Handwerker gesucht? Handwerksprofis aus der Region finden

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Ein Bagger steht vor einem großen Haufen Erde. Im HIntergrund sieht man moderne Mehrfamilienhäuser

Erdarbeiten – Kosten beim Hausbau

Foto von Eplisterra – iStock

Ob Vorbereitung eines Fundaments für ein Baugrundstück oder das Ziehen eines Grabens für das Verlegen von Kabeln und Rohren – der moderne Erdbau ist vielseitig. Wenn du die Zusammenarbeit mit einem Fachbetrieb anstrebst, wirst du im Vorfeld wissen wollen, welche Kosten auf dich zukommen. Wir haben für dich einen grundlegenden Überblick über die Kosten für Erdarbeiten erstellt, wobei du stets mit einem Vergleich verschiedener Angebote hier bei Blauarbeit deine ganz persönliche Entscheidung für den richtigen Partnerbetrieb treffen solltest.

Kosten für Erdarbeiten – ein Überblick

Die anfallenden Kosten für Erdarbeiten hängen von Faktoren wie der Größe des Grundstücks, der Beschaffenheit des Erdreichs und den konkreten Arbeitsschritten ab. Seriöse Fachbetriebe kalkulieren deshalb präzise im Vorfeld und teilen dir durch einen kostenlosen Voranschlag mit, womit du rechnen solltest. Diese Vorgaben helfen dir auch, einen Vergleich zwischen verschiedenen Betrieben durchzuführen.

Viele Fachbetriebe geben die Kosten grob pro Kubikmeter Erdreich an, woran du dich unabhängig von der Größe der Fläche und der Menge des Materials orientieren kannst. Ungefähre Richtwerte sind hierbei:

  • Aushub von Baugruben: 10 bis 20 Euro pro Kubikmeter
  • Entsorgung des Aushubs: 20 bis 40 Euro pro Kubikmeter
  • Aufbesserung/Nivellierung des Bodens: 2.000 bis 5.000 Euro
  • Aufschüttungen von Gruben: 20 bis 40 Euro pro Tonne Material
  • Schächte und Gräben: 25 bis 100 Euro pro Kubikmeter

Die Preisspanne ergibt sich vor allem durch die Bodenklasse. Bei einem einfachen, klassischen Erdboden auf deinem Baugrundstück kannst du mit dem unteren Ende der Preisspanne planen. Teurer wird es durch Besonderheiten im Material, beispielsweise beim Abtragen von Fels, oder bei kontaminierten Böden, die fachgerecht zu entsorgen sind.

Welche Kosten muss ich für ein Einfamilienhaus einplanen?

Die genannten Zahlen sind für dich noch zu abstrakt? Für konkrete Überlegungen stell dir ein Einfamilienhaus vor, bei dem eine Grundfläche von 100 Quadratmetern bebaut werden soll. Zudem gibt es einen kleinen Außenbereich von einigen Hundert Quadratmetern, den du für einen Garten oder eine Terrasse nutzen möchtest.

Um den gesamten Boden für die Bebauung auf einer Bodenplatte vorzubereiten, solltest du je nach Bodenklasse zwischen 15.000 und 20.000 Euro einplanen. Deutlich teurer wird es, wenn du dir ein Kellergeschoss wünschst. Hier muss es zu einem umfassenden Aushub und Abtransport von Erdreich sowie der Schaffung eines stabilen Fundaments kommen. In den Kosten solltest du hier wenigstens 30.000 Euro einplanen, bei größeren Grundstücken oder widrigen Bedingungen werden auch schnell 50.000 Euro erreicht.

Bedenke immer, dass diese professionellen Arbeiten die Grundlage für alle weiteren Bauarbeiten sind. Du wirst sie als privater Bauherr nicht selbst durchführen können, außerdem wirst du kein Risiko bei Sicherheit und Bauqualität eingehen wollen. Nimm dir deshalb Zeit, den passenden Fachbetrieb zu finden, der dich kostenbewusst und fachgerecht unterstützt.

Was beeinflusst die Kosten von Erdarbeiten?

Der wichtigste Einflussfaktor neben der Größe des Grundstücks und dem Volumen an Erdreich, das bearbeitet werden soll, ist die Bodenklasse. Fachlich wird zwischen sieben verschiedenen Bodenklassen unterschieden. Diese umfassen drei leicht lösbare Klassen von Böden sowie vier Klassen schwer lösbarer Boden, beispielsweise mit felsiger Natur. Für diese wird ein besonders leistungsfähiger Maschinenpark benötigt, im Extremfall muss sogar auf Sprengungen zurückgegriffen werden.

Wenn du einen Keller oder eine andere Baugrube erzeugen willst, sind die Dimensionen in Größe und Tiefe für die Kosten ausschlaggebend. Kalkuliere hierbei nicht zu knapp, damit der geschaffene Aushub baulich all deinen Wünschen und Vorstellungen gerecht wird.

Ein unterschätzter Kostenfaktor ist die Entsorgung des Aushubs bei Erdarbeiten. So kann sich bei einem Bodengutachten zeigen, dass der Boden kontaminiert ist und eine fachgerechte Entsorgung anstelle eines Recyclings des Materials nötig wird. Umso wichtiger ist deshalb, frühzeitig ein solches Gutachten erstellen zu lassen, um negative Überraschungen nach dem Erwerb zu vermeiden.

Letztlich solltest du begleitende Kosten berücksichtigen, die von der Nutzungsart des Grundstücks abhängen. Fachbetriebe für Erdarbeiten übernehmen auch begleitende Arbeiten wie das Ziehen von Stützwänden, das Verlegen von Rohren oder die Installation einer Frostschutzschicht. Auch hier nehmen Qualität und Art der Arbeiten großen Einfluss auf die Gesamtkosten des Projekts.

