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Glasfassade in einem modernen Gebäude.

Glasfassade: Arten, Kosten, Vor- und Nachteile

Bild: Ivan Traimak / stock.adobe.com

Eine Glasfassade ist eine Fassade eines Gebäudes, die vorwiegend aus Glas besteht. Glasfassaden werden typischerweise in Gebäuden mit großen Fenstern wie Büros und Hotels, aber auch in Einkaufszentren, Bürogebäuden und auch in Wohnanlagen verwendet. Sie können aus vielen verschiedenen Glasarten hergestellt werden, einschließlich getöntem, verspiegeltem oder reflektierendem Glas. Es gibt sowohl ein- als auch zweischalige Fassaden sowie vorgehängte Fassaden, die in der Regel nur aus einer Verglasung bestehen.

Sie vermitteln beim Besucher den Eindruck von Weite und Licht und sie sind meist ästhetisch ansprechend.

Einige Leute argumentieren, dass Glasfassaden ein Energiefresser sein können, weil sie mehr Energie zum Heizen oder Kühlen benötigen als andere Arten von Fassaden. Bei modernen Glasfassaden ist aber das Gegenteil der Fall. Für großflächige Glasfassaden sollte deswegen hochfunktionale Glasprodukte eingesetzt und energierelevante Funktionen integriert werden.

Welche Vorteile und Nachteile bringt eine Glasfassade?

Wie jede andere Fassadenart lassen sich auch bei der Glasfassade Vor- und Nachteile ausmachen, die bei der Entscheidung für die Art der Fassade eine wichtige Rolle spielen.

Die Vorteile

Eine Glasfassade bietet eine Reihe von Vorteilen vor allem in puncto Energieeffizienz. Die Low-E-Beschichtungen der Fassade lässt das Sonnenlicht durch. Infrarotlicht wird reflektiert. Das kann den Raum aufheizen. Dies bedeutet, dass im Vergleich zu anderen Materialien wie Metall, Beton oder Ziegel weniger Energie zum Heizen benötigt wird.

Des Weiteren wird auch die Sicht von innen verbessert, da die Räume von natürlichem Licht durchflutet werden.

Neben der bereits angesprochenen optimalen Lichtverteilung ist auch ein modernes Design ein weiterer Pluspunkt. Kein Wunder, dass insbesondere Highend-Architektenhäuser gerne damit aufwarten. Schließen Sie die Glasfassade mit Glastüren und Glasschiebetüren ab. So wird jeder Raum zu einem ätherischen, lichtdurchfluteten Palast.

Glas zeichnet sich auch durch einen guten Schallschutz aus. Das Material ist beständig gegen Witterungseinflüsse. Es ist auch pflegeleicht und wartungsarm. So kann man tagsüber den Strom für künstliches Licht sparen. Im Winter kann die Sonne zusätzlich zum Heizsystem für Wärme sorgen.

Es ist hier wichtig, in der Sonnenlage Material mit einem höheren Wärmedurchgangskoeffizienten, dem U-Wert zu verwenden. Auch der Gesamtenergiedurchlassgrad, der g-Wert, sollte höher sein. Nur so wird die thermische Energie der Sonne auch in den Raum gelassen.

Die Nachteile

Der oben genannte Vorteil des Treibhauseffekts im Winter ist oft genug nachteilig. Die Sonne kann ein vollflächig verglastes Gebäude sehr schnell aufheizen. Da kann es schon einmal vorkommen, dass man an warmen Sommertagen nach Hause kommt und in den Räumen herrschen tropische Temperaturen. Ein System zum Sonnenschutz aus automatisch schließenden Außenjalousien und Markisen kann hier Abhilfe schaffen. Aber das ist meist eine kostspielige Lösung. Eine Glasfassade ist im Vergleich zu anderen Fassaden eine kostspielige Angelegenheit. Das Glas ist zwar gegen Witterungseinflüsse sehr beständig, doch es muss häufiger gereinigt werden, da man jede Verschmutzung sofort sieht. Wenn die Fenster hoch sind, ist eine professionelle Reinigungsfirma zu empfehlen.

