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Gartenarbeit im Herbst

Gartenarbeit im Herbst – Infos zur Ernte, Saat und Pflanzung

Letzte Aktualisierung am 1. Oktober 2021 von A. Mroos

Mit dem Ende des Sommers kommen auch auf den Garten Veränderungen zu. Die Feuchtigkeit nimmt zu und es wird kälter, gerade nachts kann es im Herbst immer wieder zu Frost kommen. Damit Sie auch Ihren Garten für die Herbstsaison bereit machen, möchten wir Ihnen ein paar Tipps geben, wie Sie Ihre Pflanzen und Gemüsearten auch für das kommende Jahr entsprechend vorbereiten können und welche Gartenarbeit im Herbst generell ansteht. 

Rasenpflege im Herbst

Bereiten Sie Ihren Rasen auf die feuchte, dunkle Herbstzeit vor. In dieser Zeit ist es wichtig, dass Sie Luft an die Grünfläche lassen. Dementsprechend können Sie Laub, Moos und andere heruntergefallene, abgestorbene Pflanzenteile vom Rasen entfernen. Das verbessert die Belüftung des Rasens in den meist feuchten Herbstmonaten. Laub müssen Sie nicht zwangsläufig entfernen. Es kann für Beete als Frostschutz genutzt werden.

Rasenmähen gehört ebenfalls zur Gartenarbeit im Herbst.
Rasenpflege gehört zur Gartenarbeit im Herbst

Im Herbst sowie in der Frühlingssaison ist außerdem die Zeit Ihre Grünfläche zu vertikutieren. Das bedeutet, dass die sogenannte Grasnarbe auf der Rasenfläche mit einem elektrischen Vertikutierer oder mit Düngemittel, angeritzt wird. Durch die Vertikutierung können Mulch und Moos entfernt werden, sodass Ihr Boden eine bessere Belüftung erhält. Bedenken Sie, dass Sie Ihren Rasen an dieser Stelle nicht zu tief ritzen, denn in den nächsten Wochen hat er kaum noch Zeit sich entsprechend zu erholen. Bevor Sie mit der Vertikutierung beginnen sollten Sie vorher die Wettervorhersagen der nächsten Tage im Auge behalten. Wenn es nämlich nach der Vertikutierung zeitnah regnet, kann die Fläche mit Feuchtigkeit nochmals eine entsprechende Unterstützung bekommen. 

Beachten Sie, dass Sie Ihren Rasen nicht allzu stark strapazieren, denn sonst müssen Sie unter Umständen ein halbes Jahr länger warten, bis Ihre Pflanzen und Sträucher ergrünen. Zusätzlich sollten Sie nicht vergessen, Ihren Rasen weiterhin regelmäßig zu mähen – Auch das gehört zur Gartenarbeit im Herbst. Ihr Rasen sollte an dieser Stelle außerdem nicht kürzer als etwa fünf Zentimeter werden.

Beete auflockern

Neben dem Rasen, sollte der Herbst auch genutzt werden, um sich ein bisschen Zeit für die Beete im eigenen Garten zu nehmen. Entfernen Sie dazu verwelkte Pflanzen als ersten Schritt und sammeln das Laub. Danach sollten Sie die Erde im Beet etwas auflockern. Das macht es Wasser leichter in den Boden abzufließen. Da winterharte Pflanzen den Winter im Freien und in ihrem Beet verbringen, sollten Sie die Beete auch noch einmal mulchen.

Mit gesammeltem Laub oder Reisig als Frostschutz können Sie die Beete oder frostempfindliche Pflanzen abdecken.

Einige frostempfindliche Pflanzen, wie beispielsweise Rosen, müssen mitunter mit einem Vlies als Frostschutz abgedeckt werden.

Stauden, Büsche und Sträucher schneiden

Die Herbstsaison ist die beste Zeit im Jahr für die notwendigen Rückschnitte an Stauden, Sträuchern, Bäumen und Büschen. Bei der richtigen Baumpflege entfernen Sie vor allem abgestorbene und kranke Äste sowie Pflanzenteile. Schneiden Sie auch zur Verjüngung Ihre Pflanzen ein wenig zurück. Wenn beispielsweise die Astern in Ihrem Garten verblüht sind, schneiden Sie auch die Staude zurück.

Im Gegensatz zur Gartenarbeit im Sommer, sollten Sie bei der Gartenarbeit im Herbst zusätzlich darauf achten, dass Sie Ihre Pflanzen nicht spät zum Jahresende radikal  schneiden. Warum? Erstens sind gesunde Äste ein gewisser Schutzfaktor für die Pflanze und ihre Wurzeln. Zweitens sieht Ihr Garten sonst in den nächsten Monaten enorm kahl aus. Wenn Sie Ihre Hecke zurückschneiden, achten Sie unbedingt darauf, dass Sie diese nicht zu radikal schneiden, denn sonst geht der natürliche Sichtschutz im Winter verloren. 

