Worauf man achten sollte, wenn man Bauschutt entsorgen will.

Bauschutt entsorgen – das sollten Sie beachten!

Letzte Aktualisierung am 7. November 2019 von A. Mroos

Ob Beton, Ziegel oder Holz – Auf einer Baustelle sammelt sich ordentlich Baumüll an.  Bauschutt entsorgen ist in vielen Fällen eine längere Prozedur als die eigentlichen Renovierungs– oder Umbauarbeiten. Teilweise können Sie einige Materialien, die Sie nicht mehr benötigen, verkaufen. Die Entsorgung an sich kostet allerdings Gebühren. Wie teuer dies für Sie werden kann und wohin Sie den Bauschutt entsorgen können, erfahren Sie in den folgenden Zeilen. 

Wie man Bauschutt vernünftig entsorgt 

Nach einer Renovierung beim Auszug oder bei der Entsorgung von Eternitplatten oder wenn man ein Haus abreißt, muss im Regelfall einiges an Bauschutt entsorgt werden. Wenn Sie bereits beim Bau sparsam geplant haben und wenig Material übrig bleibt, fällt natürlich entsprechend wenig Bauschutt an. Es gibt unterschiedliche Methoden, Bauschutt zu entsorgen. Dabei kommt es auf die Arbeiten, die Sie durchführen an und darauf, welcher Müll entsteht. 

Im Regelfall kann man den Großteil problemlos bei den örtlichen Recycling- oder Wertstoffhöfen abgeben. Manches kann tatsächlich auch in den Rest- beziehungsweise Hausmüll. Vorschriften und Regeln sind je nach Bundesland oder sogar Gemeinde und Region unterschiedlich und individuell festgelegt. Beachten Sie die Sonderregelungen und Ausnahmen in Ihrer Region – das erfahren Sie beim zuständigen Amt für Abfallwirtschaft. Es gibt Städte und Landkreise, die ein Abfallsystem A bis Z anbieten. Manche Bauabfälle können Sie auch wiederverwerten. 

Welchen Bauschutt wo entsorgen?

Beachten Sie, dass einige Baumaterialien auch giftige Stoffe enthalten können. Die Staubentwicklung kann beim Umgang mit diesen Baumaterialien erheblichen Schaden anrichten. Hier sollten Sie unbedingt Mundschutz, Handschuhe und Schutzbrille tragen. Folgende Materialien müssen wie folgt entsorgt werden: 

  • Alte Tapetenreste landen im Hausmüll 
  • Metall kommt auf den Wertstoffhof oder auf die zulässige Sammelstelle
    Tipp: Wenn Sie vorab sortieren, bekommen Sie mehr Geld als für Mischschrott
  • Holzabfälle sind meist noch verwertbar. Es gibt aber Deponien, die kein Altholz nehmen oder eben nur unbelastetes
  • Mineralische Materialien wie Mauer- und Ziegelsteine sind reiner Bauschutt und finden im Straßenbau Wiederverwendung. Hier den Putz vorher abschlagen und getrennt von Mauersteinen entsorgen 
  • Flüssige Reste wie Altöl, Farb- und Lackreste sind Giftstoffe, die von einigen Gemeinden mit einem sogenannten Giftmobil ein- bis zweimal pro Jahr entsorgt werden. In manchen Städten bringen Sie die Eimer zum Recyclinghof 
  • Gipskartonplatten von Gipsfaser- oder Gipskartonwänden müssen zu einer Deponie oder einem Entsorgungsbetrieb  gebracht werden. Wenn im Hohlraum der Trennwände Dämmstoffe (künstliche Mineralabfälle) stecken, verpacken Sie diesen Gefahrstoff luftdicht in reißfesten Plastiksäcken. Diese können nur an dafür ausgerichtete Deponien gebracht werden
  • Asbesthaltiges Material ist verboten in Deutschland. Brechen oder beschädigen Sie die Platten auf keinen Fall, weil diese freigesetzten Fasern krebserregend sein können. Nur ein Fachbetrieb kann Asbest ordnungsgemäß entsorgen
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Bauschutt entsorgen – die richtige Trennung

In vielen Gemeinden können Sie maximal 100 Liter Bauschutt auf Recyclinghöfen entsorgen. Wenn Sie Ihren Bauschutt vorab gründlich sortieren, kommen weniger Kosten für das Entsorgen auf Sie zu. Dies gilt übrigens auch, wenn Sie sich einen Container für Ihren Bauschutt anschaffen. 

Wichtig ist, dass sie folgenden Bauschutt voneinander trennen: 

  • Bauschutt
  • Metall
  • Holz
  • Glas 
  • Kabel 
  • Kunststoffe 
  • Verpackungsmaterial

Kleiner Tipp: Holz, das unbehandelt ist, können Sie gegen eine Gebühr beim Recyclinghof loswerden. Holz mit Anstrich oder Holzschutzmittel ist dagegen stark belastet und muss im Regelfall deponiert werden.

Kosten der Bauschuttentsorgung

Bevor Sie einen riesen Haufen Bauschutt zu entsorgen haben, ist es günstiger, sich einen Container zu bestellen. So sparen Sie entsprechend Zeit und Geld und müssen nicht ewig hin und herfahren. Es gibt unterschiedliche Modelle der Bauschutt Container. Sie können diese in unterschiedlichen Größen bestellen, entweder in 5, 10, 15 oder 30 Kubikmetern. 

Bedenken Sie, dass zusätzliche An- und Abfahrtspauschalen zwischen etwa 45 und 150 Euro anfallen. Oben drauf kommen dann noch Kosten für die Entsorgung an sich. Für den reinen Bauschutt zahlen Sie zwischen 17 und 85 Euro pro Kubikmeter. Für unbehandeltes Holz zahlen Sie in der Regel von 12 bis 100 Euro pro Kubikmeter. Der nicht sortierte Bauschutt ist der teuerste und beläuft sich circa auf 48 bis 190 Euro pro Kubikmeter. 

Kleiner Tipp: Vergleichen Sie die Preise, denn jedes Unternehmen kalkuliert anders, sodass die Kosten auch stark variieren können.

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Bilderquellen: Voyagerix /stock.adobe.com

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