Glas ist zwar durchaus ein sehr robustes Material, aber eine Glasfassade ist doch anfällig gegen Beschädigungen oder auch Vandalismus. Zudem ist natürlich auch die Privatsphäre oftmals stark eingeschränkt. Hier ist eventuell ein Sichtschutz von Vorteil. Es gibt auch Gläser, die nicht völlig durchsichtig sind. Ideal ist hier ein Material, das nach außen verspiegelt und von innen komplett durchsichtig ist.

Welche Arten von Glasfassaden gibt es?

Es gibt zwei Möglichkeiten, eine Glasfassade zu konstruieren.

Das ist die einschalige Außenwand mit Pfosten-Riegel-Konstruktion oder eine Elementfassade sowie eine Doppelfassade mit einer thermischen Pufferzone.

Die einschalige Fassade ist häufig eine Konstruktion aus Pfosten und Riegeln. Die Elemente werden aus Stahl-, Aluminium- oder Holzteilen gefertigt. Die Glas-Elemente werden daran befestigt. Eine Alternative ist die Elementfassade. Hier werden alle Elemente im Werk gebaut und mit den Glasteilen verbunden. Diese fertigen Elemente werden dann montiert. Die einschalige Konstruktion wird üblicherweise in Privathäusern eingesetzt.

Die Doppelfassade wird meist im Objektbau eingesetzt. Sie besteht aus inneren und äußeren Glas-Elementen. Die darin eingeschlossene Luft fungiert als ein klimatischer Puffer. Eine Doppelfassade zeichnet sich durch einen höheren Wärme- und Schallschutz aus.

Welches Glas eignet sich für Glasfassaden?

Glasfassaden werden üblicherweise aus drei unterschiedlichen Glasarten gefertigt. Das sind Gussglas, Profilbauglas und Glasbausteine.

In der Praxis wird Gussglas am häufigsten verwendet. Die Glasoberfläche wird vor dem Abkühlen durch eine Walzanlage geführt. So wird das Material transluzent oder durchscheinend. Gussglas ist so ein hervorragender Sichtschutz. Das Material gibt es standardmäßig in Stärken von 3 bis 10 Millimetern. Wenn es besonders beansprucht wird, ist es auch mit einer Drahteinlage erhältlich.

Das Profilbauglas ist eine Variante des Gussglases. Hier werden  6 bis 7 Millimeter starke Platten aus Gussglas mithilfe von U-Profilen zusammengesetzt. So kann auch mit großen Spannweiten gebaut werden.  Profilbauglas ist deshalb besonders für großflächige Glasfassaden gut geeignet.

Glassteine sind eine besondere Variante der Fassadenverkleidung. Es sind Hohlglaskörper, die in unterschiedlichen Größen und Farben erhältlich sind. Diese durchscheinenden Glassteine sind immer attraktiv. Sie werden gerne für die Verkleidung einer Gebäudefront eingesetzt.

Mit welchen Kosten ist bei Glasfassaden zu rechnen?

Die Kosten für Glasfassaden hängen von der Art des verwendeten Glases, der Dicke und der Größe ab. Glasfassaden sind nicht gerade billig, aber sie bieten erhebliche Vorteile für Bauherren und Mieter gleichermaßen.

Da die Kosten können von Fall zu Fall stark variieren, ist eine individuelle Planung zu empfehlen. Der Preis kann stark variieren und hängt davon ab, ob es sich um eine einschalige Konstruktion oder eine Vorsatz-Fassade handelt. Natürlich spielt auch die Größe der Fassadenfläche eine Rolle. Weitere Kostenfaktoren sind Mehrkosten durch eine besondere Ausführung und welche Glasart und Glasstärke verwendet werden soll. Ein wichtiger Kostenfaktor ist die Art der Unterkonstruktion.

 

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