Ein Zuhause für Igel schaffen

Die kleinen stacheligen Säugetiere halten ihren Winterschlaf meistens in den Monaten November bis zum Vorfrühling im März oder April. Ab einer Temperatur unter fünf Grad ungefähr begibt sich der Igel schließlich in den tiefen Winterschlaf. In dieser Zeit kann der Igel Ihre Hilfe gebrauchen. Igel suchen sich nämlich bevor der Winter naht, geeignete Unterschlüpfe in Gärten. 

Sie können sich freuen, denn Igel fressen lästige Gartenschädlinge wie Nacktschnecken, Raupen und Käfer, die sich in Ihrem Garten ausbreiten. Außerdem benötigen Sie für den Winterschlaf entsprechende Fettreserven, sodass sie sich im Herbst auf die Jagd nach diesen Schädlingen begeben bevor der Winter naht. Bieten Sie also den Igeln an einer geschützten Stelle eine Unterschlupfmöglichkeit, in dem Sie ihnen eine umgedrehte Obstkiste gefüllt mit trockenem Laub zwischen Sträuchern zur Verfügung stellen. 

Gemüseernte & Kräuter ernten

Im September wird hauptsächlich geerntet. Besonders Gemüsebeete müssen um diese Zeit in Angriff genommen werden, egal ob Sie nun den eigenen Garten in Ihrem Zuhause oder Urban Gardening in der Stadt betreiben. Folgende Gemüsesorten müssen Sie ernten – falls Sie das Ende Juli oder im August noch nicht erledigt haben: 

  • Steckzwiebeln
  • Stangenbohnen
  • Zucker- und Markerbsen
  • Frühkartoffeln (Ernte bestenfalls schon 1 bis 2 Monate früher)
  • Kartoffeln
  • Rote Beete
  • Möhren
  • Radieschen
  • Paprika
  • Tomaten
  • Zucchini
  • Gurken (Ernte bestenfalls schon 1 bis 2 Monate früher)
  • Kohlrabi
  • Kopfsalat

Wenn Sie Besitzer von Kräutern sind, sollten Sie außerdem noch einmal einjährige Kräuter wie Petersilie und Pfefferminze ernten. Wenn Sie frühmorgens, bevor die Arbeit losgeht, Zeit haben, können Sie auch sobald der Morgentau abgetrocknet ist, mit der Ernte beginnen. Dadurch erhalten die Kräuter zusätzlich wertvolle ätherische Öle.

Beerensträucher & Blumenzwiebeln pflanzen

Zur Gartenarbeit im Herbst gehört mitunter auch das Setzen neuer Pflanzen. So ist der Herbst der beste Zeitpunkt um Beerensträucher, zum Beispiel Johannisbeeren oder Brombeeren, in Ihrem Garten zu pflanzen. Zu diesem Zeitpunkt ist der Boden entsprechend humos und tiefgründig.

Blumenzwiebeln liegen auf lockerer Erde, im Hintergrund liegt eine kleine Schaufel

Ein humoser Boden bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die 10 bis 30 Zentimeter des oberen Bodens in der Regel besonders viel Humus enthalten. Der dunkelfarbige, humose Oberboden enthält hier viele wichtige Nährstoffe für Pflanzen und fördert das Wachstum Ihrer Pflanzen.

Auch für Frühblüher, wie zum Beispiel Krokusse oder Schneeglöckchen, ist der Herbst die optimale Pflanzzeit. Generell bietet es sich an im Herbst Blumenzwiebeln zu pflanzen, um im Frühjahr von einem blühenden Beet überrascht zu werden. Das sollte bestenfalls vor dem ersten Frost, aber auch nicht zu früh passieren, um zu vermeiden, dass die Pflanzen bei milden Temperaturen noch im Spätherbst austreiben und möglicherweise den Winter nicht überstehen.

Einige Pflanzen müssen bereits ins Winterquartier

Die Zwiebeln von Sommerblumen, wie zum Beispiel Dahlien oder Begonien, sollten Herbst und Winter bestenfalls nicht im Boden verbringen. Dementsprechend sollten diese Blumenzwiebeln spätestens bei den ersten Frostnächten ausgegraben werden. Die kalten Jahreszeiten können diese dann in einer belüfteten Kiste im Keller, Gartenhaus oder einem anderen verhältnismäßig kühlen, aber frostfreien und trockenen Ort verbringen. Die Samen von Sonnenblumen können ebenfalls für eine Aussaat im nächsten Jahr aufgehoben werden. Für manche Topf- beziehungsweise Kübelpflanzen sollte es ebenfalls zu Beginn der ersten Frostperiode ins Winterquartier gehen. Für solche Topfpflanzen wie beispielsweise Geranien, Oleander oder insbesondere Zitruspflanzen, eignet sich ebenfalls ein kühler, aber vor Frost geschützter Ort wie etwa der Keller.

Mit fortschreitend, fallenden Temperaturen kommen weitere Arbeiten im Garten auf Sie zu. Etwa im Spätherbst vor Beginn des Winters sollten Sie ihren Garten dann endgültig winterfest machen. Sollten Sie bei der Gartenarbeit im Herbst oder der Vorbereitung auf den Winter noch Hilfe benötigen, stehen Ihnen erfahrene Gärtner*innen zur Verfügung.

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