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Wände streichen mit schönen Naturfarben

Wände farbig streichen mit Naturfarben - jetzt informieren!

Lesedauer 2 Minuten

Ihre eigenen vier Wände spielen gleich in mehrfacher Hinsicht eine wichtige Rolle, wenn es um eine gute Wohnqualität geht. Eine wichtige Aufgabe ist dabei der Ausgleich der Raumluftfeuchtigkeit. Hier kommen Naturfarben ins Spiel. Diese sind meist diffusionsoffen und können aus natürlichen Rohstoffen bestehen. Je nach Zusammensetzung können sie eine Alternative zu konventionellen Wandfarben sein. Das kann beispielsweise interessant sein, wenn Sie ein Kinderzimmer streichen möchten.

Naturfarben können unter anderem mineralische und pflanzliche Pigmente enthalten. Als Lösemittel kommen beispielsweise Wasser, Alkohole oder Pflanzenöle zum Einsatz. Als Bindemittel werden unter anderem Leime oder Methylcellulose verwendet.

Die verschiedenen Naturfarben

Naturfarben unterscheiden sich je nach Zusammensetzung und verwendeten Rohstoffen in ihren Eigenschaften. Zu den bekannten Arten gehören Kalkfarben, Lehmfarben und Silikatfarben:

  • Kalkfarben: Sie sind alkalisch und dadurch wenig anfällig für Schimmelbefall. Besonders geeignet sind sie für mineralische und saugfähige Untergründe.
  • Lehmfarben: Sie bestehen unter anderem aus Lehm, Wasser und mineralischen Farbpigmenten und können zur Regulierung der Raumluftfeuchtigkeit beitragen.
  • Silikatfarben: Sie sind strapazierfähig, mineralisch und wasserdampfdurchlässig. Sie eignen sich insbesondere für mineralische Untergründe.

Vorteile von natürlichen Farben

Naturfarben können je nach Produkt aus nachwachsenden oder mineralischen Rohstoffen bestehen. Dadurch lassen sich Produkte mit unterschiedlichen ökologischen Eigenschaften herstellen. Für viele Verbraucher spielt zudem eine nachvollziehbare Zusammensetzung der verwendeten Rohstoffe eine wichtige Rolle. Einige natürliche Rohstoffe sind nachwachsend und können je nach Material biologisch abgebaut werden.

Aber Achtung: Der Begriff Naturfarbe bedeutet nicht, dass ein Produkt automatisch frei von Stoffen ist, die bei empfindlichen Personen Reaktionen auslösen können. Einige Farben enthalten beispielsweise Terpentinöl oder Orangenöl. Diese Stoffe können bei entsprechender Empfindlichkeit allergische Reaktionen hervorrufen.

Es ist nicht immer leicht, eine geeignete Naturfarbe allein anhand der Produktbezeichnung zu erkennen. Wenn Sie eine natürliche Farbe kaufen möchten, sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • eine nachvollziehbare und transparente Kommunikation des Herstellers
  • eine möglichst vollständige Deklaration der enthaltenen Stoffe und Rohstoffe
  • detaillierte Informationen auf der Hersteller-Webseite zu den verwendeten Rohstoffen und ihren Eigenschaften
  • Naturfarben sind unter anderem im baubiologischen Fachhandel erhältlich; je nach Produkt finden Sie sie auch im Farbenfachhandel oder Baumarkt

Das sind die fünf wichtigsten Rohstoffe von natürlichen Farben

  1. Dammar
    Dammar ist ein natürliches Harz, das aus verschiedenen tropischen Laubbäumen gewonnen wird. Es kann unter anderem als Bestandteil von Lacken und Firnissen verwendet werden. Je nach Herkunft und Verarbeitung kann das Harz eine helle bis gelbliche Färbung aufweisen.
  2. Carnaubawachs
    Carnaubawachs wird aus den Blättern der Carnaubapalme gewonnen. Das harte Pflanzenwachs wird unter anderem für Beschichtungen, Polituren und Pflegemittel verwendet. Es kann die mechanische Widerstandsfähigkeit von Oberflächen erhöhen und ihnen einen Glanz verleihen.
  3. Titandioxid
    Titandioxid ist ein mineralisches Weißpigment mit hoher Deckkraft und wird unter anderem in Farben und Lacken eingesetzt. Es ist chemisch stabil und verleiht Beschichtungen eine intensive weiße Farbe. Die Verwendung als Lebensmittelzusatzstoff unter der Bezeichnung E171 ist von der Verwendung als Pigment in Farben und Lacken zu unterscheiden.
  4. Drachenblut
    Als Drachenblut werden verschiedene natürliche Harze bezeichnet. Das Harz stammt unter anderem von Pflanzen der Gattung Dracaena oder Daemonorops. Es wurde traditionell als Farbstoff, für Lacke und in verschiedenen handwerklichen Anwendungen eingesetzt.
  5. Leinöl
    Leinöl wird aus den Samen der Leinpflanze gewonnen. Aufgrund seines hohen Anteils an ungesättigten Fettsäuren kann es an der Luft oxidativ trocknen und wird deshalb unter anderem als Bindemittel für Ölfarben und Holzbeschichtungen eingesetzt.
Alexander Oberst, Redakteur für Auftragsvergabe und Handwerksalltag

Verfasst von

Alexander Oberst Redakteur für Auftragsvergabe und Handwerksalltag

Alexander Oberst ist seit 2017 Redakteur beim Blauarbeit-Ratgeber und damit eine der dienstältesten Stimmen der Redaktion. Sein Thema ist die Zusammenarbeit von Auftraggebern und Handwerksbetrieben: Angebote vergleichen, Aufträge sicher vergeben, Gewährleistung und Anfahrtskosten richtig einordnen. Sein Blick ist dabei immer der des Auftraggebers: Was muss ich wissen, bevor ich unterschreibe?

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