Zum 1. Januar 2026 steigt die Mindestausbildungsvergütung (MAV) erneut an. Auszubildende, die ihre Lehre im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2026 beginnen, erhalten laut dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) eine Erhöhung um 6,2 Prozent. Die neuen Werte gelten für alle Berufe nach Handwerksordnung (HwO) und Berufsbildungsgesetz (BBiG).
Für Handwerksbetriebe ist es wichtig, die neuen Vergütungssätze zu kennen – nicht nur wegen der rechtlichen Pflicht, sondern auch, um im Wettbewerb um junge Fachkräfte attraktiv zu bleiben.
Neue Mindestvergütung ab 2026: Die offiziellen BIBB-Werte
Ab 2026 gelten folgende Mindestausbildungsvergütungen:
- 1. Ausbildungsjahr: 724 Euro
- 2. Ausbildungsjahr: 854 Euro
- 3. Ausbildungsjahr: 977 Euro
- 4. Ausbildungsjahr: 1.014 Euro
Diese Sätze sind gesetzlich verbindlich. Betriebe dürfen nicht darunter vergüten, können aber selbstverständlich darüber liegen, um Nachwuchskräfte zu gewinnen.
Warum wird die Mindestausbildungsvergütung erhöht?
Die jährliche Anpassung soll:
- die Attraktivität der dualen Ausbildung stärken
- Auszubildenden mehr finanzielle Stabilität geben
- die steigenden Lebenshaltungskosten berücksichtigen
- dem wachsenden Fachkräftemangel entgegenwirken
Gerade im Handwerk bleibt der Bedarf an jungen Talenten hoch. Viele Betriebe kämpfen darum, ihre Ausbildungsplätze überhaupt zu besetzen. Eine faire Vergütung spielt dabei eine zentrale Rolle.
Was bedeutet die Vergütungserhöhung für Handwerksbetriebe?
- Planung und Kostenkalkulation für das Ausbildungsjahr 2026
Die Planungen für das kommende Ausbildungsjahr müssen an die neuen Mindestvergütungen angepasst werden. Mit den veröffentlichten BIBB-Vergütungen können Betriebe frühzeitig kalkulieren und die Ausbildungsvergütungen sauber budgetieren.
- Wettbewerbsfaktor im Azubi-Recruiting
Je nach Branche und Region liegt die tarifliche oder freiwillige Ausbildungsvergütung teilweise deutlich über der Mindestvergütung. Wer über Mindestniveau zahlt, erhöht seine Chance, geeignete Bewerber zu bekommen.
- Transparenz gegenüber Bewerbern
Die klaren gesetzlichen Vorgaben lassen sich gut in Stellenanzeigen, Ausbildungsmessen oder Vorstellungsgesprächen kommunizieren. Das schafft Vertrauen und Klarheit.
- Wichtiger Baustein im Kampf gegen den Fachkräftemangel
Viele jugendliche entscheiden sich nur dann für eine Ausbildung, wenn sie finanziell abgesichert sind. Eine steigende Mindestausbildungsvergütung ist daher ein wichtiges Signal – sowohl an zukünftige Azubis als auch an deren Eltern.
Fazit: Die Mindestausbildungsvergütung 2026 stärkt die berufliche Ausbildung
Mit der Erhöhung um 6,2 Prozent setzt der Gesetzgeber ein klares Zeichen für die Bedeutung der dualen Ausbildung. Für Handwerksbetriebe bedeutet das: höhere Kosten, aber auch bessere Chancen, motivierte Nachwuchskräfte zu gewinnen.
Wer früh plant und attraktiv vergütet, bleibt im Azubi-Recruiting wettbewerbsfähig.




