 50 Jahre und mehr. Die jährliche Wartung kostet 150 bis 300 € und verlängert die Lebensdauer spürbar – ein Wartungsvertrag lohnt sich meist schon wegen der Garantiebedingungen.
Welche Wärmepumpen-Art ist die günstigste?
In der Anschaffung die Luft-Wasser-Wärmepumpe (21.500 bis 36.000 € komplett). Im Betrieb gewinnt die Erdwärmepumpe mit höherer Effizienz – sie kostet aber durch Bohrung oder Kollektor 8.000 bis 15.000 € mehr. Für die meisten Bestandsgebäude ist Luft-Wasser der wirtschaftliche Standard.
Lohnt sich die Wärmepumpe 2026 noch ohne Photovoltaik?
Ja – die Förderung von 30 bis 70 % und der Effizienzvorsprung tragen die Rechnung auch ohne eigene Stromerzeugung. Eine Photovoltaikanlage verbessert die Bilanz zusätzlich: Selbst erzeugter Strom kostet 8 bis 12 Cent statt 25 Cent pro kWh und senkt die Heizkosten um weitere 20 bis 30 %.
Welcher Handwerker baut die Wärmepumpe ein?
Der Heizungsbauer (Anlagenmechaniker SHK) übernimmt Planung und Einbau, für den Stromanschluss kommt der Elektriker dazu, bei Erdwärme zusätzlich ein Bohrunternehmen. Wer was macht, zeigt der Beitrag Welche Handwerker brauche ich für eine Wärmepumpe?
Bild: istock.com/Oliver Hasselluhn