Liegt eine Genehmigungspflicht für Erdarbeiten vor?

Ja, für einen Großteil an Erdarbeiten wirst du im Vorfeld eine Genehmigung von deiner Stadt oder Gemeinde einholen müssen. Dies ist eine weitere Hürde, wenn private Bauherren die Arbeiten auf eigene Faust durchführen möchten. Oft fehlt die Erfahrung, welche Formulare mit welchen Inhalten einzureichen sind.

Ein Fachbetrieb der Branche übernimmt diese Aufgaben gerne für dich und kann sie mit viel Erfahrung erledigen. Bei sehr kleinen Projekten, beispielsweise einem kompakten Teich in deinem Garten, muss nicht zwingend eine solche Genehmigung erteilt werden. Da die Genehmigung zwingend vor dem ersten Spatenstich vorliegen muss, gewinne direkt durch eine fachkundige Beratung Sicherheit, wann und wie Arbeiten zu genehmigen sind.

Besonderheiten im Erdbau und ihre Kosten

Neben den beschriebenen Erdarbeiten und ihren Kosten solltest du noch einige spezielle Umstände kennen, die Einfluss auf die Gesamtkosten des Projekts nehmen und sogar die technische Umsetzung der Arbeiten einschränken können.

1. Große Tiefe des Baugrundstücks

Oft ist nicht alleine ein einzelnes Kellergeschoss gewünscht, das du als privater Eigentümer für dein Zuhause nutzt. Auch größere Tiefen mit einem umfassenden Aushub können gewünscht sein, um mehrere Untergeschosse oder tiefe Gruben zu erzeugen. Projekte dieser Art bringen größere Risiken bezüglich der Stabilität des verbleibenden Erdreichs und bei der Sicherheit der Arbeit mit sich. Es werden schwerere Maschinen und Baugeräte benötigt, zudem muss im Vorfeld die Grundwasser-Thematik geklärt werden.

2. Erdarbeiten an Hanggrundstücken

Erdarbeiten an Hanglagen bringen besondere Risiken mit sich, vor allem beim Abtragen von Erdreich. Hier besteht ein hohes Risiko, dass das abgetragene Erdreich die Stabilität des Hangs gefährdet und es zu einem Erdrutsch kommt. Eine verheerende Folge, wenn es bereits Bauwerke an der Hanglage gibt. Hier werden im Vorfeld oft fachliche Überprüfungen nötig sein, um die Eignung der Erdarbeiten für die spezielle Lage zu bestätigen.

3. Durchführung von Bodengutachten

Das Bodengutachten haben wir oben bereits kurz erwähnt. Mit diesem Gutachten weist ein Sachverständiger nach, aus welchen konkreten Bestandteilen dein Boden besteht und welcher Bodenklasse dieser zuzuordnen ist. Ein solches Gutachten liegt im Idealfall schon vor, bevor du dich überhaupt für den Kauf des Grundstücks entschieden hast. Eine spätere Beauftragung kann sinnvoll sein, falls du unsicher bist, ob sich bauliche Besonderheiten ohne horrende Kosten bei der Beschaffenheit des Bodens durchführen lassen.

Können Erdarbeiten aus Kostengründen selbst erledigt werden?

Ob Sicherheit, Stabilität oder Entsorgung – du hast schon viele Gründe kennen gelernt, weshalb Erdarbeiten trotz anfallender Kosten in professionelle Hände gehören. Es gibt jedoch auch einzelne Arbeiten, die du mit handwerklichem Geschick selbst durchführen wirst. In vielen Fällen sind diese ohne Genehmigung möglich, was von Stadt oder Gemeinde abhängt. Zu den Arbeiten dieser Art gehören:

  • Entfernen von Mutterboden (bis zu Tiefen von 20 bis 25 cm)
  • Ausheben kleiner Baugruben mit einem Minibagger
  • Aufschütten und Verdichten von Material (z. B. mit einer Miet-Rüttelplatte)
  • Nivellierung deines Grundstücks

Für all diese Arbeiten solltest du auf fachliches Geschick und die richtigen Geräte zurückgreifen können. Bedenke jedoch immer, dass bei Eigenleistungen ein Restrisiko verbleibt, wenn es zum Schaden kommt. Hier wird in vielen Fällen die Wohngebäudeversicherung nicht zahlen, wenn Arbeiten nachweislich nicht fachgerecht erbracht wurden.

Typische Zeiträume für Erdarbeiten

Neben günstigen Kosten wirst du an einer schnellen Erledigung deiner Erdarbeiten interessiert sein. Die Zeitspanne hängt auch von der Art und Dimension deines Projekts ab. Um das Grundstück für ein Einfamilienhaus durch einen Fachbetrieb vorbereiten zu lassen, kannst du grob von einem Zeitraum von ein bis zwei Wochen ausgehen. Schwierige Wetterbedingungen oder die Beschaffenheit des Bodens können dies herauszögern. Nach einem Bodengutachten wird dir ein Fachbetrieb hier konkretere Auskünfte geben können.

Fazit zu den Kosten von Erdarbeiten

Die anfallenden Kosten für Erdarbeiten sind ein spürbarer Faktor bei jedem Bauprojekt. Da die private Durchführung keine Alternative ist, solltest du dir in Ruhe das passende Erdbauunternehmen aus deiner Nähe suchen, das gute Leistungen mit einer fairen Kostengestaltung verbindet. Scheue dich nicht, mehrere Kostenvoranschläge erstellen zu lassen und auf dieser Basis fundiert zu entscheiden. Neben dem reinen Preis kann dich ein Erdbauunternehmen auch durch einen Top-Service und viele namhafte Referenzen überzeugen.

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